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| Vorsitzender
Wilfred Paschvoss (Dortmund) |
2.
Vorsitzender
Wolfgang Dax-Romswinkel (Rhein-Sieg-Kreis) |
Schriftführerin
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Kassierer
Otto Trebels (Aachen) |
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| Beisitzer
Michael Arens (Höxter) |
Beisitzerin
Dagmar Berens (Euskirchen) |
Beisitzer
Martin Halbach (Remscheid) |
Beisitzerin
Marion Rominski (Gelsenkirchen) |
Beisitzer
Michael Wenzel (Bielefeld) |
Grundlage
Die rechtliche Basis für die kommunalen Medienzentren in Nordrhein-Westfalen findet sich im § 79 SchulG:
„Der Schulträger ist verpflichtet, die für einen ordnungsgemäßen Unterricht erforderlichen Schulanlagen, Gebäude, Einrichtungen und Lehrmittel bereitzustellen und zu unterhalten sowie das für die Schulverwaltung notwendige Personal und eine am allgemeinen Stand der Technik und Informationstechnologie orientierte Sachausstattung zur Verfügung zu stellen. (...)“2
Dieses
„Bereitstellen von Lehrmitteln“ - die Medienversorgung also - wird zu einem
Teil unmittelbar in der Schule umgesetzt. Da einzelne Schulen aber weder
finanziell noch personell in der Lage sind, einen kompletten, fortwährend
aktualisierten Medienbestand für alle Sachgebiete und Jahrgänge
selbst vorzuhalten und zu organisieren, wird diese Aufgabe in gewissem
Umfang traditionsgemäß von den Schulträgern an die Kreise
delegiert und im Rahmen der Kreisumlage pauschal finanziert. Die Kreise
(und kreisfreien Städte) wiederum setzen diesen Auftrag mit ihren
Einrichtungen, den kommunalen Medienzentren, Kreis- und Stadtmedienzentren,
um. Es wird allerdings keine Aussage über Art und Umfang getroffen,
die Qualität der Medienversorgung ist also nicht festgelegt und bedarf
einer ständigen Diskussion im politischen Raum.
Da die Kreise und kreisfreien Städte, insgesamt 53 Gebietskörperschaften in NRW, ihre Medienzentren im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung eigenverantwortlich unterhalten, haben sich im Laufe von Jahrzehnten auf Grund des recht weiten Gestaltungsspielraums relativ unterschiedliche Qualitätsstandards entwickelt. Beständigkeit und Ausmaß des Engagements der gewählten Kommunalpolitiker, der Verwaltung, nicht zuletzt der Leiter/-innen und des Personals, sind ausschlaggebend für das individuelle Erscheinungsbild. Allerdings spielt die Kooperationsbereitschaft der Lehrer/-innen, die ihre Einrichtungen nutzen – oder eben auch nicht - eine ebenso wichtige Rolle. Sie können auf sehr vielfältige Art direkt und indirekt Entscheidungen beeinflussen. So ist es bei so zahlreichen Variablen nicht verwunderlich, dass die Medienzentren in NRW eine recht unterschiedliche und facettenreiche Leistungsbandbreite aufweisen.
Das Renommée des Medienzentrums und der dort geleisteten Arbeit spielt demzufolge eine zentrale Rolle bei der weiteren künftigen Ausgestaltung und der dafür notwendigen personellen und materiellen Voraussetzungen.
Solange die kommunalen Medienzentren und Bildstellen existieren, befinden sie sich an der Schnittstelle zwischen den kommunalen Sachaufwandsträgern - Gemeinde, Stadt, Kreis - und dem für Lehrpersonen und Lehrinhalte zuständigen Land. Bereits Anfang der 90-er Jahre forderte der Medienexperte Prof. Dr. Ortner, das Land solle sich unmissverständlich zu seiner Verantwortung bekennen, die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung stellen und die rechtlichen Rahmenbedingungen klar definieren, „ (...) »wie denn ein Landesbeamter« - also ein Lehrer oder eine Lehrerin - »eine kommunale Dienststelle« - also die Bildstelle bzw. das Medienzentrum - »leiten kann«.“3
Die politische Diskussion um diesen Fragenkomplex ist latent und wird in den Kreisen und kreisfreien Städten kontrovers geführt.
Bei der immer rascher zunehmenden Quantität und den enormen Qualitätsunterschieden im Medienangebot ist die Intensivierung und Ausweitung des Beratungsangebotes längst zu einer ständigen Herausforderung geworden. Der Wert dieser Beratungen lässt sich nur schwer in Abbildungen und Grafiken darstellen und verlangt nach einer zunehmenden Sachkompetenz aller Mitarbeiter in den Medienzentren.
Im Rahmen der fünfjährigen „e-nitiative.nrw – Netzwerk für Bildung“ haben die kommunalen Spitzenverbände als Vertreter der Schulträger und Träger der Medienzentren und das Land NRW vereinbart, ihre Anstrengungen zu bündeln, um mit Unterstützung weiterer Partner bis Ende des Jahres 2005 die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass das Lernen mit Medien zum Unterrichtsalltag geworden ist.4
Diese Aufgabe, die eine Herausforderung für unsere gesamte Informationsgesellschaft darstellt, gilt es, gemeinsam zu meistern. Die kommunalen Medienzentren sollten hier ihre Kompetenz mit einbringen (können) und den Kolleginnen und Kollegen vor Ort alle notwendigen Hilfestellungen bieten, die einen sinnvollen Einsatz von Bildungsmedien unterstützen.
Die
Vorsitzenden der LAKs treffen sich im „Bundesarbeitskreis der Leiterinnen
und Leiter kommunaler Bildstellen und Medienzentren in Deutschland“, kurz
BAK.
In engem Kontakt mit der Medienwirtschaft - insbesondere dem Institut für
Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (FWU) - geht es bei zwei mehrtägigen
Tagungen (Frühjahr und Herbst) speziell um Fragen der Medienentwicklung
und Medienentwicklungsplanung. In diesem Gremium werden ebenso Erkenntnisse
aus dem Medienbereich weitergegeben oder diskutiert. Der Austausch von
Informationen über technische Entwicklungen, pädagogische Fragestellungen,
Finanzierungen usw. runden die Tagungen ab. Der BAK unterhält außerdem
gute Kontakte zu den Parteien, dem Deutschen
Landkreistag, dem Deutschen
Städtetag, dem Deutschen
Städte- und Gemeindebund (kommunale Spitzenverbände) sowie
den entsprechenden Ländervertretungen. Bei der Herausgabe von Positionspapieren
der genannten Einrichtungen zu Medienfragen wirkt der BAK intensiv mit.
| 1. | Kröger, G.: LAK - BAK - alles klar!?. in: „IM FOCUS“ 4/01, Kurznachrichten aus der Landesbildstelle Westfalen, Dezember 2001, S. 10ff |
| 2. | Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (Schulgesetz NRW - SchulG), GV. NRW. S. 102, 15. Februar 2005 |
| 3. | Ortner, G. E.: Professionalisierung. in: SCHULPRAXIS, 12/1992, S. 9 |
| 4. | vgl.: Rd.-Erlass des Ministeriums für Schule, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW vom 08.03.2001 |