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RAL - Gütezeichen "Mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung"Bild: Ausbildung beim Kreis Paderborn

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RAL-Gütezeichen Mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung

Dies ist die Bildunterschrift
 

Schnelle und zuverlässige Kommunalverwaltungen gehören zu den wichtigsten Rahmenbedingungen für mittelständische Unternehmen und sind somit ein klarer Standortvorteil. Bürokratische Hürden und lange Entscheidungswege sind jedoch in vielen Verwaltungen der Alltag. Ein Zeichen für praktizierten Bürokratieabbau setzen Kommunen mit dem RAL Gütezeichen Mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung.

Durch die Umsetzung von 14 Serviceversprechen schaffen Kommunen mehr Transparenz in Verwaltungsleistungen und geben durch feste Terminzusagen mittelständischen Unternehmen zeitliche und finanzielle Planungssicherheit. Für die Unternehmen werden die Serviceversprechen des RAL Gütezeichens so zur Messlatte, ob ein Standort ihren Anforderungen gerecht wird.

Im April 2006 hatte sich die Gütegemeinschaft Mittelstandsorientierte Kommunalverwaltungen e.V. mit Unterstützung und Förderung durch das NRW-Wirtschaftsministerium in Düsseldorf gegründet, um bundesweit einheitliche Gütekriterien für die Mittelstandsorientierung von Kommunen zu entwickeln.

Der Kreis Paderborn gehört zu den 12 Gründungsmitgliedern der Gütegemeinschaft und wurde im Mai 2013 bereits zum vierten Mal mit dem Gütezeichen „Mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung“ ausgezeichnet. Grundlage der Zertifizierung bilden die Güte- und Prüfbestimmungen, die gemeinsam von RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. und der Gütegemeinschaft Mittelstandsorientierte Kommunalverwaltungen e.V. entwickelt wurden. Die Einhaltung der Bestimmungen wird regelmäßig durch die Verwaltungen selbst und alle zwei Jahre durch ein neutrales Prüfinstitut überwacht.

Die 14 Serviceversprechen im Überblick:

 

a) Eingangsbestätigung von Anträgen und Anfragen sowie Nennung eines Ansprechpartners

Stellt ein Unternehmer einen Antrag oder eine Anfrage zu einem Genehmigungsverfahren, erhält er in einem ersten Schritt die Eingangsbestätigung. Zugleich informiert ihn die Verwaltung darüber, welche Abteilung zuständig ist und an wen er sich persönlich wenden kann.

b) Erste Informationen zum Verfahren

Der zuständige Mitarbeiter unterrichtet den Unternehmer über die voraussichtliche Bearbeitungszeit seines Antrags, bittet gegenenfalls um fehlende Unterlagen und nennt mögliche Gründe, die den Zeitplan verzögern könnten. Er sagt dem Unternehmen zu, dass er ihn über Abweichungen umgehend informieren wird.

c) Besprechungen bei Unternehmen

Die Verwaltung bietet dem Unternehmen an, seine Angelegenheit innerhalb der nächsten fünf Arbeitstage vor Ort bei ihm zu besprechen. Der Unternehmer spart Zeit und ist von den Öffnungszeiten der Verwaltung unabhängig.

d) Bearbeitungszeit für gewerbliche Bauvorhaben

Mit den ersten Informationen zum Verfahren erfährt der Unternehmer innerhalb von sieben Arbeitstagen, ob sein Baugenhemigungsantrag in der eingereichten Form bearbeitet werden kann. Ist das der Fall, kann er sicher davon ausgehen, dass über den Antrag innerhalb von 40 Arbeitstagen entschieden wird, und seine Planung danach ausrichten.

e) Schnelle Bezahlung von Auftragsrechnungen, die von mittelständischen Unternehmen an den Kreis gestellt werden

Der Unternehmer kann sicher sein, dass er 15 Arbeitstage nach dem Eingang seiner Rechnung sein Geld erhält. Das gibt ihm finazielle Planungssicherheit und verbessert seine Liquidität.

f) Schnelle und qualifizierte Reaktion auf die Beschwerde des Unternehmens

Beschwerden von Unternehmen werden erfasst und schnell beantwortet. Ist das kurzfristig nicht möglich, wird dem Unternehmen innerhalb von drei Tagen erklärt, warum sich die Antwort verzögert und wann es eine verbindliche Auskunft erhält.

g) Bearbeitungszeit für die Angebotsabgabe bei Flächenanfragen von Unternehmen

Unternehmer, die konkreten Bedarf an Grundstücken haben, erhalten auf ihre Anfrage innerhalb von fünf Arbeitstagen eine Antwort. Das Angebot enthält Angaben über die Lage der Fläche, die Verkehrsanbindung, den Flächenzuschnitt, den Preis, die Erschließungskosten sowie über die Planungs- und Baurechtssituation.

Da die Kreise in der Regel keine Flächen anbieten, wird in diesen Fällen gemessen, wie schnell sie Flächenanfragen an ihre Städte und Gemeinden weiterleiten.

h) Bearbeitung der Genehmigung von Schwertransporten rechtzeitig vor Transportbeginn

Schwertransport-Unternehmen müssen schnell und flexibel sein. Unternehmen, die eine Transportgenehmigung beantragen, können sicher sein, dass sie rechtzeitig informiert werden - mit einer bestätigten Streckenführung oder einer Alternativroute. Aktuelle Einschränkungen im Verkehr werden berücksichtigt.

i) Verlässlichkeit der Baugenehmigungen

Unternehmen, die eine Baugenehmigung beantragen, benötigen nicht nur schnelle, sondern auch sichere Entscheidungen. Aus diesem Grund enthält die Baugenehmigung ein Höchstmaß an Rechtssicherheit - damit keine Nachbarschaftswidersprüche die Pläne verzögern.

j) Reaktionszeiten auf Anrufe und E-Mails

Wenn sich Unternehmer per Anruf oder E-Mail an die Kommunalverwaltung wenden, haben sie es in der Regel eilig. Die Anfragen sollen aus diesem Grund möglichst umgehend, mindestens jedoch innerhalb eines Arbeitstagesbeantwortet werden. Das Unternehmen erhält damit ohne Zeitverzug die notwendigen Informationen.

k) Verwaltungswegweiser als Sofortinformation

Gibt es Fragen zu Existenzgründungen, Standortinformationen, Vermietung oder Verpachtung von Grundstücken, Baugenehmigungen, Ausschreibungen, Verkehrsfragen oder Finanzen und Steuern? Der Verwaltungswegweiser führt online oder in Papierform schnell und sicher zum richtigen Ansprechpartner.

l) Lotse für Existenzgründer

Wer ein Unternehmen gründen will, benötigt in der Regel viele Informationen. Der Ansprechpartner für Existenzgründer hilft nicht nur im Umgang mit der Behörde, sondern hält bei Bedarf auch Auskünfte über andere wichtige Anlaufstellen bereit.

m) Bewertung der Kundenzufriedenheit

Die Verwaltung ermittelt alle zwei Jahre, ob die mittelständischen Unternehmen mit dem Service zufrieden sind, ob er sich verbessert oder verschlechtert hat. Die Erhebung bietet Unternehmen auch die Möglichkeit für Kritik und Anregungen.

n) Informationsveranstaltung als Kommunikationsplattform

Mittelständische Unternehmen werden regelmäßig zum Informationsaustausch über aktuelle Standortthemen eingeladen. Sie werden so über neue, für sie wichtige Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten. Gleichzeitig können sie Anregungen geben oder Kritik äußern, was für das Leistungsniveau der Kommune wichtig ist.

 
 

Presse

 

Zuständige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Herr Nölkensmeier

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