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Kreishaus
Wewelsburg

18. Oktober 2017

„Teilnahme hat uns als Gemeinschaft zusammengeschweißt“

Im Golddorf Fürstenberg, dem diesjährigen Siegerort des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“, erhielten die Preisträger ihre Urkunden aus den Händen von Landrat Manfred Müller.

Siegerorte wurden in Fürstenberg ausgezeichnet 
Die Bürgermeister und Ortsvorsteher der teilnehmenden Dörfer nahmen im Golddorf Fürstenberg ihre Preise entgegen. Landrat Manfred Müller ( sechster von links) überreichte die Urkunden. Bad Wünnenbergs Bürgermeister Christoph Rüther (achter von links) drückt jetzt schon die Daumen für 2018. Denn Fürstenberg hat sich mit seinem Sieg für den Landeswettbewerb qualifiziert.

Sieger des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ im Golddorf Fürstenberg ausgezeichnet

Im Golddorf Fürstenberg, dem diesjährigen Siegerort des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“, erhielten die Preisträger ihre Urkunden aus den Händen von Landrat Manfred Müller. Der Wettbewerb selbst hat in den vergangenen Jahrzehnten auch eine Entwicklung durchlaufen: Wurden einst die Schönsten im Land gesucht, geht es jetzt vielmehr darum, wie sehr ein Dorf und seine Bewohnerinnen und Bewohner sich gemeinsam um ihre nachhaltige Zukunft kümmern. Landrat Manfred Müller dankte allen teilnehmenden Ortschaften für ihre Teilnahme. Woran man gemeinsam arbeite, das werde geschätzt, gepflegt und könne auch wachsen. „Das sind Stärken, die es im städtischen Raum nicht gibt. Und sie sind auf einem guten Weg und haben uns alle sehr beeindruckt“, betonte der Landrat.

Der Kreiswettbewerb habe eindrucksvoll bewiesen, dass die Ortschaften die Zeichen der Zeit erkannt und sich ihrer ureigensten Stärken bewusst seien. Intakte Dorfgemeinschaften, ein lebendiges Vereinsleben, bürgerschaftliches Engagement, das alles seien Aktivposten, mit denen insbesondere Dörfer in Zeiten zunehmender Globalisierung und Anonymisierung punkten könnten.


Landrat Manfred Müller: „Sie tun das. Sie arbeiten an ihrer Zukunft. Sie haben damit Zukunft“.

18 Dörfer stellten sich in diesem Jahr dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Die Bewertungskommission unter Leitung von Kreisdirektor Dr. Ulrich Conradi bereiste vom 29. Mai bis zum 14. Juni die teilnehmenden Ortschaften, die in fünf Kategorien ihre Ideen für die soziale, wirtschaftliche, kulturelle und ökologische Ausrichtung ihres Dorfes präsentierten. Die zur Stadt Bad Wünnenberg zählende Ortschaft Fürstenberg überzeugte die Jury auf ganzer Linie und wird den Kreis Paderborn beim Landeswettbewerb in 2018 vertreten. Die Silbermedaille ging in diesem Jahr nach Holtheim (Stadt Lichtenau). Über Bronze darf sich Boke (Stadt Delbrück) freuen.Gold für Fürstenberg

Die Preisträger im Überblick:

  1. Fürstenberg
  2. Holtheim
  3. Boke
  4. Hagen
  5. Ebbinghausen
  6. Blankenrode
  7. Bleiwäsche
  8. Lippling
  9. Schwaney



Das Golddorf Fürstenberg musste lange auf seinen Einsatz warten. Erst am letzten Tag der zweiwöchigen Jury-Rundreise sei der Ort an der Reihe gewesen und habe das Feld mit einem überzeugenden Konzept von hinten aufgerollt, betonte Bad Wünnenbergs Bürgermeister Christoph Rüther. Noch am selben Abend habe das Telefon von Ortsvorsteher Reimund Günter geläutet. Landrat Manfred Müller überbrachte persönlich die frohe Botschaft, dass Fürstenberg den Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ für sich entschieden habe. Mit diesem Anruf sei ein lang gehegter Wunsch aller Fürstenberger in Erfüllung gegangen. „Es war der Lohn für jede Menge Arbeit im Vorfeld“, so Günter.

Bereits im September 2016 ermunterte Reimund Günter die Mitglieder des Vereins „Pro Fürstenberg“ zu einer Teilnahme an dem Wettbewerb. Denn er sah das Potenzial seines Ortes und auch die Vorteile des Wettbewerbs: Stärken und Schwächen werden bewusst und neue Ziele können entwickelt und realisiert werden. Schnell fand das Team von „Pro Fürstenberg“ jede Menge begeisterte Mitstreiter. Seit dem Herbst 2016 arbeitete das ganze Dorf an einem zukunftsfähigen Konzept. Verschiedene Gruppen wurden eingeteilt, die sich mit der sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und ökologischen Ausrichtung des Dorfes beschäftigten. Je näher der Präsentationstermin rückte, desto mehr häuften sich Sitzungen und Arbeitseinsätze.

Im Mittelpunkt der Präsentation stand die Leitidee „Kuhtrift“. Im 19. Jahrhundert wurde so der Weg bezeichnet, den das Vieh nahm, um in Wald und auf Wiesen zu gelangen. In Fürstenberg ist es die Strecke vom Gutshof Richtung Kirch- und Poststraße. In dieser Dorfmitte befinden sich zahlreiche wichtige, zum Teil historische Gebäude, sei es für die Wirtschaft vor Ort oder die Verwaltung. Diese wurden nicht nur vorgestellt, sondern auch die jeweilige Umnutzung und ihre Zukunftsperspektive aufgezeigt. Von der Jury erhielt Fürstenberg für die Leitidee „Kuhtrift“, aber vor allem auch für die Präsentation vieler Aktiver, den vorbildlichen Zusammenhalt und das hohe Engagement der Ehrenamtlichen den 1. Platz des Wettbewerbs.

"Was hier geleistet und entwickelt wurde, ist wirklich einmalig."

Ortsvorsteher Reimund Günter freute sich nicht nur riesig darüber, dass Fürstenberg den Wettbewerb mit Abstand gewonnen hat, sondern auch über zwei weitere Aspekte: „Durch die Teilnahme an diesem Wettbewerb konnten wir ein zukunftsträchtiges Konzept für unsere Heimat entwickeln, das wir nun natürlich weiter verfolgen werden. Zum anderen haben uns die Vorbereitungen für den Wettbewerb und die Präsentation noch mehr als Gemeinschaft zusammengeschweißt.“ Auch Bürgermeister Christoph Rüther zeigte sich beeindruckt von dem Fürstenberger Engagement: „Was hier geleistet und entwickelt wurde, ist wirklich einmalig. Dazu gratuliere ich allen Beteiligten sehr herzlich und drücke beide Daumen für den Landeswettbewerb 2018.“

Verliehen wurden am Abend auch die Sonderpreise:
Der Sonderpreis der Sparkasse Paderborn in Kooperation mit der Stadtsparkasse Delbrück in Höhe von 1.000 € für „Herausragende Gemeinschaftsleistungen im bürgerschaftlichen, kulturellen oder sozialen Bereich“ erhielt Barkhausen für sein Engagement in der Flüchtlingshilfe. Bleiwäsche erhielt 500 € für die Aktivitäten der Jugendkunstschule.
Der Sonderpreis der Werbegemeinschaften der Volksbanken im Kreis Paderborn in Höhe von 1.000 € für „Herausragende Gemeinschaftsleistungen im bürgerschaftlichen, kulturellen oder sozialen Bereich“ geht an Weiberg für seine aktiven Rentner, die sich ehrenamtlich engagieren (500 €). Lichtenau erhält ebenso 500 € für eine Patenschaft der Jungschützen für ein Kind in Afrika.

Der Sonderpreis der Bank für Kirche und Caritas, Paderborn in Höhe von 1.000 € für „Besondere Leistungen der Bürger im kirchlich-karitativen Bereich“ ging an Lippling für besondere ehrenamtliche Aktivität im Kirchenbereich.
Den Sonderpreis der Kreishandwerkschaft in Höhe von 500 € erhielt Scharmede für handwerkliche Arbeits- und Ausbildungsplätze vor Ort.
Den Sonderpreis des Kreislandfrauenverbandes in Höhe von 100 € erhielt Ahden für eine gute Präsentation und besonderes Engagement des Landfrauenvereins.
Einen zusätzlicher Sonderpreis ging nach Upsprunge für das Bewerbungsvideo zur WM-Pokalaktion.


Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ist seit 1961 zu einem der wichtigsten Instrumente in der dörflichen Entwicklung geworden und hat sich seitdem stetig fortentwickelt. Er wird vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW ausgeschrieben. Alle drei Jahre wird der Wettbewerb zunächst auf Kreisebene durchgeführt. Wer es hier aufs Siegertreppchen schafft, bekommt die Fahrkarte zum Landeswettbewerb und kann sich dort für den Bundeswettbewerb qualifizieren. Gesucht und prämiert werden längst nicht mehr die Schönsten im ganzen Land. Was zählt, ist eine nachhaltige dörfliche Entwicklung, die den Menschen und ihren Nachkommen Lebensqualität bietet. Das bürgerschaftliche Engagement und die Eigenverantwortung der Dorfbewohner stehen im Vordergrund. Dazu wurden die Bewertungskategorien „Konzeption und deren Umsetzung“, „Wirtschaftliche Entwicklung und Initiativen“, „Soziales und kulturelles Leben“, „Baugestaltung und Entwicklung“ sowie „Grüngestaltung und Dorf in der Landschaft“ gebildet. Von den 61 teilnahmeberechtigten Dörfern im Kreis Paderborn haben sich in diesem Jahr 18 Dörfer angemeldet.

Teilnahmeberechtigt am Kreiswettbewerb sind räumlich geschlossene Ortschaften oder Gemeindeteile mit vorwiegend dörflichem Charakter bis zu 3.000 Einwohnern.


Die Pressemitteilung zur Preisverleihung vom Juni 2017 finden Sie hier.

 
 
 

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