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29. September 2017

„Aus Daten müssen Taten werden“

Berufsbildungs- und Integrationsbericht im Berufskolleg Schloß Neuhaus vorgestellt

Herausforderungen des Bildungssystems 
Landrat Manfred Müller und Dr. Oliver Vorndran stellten ersten Berufsbildungs- und Integrationsbericht im Berufskolleg in Schloß Neuhaus vor, © Johanna Leifeld, Kommunales Integrationszentrum, Kreis Paderborn

Landrat Manfred Müller installiert Arbeitsgruppen Bildung und Integration

Wie ist es um die Bildung im Kreis Paderborn bestellt? Kann der Fachkräftebedarf in den nächsten 10 Jahren gesichert werden? Im Berufskolleg Schloß Neuhaus wurde im Beisein von über 150 Vertretern aus Behörden, Schulen, Kammern und weiteren Institutionen und Organisationen der erste Berufsbildungs- und Integrationsbericht vorgestellt: Auf 128 Seiten liefert dieser eine Fülle von Daten, um Stärken und Schwächen im Bildungssystem zu identifizieren und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten. „Der Bericht ist die Ausgangsbasis, um die wichtigsten Ziele für die nächsten 10 Jahre festzulegen und gemeinsam umzusetzen“, erläuterte Landrat Manfred Müller. Deshalb habe er die Arbeitsgruppen Bildung und Integration ins Leben gerufen, die jetzt im Herbst ihre Arbeit aufnehmen. „Aus Daten müssen Taten werden“, bringt es der Leiter des Bildungs- und Integrationszentrums des Kreises Paderborn, Dr. Oliver Vorndran, auf den Punkt.

Kinder und Jugendliche entlang der gesamten Bildungsbiographie fördern

Die Veranstaltung im Berufskolleg in Schloß Neuhaus diente zugleich dazu, den Dialog zu eröffnen. Als Herausforderungen der kommenden Jahre wurden die Mitnahme auch bildungsferner Schichten gerade in Zeiten zunehmender Digitalisierung, Zuwanderung, Förderung individueller Kompetenzen trotz Beeinträchtigungen, Stärkung der dualen Ausbildung sowie transparente Darstellung vorhandener Ausbildungs- und Studiengänge genannt. Natürlich fangen die Beteiligten nicht bei Stunde null an: Bereits 2009 wurde die Bildungsregion ins Leben gerufen mit dem Ziel, vorhandene Ressourcen aller am Bildungsprozess Beteiligten zu bündeln und insbesondere Kinder und Jugendliche entlang der gesamten Bildungsbiographie zu fördern.

Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse steigt seit Jahren, immer weniger jüngere Arbeitskräfte

er Berufsbildungs- und Integrationsbericht ist ein Ergebnis dieser Zusammenarbeit. Er hat viele „Väter und Mütter“: Zunächst werden die die drei Themenblöcke Wirtschaftsstruktur und Arbeitsmarkt, Ausbildung und Studium sowie Berufsvorbereitung und Gestaltung der Übergänge dargestellt. Grafiken und Tabellen veranschaulichen die Themen. Am Ende eines jeden Kapitels finden sich Kernaussagen. Dort liest man beispielsweise, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten seit 2009 kontinuierlich zunimmt, der Arbeitsmarkt sich somit sehr positiv entwickelt. Allerdings rücken immer weniger jüngere Arbeitskräfte nach. In 2040 wird es zudem im Zuge des demographischen Wandels deutlich weniger junge als alte Menschen geben, was den Mangel an Nachwuchskräften deutlich verschärften dürfte. Am Ausbildungsmarkt sinkt die Zahl jener Jugendlichen, die sich für eine duale Ausbildung entscheiden. 92 % von ihnen haben im Zeitraum 2010 bis 2015 ihre Prüfung bestanden und setzen dabei auf eine sichere Bank: Denn seit Jahren steigt die Übernahmequote von Auszubildenden. Der Bericht listet zudem auf, in welchen Branchen die Jugendlichen ihre Ausbildung abbrechen und welche Branchen zum Teil händeringend junge Menschen suchen. So waren im Zeitraum 2013 bis 2015 im Hochbau, in der Lebensmittelherstellung und –vertrieb, aber auch im Handwerk und in der Gastronomie viele Ausbildungsstellen unbesetzt. Bei der Anzahl der Hochschulabsolventinnen konnte ein deutlicher Anstieg beobachtet werden. Allerdings ist auch hier ab 2015 aufgrund sinkender Schülerzahlen mit einem Rückgang zu rechnen.

Berufsbildungs- und Integrationsbericht als Steuerungsinstrument

Die Schullandschaft verändert sich in diesen Tagen. Immer mehr Sekundar- und Gesamtschule stehen immer weniger Real- und Hauptschulen gegenüber. Im Zuge der Inklusion sinkt die Zahl der Förderschulen. Was heißt das für die Größe und Ausstattung der Schulen, welche Lehrkräfte werden wo gebraucht? Mädchen erzielen tendenziell höhere Abschlüsse als Jungen. Deutlich weniger Jugendliche mit Migrationshintergrund besuchen ein Gymnasium. Wie kann eine Förderung entlang der gesamten Bildungsbiographie, vom Kindergarten über die Schule bis hin zum Ausbildungsmarkt aussehen? Genau diese Fragen sollen in den Arbeitsgruppen beantwortet werden. Der Erfolg der Maßnahmen, die sich daraus ergeben, soll zudem messbar gemacht werden. Der nun vorliegende Berufsbildungs- und Integrationsbericht soll Steuerungsinstrument sein, heißt es dazu im einführenden Kapitel.

Berufsbildungs- und Integrationsbericht im Berufskolleg Schloß Neuhaus vorgestellt (© Foto: Kreis Paderborn, Johanna Leifeld)

 
 
 

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