06. Februar 2018

Selbständig erkunden, Hypothesen entwickeln und kreative Lösungen finden

Wanderausstellung „Miniphänomenta“ hat 30 neue Exponate, Ausstellung kann kostenlos beim Bildungs- und Integrationszentrum ausgeliehen werden

Dr. Oliver Vorndran (Leiter des Bildungs- und Integrationszentrums Kreis Paderborn, hinten links), Bernhard Lünz (stellvertretender Leiter des Bildungs- und Integrationszentrums Kreis Paderborn, hinten Mitte) und Guido Kemmer (Projektkoordinator Miniphänomenta, hinten rechts) nehmen die neuen Exponate für die Wanderausstellung „Miniphänomenta“ von Tischlermeister Joachim Kassens (SBH West, vorne links) und Lehrgangsleiter Winfried Schäfers (SBH West, vorne rechts) entgegen. (Foto: Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kreis Paderborn, Anna-Sophie Schindler)  
Dr. Oliver Vorndran (Leiter des Bildungs- und Integrationszentrums Kreis Paderborn, hinten links), Bernhard Lünz (stellvertretender Leiter des Bildungs- und Integrationszentrums Kreis Paderborn, hinten Mitte) und Guido Kemmer (Projektkoordinator Miniphänomenta, hinten rechts) nehmen die neuen Exponate für die Wanderausstellung „Miniphänomenta“ von Tischlermeister Joachim Kassens (SBH West, vorne links) und Lehrgangsleiter Winfried Schäfers (SBH West, vorne rechts) entgegen. (Foto: Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kreis Paderborn, Anna-Sophie Schindler)

Ein Würfel kann rollen, durch den menschlichen Körper fließt Strom und eine Kugel bewegt sich im Motoröl langsamer als im Wasser. Erfahrungen wie diese können Schülerinnen und Schüler zwischen 6 und 13 Jahren in der interaktiven Wanderausstellung „Miniphänomenta“ machen.

Seit Anfang 2018 hat die Ausstellung 30 neue Exponate, die 20 Teilnehmer von Jugendmaßnahmen zur Vorbereitung auf das Berufsleben und Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt der SBH West GmbH, Standort Paderborn, gezimmert haben. In einer kleinen Feierstunde übergaben sie diese zusammen mit dem Tischlermeister Joachim Kassens und der Lehrgangsleitung Berufsvorbereitung Winfried Schäfers an das Bildungs- und Integrationszentrum des Kreises Paderborn (BIZ), welches die Wanderausstellung in Schulen bringt.

„Vielen Dank für eure Arbeit. Ihr habt euch dadurch nicht nur selbst mit einem Berufsbild beschäftigt, sondern auch etwas geschaffen, mit dem sich andere Kinder und Jugendliche weiterbilden können“, sagt Dr. Oliver Vorndran, Leiter des BIZ.

 

Exponate sind kleine Experimente

Die Exponate sind 30 freizugängliche, kleine Experimente. Sie bestehen überwiegend aus Holz und sollen den Schülerinnen und Schülern verschiedene naturwissenschaftliche und technische Phänomene näher bringen.

Das Exponat „ Polarisationsfilter“ zeigt beispielsweise, wie weißes Licht in seine Farbbestandteile zerlegt wird. Sichtbar wird dies, wenn man einen transparenten Gegenstand – beispielsweise ein Geodreieck – unter den Filter schiebt. Das ist jedoch nicht von Anfang an klar. Die Schülerinnen und Schüler sind ausdrücklich zum Ausprobieren aufgerufen. „Die Kunst des Lehrers ist es, keine Erklärungen zu liefern, sondern das Unterrichtsgespräch so geschickt zu lenken, dass die Schülerinnen und Schüler selbst auf neue Ideen kommen“, sagt Guido Kemmer vom BIZ. Er koordiniert das Projekt „Miniphänomenta“, vermittelt es an Schulen und organisiert für die Schulen schulinterne Lehrerfortbildungen, in denen der Umgang mit der Ausstellung vermittelt wird.
Im Exponat „Handbatterie“ finden die Schülerinnen und Schüler verschiedene Metallplatten, Unterlegscheiben und ein Amperemeter. Wenn sie ihre Hände richtig auf den Platten positionieren schlägt das Messgerät aus. „Durch den menschlichen Körper fließt Strom, der in diesem Experiment sichtbar wird“, sagt Kemmer.

Die Idee zu der interaktive Ausstellung „Miniphänomenta“ kommt aus Flensburg von Physik-Professor Prof. Dr. Lutz Fiesser. Kinder sollen Dinge selbständig erkunden, Hypothesen entwickeln und kreative Lösungen finden. Mit dem gleichen Ansatz wurde bereits 1995 die Ausstellung „Phänomenta“ mit 3.500 Quadratmetern Fläche im historischen Kaufmannshof in Flensburg eröffnet.

Die „Miniphänomenta“ ist eine kleine Version der „Phänomenta“. Die Exponate sind speziell auf Kinder und Jugendliche zugeschnitten und eigenen sich auch von ihrer Größe für eine Ausstellung in der Schule. In einem Begleitbuch gibt es Beschreibungen und Bauanleitungen.

Nach diesen Anleitungen haben die Jugendlichen von SBH West die Exponate nachgebaut. „Das hat echt Spaß gemacht“, sagt die 20-Jährige Sabrina. Bei SBH West macht sie eine Berufsorientierungsmaßnahme und lernt den Beruf des Tischlers kennen. „Es ist schön, an einem richtigen Projekt zu arbeiten, das später von Kindern und Jugendlichen benutzt wird. Oftmals macht man zum Üben ja einfach nur kleine Werkstücke.“
Eine erste Wanderausstellung wurde im Jahr 2012 gebaut. Die Exponate waren seitdem an über 20 Schulen im Kreis Paderborn und ein Schuljahr lang an Schulen im Kreis Höxter verliehen. „Da das benutzen der Exponate ausdrücklich erwünscht ist, waren sie nun natürlich abgenutzt und es war Zeit für neue“, sagt Kemmer.

Wanderausstellung „Miniphänomenta“

Selbständig erkunden, Hypothesen entwickeln und kreative Lösungen finden.

 

Miniphänomenta ausleihen
Eine Schule kann die Ausstellung kostenlos beim Bildungs- und Integrationszentrum des Kreises Paderborn ausleihen. In einer 3,5 stündigen Fortbildung lernen Lehrer zuvor den methodischen Umgang mit der Ausstellung. Ansprechpartner ist Guido Kemmer unter Tel.: 05251 308-4617 oder kemmerg@kreis-paderborn.de.

Weitere Infos finden Sie hier.

Hintergrund:
SBH West

Die SBH West GmbH im Verbund der Dachorganisation "Stiftung Bildung und Handwerk" (SBH) ist als überregional tätiger Bildungsträger seit Jahrzehnten in der Aus- und Weiterbildung tätig.
Die "Stiftung Bildung und Handwerk" will einen Beitrag zur Förderung von schulischer Bildung, akademischer Lehre und Forschung sowie beruflicher Aus- und Weiterbildung leisten. Sie hat Standorte in Deutschland, Estland, Polen und Vietnam sowie zahlreichen Bildungspartnerschaften weltweit und beteiligt sich aktiv an internationaler Verständigung und Vernetzung rund um die Themen Bildung und Beschäftigung.

 
 
 

Kontakt

Frau Schindler
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