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Kreishaus
Wewelsburg

08. Februar 2019

Europäischer Tag des Notrufs 112 am 11. Februar

Menschen in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union erreichen über den Notruf 112 die Feuerwehren, Rettungs- und Hilfsdienste. Es sind drei Zahlen, eine Notrufnummer, die Leben retten kann.

Das Foto zeigt die euroaweit geltende Notrufnummer auf der Europa-Flagge. 
Ein Anruf, bestmögliche Hilfe: Der Notruf 112 gilt europaweit, Bildnachweis istock/Detailfoto

Am 11. Februar 2019 wird zum mittlerweile zehnten Mal europaweit auf den Europäischen Tag des Notrufs hingewiesen. Dieser wurde 2009 durch das Europäische Parlament, durch den Rat der Europäischen Union und durch die Europäische Kommission eingeführt, um den europaweit geltenden Notruf bekannter zu machen.

Wenn ein Mensch in Not ist, wählt er die 112. Der Anruf ist kostenfrei. Ohne Vorwahl kann aus allen Fest- und Mobilfunknetzen Hilfe gerufen werden. 


Verbunden wird er dann mit der Leitstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Die Leitstelle ist das Herz, von dem aus alle Einsätze koordiniert werden. Für die Bürgerinnen und Bürger heißt das: Ein Anruf, schnellstmögliche Hilfe.
Der am Rechner sitzende Disponent trägt eine Riesenverantwortung. Wenn irgendwo im Kreis Paderborn der Notruf 112 gewählt wird, geht es meist um Leben und Tod. Durch gezielte Fragen muss sich er sich blitzschnell ein Bild von der Lage vor Ort machen und die richtigen Rettungsmittel alarmieren. Hektik ist da fehl am Platze. Routine üblich. Und doch kommt es immer wieder zu bewegenden Momenten. Im Juni letzten Jahres erlitt ein 64-Jähriger aus Delbrück einen Herzinfarkt. Die Ehefrau wählte die 112. Durch die telefonisch angeleitete Telefonreanimation konnte sie eine Herzdruckmassage bis zum Eintreffen der Rettungskräfte durchführenDer Mann konnte das Krankenhaus ohne Folgeschäden verlassen. Die Disponenten sind dafür ausgebildet, telefonisch erste Hilfe zu leisten.

Bitte nach dem Absetzen des Notrufs niemals auflegen sondern immer auf die Hilfs- und Verhaltenshinweise warten!


Bilanz der Kreisleitstelle für 2018:

Steigende Anzahl der Notfälle und Krankentransporte in 2018
Die Bilanz für 2018 weist unterm Strich steigende Einsatzzahlen aus: Die Anzahl der Einsätze der Feuerwehren sind im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. Die Anzahl der Notfalleinsätze stieg um vier Prozent, im Krankentransport sogar um fast sechs Prozent. Insgesamt 48.300 Einsätze wurden von der Leitstelle im vergangenen Jahr bearbeitet, 29.500 davon waren Notfälle. Im Bereich Krankentransport waren es 15.000 Einsätze.


112 oder 116117?

Über 205.000 Mal griffen die Disponenten der Leitstelle in 2018 zum Telefonhörer. Bei jedem vierten Telefongespräch handelte es sich um einen Notruf. „Vielen Anrufern ist nicht bekannt, dass es neben der Notrufnummer 112 auch die Telefonnummer 116117 für den Ärztlichen Bereitschaftsdienst gibt“, erläutert Hammerstein.


Die 112 wählt man immer dann, wenn eine Situation lebensbedrohlich sein könnte, z.B. bei Blutungen, Bewusstlosigkeit, akuter Atemnot, Brustschmerzen, Lähmungserscheinungen oder auch plötzlichem Sehverlust.


Die 116117 und damit den Ärztlichen Bereitschaftsdienst wählt man immer dann, wenn die Praxen schon zu haben, an Wochenenden und die Beschwerden nicht sofort behandelt werden müssen. In Paderborn gibt es für solche Fälle auch die Bereitschaftsdienstpraxis im MediCo in der Husener Straße 48 (auf dem Gelände des Brüderkrankenhauses St. Josef). In Büren kann man die Notfallambulanz in der Eickhofferstraße 2 a Samstagen, Sonntagen und Feiertagen von 9 bis 17 Uhr ohne Anmeldung aufsuchen.

Verkehrsunfälle und Brände meldet man auch über den Notruf 112. Bei schweren Verkehrsunfällen mit verletzten Personen sollte immer sofort die 112 und nicht der Notruf der Polizei gewählt werden, damit Rettungskräfte so früh wie möglich alarmiert werden können.

Weitere Infos finden Sie hier.

 
 
 

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