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Kreishaus
Wewelsburg

Informationen zum neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2

Auf diesen Seiten stellen wir Ihnen aktualisierte und validierte Informationen mit allen Links zu Behörden und Einrichtungen zur Verfügung.

Infotelefon Infektionsschutz

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Allgemeine Fragen zu COVID-19

05251 308-3333

 

erreichbar von

Mo-Fr von 8:00 - 20:00 Uhr und
S
a 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr und
So 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr


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Bürgertelefon

05251 88-122979

 

Servicezeiten:

Montag bis Donnerstag: 8.00 – 16.00 Uhr
Freitag: 8.00 – 12.00 Uhr

Das Bürgertelefon bietet keine medizinische Beratung an.

In Kooperation mit dem telefonischen Service-Center der Stadt Paderborn

 

Aktuelle Lage im Kreis Paderborn

Stand: Montag, 30.03.2020 -  17:00 Uhr

Im Kreis Paderborn sind insgesamt 218 Menschen positiv auf eine Corona-Virus-Infektion (COVID-19) getestet worden,

Stand: 30. März, 17 Uhr.

Die Gesamtzahl schlüsselt sich auf wie folgt:

  • Altenbeken: 2,
  • Bad Lippspringe: 2,
  • Bad Wünnenberg: 23, 
  • Borchen: 4,
  • Büren: 6,
  • Delbrück: 24,
  • Hövelhof: 15,
  • Lichtenau: 5,
  • Paderborn 126 und
  • Salzkotten: 11

17 Personen werden zurzeit im Krankenhausv behandelt, drei davon intensivmedizinisch.

Die Zahl der aus der Quarantäne entlassenen Personen steht unverändert bei 20.

Das Gesundheitsamt ermittelt jene Personen, die direkt Kontakt zum Infizierten hatten. Die Infizierten werden isoliert, die Kontaktpersonen unter häusliche Quarantäne gestellt. Das Paderborner Kreisgesundheitsamt informiert in einer Broschüre was Quaratäne für die Betroffenen bedeutet und welche Verhaltenshinweise zu beachten sind.


 
 
 
 

Erlasse und Informationen der Landesregierung NRW

Die Erlasse des Landes NRW werden von den Ordnungsämtern der Städte und Gemeinden durch Allgemeinverfügungen vor Ort umgesetzt. Zu Fragen, z.B. zu Öffnungszeiten von Restaurants , Zugang zu Einkaufszentren etc., wenden Sie sich daher bitte an das Ordnungsamt Ihres Wohnortes.


Anlaufstelle für Corona-Verdachtsfälle

Kreis Paderborn richtet in Zusammenarbeit mit der Stadt Paderborn und der Kassenärztlichen Vereinigung eine zentrale Anlaufstelle für Corona-Verdachtsfälle ein 

Um Hausarztpraxen und Krankenhäuser wirksam zu entlasten, richtet der Kreis Paderborn in Zusammenarbeit mit der Stadt Paderborn und der Kassenärztlichen Vereinigung eine Anlaufstelle für Corona-Verdachtsfälle ein, die ab Montag, 16. März, ihre Arbeit aufnimmt.


Wer sollte sich testen lassen?

Getestet werden alle Personen, die die Richtlinien des RKI entsprechen. Diese von dem Institut stetig der dynamischen Lage angepasst.

Die aktuellen Richtlinien für Teststandards finden Sie hier:


Kann jeder die Anlaufstelle besuchen?
Nein! In der Anlaufstelle für Corona-Verdachtsfälle wird nur getestet, wer vom Hausarzt eine Bescheinigung und vom Gesundheitsamt einen Termin bekommen hat. Das funkioniert wie folgt: Wer die Sorge hat, sich mit Coronaviren angsteckt zu haben, ruft seinen Hausarzt an. Der prüft am Telefon, ob es ein begründeter Verdachtsfall (im Sinne der o.a. Definition des RKI) ist. Ist der Hausarzt der Meinung, dass auf Coronaviren getestet werden sollte, faxt er eine Bescheinigung an unser Gesundheitsamt. Warum Fax? Weil die meisten Arztpraxen immer noch mit Fax arbeiten. Der Patient bekommt im Telefonat mit dem Arzt eine Telefonnummer des Gesundheitsamtes genannt, unter der er einen Termin in der Anlaufstelle für Corona-Verdachtsfälle vereinbaren kann.

Wie wird auf Coronavirus getestet?
Die Ärztin oder der Arzt entnimmt eine Probe aus den oberen oder tieferen Atemwegen. Zum Beispiel aus dem Nasen-, Hals oder Rachenbereich.
Die Proben werden anschließend an ein Labor geschickt, das mit einem speziellen Verfahren überprüft, ob der Patient sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hat.

Was sind die Vorteile der neuen Anlaufstelle für Corona-Verdachtsfälle?
Hausarztpraxen und Krankenhäuser werden wirksam entlastet. Hausärzte müssen keine Hausbesuche mehr machen. Möglicherweise infizierte Menschen stecken andere nicht im Wartebereich an. Außerdem sparen wir Schutzausrüstung, die bekanntlich knapp ist: Ein Arzt in der Anlaufstelle nimmt die Abstriche, der einen Anzug und eine Maske benötigt. Wenn alle Hausärzte Abstriche nehmen, kommen wir derzeit locker auf 30 benötigte Kittel und Masken pro Tag. Übrigens: Die Masken sollen verhindern, dass jener Arzt, der einen Abstrich nach dem anderen macht, andere infiziert.
Da davon auszugehen ist, dass die Verdachtsfälle zunehmen, erlaubt eine solche Anlaufstelle eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsamt, Arztpraxen und medizinischen Einrichtungen. Das ist gut für die Betroffene selbst, die schnell Gewissheit haben, und für das Gesundheitsamt, das die Testergebnisse schnellstmöglich bekommt, um alle erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Ausbruchsgeschehens ergreifen zu können.

Der Kreis Paderborn hat sich bewusst derzeit gegen einen „Drive-in“ entschieden. In der Anlaufstelle für Corona-Verdachtsfälle nimmt ein Arzt den Abstrich und klärt im Gespräch mit dem Patienten seine Symptome ab, um gegebenenfalls auch medizinische Behandlung einzuleiten.


Wer begründet die Sorge hat, sich mit Coronaviren infiziert zu haben und Symptome hat, sollte sich telefonisch an seinen Hausarzt wenden.


Für Fragen zu Corona können sich Bürgerinnen und Bürger an das Infotelefon Infektionsschutz des Kreisgesundheitsamtes wenden. Es ist unter der  Telefonnummer 05251 308-333 von montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr und am Wochenende von 10 bis 20 Uhr zu erreichen. Das Coronavirus wird von Mensch zu Mensch übertragen, in erster Linie durch eine Tröpfcheninfektion, also beim Anhusten oder Anniesen. Die Inkubationszeit (Zeitraum von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit) beträgt bis zu 14 Tage.

Eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus führt der WHO zufolge zu Symptomen wie Fieber, trockenem Husten und Abgeschlagenheit, in China wurden bei einigen Patienten auch Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen und Schüttelfrost berichtet. Einige Betroffene litten an Übelkeit, einer verstopften Nase und Durchfall.


 
 

Quarantäne


Informationen für Gehörlose

Informationen zu Corona für Gehörlose (Foto: iStock.com - Capuski)
Informationen zu Corona für Gehörlose (Foto: iStock.com - Capuski)
 

Informationen über Corona in verschiedenen Sprachen

Fremdsprachige Informationen in Leichter Sprache


Geschlossene Schulen - Schulberatungsstelle ist für Sie da!

Schließung von Schulen ab Montag, 16. März, mit Übergangsregelungen

Die Landesregierung hat wegen des sich ausbreitenden Coronavirus beschlossen, den Unterrichtsbetrieb an allen Schulen ab kommenden Montag, 16. März, einzustellen. Für kommenden Montag, 16. März, sowie Dienstag, 17. März, sind grundsätzlich Übergangsregelungen vorgesehen. Die Schulen sollen eine Notbetreuung sicherstellen, um Eltern Zeit zu geben, eine Betreuung zu organisieren.

Geschlossen sind somit auch die 102 Schulen im Kreis Paderborn

Der Kreis Paderborn ist Schulträger von fünf Berufskollegs (Berufskolleg Schloß Neuhaus, Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg, Ludwig-Erhard-Berufskolleg und drei Förderschulen (Astrid-Lindgren-Schule, Hermann-Schmidt-Schule, Erich Kästner-Schule).
Die Lehrkräfte der Berufskollegs werden Montag und Dienstag in den Schulen beraten, welche Materialien zur Verfügung gestellt werden können. Schülerinnen und Schüler in der dualen Ausbildung haben eine vertraglich vereinbarte Arbeitszeit im Ausbildungsvertrag. Auf diese Arbeitszeit wird die Unterrichtszeit angerechnet. Sofern kein Unterricht stattfindet, müssen die Berufschüler in den Betrieb.

  • Die Hermann-Schmidt-Schule ist aufgrund von Verdachtsfällen durch das Ordnungsamt der Stadt Paderborn bis auf weiteres geschlossen.
  • Die Erich-Kästner-Schule hat sich mit den Eltern telefonisch in Verbindung gesetzt. Die Eltern haben die Betreuung bereits ab kommenden Montag geregelt, so dass die Schule geschlossen ist.
  • Die Astrid-Lindgren-Schule hat am kommenden Montag und Dienstag für die Kinder jener Eltern geöffnet, die eine Betreuung gewünscht haben.

Ab Mittwoch, 18. März, greift dann die Schließung der Schulen bis nach den Osterferien. Die seitens des Ministeriums geplante Notfallbetreuung für Klassen 1 bis 6 muss noch verfeinert werden. Auch der Kreis Paderborn geht davon aus, dazu in Kürze Infos folgen werden.

Schließung von Kindertageseinrichtungen ab Montag, 16. März, mit Ausnahmen

Die Landesregierung hat zudem beschlossen, dass ab Montag, 16. März, Kinder im Alter bis zur Einschulung sowie Schülerinnen und Schüler keine Kindertageseinrichtung, Kindertagespflegestelle oder auch Heilpädagogische Kindertageseinrichtungen betreten dürfen. Geschlossen sind somit auch die 107 Kindertageseinrichtungen im Kreis Paderborn.

Zuständig für die Sicherstellung des Betretungsverbots, also Schließung der Einrichtungen, sind die Städte und Gemeinden als örtliche Ordnungsbehörden. Das Jugendamt des Kreises Paderborn empfiehlt allen Einrichtungen in seinem Zuständigkeitsbereich (alle Städte und Gemeinden mit Ausnahme der Stadt Paderborn, die über ein eigenes Jugendamt verfügt), folgende Vorgehensweise:

Alle Kindertageseinrichtungen sollten geöffnet bleiben für Kinder von Eltern bzw. Alleinerziehenden, die in so genannter kritischer Infrastruktur arbeiten, also in Bereichen, die unverzichtbar sind: Dazu zählen zum Beispiel Beschäftigte im Gesundheitswesen, in der Pflege sowie Behindertenhilfe, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Telekommunikationsdienste, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung, Lebensmittelversorgung und jene, die zur Handlungsfähigkeit zentrale Stellen von Staat, Justiz und Verwaltung dienen.

Informationen des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen zum Betretungsverbot für Träger, Personal und Eltern finden Sie hier.

Für das Betretungsverbot gibt es Außnahmeregeln. Das Kreisjugendamt hat für Betreuungspersonen und Eltern eine Checkliste zusammengestellt, mit der geprüft werden kann, für wen die Außnahmeregeln greifen.

Betretungs- und Besuchsverbote für Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe, in denen besonders schutzbedürftige Personen leben

Allgemeinverfügung des Kreises Paderborn vom 29.03.2020

zur Sicherstellung der medizinischen und pflegerischen Versorgung im Rahmen der Bekämpfung von übertragbaren Krankheiten nach dem Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Meschen (Infektionsschutzgesetz - IfSG)

Diese beinhaltet:

  1. Verbot persönlicher Kontakte
  2. Beschäftigung von Urlaubsrückkehrer/-innen aus dem Ausland
  3. Mund-/Nasenschutzmasken

Zur Allgemeinverfügung des Paderborner Kreissozialamtes gelangen Sie hier.


 
 

Empfehlungen des Kreisgesundheitsamtes

Das Coronavirus wird von Mensch zu Mensch übertragen, in erster Linie über Sekrete der Atemwege. Wie bei Grippe und anderen Erkältungskrankheiten auch schützen eine gute Husten- und Niesetikette 

  • in den Ärmel niesen
  • Einmal-Taschentücher nutzen
  • sofort entsorgen
  • gründliches und häufiges Händewaschen mit Seife und Wasser 
  • Abstand zu Erkrankten 

am besten vor einer Ansteckung. Die Hände sind der Hauptübertragungsweg von Krankheits- und Grippeerregern und natürlich auch Coronaviren. Das Paderborner Gesundheitsamt rät deshalb dazu, das Händeschütteln zu meiden.

Die gesetztlich angeordneten Maßnahmen zur Kontaktminimierung sind zwingend einzuhalten.

Menschen mit Schnupfen gehören nicht in eine Notaufnahme. Sie verstopfen vielmehr die wertvollen Kapazitäten, die in den Krankenhäusern für die wirklich schweren Fälle gebraucht werden. 

Bei lebensbedrohlichen Situationen sollte niemand zögern, den Notruf  112 zu betätigen.

 
 

Bürgertelefone


Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon)

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW - Bürgertelefon Coronavirus

 

Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, nur auf überprüfte Informationen zu vertrauen und sich nicht an Spekulationen zu beteiligen. Der Kreis Paderborn hat auf seinen Seiten alle Infos und links zu gesicherten Informationen des Robert-Koch-Instituts, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und des Bundesgesundheitsministeriums zusammengestellt, die fortlaufend aktualisiert werden.

 
 

Häufig gestellte Fragen

Stand: 30.03.2020 um 17:30 Uhr

Das RKI hat die hier häufigsten Fragen und Antworten zum Coronavirus SARS-CoV-2 für Sie zusammengestellt.

Die FAQ Liste wird fortlaufend aktualisiert. Diese finden Sie auch direkt auf den Seiten des RKI: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html

Welche Länder/Regionen sind von Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) betroffen?

Aktuelle Fallzahlen, betroffene Länder und Informationen zu internationalen Risikogebieten bzw. besonders betroffenen Gebieten in Deutschland sind unter www.rki.de/covid-19-fallzahlen und www.rki.de/covid-19-risikogebiete zu finden. Fallzahlen nach Bundesland und Landkreisen werden grafisch in einem Dashboard dargestellt (https://corona.rki.de).

Stand: 20.03.2020

Was ist über den Erreger und die Krankheit bekannt?

Informationen zu SARS-CoV-2 (offizielle Bezeichnung des neuartigen Coronavirus, anfangs 2019-nCoV) und COVID-19 (offizielle Bezeichnung der Erkrankung durch das neuartige Coronavirus) sind im Steckbrief zu COVID-19 zusammengefasst. Das Dokument wird fortlaufend aktualisiert.

Stand: 20.03.2020

Wie schätzt das RKI die Lage in Deutschland ein?

Die aktuelle Risikobewertung für Deutschland ist hier zu finden.

Stand: 29.02.202

Was bedeutet es für Deutschland, wenn sich das Coronavirus SARS-CoV-2 hierzulande zunehmend ausbreitet?

Es ist offen, wie viele Menschen sich insgesamt in Deutschland mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizieren werden. Schätzungen gehen von bis zu 70 % der Bevölkerung aus, es ist allerdings unklar, über welchen Zeitraum dies geschehen wird. Grundlage dieser Schätzungen ist die so genannte Basisreproduktionszahl von COVID-19. Sie beträgt 2-3. Das bedeutet, dass eine ansteckende Person 2 bis 3 weitere Personen ansteckt. Wenn sich nun ein solcher Erreger in einer homogenen Bevölkerung ohne jegliche Gegenmaßnahmen ausbreitet, dann würde die Ausbreitung erst dann aufhören, wenn von 50 % bis zu 70 % einer als vollkommen empfänglich angenommenen Bevölkerung nicht mehr empfänglich ist, d.h. sich angesteckt hat und dann immun geworden ist.

Die Auswirkungen für Deutschland lassen sich nicht vorhersagen. Auch wenn nach derzeitigen Erkenntnissen nur ein kleiner Teil der Erkrankungen schwer verläuft (siehe „Welche Gruppen sind besonders häufig von einem schweren Verlauf betroffen?“), könnte eine ungebremste Erkrankungswelle aufgrund der fehlenden Immunität zu einer erheblichen Krankheitslast in Deutschland führen.

Stand: 20.03.2020

Was muss getan werden, um der Erkrankungswelle bestmöglich zu begegnen?

Alle Ebenen müssen auf eine weitere Verbreitung in Deutschland vorbereitet sein:

Kliniken, niedergelassene Ärzte

  • Pandemiepläne überprüfen
  • organisatorische Abläufe vorbereiten und üben
  • Orientierung bieten hier die Influenza-Pandemiepläne, die es auf allen Ebenen geben sollte, und die Planungshilfen und Maßnahmenoptionen in der Ergänzung zum Nationalen Pandemieplan – COVID-19.

Labore

  • SARS-CoV-2 auch in die Differentialdiagnostik mit einbeziehen
  • Das RKI untersucht im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Influenza Proben von Patienten mit Grippesymptomen ebenfalls auf SARS-CoV-2.

Bürger


  • Bei Atemwegssymptomen zu Hause bleiben
  • Sich über die Situation informieren, auf den Internetseiten öffentlicher Stellen, die qualitätsgesicherte Informationen anbieten, z.B. Bundesgesundheitsministerium und Landesgesundheitsministerien, Robert Koch-Institut, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Über die Situation vor Ort informiert das zuständige Gesundheitsamt, wenn es erforderlich sein sollte
  • Keine zweifelhaften Social-Media-Informationen verbreiten
  • Vorgaben der Behörden befolgen
  • Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet.
  • Mindestens 1,5 Meter Abstand halten von anderen Menschen
  • Eine gute Händehygiene praktizieren, sich an die Husten- und Niesregeln halten
  • Aufs Händeschütteln verzichten
  • Sich möglichst wenig ins Gesicht fassen, um etwaige Krankheitserreger nicht über die Schleimhäute von Augen, Nase oder Mund aufzunehmen
  • Fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln vermeiden
  • Nach Möglichkeit von zu Hause arbeiten
  • Keine privaten Veranstaltungen (Geburtstagsfeiern, Spieleabende o.ä.) organisieren oder besuchen
  • Siehe auch „Optionen für Maßnahmen zur Kontaktreduzierung in Gebieten, in denen vermehrt Fälle bekannt wurden“
  • Siehe auch Informationen des Science Media Center „Wie kann sich jeder Einzelne auf eine COVID-19-Pandemie vorbereiten?“

Stand: 25.03.2020

Welchen Vorteil bringt Abstand halten bzw. die Beschränkung sozialer Kontakte?

Die Beschränkung sozialer Kontakte soll Übertragungsketten und die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Deutschland verlangsamen. Ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen vermindert das Risiko einer Übertragung von SARS-CoV-2.

Das Virus wird vor allem durch direkten Kontakt zwischen Menschen (z.B. im Gespräch) durch kleine Tröpfchen übertragen. Eine infizierte Person steckt durchschnittlich 2-3 weitere Menschen an. Eine Übertragung durch eine infizierte Person kann auch schon bis zu zwei Tage vor Symptombeginn stattfinden, oder bei einem sehr milden Verlauf der Erkrankung.

Eine rasche Ausbreitung des Virus würde insbesondere eine Gefährdung für ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen bedeuten. Personen, die zu diesen Risikogruppen gehören, erkranken häufiger schwer und eine stationäre oder sogar intensivmedizinische Behandlung kann dann erforderlich sein.

Erkranken viele Menschen gleichzeitig, besteht die Gefahr eines Engpasses im Gesundheitswesen (Zahl der Krankenhausbetten, medizinisches und pflegerisches Personal) sodass die Kapazitäten nicht ausreichen, um alle Patienten zu versorgen. Personen mit anderen Erkrankungen können dann möglicherweise nicht mehr im Krankenhaus behandelt werden. Dies gilt es gerade bei einem ohnehin schon über die Maßen belasteten Gesundheitssystem zu vermeiden.
Das Minimieren der Kontakte kann beispielsweise über die Schließung von Gemeinschaftseinrichtungen oder durch das Arbeiten im Homeoffice bewirkt werden.

Stand: 26.03.2020

Welche Gruppen sind besonders häufig von einem schweren Verlauf betroffen?

Informationen zu Risikogruppen sind im Steckbrief zu COVID-19 abrufbar, Abschnitt „2. Krankheitsverlauf und demografische Einflüsse“.

Siehe auch Hilfestellung für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf und Prävention und Management von Erkrankungen in Alten- und Pflegeheimen.

Stand: 20.03.2020

Was ist über COVID-19 bei Kindern und Schwangeren bekannt?

Schwangere scheinen der WHO und deren Daten aus China zufolge kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu haben. Es gibt bislang keine Hinweise darauf, dass COVID-19 auf das Kind im Mutterleib übertragbar ist. Eine Übertragung auf das neugeborene Kind ist über den engen Kontakt und eine Tröpfcheninfektion möglich. Bisher gibt es keine Nachweise von SARS-CoV-2 in der Muttermilch. Die Datenlage ist derzeit aber noch nicht ausreichend, um diese und andere Fragen zu COVID-19 in der Schwangerschaft sicher zu beantworten.

Stand: 26.03.2020Schwangere scheinen der WHO und deren Daten aus China zufolge kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu haben. Basierend auf den bisher vorliegenden wenigen Untersuchungen und Fallberichten aus China zu Immunreaktionen bei Neugeborenen kann eine Übertragung im Mutterleib nicht ausgeschlossen werden. In den meisten Fällen zeigen die Kinder COVID-positiver Mütter nach der Geburt keine Krankheitszeichen. Bislang sind nur einzelne Fälle von Erkrankungen bei Neugeborenen beschrieben, die möglicherweise Folge einer Infektion im Mutterleib sind. Eine Übertragung auf das neugeborene Kind ist über den engen Kontakt und eine Tröpfcheninfektion möglich. Bisher gibt es keine Nachweise von SARS-CoV-2 in der Muttermilch. Die Datenlage ist derzeit aber noch nicht ausreichend, um diese und andere Fragen zu COVID-19 in der Schwangerschaft sicher zu beantworten.

Stand: 30.03.2020

Was ist über COVID-19 bei Kindern bekannt?

Bisherigen Daten nach, die meist aus China stammen, ist noch unklar, ob Kinder weniger an COVID-19 erkranken als Erwachsene. Die Symptomatik der Erkrankung bei Kindern scheint jedoch häufig geringer ausgeprägt als bei Erwachsenen, obwohl auch, insbesondere bei jüngeren Kindern, schwere Verläufe vorkommen können.
Zum tatsächlichen Beitrag von Kindern und Jugendlichen an der Transmission in der Bevölkerung liegen keine Daten vor. Zu Beginn der Pandemie in China wurden vor allem Übertragungen unter Erwachsenen nachgewiesen, später kam es auch zu Infektionen bei Kindern. Aufgrund der hohen Kontagiosität des Virus, dem engen Kontakt zwischen Kindern und Jugendlichen untereinander und dem häufigeren Verlauf ohne Symptome erscheint es plausibel, dass Übertragungen stattfinden.
Insbesondere in einem fortgeschrittenen Stadium der Pandemie, bei dem bereits viele -auch unerkannte- Infektionen auftreten, scheint die Übertragung durch Kinder und Jugendliche eine Rolle zu spielen.

Kinder und Jugendliche sollten ebenso wie Erwachsene darauf achten, zu anderen einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu halten. Die Übertragungswahrscheinlichkeit ist im Freien geringer als in geschlossenen Räumen. Auch für Kinder und Jugendliche gilt, dass sich nicht mehr als zwei Personen treffen sollen. Kinder und Jugendliche, die keinen Abstand zu anderen halten können oder wollen, sollten zu Hause bleiben. Kranke Kinder und Jugendliche sollen zu Hause bleiben und bei Bedarf ärztlich behandelt werden (siehe auch “Welchen Vorteil bringt „Abstand halten“ bzw. die Beschränkung sozialer Kontakte?“).

Stand: 30.03.2020

Wie kann man seine Mitmenschen vor Ansteckung schützen?

Wie bei Influenza und anderen akuten Atemwegsinfektionen schützen die Husten- und Niesregeln, gute Händehygiene sowie Abstand zu Erkrankten (mindestens 1,5 Meter) auch vor einer Übertragung des neuen Coronavirus. Auch aufs Händeschütteln sollte verzichtet werden. Generell sollten Menschen, die Atemwegssymptome haben, zu Hause bleiben.

Personen, die erkrankt sind, sollten darauf achten, dass sie zum Schutz ihrer Mitmenschen die ungehinderte Freisetzung von Tröpfchen möglichst unterbinden. Dies geschieht z.B. durch Umsetzung der bekannten Hustenregeln oder durch eine physische z.B. textile Barriere (z.B. eines Mund-Nasen-Schutzes). Dabei ist unbedingt zu beachten, dass die anderen oben genannten Maßnahmen nicht vernachlässigt werden. Siehe auch "Ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Allgemeinbevölkerung zum Schutz vor akuten respiratorischen Infektionen sinnvoll?"

Stand: 23.03.2020

Kann man sich gegen COVID-19 impfen lassen?

Momentan steht kein Impfstoff zur Verfügung, der vor einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus schützt. Weltweit wird intensiv an solchen Impfstoffen gearbeitet. Wann ein Impfstoff zum Schutz vor COVID-19 verfügbar sein wird, ist derzeit noch nicht zu sagen.

Während der aktuellen COVID-19-Pandemie wird das Gesundheitssystem stark belastet. Es ist daher wichtig, einen möglichst guten allgemeinen Gesundheitszustand in der Bevölkerung zu erhalten, damit möglichst wenig zusätzliche ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden muss. Ein umfassender Impfschutz gemäß den aktuellen STIKO-Empfehlungen kann dazu beitragen. Für Hinweise zur Umsetzung der bestehenden STIKO-Empfehlungen während der aktuellen SARS-CoV-Pandemie siehe "Sollten Impfungen während der aktuellen SARS-CoV-2-Pandemie durchgeführt werden?".

Stand: 24.03.2020

Sollten Impfungen während der aktuellen SARS-CoV-2-Pandemie durchgeführt werden?

Während der aktuellen SARS-CoV-2-Pandemie wird das Gesundheitssystem stark belastet. Es ist wichtig, einen guten allgemeinen Gesundheitszustand in der Bevölkerung zu erhalten, um das Gesundheitssystem zu entlasten. Ein umfassender Impfschutz gemäß den aktuellen STIKO-Empfehlungen kann hierzu beitragen. Folgende Punkte sollten bei der Umsetzung der bestehenden STIKO-Empfehlungen berücksichtigt werden:

  • Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) durch eine in zeitlicher Nähe verabreichte Impfung beeinflusst wird. Durch Impfungen wird der Impfling vor Infektionen geschützt, die ihn auch in der Pandemiezeit zusätzlich gefährden oder schädigen können.
  • Grundimmunisierungen im Säuglingsalter mit dem 6-fach-Impfstoff und dem Pneumokokken-Impfstoff sowie die erste MMR(V)-Impfung sollten weiterhin mit hoher Priorität durchgeführt werden. Wenn zum gleichen Zeitpunkt weitere allgemein empfohlene Impfungen anstehen, sollen diese ebenfalls gegeben werden.
  • Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern mit Symptomen einer Atemwegsinfektion sollen 2 Wochen lang verschoben werden. Die Begleitperson darf weder Fieber noch Zeichen einer akuten Atemwegsinfektion aufweisen und soll möglichst mit dem Kind allein (d.h. ohne Geschwister) zum vereinbarten Termin erscheinen. Im Hinblick auf mögliche asymptomatische SARS-CoV-2-Ausscheider werden die Abläufe in den Praxen so organisiert, dass es nicht zu SARS-CoV-2 Infektionsübertragungen kommen kann. Weitere Informationen gibt es u.a. auf den Internetseiten der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin.
  • Für Senioren und Patienten mit chronischen Grundleiden ist eine Pneumokokken-Impfung empfohlen, sofern in den letzten 6 Jahren keine Impfung erfolgte (siehe "Was bringt die Pneumokokken-Impfung in der aktuellen SARS-CoV-2-Pandemie?").
  • Auch andere von der STIKO empfohlene Impfungen, die fällig sind (wie z.B. die Tdap-Auffrischimpfung oder die Herpes-zoster-Impfung), können durchgeführt werden. Das Vorgehen wird unter Abwägung des individuellen Risikos und der lokalen Gegebenheiten geplant. Wenn ein Patient bereits in der Praxis ist, sollten ausstehende Impfungen sofort durchgeführt werden. Insbesondere Patienten, die zu einer Risikogruppe für einen schweren Verlauf von COVID-19 gehören (z.B. Senioren, Personen mit Immundefizienz oder pulmonalen Vorerkrankungen), sollten jedoch zurzeit nicht mit dem öffentlichen Personennahverkehr fahren und nicht in einem Wartezimmer mit weiteren Personen sitzen, um eine Impfung wahrzunehmen. Oberste Priorität hat im Moment die Kontaktreduzierung. Diese schützt nicht nur vor COVID-19 sondern auch vor der Übertragung anderer Infektionserkrankungen
Bei der Terminvereinbarung muss bereits organisiert sein, dass Impfstoffe für die geplanten Impfungen verfügbar sind und der Praxisbesuch nicht zu einer Übertragung von SARS-CoV-2 führen kann.

Stand: 30.03.2020


Was bringt die Pneumokokken-Impfung in der aktuellen COVID-19-Pandemie?

Die Pneumokokken-Impfung schützt nicht vor COVID-19. Allerdings können Pneumokokken-Infektionen zu schweren Lungenentzündungen und Sepsis führen und die Versorgung der Patienten auf einer Intensivstation ggf. mit Beatmung erfordern. Dies gilt es gerade bei einem ohnehin schon über die Maßen belasteten Gesundheitssystem zu vermeiden. Die STIKO empfiehlt – unabhängig von der COVID-19-Pandemie - für alle Personen, die ein erhöhtes Risiko für Pneumokokken-Erkrankungen haben, eine entsprechende Impfung. Es ist zudem plausibel, dass die Pneumokokken-Impfung eine bakterielle Superinfektion durch Pneumokokken bei Patienten mit COVID-19 verhindern kann. Bei Influenza-Erkrankungen sind bakterielle Superinfektionen durch Pneumokokken eine bekannte Komplikation. Die aktuelle Datenlage ist jedoch unzureichend um einzuschätzen, wie häufig solche Superinfektionen bei COVID-19 Patienten vorkommen.

Aktuell sind Pneumokokken-Impfstoffe in Deutschland nur sehr eingeschränkt verfügbar. Daher sollten zurzeit prioritär Personen geimpft werden, die ein besonders hohes Risiko für Pneumokokken-Erkrankungen haben.

Prioritär geimpft werden sollen:

  • Säuglinge und Kleinkinder bis zum Alter von 2 Jahren mit Prevenar 13 oder Synflorix

  • Personen mit Immundefizienz, Senioren ab 70 Jahren und Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen (z.B. Asthma oder COPD) mit Pneumovax 23

Oberste Priorität für Senioren und Personen mit chronischen Grunderkrankungen hat im Moment die Kontaktreduzierung (z.B. zu Hause bleiben). Diese schützt nicht nur vor COVID-19, sondern auch vor der Übertragung anderer Infektions­erkrankungen, wie zum Beispiel Pneumokokken-Infektionen. Es kann daher individuell Sinn machen, Impfungen zu verschieben. Das Vorgehen wird unter Abwägung des individuellen Risikos und der lokalen Gegebenheiten geplant (siehe "Sollten Impfungen während der aktuellen COVID-19-Pandemie durchgeführt werden?").

Bei der Terminvereinbarung muss bereits organisiert sein, dass Impfstoffe für die geplanten Impfungen verfügbar sind und der Praxisbesuch nicht zu einer Übertragung von SARS-CoV-2 führen kann.

Stand: 24.03.2020

Welches Ziel soll mit den vom RKI empfohlenen Infekitionsschutzmaßnahmen erreicht werden?

Die Strategie der empfohlenen Maßnahmen wird hier erläutert.

Stand: 16.03.2020

Welchen Zweck hat eine Quarantäne/häusliche Absonderung?

Eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Deutschland soll so weit wie möglich verlangsamt werden. Hierfür ist es notwendig, die Kontaktpersonen von labordiagnostisch bestätigten Infektionsfällen zu identifizieren und – je nach individuellem Infektionsrisiko – ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Inkubationszeit (14 Tage) zu beobachten, wenn geboten auch in häuslicher Quarantäne. Das RKI gibt Empfehlungen zum Management von Kontaktpersonen, die durch das zuständige Gesundheitsamt unter Berücksichtigung der angestrebten Schutzziele an die Situation vor Ort angepasst werden können.


Das Gesundheitsamt legt im Einzelfall das konkrete Vorgehen für Kontaktpersonen fest. Zu den Empfehlungen des Gesundheitsamtes kann gehören, zu Hause zu bleiben, Abstand von Dritten zu halten, auf eine regelmäßige Händehygiene sowie eine gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume zu achten und Haushaltsgegenstände (Geschirr, Wäsche, etc.) nicht mit Dritten zu teilen, ohne diese zuvor wie üblich zu waschen. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte ein eigenes Badezimmer genutzt werde. Hygieneartikel sollten nicht geteilt werden und die Wäsche sollte regelmäßig und gründlich (übliche Waschverfahren) gewaschen werden. Es ist wichtig, die Husten- und Niesregeln einzuhalten. Für Sekrete aus den Atemwegen empfiehlt sich die Verwendung von Einwegtüchern. Kontaktoberflächen wie Tisch oder Türklinken sollten regelmäßig mit Haushaltsreinigern gereinigt werden.

Angehörige können hilfsbedürftige Kontaktpersonen im Alltag z.B. durch Einkäufe unterstützen, auch können sie helfen, indem sie für gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume sorgen und auf regelmäßige Händehygiene achten. Körperkontakt sollte vermieden werden.

Stand: 25.03.2020

Wann muss man in behördlich angeordnete Quarantäne?

Eine Quarantäne wird dann behördlich angeordnet, wenn ein hohes Risiko besteht, dass man sich angesteckt hat:

  • wenn man innerhalb der letzten zwei Wochen engen Kontakt zu einem Erkrankten mit einer laborbestätigten COVID-19-Diagnose hatte. Ein enger Kontakt bedeutet entweder, dass man mindestens 15 Minuten mit dem Erkrankten gesprochen hat bzw. angehustet oder angeniest worden ist, während dieser ansteckend gewesen ist.
  • immer, wenn das Gesundheitsamt dies anordnet.


Bei medizinischem Personal gibt es die Möglichkeit, die Empfehlungen bei Personalmangel anzupassen, siehe Optionen zum Management von Kontaktpersonen unter medizinischem Personal bei Personalmangel.

Wenn man beispielsweise in den letzten zwei Wochen nur im gleichen Raum mit einem COVID-19-Erkrankten war und keinen engen Kontakt hatte, wird keine Quarantäne angeordnet, da dann ein geringeres Ansteckungsrisiko besteht. Wer mit Menschen mit Vorerkrankungen arbeitet (Krankenhaus, Altenpflege etc.), sollte aber in jedem Fall seinen Betriebsarzt informieren. Und für alle gilt: tägliche Selbstkontrolle auf Krankheitszeichen. Falls Zeichen eines Atemwegsinfekts auftreten: siehe „Sollten Betroffene bei einer Atemwegserkrankung ärztlichen Rat einholen und nach einem Test fragen, auch wenn die Symptome nur leicht sind (Husten, Niesen, Halsschmerzen etc.)?“

Wer Kontakt zu einer Person in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis hatte, die wiederum Kontakt zu einem im Labor bestätigten COVID-19-Patienten hatte, aber völlig gesund ist, muss nicht in Quarantäne. In diesem Fall ist man keine Kontaktperson, hat kein erhöhtes Risiko für eine COVID-19-Erkrankung und kann auch niemanden anstecken. Im Fall von Krankheitszeichen siehe „Sollten Betroffene bei einer Atemwegserkrankung ärztlichen Rat einholen und nach einem Test fragen, auch wenn die Symptome nur leicht sind (Husten, Niesen, Halsschmerzen etc.)?“


Stand: 25.03.2020

Sollten Betroffene bei einer Atemwegserkrankung ärztlichen Rat einholen und einen Test veranlassen, auch wenn die Symptome nur leicht sind (Husten, Niesen, Halsschmerzen etc.)?

Ja, wenn:

  • man in den letzten zwei Wochen Kontakt hatte zu einem Erkrankten, bei dem im Labor eine COVID-19-Diagnose gestellt wurde
  • Vorerkrankungen bestehen oder die Atemwegserkrankung schlimmer wird (Atemnot, hohes Fieber etc.)
  • man bei der Arbeit oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Menschen in Kontakt kommt, die ein hohes Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf haben (z.B. im Krankenhaus oder der Altenpflege)

Schon bevor das Testergebnis vorliegt, sollte man sich selbst isolieren, d.h. zuhause bleiben, alle engen Kontakte unter 2 Metern meiden, gute Händehygiene einhalten und bei Kontakt zu anderen (falls vorhanden) einen Mund-Nasenschutz tragen.

Stand: 24.03.2020

Was sollen Betroffene mit Symptomen tun, wenn sie weder eine der Hotlines oder einen Hausarzt/eine Hausärztin telefonisch erreichen?

Wenn nur leichte Symptome vorhanden sind, sollten die Betroffenen sich selbst isolieren, d.h. zuhause bleiben, alle engen Kontakte unter zwei Metern meiden, eine gute Händehygiene und Husten- und Niesregeln einhalten. Sollten die Beschwerden zunehmen, sollte zunächst nochmals versucht werden, die bundesweite Rufnummer des Kassenärztlichen Notdienstes in Deutschland 116117 anzurufen. In Notfällen (z.B. Atemnot) wenden Sie sich an den Notruf 112 oder eine Rettungsstelle.

Stand: 21.03.2020

Ist ein Test bei Personen ohne jedes Krankheitszeichen sinnvoll?

Eine Labordiagnostik sollte nur bei Krankheitszeichen zur Klärung der Ursache durchgeführt werden. Wenn man gesund ist, sich aber noch in der Inkubationszeit befindet (kann bis zu 14 Tage betragen), sagt ein negativer Test auf COVID-19 nichts darüber aus, ob man doch noch krank werden kann. Zudem werden die Laborkapazitäten unnötig belastet.

Stand: 25.03.2020

Wann sollte ein Arzt eine Laboruntersuchung auf SARS-CoV-2 veranlassen?

Das RKI hat eine Falldefinition und ein Flussschema erstellt,  die umfangreiche Hilfestellung geben, bei welchen Patienten eine Laboruntersuchung auf SARS-CoV-2 durchgeführt werden sollte (siehe Flussschema "Prüfung klinisch-epidemiologischer Kriterien"). Die Kriterien, welche Personen einer COVID-19-Diagnostik unterzogen werden sollten, werden dabei an die aktuelle Situation in Deutschland angepasst.

Tests bei asymptomatischen Personen werden nicht empfohlen.

Stand: 25.03.2020

Wie wird eine Infektion mit SARS-CoV-2 labordiagnostisch nachgewiesen?

Für die Feststellung einer akuten Infektion mit dem SARS-CoV-2 ist der direkte Erregernachweis ausschlaggebend. Das Virusgenom wird über hoch-sensitive, molekulare Testsysteme nachgewiesen (real-time PCR). Die reine Testzeit beträgt etwa 4 bis 5 Stunden. Die Zeit zwischen Probenentnahme und Ergebnismitteilung kann ein bis zwei Tage betragen, je nach Probenaufkommen kann die Ergebnismitteilung deutlich länger dauern.

In der frühen Phase sind Abstriche aus den oberen Atemwegen besonders als Probenmaterial geeignet (Rachenabstriche bzw. Nasopharyngealabstriche). In späteren Phasen können außerdem Sekrete aus den unteren Atemwegen (z.B. Sputumproben) zur Untersuchung genutzt werden. Weitere Informationen zur Testung finden Sie hier. Der Nachweis von SARS-CoV-2 im Stuhl kann u.U. auch noch längere Zeit nach Beginn der Symptome erfolgen, sagt aber allein nichts darüber aus, wie ansteckend ein Patient ist. Von einer Testung von asymptomatischen Personen wird aufgrund der unklaren Aussagekraft eines negativen Ergebnisses und zur Schonung von Testkapazitäten grundsätzlich abgeraten.

Zur Ergänzung der molekularen Diagnostik sollte bei schweren Krankheitsverläufen auch eine radiologische/bildgebende Diagnostik erfolgen.

Für Forschungszwecke spielt die Virusanzucht in Zellkultursystemen eine große Rolle. Sie setzt sowohl eine besondere Expertise als auch dafür ausgelegte Labore voraus (in Deutschland ein Labor der Sicherheitsstufe 3).

Ein Test auf SARS-CoV-2 spezifische Antikörper im Blut/Serum kann für epidemiologische Fragestellungen sinnvoll sein. Aktuell sind diese Tests noch in der Zulassungsphase. Unabhängig davon spielen sie für die Akutdiagnostik keine Rolle, da zwischen Beginn der Symptomatik und der Nachweisbarkeit spezifischer Antikörpern ca. 7 Tage vergehen (in Einzelfällen auch mehr).

Stand: 30.03.2020

Wie funktioniert der Meldeweg, was ist alles meldepflichtig und welche Informationen zu den Erkrankten werden ans RKI übermittelt?

Die Ärztin oder der Arzt, der bei einem Patienten den Verdacht auf eine Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus stellt, muss dies dem Gesundheitsamt gemäß Coronavirus-Meldepflichtverordnung melden. Auch das Labor, das das neuartige Coronavirus bei einem Menschen nachweist, muss dies dem Gesundheitsamt melden. Die Meldung muss unverzüglich erfolgen und dem Gesundheitsamt spätestens innerhalb von 24 Stunden vorliegen. Dabei müssen auch Name, Adresse und Kontaktdaten der betroffenen Person dem Gesundheitsamt gemeldet werden, damit das Gesundheitsamt die Person kontaktieren kann und die notwendigen Maßnahmen (z.B. Isolierung des Patienten, Ermittlung von Kontaktpersonen) einleiten kann.

Die COVID-19-Fälle werden von den zuständigen Gesundheitsämtern elektronisch an die zuständigen Landesbehörden und von dort spätestens am nächsten Arbeitstag ans RKI übermittelt, allerdings ohne Name, Wohnort und Kontaktdaten der Betroffenen. In der aktuellen Lage übermitteln die meisten Gesundheitsämter früher und häufiger als gesetzlich vorgesehen, meist täglich und auch am Wochenende. Allerdings kann es bei der Übermittlung der Fälle auch zu einem Melde- und Übermittlungsverzug von einigen Tagen kommen.

Dabei können – sofern sie dem Gesundheitsamt vorliegen – auch zusätzliche Informationen übermittelt werden, z.B. Erkrankungsbeginn, Symptome und ob der/die Betroffene ins Krankenhaus oder auf eine Intensivstation eingewiesen worden ist. Die Daten werden vom RKI ausgewertet und dargestellt (siehe Dashboard und Situationsberichte). In vielen Fällen sind diese Informationen aber nicht vollständig, weil diese Informationen zum Zeitpunkt der Meldung noch nicht vorliegen und von den Gesundheitsämtern erst ermittelt werden müssen. Bei COVID-19 kann es vorkommen, dass zunächst mild erkrankte Personen erst einige Tage später schwer erkranken und im Krankenhaus behandelt werden müssen, diese Information zum Verlauf aber den Gesundheitsämtern nicht immer regelmäßig vorliegt. Wenn es, wie derzeit bei COVID-19, in einzelnen Gesundheitsämtern zu einem rasanten Anstieg der Meldungen wegen eines Ausbruchs kommt, kann die Ermittlung der Angaben und Übermittlung der Fälle auch länger dauern, da die Gesundheitsämter dann vor allen Dingen den Ausbruch stoppen müssen.

In den Meldedaten erfasst werden auch alle Todesfälle, die mit einer COVID-19-Erkrankung in Verbindung stehen: Sowohl Menschen, die direkt an der Erkrankung gestorben sind („gestorben an“), als auch Patienten mit Grundkrankheiten, die mit COVID-19 infiziert waren und bei denen sich nicht klar nachweisen lässt, was letzten Endes die Todesursache war („gestorben mit“). Verstorbene, die zu Lebzeiten nicht auf COVID-19 getestet worden waren, aber in Verdacht stehen, an COVID-19 gestorben zu sein, können post mortem auf das Virus untersucht werden.

Stand: 25.03.2020

Warum unterscheiden sich die vom RKI und Johns Hopkins Universität berichteten Angaben zu COVID-19 Fällen in Deutschland?

Das Center for Systems Science and Engineering (CSSE) der Johns Hopkins Universität (JHU) und das RKI beziehen ihre Daten aus unterschiedlichen Quellen, daher sind Abweichungen unvermeidlich.

Die Angaben der JHU basieren auf einer Internetrecherche, bei der verschiedene Quellen berücksichtigt werden (u.a. Behörden, Medienberichte, Social Media). Dadurch liegen die Zahlen zwar schnell vor, lassen jedoch nur begrenzte Schlüsse auf die Entwicklung zu, da nähere Informationen zu den Fällen fehlen und die Berichterstattung der Bezugsquellen nicht einheitlich ist.

Das RKI verwendet für seine Analysen (RKI-Dashboard,Lageberichte) nur die offiziellen, den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) gemeldeten Fälle. Ärzte und Labore melden Informationen zu ärztlichen Diagnosen bzw. Erregernachweisen an die Gesundheitsämter. Diese überprüfen die Informationen, führen sie zusammen und ergänzen fehlenden Angaben durch eigene Ermittlungen. Auf die Weise gesicherte COVID-19-Fälle werden an die zuständigen Landesbehörden und das RKI übermittelt. Dabei kann etwas Zeit vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug), die nach IfSG gemeldeten und übermittelten Daten weisen jedoch eine hohe Qualität auf. Wichtige Informationen zu den Fällen (regionale Verteilung, Alter, Geschlecht, Symptome, etc.) sind enthalten.

Die Zusammenstellung, Validierung und Weitergabe der Informationen nimmt Zeit in Anspruch, sie ist aber dringend notwendig. Weitreichende Entscheidungen für den Infektionsschutz brauchen eine solide, aussagekräftige und qualitätsgeprüfte Datengrundlage.

Siehe auch „Wie funktioniert der Meldeweg, was ist alles meldepflichtig und welche Informationen zu den Erkrankten werden ans RKI übermittelt?“ und die Hinweise zu Meldung und Dashboard unter www.rki.de/covid-19-fallzahlen.

Stand: 26.03.2020

Welche Behandlungsmöglichkeiten stehen für das neuartige Coronavirus zur Verfügung?

Nicht alle Erkrankungen nach Infektion mit dem neuartigen Coronavirus verlaufen schwer, auch bei den meisten in China berichteten Fällen war der Krankheitsverlauf mild. Im Zentrum der Behandlung der Infektion stehen die optimalen unterstützenden Maßnahmen entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes (z.B. Sauerstoffgabe, Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes, ggf. Antibiotikagabe zur Behandlung von bakteriellen Superinfektionen) sowie die Behandlung von relevanten Grunderkrankungen. Eine spezifische, d.h. gegen das neuartige Coronavirus selbst gerichtete Therapie steht derzeit noch nicht zur Verfügung. Siehe auchTherapiehinweise des STAKOB und dieHinweise der DGIIN zur intensivmedizinischen Therapie von COVID-19-Patienten.

Verschiedene spezifische Therapieansätze – darunter experimentelle Wirkstoffe und bereits zugelassene Medikamente – werden derzeit im Rahmen von Studien geprüft.

Stand: 25.03.2020

Weiß man, wie viele COVID-19-Patienten im Krankenhaus behandelt werden und wie viele genesen sind?

Wie viele COVID-19-Fälle aktuell im Krankenhaus behandelt werden, könnte über die Meldedaten erfasst werden. Allerdings wird davon ausgegangen, dass die Daten aktuell nicht immer vollständig vorliegen (siehe "Wie funktioniert der Meldeweg, was ist alles meldepflichtig und welche Informationen zu den Erkrankten werden ans RKI übermittelt?") . Neben den Meldedaten können solche Informationen aber auch über andere Surveillancesysteme des RKI erfasst werden, z.B. durch die Krankenhaussurveillance schwerer akuter respiratorischer Infektionen (ICOSARI). Seit 2015 werden am RKI – zur Bewertung der Grippewelle und anderer schwer verlaufender akuter Atemwegserkrankungen – zusätzlich Informationen aus inzwischen rund 70 Sentinelkrankenhäusern ausgewertet und in den Influenza-Wochenberichten veröffentlicht. Genutzt werden dabei insbesondere Entlassungsdiagnosen von Patienten mit Grippe, Lungenentzündungen und anderen akuten Infektionen der unteren Atemwege.

Daten darüber, ob ein Patient wieder genesen ist, werden nicht offiziell erhoben. Die Erhebung ist auch nicht gesetzlich vorgesehen. Das würde die ohnehin knappen Ressourcen des ÖGD unnötigerweise belasten, da sie dafür jeden Fall über Wochen verfolgen müssten und daraus keine weiteren Maßnahmen erfolgen. Allerdings kann man zumindest bei den Fällen, bei denen die meisten Angaben ermittelt wurden und, die keine schweren Symptome hatten, die nicht in ein Krankenhaus eingewiesen wurden, davon ausgehen, dass sie spätestens nach 14 Tagen wieder genesen sind.

Stand: 20.03.2020

Welche Hygienemaßnahmen sollten in medizinischen Einrichtungen bei der Pflege und Behandlung von Patienten mit unsprzifischen akuten respiratorischen Infektionen getroffen werden?

Das RKI hat Empfehlungen für die Hygienemaßnahmen im Rahmen der Behandlung von Patienten mit einer Infektionen durch SARS-CoV-2 erstellt.

Grundsätzlich sollten bereits bei begründetem Verdacht auf eine übertragbare Erkrankung geeignete Präventions- und Schutzmaßnahmen eingeleitet werden, um die nosokomiale Verbreitung des Erregers zu verhindern. Für die Festlegung der erforderlichen Maßnahmen ist eine Risikobewertung durchzuführen, die verschiedene Aspekte, z.B. die Übertragungsmechanismen, Virulenz/Pathogenität des Erregers, epidemisches Potential und Therapierbarkeit, berücksichtigt.

Bei Erregern von akuten respiratorischen Infektionen, z.B. Influenzaviren oder RSV, sind zusätzlich zur Basishygiene weitere Maßnahmen erforderlich, um eine Übertragung durch Tröpfchen zu unterbinden.

Diese zusätzlichen Maßnahmen beinhalten gemäß KRINKO-Empfehlung:

  • Unterbringung des Patienten in einem Einzelzimmer möglichst mit eigener Nasszelle, ggf. Kohortenisolierung
  • Verwendung einer persönlichen Schutzausrüstung beim Personal, bestehend aus Schutzkittel, Einmalhandschuhen und direkt anliegendem mehrlagigem Mund-Nasen-Schutz sowie ggf. einer Schutzbrille, beim Betreten des Patientenzimmers
  • Darüber hinaus sollte gemäß TRBA 250 der BAUA bei Tätigkeiten, die direkt am Patienten oder in dessen Nähe ausgeführt werden, der Patient ebenfalls einen Mund-Nasen-Schutz tragen, insbesondere wenn die Beschäftigten dabei Hustenstößen der Patienten ausgesetzt sein können. Sollte der Patient keinen Mund-Nasen-Schutz anlegen können oder möchten, empfiehlt es sich bei patientennahen Tätigkeiten, dass das Personal zu seinem eigenen Schutz eine FFP2-Maske trägt. Die Maßnahmen sollten nach der Feststellung des jeweiligen Erregers an die spezifischen Anforderungen angepasst werden.

Bitte beachten Sie:

  • Das Tragen von Atemschutzmasken, Einmalkitteln, Schutzbrillen und Einmalhandschuhen ist Teil des Arbeitsschutzes. Hier ist die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zuständig.
  • Das RKI stellt keine persönliche Schutzausrüstung her und kann auch nicht bei der Beschaffung unterstützen. Aus Neutralitätsgründen können wir auch keine Kooperationen mit Herstellern jeglicher Art eingehen. Bei Fragen zu der Verwendbarkeit, der Haltbarkeit und der Aufbereitung von Medizinprodukten und Gegenständen der persönlichen Schutzausrüstung kann der jeweilige Hersteller Auskunft geben. Zur Frage der Beschaffung von Schutzausrüstung sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in einer Pressekonferenz am 4.3.2020, dass der Krisenstab von BMG und BMI beschlossen habe, den Export von medizinischer Schutzkleidung so lange zu stoppen, wie der Bedarf im Gesundheitswesen hierzulande nicht gedeckt sei. Außerdem habe das BMG beschlossen, Schutzkleidung auch zentral für Ärzte, Krankenhäuser und die Behörden des Bundes und bei Bedarf auch der Länder zu beschaffen. Länder, Krankenhäuser und Arztpraxen sollten jedoch auch weiterhin selbst Schutzkleidung kaufen und beschaffen, betonte der Minister (den Link zum Pressestatement finden Sie )

Stand: 05.03.2020

Welche Mittel sind geeignet bei Desinfektionsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2)?

Zur chemischen Desinfektion sind Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich "begrenzt viruzid" (wirksam gegen behüllte Viren), "begrenzt viruzid PLUS" oder "viruzid" anzuwenden. Informationen zur Desinfektion bei Viren sind in der entsprechendenStellungnahme des Arbeitskreises Viruzidie beim RKI enthalten. Geeignete Mittel enthalten die Liste der vom RKI geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren (RKI-Liste) und die Desinfektionsmittel-Liste des Verbundes für Angewandte Hygiene (VAH-Liste). Bei behördlich angeordneten Desinfektionsmaßnahmen ist die RKI-Liste heranzuziehen.

Stand: 24.01.2020

Was muss bei Veranstaltungen und Schulen beachtet werden?

Die Kriterien des RKI für eine Risikoeinschätzung für Veranstaltungen und Schulen finden Sie hier. Zum Thema Schulschließungen hat das RKI eine Stellungnahme im Epidemiologischen Bulletin 12/2020 veröffentlicht.

Stand: 20.03.2020

Ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Allgemeinbevölkerung zum Schutz vor akuten respiratorischen Infektionen sinnvoll?

In der allgemeinen Bevölkerung sind die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum persönlichen Schutz sowie zum Schutz von anderen Personen vor der Ansteckung mit Erregern respiratorischer Infektionen einegute Händehygiene, Einhalten von Husten- und Niesregeln und das Abstandhalten (ca. 1 bis 2 Meter) von krankheitsverdächtigen Personen.

Wenn sich eine an einer akuten respiratorischen Infektion erkrankte Person im öffentlichen Raum bewegen muss, kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (MNS) oder einer alternativen, ggf. textilen Barriere im Sinne eines MNS durch diese Person sinnvoll sein, um das Risiko einer Ansteckung anderer Personen durch die größtmögliche Zurückhaltung von Tröpfchen, welche beim Husten oder Niesen entstehen, zu verringern (Schutz der Mitmenschen). Für die optimale Wirksamkeit ist es wichtig, dass ein Mund-Nasen-Schutz korrekt sitzt (d.h. eng anliegend getragen wird), bei Durchfeuchtung gewechselt wird, und dass während des Tragens keine (auch keine unbewussten) Manipulationen daran vorgenommen werden (siehe auch "Wie kann man sich bzw. seine Mitmenschen vor einer Ansteckung schützen?").

Auf keinen Fall sollte das Tragen eines MNS oder einer anderen Form der Barriere dazu führen, dass Abstandsregeln nicht mehr eingehalten oder die Händehygiene nicht mehr umgesetzt wird.

Hingegen gibt es keine hinreichende Evidenz dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person, die ihn trägt, signifikant verringert. Nach Angaben der WHO kann das Tragen einer Maske in Situationen, in denen dies nicht empfohlen ist, ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen, durch das zentrale Hygienemaßnamen wie eine gute Händehygiene vernachlässigt werden können.

Davon unbenommen sind die Empfehlungen zum Tragen von Atemschutzmasken durch das medizinische Personal im Sinne des Arbeitsschutzes.(siehe „Welche Hygienemaßnahmen sollten in medizinischen Einrichtungen bei der Pflege und Behandlung von Patienten mit unspezifischen akuten respiratorischen Infektionen getroffen werden?“)

Stand: 23.03.2020

Besteht die Gefahr, sich über importierte Lebensmittel, Oberflächen oder Gegenstände mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) anzustecken?

Bei Coronaviren, die respiratorische Erkrankungen verursachen können, erfolgt die Übertragung primär über Sekrete des Respirationstraktes. Gelangen diese infektiösen Sekrete an die Hände, die dann beispielsweise das Gesicht berühren, ist es möglich, dass auch auf diese Weise eine Übertragung stattfindet. Deshalb ist eine gute Händehygiene wichtiger Teil der Prävention.

Generell gilt: Die Übertragungsmöglichkeiten über Oberflächen hängen von vielen verschiedenen Faktoren ab. Wissenschaftliche Untersuchungen zu dem Thema finden utern experimentellen Bedingungen statt und könnnen nicht das realistische Übertragungsrisiko im Alltag widerspiegeln. Fragen zu Übertraungsrisiken durch Lebensmittel und Gegenstände beantwortet das  Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), für das Thema Arbeitsschutz ist die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) verantwortlich.

Das RKI hat keine Aufgaben in dem Bereich.

Stand: 18.03.2020

Wo erfährt man, ob eine Reise in ein betroffenes Land noch sicher ist?

Gesundheitsempfehlungen bei Auslandsreisen werden vom Auswärtigen Amt (AA) gegeben. Das Auswärtige Amt hat eine weltweite Reisewarnung für alle nicht notwendigen touristischen Reisen ins Ausland ausgesprochen. Das Robert Koch-Institut gibt hier keine Empfehlungen und bietet keine reisemedizinische Beratung an.

Reiserückkehrenden empfiehlt das Bundesministerium für Gesundheit in dem Merkblatt für Reisende unnötige Kontakte zu vermeiden, 14 Tage zuhause zu bleiben, auf Handhygiene zu achten und das Berühren des Gesichts zu vermeiden.

Stand: 27.03.2020

Wie erfasst das RKI die Situation, welche Empfehlungen gibt es für die Fachöffentlichkeit?

Das RKI arbeitet eng mit verschiedenen Behörden und Einrichtungen zusammen - auf internationaler und nationaler Ebene - erfasst kontinuierlich die Lage, und bewertet alle Informationen.
Entsprechend gibt das Institut Empfehlungen für die Fachöffentlichkeit, welche Maßnahmen ergriffen werden sollen, um die Gesundheit zu schützen und das Auftreten von Erkrankungsfällen bzw. die Weiterverbreitung der Erkrankung zu verhindern bzw. herauszuzögern.
Alle Informationen und Dokumente sind unter www.rki.de/covid-19 abrufbar. Sie werden kontinuierlich an die Lage angepasst.

Die aktuelle Risikobewertung finden sie hier.

Im Rahmen der Influenza-Surveillance werden im RKI seit dem 24.2.2020 Proben von Patienten mit akuten Atemwegserkrankungen, die von Praxen der Arbeitsgemeinschaft Influenza eingesandt werden, zusätzlich auch auf SARS-CoV-2 untersucht, um eine Zirkulation von SARS-CoV-2 frühzeitig zu erkennen und zu überwachen

Stand: 10.03.2020

Was bedeutet es für Deutschland, dass die WHO die Pandemie ausgerufen hat?

Der WHO-Generaldirektor hat am 11.03.2020 die Situation zu Erkrankungen mit den neuartigen Coronaviren (COVID-19) zu einer Pandemie erklärt (sieheMitteilung der WHO vom 11.3.2020).

Die Erklärung der Pandemie hat keine direkten Auswirkungen auf die Vorbereitungen und Maßnahmen in Deutschland. Deutschland hat die die Situation von Anfang an sehr ernst genommen hat und auch die Maßnahmen, die von der WHO nun nochmals betont werden, früh selbst umgesetzt. Diese sind:

  • Die Bevölkerung über die Risiken der Erkrankung informieren
  • Die Bevölkerung darüber informieren, wie sich jeder einzelne schützen kann und alle auffordern, dies auch zu tun
  • Möglichst jeden Fall finden, zu isolieren, testen und behandeln sowie möglichst alle Kontaktpersonen finden, um eine Weiterverbreitung zu verhindern
  • die Krankenhäuser auf die zu erwartende besondere Situation vorbereiten
  • medizinisches Personal vorbereiten und vor Infektionen schützen
  • sich gegenseitig helfen und umeinander kümmern.

Die WHO hatte den Ausbruch bereits am 30.1.2020 zur "Gesundheitliche Notlage mit internationaler Tragweite" (Public Health Emergency of International Concern, PHEIC) erklärt und Empfehlungen zur Eindämmung und Kontrolle des Ausbruchsgeschehens ausgesprochen.

Stand: 13.03.2020

Was sind Coronaviren?

Coronaviren wurden erstmals Mitte der 1960er Jahre identifiziert. Sie können sowohl Menschen als auch verschiedene Tiere infizieren, darunter Vögel und Säugetiere. Coronaviren verursachen beim Menschen verschiedene Krankheiten, von gewöhnlichen Erkältungen bis hin zu gefährlichen oder sogar potenziell tödlich verlaufenden Krankheiten wie dem Middle East Respiratory Syndrome (MERS) oder dem Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS).

In der Vergangenheit waren schwere, durch Coronaviren verursachte Krankheiten wie SARS oder MERS zwar weniger leicht übertragbar als Influenza, aber sie haben dennoch zu großen Ausbrüchen geführt, zum Teil in Krankenhäusern.

Stand: 24.01.2020

Kann das Virus mutieren?

Es gibt immer die Möglichkeit, dass Viren sich genetisch verändern. Mutationen verändern aber nicht automatisch die Eigenschaften des Virus.

Stand: 24.01.2020

Was ist über die Ursache dieses Ausbruchs bekannt?

Man nimmt an, dass SARS-CoV-2 von Fledermäusen stammt, Zwischenwirte wurden jedoch noch nicht identifiziert. Derzeit wird davon ausgegangen, dass sich die ersten Patienten Anfang Dezember auf einem Markt in Wuhan in der Provinz Hubei, China, angesteckt haben.

Stand: 02.03.2020

Wo gibt es weitere Informationen?

Informationen über das neuartige Coronavirus für die Fachöffentlichkeit sind unter www.rki.de/covid-19 abrufbar.
Informationen für Bürger, darunter Hygienetipps und Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ), stellt die BZgA unter www.infektionsschutz.de zur Verfügung.

Hotlines für Bürger bieten unter anderem das BMG, die Unabhängige Patientenberatung Deutschland, einige Bundesländer und Krankenkassen an.

Stand: 04.03.2020

Das Robert Koch-Institut erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen, schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein und stellt Empfehlungen für die Fachöffentlichkeit zur Verfügung. Zu den Seiten des RKI mit allen Infos zum neuen Coronavirus SARS-CoV-2 gelangen Sie hier.

Die WHO hat als Benennung für die Krankheit "Coronavirus Disease-19" (COVID-19) und für den Erreger "Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2" (SARS-CoV-2) festgelegt. Bislang war oft von einem mysteriösen Lungenleiden die Rede. ("Co" steht für Corona, "vi" für Virus, "d" für disease (=Krankheit), "19" für 2019).

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt auf http://www.infektionsschutz.de Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus zur Verfügung. Diese finden Sie hier 


Fragen und Antorten zu Corona in leichter Sprache

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Informationen für Unternehmen


Das Bundeswirtschaftsministerium hat eine Hotline für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus geschaltet:

Hotline für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus:

0 30 18615 1515

Montag – Freitag
9:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Weitere Infos hier:

 
 
 
 
 
 

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Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Amtsleiterin, Pressesprecherin

Tel.05251 308-9200
Fax05251 308-899200
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21  Kommentare

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    Ramona Blank
    17.03.2020 19:56 Uhr

    Hallo ich habe eine Frage in der Aufführung der Zahlen und Orte befindet sich Sennelager nicht und Schloss Neuhaus, bedeutet das es dort keine Infizierten gibt?

    Mit freundlichen Grüßen

    Ramona Blank

    Auf diesen Kommentar antworten
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    Kreis-Paderborn Logo
    Kreis Paderborn
    18.03.2020 13:00 Uhr

    Zum Schutz der Betroffenen haben die Bürgermeister der Städte und Gemeinde und der Kreis Paderborn beschlossen, keine Ortsteile zu nennen. Leider kam es bereits zu massiven Anfeindungen gegen Erkrankte.

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    Anna
    18.03.2020 20:20 Uhr

    Wie werden die Menschen in der Quarantäne mit Lebensmitteln versorgt? Und wie wird es für alle Bürger diesbezüglich aussehen, sollte eine Ausgangssperre stattfinden? Leider wäre eine solche Maßnahme wohl wahrscheinlich unumgänglich: die jenigen, die nicht arbeiten müssen, versammeln sich weiterhin, wenn man Paderwiesen sieht, wird einem mulmig.

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    Kreis-Paderborn Logo
    Kreis Paderborn
    19.03.2020 08:22 Uhr

    In anderen europäischen Ländern, in denen bereits Ausgangssperren bestehen, ist das Verlassen der Wohnung/des Hauses zum Einkauf von Lebensmittel selbstverständlich gestattet. Menschen, die sich aktuell in Quarantäne, bitten Freunde und Verwandt um Hilfe, die die Lebensmittel dann vor der Tür ablegen, sodass kein Kontakt stattfindet. Es gibt auch zahlreich Lebensmittelhändler, die Waren nach Hause liefern. Das Gesundsheitsamt ist in Kontakt mit den Menschen in Quarantäne, bisher ist nicht zu Schwierigkeiten bei der Versorgung gekommen.

    Auf diesen Kommentar antworten
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    TF
    21.03.2020 11:06 Uhr

    Liebes Kreisgesundheitsamt,
    besteht die Möglichkeit neben den bereits infizierten zu melden, wie viele sich davon in stationärer Behandlung befinden?
    So könnten die Menschen die Lage der Krankenhäuser etwas besser einschätzen und würden ggf. unnötige Konsultationen unterlassen.
    Viele Grüße
    TF

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    R.
    21.03.2020 12:51 Uhr

    Als angestellte Therapeutin muss ich mit Schrecken feststellen, dass es immer noch keine Regelung bzgl. der Öffnung oder Schließung der Heilmittelerbringerpraxen (Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Podologie) gibt. Aufgrund des Coronavirus sind viele Existenzen und Arbeitsplätze von Therapeuten extrem bedroht. Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Seniorenheime, etc. sind offiziell geschlossen. Das heißt, dass wir Heilmittelerbringer dadurch bereits hohe Einnahmeverluste zu verzeichnen haben. Darüber hinaus betreuen wir viele Risikopatienten, die aus Angst vor dem Virus absagen. Aber auch sehr viele Patienten, die keiner Risikogruppe angehören, sagen -verständlicherweise- ab. Damit kommt es zu sehr hohen Umsatzeinbußen. Heilmittelerbringer arbeiten im Niedriglohnsektor. Daher ist es schwierig Rücklagen zu bilden. Diese wenigen Rücklagen (sofern es sie überhaupt gibt) sind aufgrund der aktuellen Situation schnell aufgebraucht.
    Es gibt keinerlei Hilfe für uns. Weder Masken, Desinfektionsmittel noch Schutzkleidung gibt es. Wie sollen wir vernünftig weiterarbeiten? Therapeuten zählen zu den systemrelevanten Berufen im Gesundheitsbereich, aber die Hygienemaßnahmen können nicht eingehalten werden. Damit werden Physios, Ergos, Logos und Podos zu potentiellen „Virenüberträger“. Bitte reagieren Sie!

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    Kreis-Paderborn Logo
    Kreis Paderborn
    23.03.2020 16:22 Uhr

    Sehr geehrte Frau R.,
    gestern hat die Landesregierung einen neuen Erlass veröffentlich. Nachdiesem können Pysio- und Ergotherapeuten weiter praktizieren, soweit die medizinische Notwendigkeit der Behandlung durch ärztliches Attest nachgewiesen ist ( https://www.land.nrw/de/wichtige-fragen-und-antworten-zum-corona-virus). Weiterhin ist das Land auch Ansprechpartner, wenn es um wirtschaftliche Hilfen für Selbstständige und Betriebe, die aufgrund der aktuellen Situation in Schwierigkeiten geraten. Auch bei vollstem Verständnis für Ihre Situation und die daraus für Sie und Ihren Berufsstand zu befürchtenden Konsequenzen, so ist der Kreis Paderborn leider der falsche Adressat. Wir würden gerne reagieren und auch selbst agieren, doch bleibt uns nur die Möglichkeit, anderenorts auf die Problematik hinzuweisen.
    In der Hoffnung, wenn auch nicht in der Erwartung, dass sich die Situation in absehbarer Zeit entspannen möge, dankt der Kreis Ihnen allen für Ihren Einsatz
    Bleiben Sie gesund

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    Matthias
    21.03.2020 14:45 Uhr

    Liebes Gesundheitsamt
    Ich war am Mittwoch zum Abstrich und habe bis stand heute noch kein Bescheid.
    Wo kann ich mein Ergebnis herbekommen.
    Oder liegt noch keines vor ?
    Bekomme ich direkt das Ergebnis oder mein Hausarzt?
    LG
    Matthias

    Auf diesen Kommentar antworten
  • Kommentar als unangemessen melden
     
    Kreis-Paderborn Logo
    Kreis Paderborn
    24.03.2020 13:45 Uhr

    Sobald uns ein positives Ergebnis vorliegt, wird das Gesundheitsamt Sie telefonisch kontaktieren. Sie können aber auch bei Ihrem Hausarzt die Ergebnisse erfragen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir bei der Vielzahl der Testungen im Moment nur Personen mit einem positiven Testergebnis eine persönliche Rückmeldung geben können. Die Labore sind zurzeit sehr ausgelastet, aber im Moment liegen uns in der Regel die Ergebnisse innerhalb von 24 Stunden vor.
    Ihre Team für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der Kreisverwaltung

  • Kommentar als unangemessen melden
     
    Uschi
    22.03.2020 16:47 Uhr

    Liebes Kreisgesundheitsamt,
    Gibt es bereits Infizierte, die wieder genesen sind? Es wäre schön, wenn mit dieser Info ein positiver Aspekt in die Veröffentlichungen aufgenommen würde...
    Beste Grüße,
    Uschi

    Auf diesen Kommentar antworten
  • Kommentar als unangemessen melden
     
    Kreis-Paderborn Logo
    Kreis Paderborn
    24.03.2020 12:31 Uhr

    Liebe Uschi,
    nach dem ersten Auftreten des Virus im Kreisgebiet endet jetzt für die ersten Betroffenen gerade die 14tägige Quarantänephase. Aus diesem Grund können wir gegenwärtig noch keine belastbaren Zahlen bieten.
    Grüße zurück und bleiben Sie gesund!

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    Linda
    26.03.2020 08:21 Uhr

    Guten Morgen,
    ich möchte gern ein positives Feedback abgeben... auf Grund von beruflichen Fragen habe ich jetzt häufiger schon Fragen an das Gesundheitsamt gestellt (per Telefon oder auch per E-Mail), ich habe immer in einer angemessenen Zeit Rückmeldung bekommen und gute Antworten, die mir weitergeholfen haben. Ich hatte immer sehr freundliche Mitarbeiter des Gesundheitsamtes als Ansprechperson. Mir ist durchaus bewusst, dass es gerade momentan nicht immer so einfach ist freundlich zu sein (garantiert auch abhängig davon wer am anderen Ende des Telefons ist) und es sehr viel Arbeit ist, aber das Team schafft es und ist immer bemüht alle Fragen gut zu beantworten, ggf. auch mit Hinweisen auf Erlasse. Paragraphen usw. Sie machen einen guten Job!
    Ich wünsche allen Mitarbeitern für die nächste Zeit viel Kraft und vor allem auch Gesundheit!!!
    Alles Gute an Sie,
    Linda

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    Kreis Paderborn
    26.03.2020 09:27 Uhr

    Herzlichen Dank,
    das tut gut! Ich werde Ihr „positives Feedback“ auch an die Kolleginnen und Kollegen übermitteln, die alle ihr Möglichstes – und darüber hinaus – tun. Es wird sie freuen und „Freude“ können wir momentan alle gut gebrauchen.
    Alle guten Wünsche auch an Sie und .. bleiben Sie gesund!!

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    Jonas
    27.03.2020 08:08 Uhr

    Ist der Skatepark Goldgrund geschlossen?

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    Kreis Paderborn
    27.03.2020 11:56 Uhr

    Selbstverständlich. Alle Skateparks sind deutschlandweit wie auch alle anderen Sportstätten geschlossen.

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    Natalia
    27.03.2020 12:58 Uhr

    Guten Tag,
    In letzter Zeit wurden viele Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung des Coronaviruses eingeführt. Ich habe allerdings noch einen Vorschlag, der möglicherweise helfen könnte. Dieser wäre das Tragen von Einweghandschuhen (ähnlich wie in der Brotabteilung) während des ganzen Einkaufes. Zu diesem Gedanken bin ich bei meinem letzten Einkauf gekommen, da ich dann bemerkt habe, dass die Menschen viele verschiedene Lebensmittel in die Hand nehmen, aber danach wieder zurück legen. Auf Grund der Tatsache, dass auch Infizierte in die Geschäfte gehen und der Coronavirus auf Gegenständen für eine längere Zeit bleibt, besteht die Möglichkeit, dass der nächste Kunde, der diesen zurück gestellten Lebensmitten in die Hände nimmt, mit dem Coronavirus infiziert wird. Deswegen würde das Tragen von Handschuhen, dass Übertragungsrisiko beim Einkaufen minimieren. Ich finde, dass die Handschuhe von den jeweiligen Geschäften zur Verfügung gestellt werden sollten und es kontrolliert werden sollte, dass die Kunden sich auch daran halten. Das Disinfizieren der Handgriffen der Einkaufswagen wäre möglicherweise ebenfalls sinnvoll.

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    Kreis Paderborn
    27.03.2020 14:12 Uhr

    Herzlichen dank für Ihre Nachricht und Ihren Vorschlag. Nach jetzigem Stand gehen das Robert-Koch-Institut und dem Bundesinstitut für Risikobewertung davon aus, dass eine Übertragung über Lebensmittel und Produkte sehr unwahrscheinlich ist. Gleichwohl praktizieren einige Supermärkte bereits die von Ihnen angeregte Desinfektion der Einkaufswagen. Und natürlich liegt auch die Nutzung von Einweghandschuhen o. ä. im Ermessen und Interesse eines jeden Einzelnen.
    Bleiben Sie gesund

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    Anna Amedick
    28.03.2020 13:58 Uhr

    Hallo,
    ich habe eine Frage zu den Besuchen in Altenheimen; wie lange wird das Besuchsverbot Ihrer Einschätzung nach aufrechterhalten? Gibt es für die Angehörigen eine Anlaufstelle, um sich ggf. mit anderen betroffenen Angehörigen austauschen zu können?
    Vielen Dank und herzliche Grüße

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    Kreis Paderborn
    29.03.2020 15:51 Uhr

    Aktuell können wir leider keine Einschätzung zum gegenwärtig anhaltenden Besuchsverbot geben. Eine Anlaufstelle gibt es nicht, diese würde aber – bei allem Verständnis für die betroffenen Angehörigen - auch dem Kontaktverbot völlig zuwider laufen.

    Trotz dieser sicherlich nicht befriedigenden Antwort viele Grüße zurück und bleiben Sie gesund.

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    Anonymus
    29.03.2020 16:22 Uhr

    An das gesamte Team des Gesundheitsamtes und das Team am Bürgertelefon!
    Auf Grund meiner beruflichen Tätigkeit hatte ich schon mehrfach Kontakt mit beiden Teams. Alle waren sehr höflich, engagiert, kompetent, verbindlich und zuverlässig! Das ist bei dem Druck und der aktuellen Beanspruchung absolut großartig. Diese Seite besuche ich jeden Tag und nutze die Inhalte privat und beruflich. Wirklich klasse!
    Ich hoffe Sie finden in Ihren Teams und Ihren Familien die Kraft und auch einen Ort der Ruhe. Die Bürgerinnen und Bürger und die Unternehmen brauchen Sie mehr denn je. Der Landrat und die Paderborner/innen zählen auf Sie und Sie sind da. Sie können stolz auf das sein, was Sie leisten! Danke!
    Passen Sie gut auf sich auf und vor allem bleiben Sie gesund.

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    Kreis Paderborn
    29.03.2020 16:48 Uhr

    Herzlichen Dank für Ihre ermunternden Worte. Es tut gut, Anerkennung zu spüren, gerade wenn bei den Menschen unserer Heimat die Nerven stark angespannt sind. So sind es die Nerven unserer Mitarbeitenden denn auch. Denn an den Schreibtischen und an den Telefonen sitzen auch "nur" Menschen. Und ich finde, dass ist auch gut so!
    Ihre guten Wünsche gebe ich gern weiter.
    Nochmals Danke und alle guten Wünsche an Sie und alle, die Ihnen Nahestehen. Bleiben auch Sie alle gesund.

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