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Wewelsburg

Tagesaktuelle Informationen zum neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 im Kreis Paderborn

Auf diesen Seiten stellen wir Ihnen aktualisierte und validierte Informationen mit allen Links zu Behörden und Einrichtungen zum Thema Corona im Kreis Paderborn zur Verfügung. Hier finden Sie Informationen für Reiserückkehrer, für Unternehmen, zu Schulöffnungen und vieles mehr. Ebenfalls die Nummer des Infotelefons mit Sondernummer, aktuelle Erlasse des Landes NRW, Informationen für Gehörlose und Empfehlungen des Gesundheitsamtes.

Infotelefon des Gesundheitsamtes

Telefon Icon
 
 
 

Allgemeine Fragen zu COVID-19

05251 308-3333

 

erreichbar von

Mo-Fr: 9:00 bis 16:00  Uhr, Sa: von 12:00 bis 16:00 Uhr

Corona-Patienten oder Patienten mit Verdacht auf Corona können sich außerhalb der Öffnungszeiten der Hausarztpraxen an den Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung, Tel. 116117 wenden. In Notfällen wie z. B. Atemnot oder starke Schmerzen im Herzbereich oder Brust sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden.

 

E-Mail-Adressen des Gesundheitsamtes

für

  • Positiv getestete Privatpersonen mit Wohnsitz Paderborn, die vom Paderborner Gesundheitsamt aufgefordert worden sind, eine Liste mit engeren Kontakten zu erstellen und diese gerne mailen möchten
  • Gesundheitsämter, Ordnungsämter oder andere Stellen, die dem Paderborner Kreisgesundheitsamt Kontaktpersonen von positiv Getesteten mit Wohnsitz Kreis Paderborn melden möchten
 
 

für

  • Flug/Reisegesellschaften, die Aussteigekarten (verschlüsselt) an das Paderborner Kreisgesundheitsamt senden möchten
  • Auswärtige Labore, die positive Testergebnisse an das Paderborner Kreisgesundheitsamt übermitteln möchten
 
 
Telefon Icon

Bürgertelefon

05251 88-122979

Servicezeiten:

Mo bis Do:
8.00 – 16.00 Uhr
Freitag: 8 – 12 Uhr

 

Das Bürgertelefon bietet keine medizinische Beratung an.
In Kooperation mit dem telefonischen Service-Center der Stadt Paderborn

 

Aktuelle Lage im Kreis Paderborn

Stand: Dienstag, 29.09.2020, 11:00 Uhr

Wenn Sie die Karte als Vollbild sehen wollen, klicken Sie hier.

Drei neue COVID-19-Fälle in Paderborn, ein weiterer Corona-Erkrankter gilt als genesen
- 37 aktive Corona-Fälle in vier Kommunen, in Altenbeken, Borchen, Büren, Hövelhof, Lichtenau und Salzkotten ist derzeit offiziell niemand infiziert

Drei neue Corona-Fälle in Paderborn, ein Erkrankter hat eine akute Infektion überstanden und gilt als genesen: Unterm Strich sind jetzt 37 Menschen in vier Kommunen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert (aktive Fälle). Betroffen ist weiterhin vor allem Paderborn mit 26 aktiven Fällen, gefolgt von Bad Lippspringe (6), Delbrück (4), Bad Wünnenberg (1). In sechs Kommunen, Altenbeken, Borchen, Büren, Hövelhof, Lichtenau und Salzkotten ist derzeit offiziell niemand infiziert. Die Zahl der aufsummierten und laborbestätigten Coronavirus-Infektionen seit Ausbruch der Pandemie steigt auf 901, Stand 29.9., 11 Uhr. 830 Menschen im Kreis Paderborn haben eine akute COVID-19-Infektion überstanden. 34 Menschen sind in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verstorben. Vier Corona-Erkrankte werden zurzeit im Krankenhaus behandelt, drei Patienten müssen intensivmedizinisch versorgt werden.

Das Corona-Geschehen im Kreis Paderborn, aufgeschlüsselt nach Orten:

Aufsummierte Gesamtzahlen seit Ausbruch der Pandemie:


Bestätigte Fälle

Todesfälle

Genesene


Aktuell

Vortag

Aktuell

Vortag

Aktuell

Vortag

Altenbeken

42

42

3

3

39

39

Bad Lippspringe

39

39

1

1

32

32

Bad Wünnenberg

48

48

0

0

47

47

Borchen

25

25

0

0

25

25

Büren

32

32

3

3

29

29

Delbrück

98

98

1

1

93

93

Hövelhof

62

62

4

4

58

58

Lichtenau

14

14

0

0

14

14

Paderborn

473

470

21

21

426

426

Salzkotten

68

68

1

1

67

66

GESAMT

901

898

34

34

830

829

Zahl der aktiven Fälle, also jener Menschen, die aktuell mit dem Coronavirus infiziert sind:


Aktive Fälle


Aktuell

Vortag

Altenbeken

0

0

Bad Lippspringe

6

6

Bad Wünnenberg

1

1

Borchen

0

0

Büren

0

0

Delbrück

4

4

Hövelhof

0

0

Lichtenau

0

0

Paderborn

26

23

Salzkotten

0

1

GESAMT

37

35

(Die Zahl der aktiven Fälle erhält man, wenn man von der aufsummierten Gesamtzahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen die Todesfälle und Zahl der Genesenen abzieht).

Ziel des Bundes und der Länder ist es, Infektionen auch lokal zu bekämpfen. Überall dort, wo sich Infektionen häufen, soll schnell und gezielt gegengesteuert werden, um das Pandemiegeschehen einzudämmen. Ein wesentlicher Indikator ist die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der letzten sieben Tage, die so genannte 7-Tages-Inzidenz: Liegt dieser Wert über 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, sollen die betroffenen Kommunen, das Landeszentrum Gesundheit und die zuständige Bezirksregierung umgehend konkrete Schutzmaßnahmen ergreifen. Ab einer 7-Tages-Inzidenz von 50 sind zwingend zusätzliche Schutzmaßnahmen anzuordnen.

Für den Kreis Paderborn mit seinen 306.890 Einwohnerinnen und Einwohnern ist der neue kritische Frühwarnwert von 35 bei einer Zahl von 108 Neuinfektionen innerhalb einer Woche, der Grenzwert von 50 ist bei einer Zahl von 154 Neuinfektionen innerhalb einer Woche erreicht.
In den letzten 7 Tagen wurden 14 neue Fälle bestätigt. Das entspricht einer aktuellen 7-Tages-Inzidenz von 4,6.

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr,
Sa von 12 bis 16 Uhr unter der 05251 308-3333 zu erreichen.

 
 
 

Informationen für Reiserückkehrer

Wer nach Deutschland einreist und sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 14 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten hat, muss grundsätzlich für 14 Tage in häusliche Quarantäne. Diese Maßnahme dient dem Schutz der eigenen Familie, Nachbarn und aller Menschen aus dem näheren Umfeld. Außerdem müssen sich sich unverzüglich mit dem Gesundheitsamt in Verbindung setzen, um ihre Einreise zu melden. 

Reisende, die sich innerhalb von 14 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen sich beim Gesundheitsamt melden. Diese Verpflichtung kann auch durch Ausfüllen einer Aussteigerkarte und deren Abgabe an den Beförderer erfüllt werden – s. Verordnungzum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 in Bezug auf Ein- und Rückreisende in der ab dem 19.9. geltenden Fassung (Coronaeinreiseverordnung). Allerdings sind diese Angaben oft nicht lesbar. Deshalb sollten sie sich gleichwohl melden. - Außerdem besteht eine Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten - s. ua. Informationen. Ganz wichtig auch: Reiserückkehrer müssen sich unbedingt beim Gesundheitsamt melden, wenn Symptome auftreten, die auf eine Erkrankung mit COVID-19 im Sinne der dafür jeweils aktuellen Kriterien des Robert-Koch-Instituts hinweisen.

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr, Sa von 12 bis 16 Uhr unter der 05251 308-3333 zu erreichen. Reiserückkehrer und Einreisende können sich auch über ein Online-Formular beim Kreisgesundheitsamt melden: 

Hier geht es zum Formular für Reiserückkehrer und Einreisende.


Testpflicht für Rückreisende aus Risikogebieten ab Dienstag, 15. September: Wer aus einem Risikogebiet kommt, muss sich nach der Einreise innerhalb von 10 Tagen testen lassen, z. B. direkt am Flughafen. Innerhalb dieser 10 Tage ist der Test für Rückreisende aus Riskogebieten kostenlos. Oder die Einreisenden können einen negativen Test aus dem Herkunftsland vorweisen, der nicht älter als 48 h ist.


An einigen Flughäfen in Deutschland sind bereits Testzentren eingerichtet, ansonsten erfolgt die Testung durch Ärzte der Kassenärztlichen Vereinigung. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe hat eineInternetseite eingerichtet, auf der man sich die nächstgelegene Arztpraxis in Westfalen-Lippe anzeigen lassen kann.

Dazu ist keine Bescheinigung vom Kreisgesundheitsamt erforderlich“, unterstreicht Kuhnert. Da ein Test immer nur eine Momentaufnahme darstellt, ist eine Wiederholung des Tests 5 bis 7 Tage nach dem ersten Test sinnvoll. Aber bitte vorher dort anrufen, nicht einfach so in die Praxis gehen“, betont Kuhnert.


Informationen des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen für Einreisende finden Sie hier.


Risikogebiet im Sinne der Verordnung ist ein Staat oder eine Region außerhalb der BRD, für welche zum Zeitpunkt der Einreise in die BRD ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht. Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt durch das Bundesgesundheitsministerium, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat. Maßgeblich sind die Infektionszahlen und die Art des Ausbruchs (lokal begrenzt oder flächendeckend). Die Risikogebiete werden durch das Robert-Koch-Institut hier veröffentlicht.

Die NRW-Verordnung sieht eine ganze Reihe von Ausnahmen vor, z. B. wenn ein ärztliches Zeugnis attestiert, dass der Betreffende negativ aus das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet wurde. Das ärztliche Zeugnis muss auf einer molekularbiologischen Testung auf das Coronavirus SARS-CoV-2 gestützt sein und darf nicht älter als 48 h sein.

Wer aus einem Risikogebiet zurückkommt, und sich nicht unverzüglich in Quarantäne begibt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Daraus kann eine Straftat werden, wenn Quarantänebestimmungen nicht eingehalten und dadurch andere gefährdet oder infiziert werden.

Bußgeldkatalog des Landes NRW

Wer gegen die Corona-Schutzverordnung oder Corona-Einreiseverordnung des Landes NRW verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einem Bußgeldbescheid rechnen. Wie hoch das Bußgeld für den jeweiligen Verstoß ist, kan dem Bußgeldkatalog des Landes entnommen werden. Den Katalog in der ab dem 1. September 2020 gültigen Fassung finden Sie hier.

Kostenlose Tests für Beschäftigte in Schulen und Kindertageseinrichtungen

Alle Beschäftigten an den öffentlichen und privaten Schulen sowie Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen können sich seit Montag, 3. August 2020, kostenlos und freiwillig auf das Coronavirus testen lassen. Weitere Infos finden Sie hier.

Auch hierfür ist keine Bescheinigung des Gesundheitsamtes erforderlich! Allerdings muss beim Arzt ein vom Arbeitgeber ausgestellter Berechtigungsnachweis vorgelegt werden.

Wo kann ich mich generell testen lassen?

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe(KV) hat eineInternetseite eingerichtet, auf der man sich die nächstgelegene Arztpraxis in Westfalen-Lippe anzeigen lassen kann, die Patienten auf das Coronavirus testen.  Einfach Wohnort eingeben, und es werden alle Ärzte in der Nähe angezeigt, die auf eine mögliche COVID-19 Infektion testen.

Alle Praxen, die eine solche Testung vornehmen, verfügen über die nötigen Schutzmaßnahmen und es ist sichergestellt, dass diese Patienten getrennt von nicht coronainfizierten Patienten getestet werden, sagt die KV.  Zur Internetseite mit Standortsuche gelangen Sie hier.

Die komplette Arztliste als pdf-Datei finden Sie hier.

 
 
 

Corona-Warn-App

Corona-Warn-App: Jetzt herunterladen und Corona gemeinsam bekämpfen 
Corona-Warn-App: Jetzt herunterladen und Corona gemeinsam bekämpfen

Die Bundesregierung hat dieCorona-Warn-App an den Start gebracht. Mit der App können Menschen anonym und schnell darüber informiert werden, wenn sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben.

Je mehr Menschen die Corona-Warn-App nutzen, desto schneller können in Zukunft Infektionsketten durchbrochen werden.

 
 
 
 

Alltag gestalten

Jeder kann dazu beitragen, sich und andere zu schützen. Dazu gehört es, die AHA-Formel zu berücksichtigen: Abstand zu wahren, Hygieneregeln zu beachten und – da wo es eng wird – Alltagsmasken zu tragen. Was sollte im Alltag noch beachtet werden? Welche Regelungen gibt es?


Häufige Alltagsfragen:

  • Welche Regelungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie gelten aktuell?
  • Muss ich Lebensmittel oder Verpackungen desinfizieren?
  • Kann ich mich aktuell mit Bekannten und Freunden treffen?

....

Informationen des Bundesministeriums für Gesundheit mit Antworten finden Sie hier.

Die AHA-Formel: Abstand + Hygiene + Alltagsmaske
Foto: Icons erstellt von surang, Freepik und Smashicons für www.flaticon.com
Die AHA-Formel: Abstand + Hygiene + Alltagsmaske
 
 
 

Erlasse und Informationen des Landes Nordrhein-Westfalen

Informieren Sie sich  über neue Regeln, Maßnahmen, Verordnungen und Tipps der Landesregierung.

Die Erlasse des Landes NRW werden von den Ordnungsämtern der Städte und Gemeinden durch Allgemeinverfügungen vor Ort umgesetzt. Zu Fragen, z.B. zu Öffnungszeiten von Restaurants , Zugang zu Einkaufszentren etc., wenden Sie sich daher bitte an das Ordnungsamt Ihres Wohnortes.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Quarantäne

 
 
 
 
 
 
 

Informationen für Gehörlose

Informationen zu Corona für Gehörlose (Foto: iStock.com - Capuski)
Informationen zu Corona für Gehörlose (Foto: iStock.com - Capuski)
 

Informationen in Leichter Sprache

 
 
 

Fremdsprachige Informationen in Leichter Sprache

 
 
 

Informationen über Corona in verschiedenen Sprachen

 
 
 
 

Familien mit Kindern

Kinderzuschlag "Notfall-KIZ"

Das Bundesfamilienministerium hat den Notfall-Kinderzuschlag (KiZ) für Familien, die auf Grund der aktuellen Situation in eine schwierige finanzielle Lage kommen, gestartet. 

Hiermit erhalten Eltern die Möglichkeit bis zu 185 € pro Kind zu beantragen, wenn das monatliche Einkommen nicht ausreicht, um die gesamte Familie zu versorgen.
Auf der Internetseite des Bundesfamilienministeriums können alle relevanten Informationen nachgelesen werden. 

www.arbeitsagentur.de/familie-und-kinder/notfall-kiz

Schulberatungsstelle ist für Sie da!

 
 
 
 

Empfehlungen

Der Hauptübertragungsweg in der Bevölkerung scheint die Tröpfcheninfektion zu sein. Diese Übertragung kann direkt von Mensch zu Mensch erfolgen, wenn virushaltige Tröpfchen an die Schleimhäute der Nase, des Mundes und ggf. des Auges gelangen. Auch eine Übertragung durch Schmierinfektion über die Hände, die mit der Mund- oder Nasenschleimhaut sowie mit der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, ist prinzipiell nicht ausgeschlossen. Außerdem gibt es Hinweise, dass SARS-CoV-2 über Aerosole (in der Luft schwebende Tröpfchenkerne kleiner als 5 Mikrometer) auch im normalen gesellschaftlichen Umgang übertragen werden kann. Eine abschließende Bewertung ist zum jetzigen Zeitpunkt noch schwierig.

(Quelle: Bundesgesundheitsministerium, Stand: 1.7.2020).

Alltag mit weniger Ansteckung und mehr Rücksichtnahme bedeutet auch, die Hygieneregeln zu beachten:

  • in den Ärmel niesen
  • Einmal-Taschentücher nutzen
  • sofort entsorgen
  • gründliches und häufiges Händewaschen mit Seife und Wasser 
  • Abstand zu Erkrankten 

schützen am besten vor einer Ansteckung. Die Hände sind der Hauptübertragungsweg von Krankheits- und Grippeerregern und natürlich auch Coronaviren. Das Paderborner Gesundheitsamt rät deshalb dazu, das Händeschütteln zu meiden. 

Abstand halten auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen oder beim Spaziergang im Park - mindestens 1,5 m.

Alltagsmasken tragen:  Dringend empfohlen wird das Tragen von Alltagsmasken an Orten, an denen es schwer werden kann, den Mindestabstand zu anderen immer einzuhalten. Die Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen, zum Beispiel in Geschäften, in Bus und Bahn, ist einzuhalten.


Verdacht auf Corona-Virus-Infektion und der Hausarzt ist nicht erreichbar:

  • Bei nur leichten Symptomen: selbst isolieren, Zuhause bleiben, Kontakte  vermeiden, Händehygiene einhalten.
  • Wenn die Beschwerden zunehmen: Kassenärztlichen Notdienst unter der 116117 anrufen.
  • Bei lebensbedrohlichen Situationen (z. B.  Atemnot) den Notruf  112 wählen!
 
 
 

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2

Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, nur auf überprüfte Informationen zu vertrauen und sich nicht an Spekulationen zu beteiligen. Der Kreis Paderborn hat auf seinen Seiten alle Infos und links zu gesicherten Informationen des Robert-Koch-Instituts, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und des Bundesgesundheitsministeriums zusammengestellt, die fortlaufend aktualisiert werden.

Das RKI hat die hier häufigsten Fragen und Antworten zum Coronavirus SARS-CoV-2 für Sie zusammengestellt.

Die FAQ Liste wird fortlaufend aktualisiert. Diese finden Sie auch direkt auf den Seiten des RKI: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/gesamt.html

Epidemiologie (Stand: 28.9.2020)

Wie erfasst das RKI die Situation in Deutschland, wie schätzt das RKI die Lage ein und welche Empfehlungen gitbt es für die Fachöffentlichkeit?

Das RKI analysiert fortlaufend verschiedene Datenquellen, um die Lage in Deutschland so genau wie möglich erfassen und einschätzen zu können. Dazu zählen unter anderem die offiziellen Meldedaten, aber auch Informationen aus bereits bestehenden Surveillance-Systemen (z.B. zur Influenza) und aus Projekten und Studien, die im Rahmen der COVID-19-Pandemie - auch in Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen - entstehen. Auch die Anzahl der in Deutschland insgesamt durchgeführten Labortests auf SARS-CoV-2 wird erfasst. Alle Informationen werden bewertet und im täglichen Situationsbericht veröffentlicht.

Darüber hinaus arbeitet das Institut eng mit verschiedenen Behörden und Einrichtungen zusammen - auf internationaler und nationaler Ebene. Auf dieser Basis erstellt das Institut Empfehlungen für die Fachöffentlichkeit, welche Maßnahmen ergriffen werden sollen, um die Gesundheit zu schützen und die Weiterverbreitung des Virus so weit wie möglich zu verlangsamen.

Alle Informationen und Dokumente sind unter www.rki.de/covid-19 abrufbar. Sie werden kontinuierlich an die Lage angepasst. 

Eine Lagebeschreibung und Risikobewertung ist ebenfalls im täglichen Situationsbericht zu finden. Fortlaufend aktualisierte Informationen zum Erreger werden in einem Steckbrief zu COVID-19 zur Verfügung gestellt.

Stand: 16.09.2020

Was versteht man unter der Reproduktionszahl R, und wie wichtig ist sie für die Bewertung der Lage?

Die Reproduktionszahl beschreibt, wie viele Menschen eine infizierte Person im Mittel ansteckt. Sie kann allerdings nicht alleine als Maß für die Wirksamkeit und Notwendigkeit von Maßnahmen herangezogen werden. Wichtig sind außerdem u.a. die absolute Zahl der täglichen Neuinfektionen sowie die Schwere der Erkrankungen. Die absolute Zahl der Neuinfektionen muss klein genug sein, um eine effektive Kontaktpersonennachverfolgung zu ermöglichen und die Kapazitäten von Intensivbetten nicht zu überlasten.

Am Anfang einer Pandemie gibt es den Startwert R0 (auch: Basisreproduktionszahl), der beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter im Mittel ansteckt, wenn die gesamte Bevölkerung empfänglich für das Virus ist (weil es noch keine Immunität in der Bevölkerung gibt), noch kein Impfstoff verfügbar ist und noch keine Infektionsschutzmaßnahmen getroffen wurden.

Bei SARS-CoV-2 liegt R0 zwischen 2,4 und 3,3, das heißt jeder Infizierte steckt im Mittel etwas mehr als zwei bis etwas mehr als drei Personen an. Ohne Gegenmaßnahmen würde die Zahl der Infektionen rasch exponentiell ansteigen und erst stoppen, wenn bis zu 70 % der Bevölkerung eine Infektion bzw. Erkrankung durchgemacht haben, also immun sind und das Virus ihrerseits nicht mehr weiterverbreiten können.

Durch Infektionsschutzmaßnahmen lässt sich die Reproduktionszahl verringern. Man spricht von einer zeitabhängigen Reproduktionszahl R(t). Es gilt:

  • Wenn R größer 1, dann steigende Anzahl täglicher Neuinfektionen,
  • Wenn R gleich 1, dann konstante Anzahl täglicher Neuinfektionen
  • Wenn R unter 1, dann sinkende Anzahl täglicher Neuinfektionen.

Bei SARS-CoV-2 ist das Ziel, die Reproduktionszahl stabil bei unter 1 zu halten. Insbesondere bei niedrigen Fallzahlen kann es durch lokale Ausbrüche zu einem vorübergehenden deutlichen Anstieg der geschätzten Reproduktionszahl kommen (siehe auch die Informationen im täglichen Situationsbericht).

Die Reproduktionszahl lässt sich anhand der dem RKI übermittelten Daten zu den bestätigten Fällen bestimmen. Allerdings liegen diese Daten mit einem gewissen Meldeverzug vor. Um diesen Meldeverzug auszugleichen und aktuelle Werte von R schätzen zu können, wird ein statistisches Verfahren (das sogenannte Nowcasting) vorgeschaltet. Mit Hilfe des Nowcastings kann die Entwicklung der gemeldeten Fallzahlen um den Melde- und Diagnoseverzug korrigiert werden. Dadurch wird prognostiziert, wie viele Fälle mit einem Erkrankungsbeginn bis 4 Tage vor dem Datum der Analyse wahrscheinlich nachgewiesen werden. Dies sind alle bereits gemeldeten Fälle und die erwarteten Nachmeldungen. Die Methode wurde am 9.4.2020 online vorab als Artikel im Epidemiologischen Bulletin 17/2020 veröffentlicht und anschließend zweimal aktualisiert.

Seit dem 14.5.2020 werden im täglichen Situationsbericht zwei R-Werte dargestellt. Zum einen - wie vorher auch - der sensitive R-Wert. Dieser Wert bildet zeitnah den Trend der Anzahl von Neuerkrankungen ab und kann auf mögliche Trendänderungen hinweisen. Er reagiert jedoch empfindlich auf kurzfristige Änderungen der Fallzahlen – wie sie etwa durch einzelne Ausbruchsgeschehen verursacht werden können - was besonders bei insgesamt kleineren Anzahlen von Neuerkrankungen zu verhältnismäßig großen Schwankungen führen kann. Daher gibt das RKI ab dem 14.5.2020 zusätzlich zu diesem sensitiven R-Wert ein weiteres stabileres 7-Tage-R an, das sich auf einen längeren Zeitraum bezieht und daher weniger tagesaktuellen Schwankungen unterliegt. Das 7-Tage-R bildet Trends zuverlässiger ab, bezieht sich dabei jedoch auf ein Infektionsgeschehen, das etwas länger zurückliegt als beim bisherigen sensitiven R-Wert.

Technisch werden beide R-Werte auf der Basis des Nowcasting geschätzt. Das Nowcasting endet am Datum von vor 4 Tagen (für den 14.5.2020 endet das Nowcasting also am 10.5.2020), da noch keine zuverlässige Aussage zur Anzahl der Neuerkrankungen der letzten 3 Tage gemacht werden kann.
Der bisher berichtete sensitive R-Wert kann geschätzt werden durch Verwendung eines gleitenden 4-Tages-Mittels der durch das Nowcasting geschätzten Anzahl von Neuerkrankungen. Er vergleicht dann die geglättete Anzahl eines Tages mit der entsprechenden Anzahl vor 4 Tagen. Die Infektionen zu diesen Neuerkrankungen liegen nochmal 4 bis 6 Tage davor, das heißt also vor 8 bis 13 Tagen. Der bisherige R-Wert, der heute berichtet wird, bildet also das Infektionsgeschehen vor etwa einer bis zwei Wochen ab. Analog dazu wird das 7-Tage-R durch Verwendung eines gleitenden 7-Tages-Mittel der Nowcasting-Kurve geschätzt. Schwankungen werden dadurch stärker ausgeglichen. Das 7-Tage-R vergleicht den 7-Tages-Mittelwert der Neuerkrankungen eines Tages mit dem 7-Tages-Mittelwert 4 Tage zuvor. Die Infektionen zu den Neuerkrankungen liegen 4 bis 6 Tage davor, das heißt also vor 8 bis 16 Tagen. Das 7-Tage-R bildet somit das Infektionsgeschehen vor etwa einer bis etwas mehr als zwei Wochen ab.

Beispiel:

  • (A) Berechnung R-Wert, der am 14. Mai im Lagebericht veröffentlicht wird. Dieser Wert basiert auf der geschätzten Anzahl von Neuerkrankungen bis zum 10. Mai. Er berechnet sich als Summe der Neuerkrankungen zwischen den 4 Tagen vom 7. bis zum 10. Mai geteilt durch die Summe der Neuerkrankungen der 4 Tage vom 3. bis zum 6. Mai. Er bezieht sich damit auf die Neuerkrankungen vom 7. bis zum 10. Mai, die zugehörigen Infektionen liegen eine Inkubationszeit davor und damit 4 bis 6 Tage davor, das heißt also zwischen dem 1. und 6. Mai. Damit liegt das beschriebene Infektionsgeschehen 8 bis 13 Tage vor dem 14. Mai.
  • (B) Berechnung des 7-Tage-R-Werts, der am 14. Mai im Lagebericht veröffentlicht wird. Dieser Wert basiert auf der geschätzten Anzahl von Neuerkrankungen bis zum 10. Mai. Er berechnet sich als Summe der Neuerkrankungen zwischen den 7 Tagen vom 4. bis zum 10. Mai geteilt durch die Summe der Neuerkrankungen der 7 Tage vom 30. April bis zum 6. Mai. Er bezieht sich damit auf die Neuerkrankungen vom 4. bis zum 10. Mai, die zugehörigen Infektionen liegen eine Inkubationszeit davor und damit 4 bis 6 Tage davor, das heißt also zwischen dem 28. April und dem 6. Mai. Damit liegt das beschriebene Infektionsgeschehen 8 bis 16 Tage vor dem 14. Mai.

Der 7-Tage R-Wert bezieht sich also auf ein etwas weiter zurückliegendes Infektionsgeschehen. Dies sollte bei einem Vergleich der beiden R-Werte beachtet werden.
Unter www.rki.de/covid-19-nowcasting werden Beispielrechnungen und beide R-Werte als Excel-Tabelle zur Verfügung gestellt und täglich aktualisiert. Dort ist auch eine ausführliche Erläuterung des stabileren R-Werts zu finden.

Siehe dazu auch die Frage „Wenn R bereits am 22. März unter 1 lag, warum brauchte man dann noch Kontaktbeschränkungen?“

Stand: 28.09.2020

Wird es weitere COVID-19-Wellen in Deutschland geben?

Durch die raschen und umfangreichen Infektionsschutzmaßnahmen und das gute Mitwirken der Bevölkerung ist es gelungen, die erste COVID-19-Welle in Deutschland abzuflachen. Das bedeutet jedoch keinesfalls, dass die Pandemie in Deutschland überstanden ist. Bislang war nur ein kleiner Teil der Menschen hierzulande mit SARS-CoV-2 infiziert und ist – wahrscheinlich und zumindest für eine gewisse Zeit – gegen das Virus immun. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung hat noch immer keinerlei Immunschutz gegen SARS-CoV-2. Es muss damit gerechnet werden, dass die Fallzahlen wieder ansteigen können und es zu einer zweiten COVID-19-Welle kommen kann. Wann eine zweite Welle in Deutschland beginnen könnte und wie stark diese ausfallen würde, lässt sich nicht vorhersagen. Das hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel von möglichen saisonalen Effekten (siehe „Gibt es eine Saisonalität bei SARS-CoV-2?“), der Aufrechterhaltung und Einhaltung von Infektionsschutzmaßnahmen, der Mobilität der Bevölkerung und der schnellen Erkennung von Fällen, Clustern, Ausbrüchen und Kontaktpersonen. Eine wichtige Rolle spielt das individuelle Verhalten (Verhaltensregeln und -empfehlungen zum Schutz vor COVID-19 sind auf den Seiten der BZgA zu finden). Ohne diese Maßnahmen kann sich das Virus unkontrolliert weiterverbreiten und es würde – durch die hohe Infektiosität des Virus und die fehlende Immunität in der Bevölkerung – sehr rasch wieder zu einer exponentiellen Zunahme der Neuinfektionen und zu einer unter Umständen sehr starken zweiten Welle kommen. Auch mehrere nachfolgende Wellen unterschiedlichen Ausmaßes sind theoretisch denkbar.

Stand: 03.07.2020

Welchen Zusammenhang gibt es generell zwischen erhöhten Testzahlen und erhöhten Fallzahlen?

Testen ist essentieller Bestandteil einer umfassenden Pandemie-Bekämpfungs-Strategie: Testen ermöglicht eine schnelle und präzise Erfassung der Zahl und Verteilung von infizierten Personen in Deutschland. Dies ist Grundlage für eine Unterbrechung von Infektionsketten und für einen Schutz vor Überlastung unseres Gesundheitssystems. Die Anzahl der nachgewiesenen SARS-CoV-2 Infektionen hängt generell vom Vorkommen dieser Infektionen in der Bevölkerung, der Teststrategie und der Anzahl der durchgeführten Tests ab.

Eine Ausweitung der Testindikationen (z.B. für Reiserückkehrer) oder eine Erhöhung der Zahl durchgeführter Tests (z.B. im Rahmen von Ausbrüchen oder Studien) kann zu einem Anstieg der Fallzahlen führen, da zuvor unentdeckte Infizierte (auch ohne oder mit nur sehr milden Symptomen) erkannt werden. Das heißt aber nicht, dass umgekehrt die beobachteten steigenden Fallzahlen nur mit dem vermehrten Testaufkommen zu erklären wären, geschweige denn mit einem vermeintlich hohen Anteil an falsch-positiven Ergebnissen der PCR-Testung (für weitere Informationen siehe „Welche Rolle spielen falsch-positive Testergebnisse?“). Es gibt zahlreiche Gründe dafür, weshalb die Fallzahlen derzeit ansteigen: viele kleinere Ausbruchgeschehen in verschiedenen Landkreisen, die mit unterschiedlichen Situationen in Zusammenhang stehen, z.B. größeren Feiern im Familien-und Freundeskreis, Freizeitaktivitäten, an Arbeitsplätzen, aber auch in Gemeinschafts-und Gesundheitseinrichtungen oder bei Reiserückkehrern.

Stand: 17.09.2020

War der anstieg der COVID-19-Fallzaheln in Deutschland von Anfang Juli bis Mitte August 2020 nur auf die erhöhten Testzahlen zurückzuführen?

Nein, die erhöhten Fallzahlen in diesem Zeitraum gehen nicht allein auf eine Ausweitung der Tests zurück.

Testen ist essentieller Bestandteil einer umfassenden Pandemie-Bekämpfungs-Strategie: Testen ermöglicht eine schnelle und präzise Erfassung der Zahl und Verteilung von infizierten Personen in Deutschland. Dies ist Grundlage für eine Unterbrechung von Infektionsketten und für einen Schutz vor Überlastung unseres Gesundheitssystems.

Die Testzahlen können einerseits ansteigen, weil die Teststrategie ausgeweitet wird, also mehr Tests durchgeführt werden. Eine Ausweitung der Tests kann zu einem Anstieg der Fallzahlen beitragen, weil Fälle detektiert werden, die sonst unentdeckt geblieben wären – beispielsweise Fälle ganz ohne Symptome oder mit nur sehr milden Symptomen. Die vorhandenen Infektionen werden dann also vollständiger erfasst.
Andererseits kommt es zu einem Anstieg der Fallzahlen, wenn das Infektionsgeschehen generell zunimmt, u.a. weil es vermehrt zu lokalen Häufungen von Infektionen kommt, u.a. bei Familienfeiern, bei Freizeitaktivitäten, am Arbeitsplatz oder in Gemeinschafts- und Gesundheitseinrichtungen. Naturgemäß wird dann ebenfalls mehr getestet – ohne dass sich die Teststrategie ändert.

Anfang Juni wurde in Deutschland die Nationale Teststrategie beschlossen, siehe„Nationale Teststrategie – wer wird in Deutschland getestet?“. Im Rahmen dieser neuen Teststrategie wurde beschlossen, auch asymptomatische Personen auf SARS-CoV-2 zu testen - wenn diese beispielsweise enge Kontaktpersonen von bestätigten COVID-19 Fällen sind, im Rahmen von Ausbrüchen in Betreuungseinrichtungen oder auch nach Aufenthalt in einem Risikogebiet. Diese Änderung der Teststrategie führte im Zeitraum zwischen Mitte Juni bis Mitte/Ende Juli zu einem sukzessiven Anstieg der Gesamtzahl von Test von etwa 300.000 auf etwa 600.000 pro Woche. Parallel sank die Positivenquote von etwa 1% auf 0,6% (siehe auch „Was bedeutet die Positivenquote?“). Die Fallzahl nach Infektionsschutzgesetz blieb im Bereich von 3.000 bis 5.000 positiven Befunden pro Woche. Bei gleichbleibender Anzahl von Test wäre die Fallzahl also leicht gesunken. Zwischen Mitte Juni und Ende Juli 2020 ist von einem leicht rückläufigen Vorkommen von Infektionen in Deutschland auszugehen. Die Erhöhung der Testzahl führte aber zu dem gewünschten Ergebnis, dass ein größerer Teil an Infektionen nachgewiesen und Folgefälle besser verhindert werden konnten.

Im Zeitraum von Anfang Juli bis Mitte August 2020 kommt nun eine andere Dynamik hinzu: ein realer Anstieg von SARS-CoV-2 Infektionen in Deutschland aufgrund von Einreisenden, die diese Infektion außerhalb von Deutschland erworben haben. Mitte Juni 2020 kam es zu den ersten Grenzöffnungen, seitdem waren Reisen insbesondere in Europa wieder möglich. Der Aufenthalt in Risikogebieten ist mit einem erhöhten Infektionsrisiko verbunden. Gemäß Teststrategie wurden Rück-/Einreisende in Deutschland breit auf SARS-CoV-2 getestet – die Testzahlen stiegen bis Mitte August sukzessive von 600.000 auf rund 1 Million pro Woche an. Trotz dieser Ausweitung stieg auch die Positivenquote in dieser Zeit auf rund 1 % an und stabilisierte sich dort. Durch Rück-/Einreisende aus Risikogebieten stieg die Anzahl an Infektionen in Deutschland also real an. Das zeigen auch die nach Infektionsschutzgesetz übermittelten Fallzahlen: der Anteil der Fälle mit wahrscheinlichem Infektionsort im Ausland stieg zeitweise auf fast 50 % an (siehe Dienstags-Situationsbericht). Da die Testung von Reiserückehren unabhängig vom Auftreten von Symptomen erfolgte, wurden die Infektionen sehr sensitiv erfasst.

Stand: 16.09.2020

Gibt es eine Saisonalität bei SARS-CoV-2?

Ob die Aktivität von SARS-CoV-2 saisonal beeinflusst wird, ist noch offen. Viele Viren, die akute Atemwegserkrankungen verursachen, verbreiten sich im Sommer generell schlechter: Grund dafür sind unter anderem die höheren Temperaturen, die UV-Strahlung, aber auch die Tatsache, dass man weniger Zeit dicht gedrängt in Räumen verbringt. Eine solche Saisonalität wurde bei anderen humanen Coronaviren beobachtet (Schnupfenviren). Ein saisonaler Effekt ist auch bei SARS-CoV-2 denkbar, es ist jedoch offen, wie groß ein solcher Effekt sein würde, da das Virus immer noch auf eine Bevölkerung trifft, die kaum Immunschutz gegen SARS-CoV-2 aufweist.

Stand: 26.05.2020

Fallzahlen und Meldungen (Stand: 16.09.2020)

Wo gibt es die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzen?

Für Deutschland werden die an das RKI übermittelten Fallzahlen nach Bundesland und Landkreisen grafisch in einem Dashboard dargestellt (https://corona.rki.de). Sie sind auch im täglichen Situationsbericht zu finden. Bei der Übermittlung der Fälle von den Gesundheitsämtern über die zuständigen Landesbehörden bis ans RKI kann es zu einem Melde- und Übermittlungsverzug von einigen Tagen kommen.

Weltweite Fallzahlen sind auf denInternetseiten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) abrufbar.

Stand: 16.09.2020

Was ist alles meldepflichtig?

Meldepflichtig sind der Verdacht auf eine Erkrankung, eine Erkrankung und der Tod in Bezug auf COVID-19 bzw. der Nachweis des Erregers SARS-CoV-2, soweit er auf eine akute Infektion hinweist (siehe www.rki.de/covid-19-meldepflicht). Ein direkter Erregernachweis z.B. durch eine PCR, weist in der Regel auf eine akute Infektion hin und sollte daher gemeldet werden. Bei einem indirekten Erregernachweis sollte folgendes beachtet werden: Mit den derzeit am Markt befindlichen serologischen Tests kann bei einmaliger Untersuchung noch nicht ausreichend sicher festgestellt werden, ob eine akute Infektion vorliegt. Sollte im Rahmen einer Untersuchungsserie bei einer Person eine Serokonversion festgestellt werden (Abstand der beiden Tests maximal 30 Tage), kann dies auf eine akute Infektion hinweisen. Der Nachweis von IgM-Antikörpern und der Nachweis von IgG-Antikörpern in getrennten Tests, kann ebenfalls bei entsprechender Beurteilung durch das Labor unter Berücksichtigung der verwendeten Tests, ein Hinweis auf eine akute Infektion sein. Der einmalige Nachweis von IgM lässt nicht sicher auf eine akute Infektion schließen. Die Bewertung, ob der Nachweis auf eine akute Infektion hinweist, muss unter Berücksichtigung der Eigenschaften der jeweils verwendeten Tests, ggf. durchgeführten Voruntersuchungen und anamnestischen Angaben durch das diagnostizierende Labor im Rahmen des laborärztlichen Befundes erfolgen (siehe auch „Wie wird eine Infektion mit SARS-CoV-2 labordiagnostisch nachgewiesen, welche Test gibt es?“).

Die Meldepflicht ermöglicht dem Gesundheitsamt die erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen zu treffen. Die Daten werden am Gesundheitsamt validiert und an die zuständigen Landesbehörden und das RKI übermittelt (siehe „Wie funktioniert der Meldeweg und welche Informationen zu den Erkrankten werden ans RKI übermittelt?“).

Mit Inkrafttreten des Zweiten Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite sollen dem RKI aus Laboren zusätzlich alle Untersuchungsergebnisse auf SARS-CoV-2 (sowohl positiv als auch negativ) nichtnamentlich gemeldet werden. Die Meldepflicht soll elektronisch umgesetzt werden. Die Meldungen müssen erfolgen, sobald die elektronische Lösung (DEMIS) zur Verfügung steht (nähere Informationen unter „Nichtnamentliche Meldepflicht von Untersuchungsergebnissen“. Informationen u.a. zum Status der Implementierung von DEMIS unter www.rki.de/demis).

Stand: 16.09.2020

Wie funktioniert der Meldeweg, was ist alles meldepflichtig und welche Informationen zu den Erkrankten werden ans RKI übermittelt?

Die Ärztin oder der Arzt, der bei einem Patienten den Verdacht auf COVID-19 stellt, muss dies dem Gesundheitsamt gemäß Infektionsschutzgesetz (IfSG) melden (siehe dazu die Empfehlungen zur Meldung von Verdachtsfällen von COVID-19). Auch das Labor, das das neuartige Coronavirus bei einem Menschen nachweist, muss dies dem Gesundheitsamt melden.
Die Meldung muss unverzüglich erfolgen und dem Gesundheitsamt spätestens innerhalb von 24 Stunden vorliegen. Dabei müssen auch Name, Adresse und Kontaktdaten der betroffenen Person dem Gesundheitsamt gemeldet werden, damit das Gesundheitsamt die Person kontaktieren kann und die notwendigen Maßnahmen (z.B. Isolierung der betroffenen Person, Ermittlung von Kontaktpersonen) einleiten kann. Der Meldeweg vom Arzt oder Labor zum Gesundheitsamt läuft derzeit noch routinemäßig per Fax, selten per Telefon oder E-Mail. Dabei nutzen die Labore in der Regel automatisiert aus der Meldesoftware heraus erstellte Faxe. Seit Mitte Juni 2020 haben Labore die Möglichkeit, Erregernachweise von SARS-CoV-2 elektronisch an das zuständige Gesundheitsamt zu melden (erste Ausbaustufe des Deutschen Elektronischen Melde- und Informationssystems für den Infektionsschutz DEMIS).

COVID-19-Fälle, die die Falldefinition des RKI erfüllen, werden vom zuständigen Gesundheitsamt spätestens am nächsten Arbeitstag elektronisch an die zuständige Landesbehörde und von dort spätestens am nächsten Arbeitstag an das RKI übermittelt, allerdings ohne Name, Wohnort und Kontaktdaten der Betroffenen. In der aktuellen Lage übermitteln die meisten Gesundheitsämter früher und häufiger als gesetzlich vorgesehen, meist täglich und auch am Wochenende. Allerdings kann es bei der Übermittlung der Fälle auch zu einem Melde- und Übermittlungsverzug von einigen Tagen kommen.

Dabei können – sofern sie dem Gesundheitsamt vorliegen – auch zusätzliche Informationen übermittelt werden, z.B. Erkrankungsbeginn, Symptome und ob der/die Betroffene ins Krankenhaus oder auf eine Intensivstation eingewiesen worden ist. Die Daten werden vom RKI ausgewertet und dargestellt (siehe Dashboard und Situationsberichte). In vielen Fällen sind diese Informationen aber nicht vollständig, weil diese Informationen zum Zeitpunkt der Meldung noch nicht vorliegen und von den Gesundheitsämtern erst ermittelt werden müssen. Bei COVID-19 kann es vorkommen, dass zunächst mild erkrankte Personen erst einige Tage später schwer erkranken und im Krankenhaus behandelt werden müssen, diese Information zum Verlauf aber den Gesundheitsämtern nicht immer regelmäßig vorliegt. Wenn es in einzelnen Gesundheitsämtern zu einem rasanten Anstieg der Meldungen wegen eines Ausbruchs kommt, kann die Ermittlung der Angaben und Übermittlung der Fälle auch länger dauern, da die Gesundheitsämter dann vor allen Dingen den Ausbruch stoppen müssen. Siehe auch „Wie erfassen Gesundheitsämter Fälle, Ausbrüche und Infektionsumstände?“ und "Wie werden Todesfälle erfasst?".

Stand: 16.09.2020

Wie erfassen Gesundheitsämter Fälle, Ausbrüche und Infektionsumstände

Gesundheitsämter ermitteln nicht nur im Rahmen der Umgebungsuntersuchung Kontaktpersonen, die sich bei dem Fall angesteckt haben könnten, sondern erheben auch, wo sich ein Fall selbst angesteckt haben könnte (Quellensuche). Neu gemeldete COVID-19-Fälle werden hierfür vom Gesundheitsamt eingehend befragt, ob sie innerhalb der 14 Tage vor ihrem Symptombeginn Kontakt zu einem bestätigten Fall hatten und wenn ja, ob sich dieser Kontakt im Haushalt, am Arbeitsplatz oder in einer medizinischen Einrichtung zugetragen hat. Diese Informationen lassen sich nicht immer ermitteln, sie liegen nur für einen Teil der Fälle vor.

Der wahrscheinliche Infektionsort wird ebenfalls erhoben und in die Meldesoftware eingegeben. Die Daten und Entwicklungen werden regelmäßig im Situationsbericht veröffentlicht. Tatsächlich ist es in der Praxis für Gesundheitsämter und Betroffene oft sehr schwer, den exakten Infektionsort zu bestimmen. SARS-CoV-2 ist derzeit weltweit verbreitet. Auch in Deutschland kann man in keiner Region ausschließen, dass dort Übertragungen stattfinden. Die Inkubationszeit ist mit bis zu 14 Tagen sehr variabel und die Symptome beginnen schleichend und sind oft unspezifisch. Übertragungen können auch von Personen ausgehen, die (noch) keine Symptome zeigen. In den 14 Tagen vor Symptombeginn kann sich ein COVID-19 Fall an vielen möglichen Orten und Umständen angesteckt haben. Eine eindeutige Aufklärung der eigenen Infektionsumstände ist daher für sehr viele Einzelfälle nicht möglich. Die Angaben hierzu im Meldewesen sind daher nur mehr oder weniger hohe Wahrscheinlichkeiten, keine Gewissheiten.

Gemäß Infektionsschutzgesetz soll auch übermittelt werden, ob die COVID-19-Fällein einer für den Infektionsschutz relevanten Einrichtung betreut, untergebracht oder tätig sind. Dabei wird zwischen verschiedenen Arten von Einrichtungen unterschieden (z.B. betreut oder tätig in einer Gemeinschaftsteinrichtung, einer medizinischen Einrichtung, einer Gemeinschaftsunterkunft oder tätig in einem lebensmittelverarbeitenden Betrieb). Auch diese Daten erscheinen im Situationsbericht. Da Angaben zu Betreuung, Unterbringung und Tätigkeit bei 25% der Fälle fehlen, sind die Anteile der Fälle mit einer Betreuung, Unterbringung oder Tätigkeit in den einzelnen Einrichtungen als Mindestangaben zu verstehen. Betreuung oder Tätigkeit in einer Einrichtung ist nicht gleichbedeutend mit einem Infektionsort in derselben. Aus den Angaben zur Einrichtung kann also nicht direkt auf den Infektionsort geschlossen werden – die Angaben sollen vielmehr das Gesundheitsamt frühzeitig in die Lage zu versetzen, nach Auftreten des Falls in diesen Einrichtungen Infektionsschutzmaßnahmen zu treffen und z.B. durch Betretungs- oder Tätigkeitsverbote oder auch Schließungen die weitere Verbreitung des Erregers zu verhindern. Bislang kann die Einrichtungsart nicht differenziert werden. Beispielsweise werden derzeit Einrichtungen, die unter § 36 IfSG genannt werden, das sind Pflegeeinrichtungen, Obdachlosenunterkünfte, Asylsuchenden-Unterkünfte und Justizvollzugsanstalten, nur gemeinsam erfasst. Es ist ein Update der Meldesoftware geplant, das eine genauere Differenzierung der Einrichtungen in Kürze möglich machen soll.


Die rechtliche Grundlage für die Übermittlung von mehr Details zu Einzelfällen wurde Ende Mai 2020 geschaffen. Die fachliche und technische Umsetzung dieser Gesetzesänderung ist noch nicht abgeschlossen. Sie ist aufgrund von möglichen Mehrfachangaben und Wahrscheinlichkeiten komplex und muss daher sehr gut vorbereitet werden, damit die Zahlen nachher auch auswertbar sind.

Da eine eindeutige Aufklärung der eigenen Infektionsumstände für sehr viele Einzelfälle nicht möglich ist, ist die Aufarbeitung von COVID-19-Ausbruchsgeschehen umso wichtiger. Die Gesundheitsämter ermitteln im Umfeld von Fällen, ob weitere Fälle auftreten. Können wahrscheinliche Infektionsketten nachvollzogen werden, fassen sie diese als Ausbruchsgeschehen zusammen. Solche Ausbruchsgesehen sollen den Landesbehörden und dem RKI ebenfalls übermittelt werden. Die bisherigen Daten zeigen, dass Ausbrüche in vielfältigen Settings in Deutschland stattfinden und dass daher ein breiter Präventionsansatz mit Beachtung der

AHA-Regeln(Abstand, Hygiene und Alltagsmasken) in allen Lebenswelten essenziell ist, um COVID-19-Ausbrüche zu verhindern. Erste Daten zu Auswertung von Ausbrüchen sind hier abrufbar.

Für die zielgerichtete Prävention von COVID-19-Infektionen und -Ausbrüchen ist es wichtig zu wissen, unter welchen Bedingungen sich Infektionsübertragungen besonders leicht ereignen und Ausbrüche entstehen.

Die Ausweisung von Ausbrüchen dient in erster Linie der Erleichterung der Arbeit im Gesundheitsamt und besseren Zusammenarbeit zwischen beteiligten Gesundheitsämtern. Wie Ausbrüche in den Gesundheitsämtern als solche gekennzeichnet werden, ist sehr unterschiedlich und hängt von den Gegebenheiten vor Ort sowie der Charakteristika der Ausbrüche ab. Manchmal kann es sinnvoll sein, einen größeren Ausbruch in mehrere kleinere Cluster zu unterteilen, sodass die absolute Anzahl der übermittelten Ausbrüche nicht immer aussagekräftig ist.

Auch bei Ausbruchsgeschehen wird erfasst, in welcher Umgebung sie sich ereignen. Dabei kann zwischen Wohnstätten, Übernachtungen, Arbeitsplatz, Ausbildungsstätten, medizinischen Behandlungseinrichtungen, Betreuungseinrichtungen, Freizeit, Speisestätten, Verkehrsmitteln, und sonstigen unterschieden werden. Es sind jeweils weitere Unterteilungen möglich. Allerdings sind auch diese Angaben mit Vorsicht zu interpretieren: Die Zuordnung ist nicht immer eindeutig. Trotz der Vielzahl der Auswahlmöglichkeiten werden nicht alle Settings abgedeckt, in denen es zu Ausbrüchen kommt. Die Gesundheitsämter hatten zudem während der Krisensituation der ersten Welle aufgrund des hohen Aufkommens von Fällen häufig nicht die Kapazität, detaillierte Informationen zu Ausbrüchen zu erheben und zu übermitteln. Im Mittelpunkt stand zu dieser Zeit die Übermittlung der Fälle

Viele Erkenntnisse zu besonderen Übertragungsrisiken werden nicht direkt aus dem Meldewesen- Surveillancedaten gewonnen, sondern aus der aktiven Beteiligung des RKI an Ausbruchsuntersuchungen, beispielsweise in Tirschenreuth.

An einzelnen Ausbruchsgeschehen können Übertragungswege manchmal im Rahmen von Studien genauer nachvollzogen werden

Für weitere Informationen siehe auch „Wie funktioniert der Meldeweg und welche Informationen zu den Erkrankten werden an das RKI übermittelt?“.

Stand: 16.09.2020

Wie werden Todesfälle erfasst?

In der Statistik des RKI werden die COVID-19-Todesfälle gezählt, bei denen ein laborbestätigter Nachweis von SARS-CoV-2 (direkter Erregernachweis) vorliegt und die in Bezug auf diese Infektion verstorben sind. Das Risiko an COVID-19 zu versterben ist bei Personen, bei denen bestimmte Vorerkrankungen bestehen, höher. Daher ist es in der Praxis häufig schwierig zu entscheiden, inwieweit die SARS-CoV-2 Infektion direkt zum Tode beigetragen hat. Sowohl Menschen, die unmittelbar an der Erkrankung verstorben sind („gestorben an“), als auch Personen mit Vorerkrankungen, die mit SARS-CoV-2 infiziert waren und bei denen sich nicht abschließend nachweisen lässt, was die Todesursache war („gestorben mit“) werden derzeit erfasst.

Verstorbene, die zu Lebzeiten nicht auf COVID-19 getestet wurden, aber in Verdacht stehen, an COVID-19 verstorben zu sein, können post mortem auf das Virus untersucht werden.

Darüber hinaus wird in fast allen Bundesländern der vertrauliche Teil der Todesbescheinigung an das Gesundheitsamt gesendet. Dort kann ein Abgleich mit den Meldedaten erfolgen, wenn auf der Todesbescheinigung als Todesursache eine Infektionskrankheit angegeben ist (siehe auch "Was ist beim Umgang mit an COVID-19-Verstorbenen zu beachten?").

Stand: 15.05.2020

Weiß man, wie viele COVID-19-Patienten im Krankenhaus behandelt werden und wie viele genesen sind

Wie viele COVID-19-Fälle aktuell im Krankenhaus behandelt werden, könnte über die Meldedaten erfasst werden. Allerdings wird davon ausgegangen, dass die Daten aktuell nicht immer vollständig vorliegen (siehe "Wie funktioniert der Meldeweg, was ist alles meldepflichtig und welche Informationen zu den Erkrankten werden ans RKI übermittelt?").

Im DIVI-Intensivregister werden u.a. intensivmedizinisch behandelte COVID-19-Patienten erfasst: Das Register stellt dar, wie viele Patienten sich deutschlandweit in intensivmedizinischer Behandlung befinden, wie viele davon beatmet werden, bei wie vielen die Behandlung abgeschlossen wurde und wie viele Patienten gestorben sind. Die Zahlen werden im täglichen Situationsbericht zusammengefasst.

Informationen zu Krankenhausaufenthalten können aber auch über andere Surveillancesysteme des RKI erfasst werden, z.B. durch die Krankenhaussurveillance schwerer akuter respiratorischer Infektionen (ICOSARI). Seit 2015 werden am RKI – zur Bewertung der Grippewelle und anderer schwer verlaufender akuter Atemwegserkrankungen – zusätzlich Informationen aus inzwischen rund 70 Sentinelkrankenhäusern ausgewertet und in den Influenza-Wochenberichten veröffentlicht. Genutzt werden dabei insbesondere Entlassungsdiagnosen von Patienten mit Grippe, Lungenentzündungen und anderen akuten Infektionen der unteren Atemwege.

Daten darüber, ob ein Patient wieder genesen ist, werden nicht offiziell erhoben. Die Erhebung ist auch nicht gesetzlich vorgesehen. Allerdings kann man zumindest bei den Fällen, bei denen die meisten Angaben ermittelt wurden und, die keine schweren Symptome hatten, die nicht in ein Krankenhaus eingewiesen wurden, davon ausgehen, dass sie spätestens nach 14 Tagen wieder genesen sind. Das RKI schätzt die Zahl der Genesenen und stellt sie täglich auf dem RKI-Dashboard (https://corona.rki.de) und im Situationsbericht zur Verfügung.

Stand: 15.05.2020

Warum unterscheiden sich die vom RKI und Johns Hopkins Universität berichteten Angaben zu COVID-19 Fällen in Deutschland?

Das Center for Systems Science and Engineering (CSSE) der Johns Hopkins Universität (JHU) und das RKI beziehen ihre Daten aus unterschiedlichen Quellen, daher sind Abweichungen unvermeidlich.

Die Angaben der JHU basieren auf einer Internetrecherche, bei der verschiedene Quellen berücksichtigt werden (u.a. Behörden, Medienberichte, Social Media). Dadurch liegen die Zahlen zwar schnell vor, lassen jedoch nur begrenzte Schlüsse auf die Entwicklung zu, da nähere Informationen zu den Fällen fehlen und die Berichterstattung der Bezugsquellen nicht einheitlich ist.

Das RKI verwendet für seine Analysen (RKI-Dashboard,Lageberichte) nur die offiziellen, den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) gemeldeten Fälle. Ärzte und Labore melden Informationen zu ärztlichen Diagnosen bzw. Erregernachweisen an die Gesundheitsämter. Diese überprüfen die Informationen, führen sie zusammen und ergänzen fehlenden Angaben durch eigene Ermittlungen. Auf die Weise gesicherte COVID-19-Fälle werden an die zuständigen Landesbehörden und das RKI übermittelt. Dabei kann etwas Zeit vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug), die nach IfSG gemeldeten und übermittelten Daten weisen jedoch eine hohe Qualität auf. Wichtige Informationen zu den Fällen (Erkrankungsbeginn, regionale Verteilung, Alter, Geschlecht, Symptome, Personal in medizinischen Einrichtungen etc.) sind enthalten. Die Daten helfen dabei, Trends zu erfassen. Auch Informationen zu Krankheitsschwere und möglichen Risikofaktoren lassen sich von den Meldedaten ableiten.

Die Zusammenstellung, Validierung und Weitergabe der Informationen nimmt Zeit in Anspruch, sie ist aber dringend notwendig. Weitreichende Entscheidungen für den Infektionsschutz brauchen eine solide, aussagekräftige und qualitätsgeprüfte Datengrundlage.

Siehe auch „Wie funktioniert der Meldeweg, was ist alles meldepflichtig und welche Informationen zu den Erkrankten werden ans RKI übermittelt?“ und die Hinweise zu Meldung und Dashboard unter www.rki.de/covid-19-fallzahlen.

Stand: 18.04.2020

Wie unterscheiden sich die Nachweise mit SARS-CoV-2 aus dem AGI-Sentinel und den Meldedaten nach IfSG?

Bei den SARS-CoV-2-Meldedaten nach IfSG handelt es sich um alle Infektionen in ganz Deutschland, die im Labor bestätigt und an die Gesundheitsämter gemeldet wurden. Diese Zahlen sind die vom RKI täglich publizierten Fallzahlen für Deutschland (siehe auch "Was ist alles meldepflichtig?" und "Wie funktioniert der Meldeweg und welche Informationen zu den Erkrankten werden an das RKI übermittelt?" sowie www.rki.de/covid-19-fallzahlen oder das Dashboard unter corona.rki.de).

Die virologische Surveillance der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) hingegen erfolgt seit vielen Jahren in Zusammenarbeit mit einem kleinen Teil der niedergelassenen Ärzteschaft in Deutschland (gut 100 primärversorgende Arztpraxen). Diese Arztpraxen werden gebeten, wöchentlich von maximal drei ihrer Patienten mit akuten Atemwegserkrankungen Nasen- und Rachenabstriche durchzuführen und an das RKI einzusenden. Somit wird nur eine kleine Stichprobe aus der deutschen Bevölkerung erfasst. Im RKI werden die eingesandten Nasen- und Rachenabstriche aus diesen Sentinelpraxen auf verschiedene respiratorische Erreger untersucht, darunter auf Influenzaviren und seit der 8. KW 2020 auch auf SARS-CoV-2. Ziel ist es, die zirkulierenden respiratorischen Viren zu erfassen und daraus Schlussfolgerungen in Bezug auf die Gesamtbevölkerung zu ziehen. Die Ergebnisse werden wöchentlich auf der AGI-Homepage unter https://influenza.rki.de, aber auch jeden Donnerstag imSituationsbericht des RKI zu COVID-19 veröffentlicht. Da momentan ein vergleichsweise kleiner Teil der Menschen hierzulande mit SARS-CoV-2 infiziert ist, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass ausgerechnet in diesen ca. 100 Sentinelpraxen der AGI ein Patient beprobt wird, der sich mit SARS-CoV-2 infiziert hat. Nur in der Hochphase von COVID-19 im März und April gab es in diesem Rahmen einige wenige Patienten, in deren Atemwegsprobe mit SARS-CoV-2 nachgewiesen werden konnte.

Mit einer weiteren Verbreitung von SARS-CoV-2 in der Bevölkerung steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass SARS-CoV-2 wieder in einer Patientenprobe aus einer der AGI-Sentinelpraxen nachgewiesen wird. Nähere Informationen zur AGI finden Sie auf der Homepage https://influenza.rki.de und in den FAQ unterwww.rki.de/faq-influenza, siehe "Was ist die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI)?" und "Wie wird die Grippe-Aktivität in Deutschland erfasst?".

Stand: 27.08.2020

Klinische Aspekte (Stand: 16.09.2020)

Welche Gruppen sind besonders häufig von einem schweren Verlauf betroffen?

Informationen zu Risikogruppen sind im Steckbrief zu COVID-19 abrufbar, Abschnitt „2. Krankheitsverlauf und demografische Einflüsse“.

Siehe auch Hilfestellung für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf und Prävention und Management von Erkrankungen in Alten- und Pflegeheimen sowie Hinweise für ambulante Pflegedienste.

Stand: 22.04.2020

Ist man nach einer durchgemachten SARS-CoV-2-Infektion immun?

Derzeit gehen Experten davon aus, dass genesene Patienten nur ein geringes Risiko haben, ein zweites Mal an COVID-19 zu erkranken. Erste Studien haben gezeigt, dass Personen nach durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion spezifische Antikörper entwickeln, die das Virus in Labortesten neutralisieren können. Unklar ist jedoch noch, wie robust und dauerhaft dieser Immunstatus aufgebaut wird und ob es möglicherweise von Mensch zu Mensch Unterschiede gibt. Die Erfahrungen mit anderen Coronavirus-Erkrankungen wie SARS und MERS deuten darauf hin, dass ein zumindest partieller Immunstatus bis zu drei Jahre anhalten könnte. Um diesen Aspekt für COVID-19 Erkrankungen genau bewerten zu können, sind serologische Längsschnittstudien erforderlich, die den Immunstatus von Rekonvaleszenten über einen längeren Zeitraum beobachten.

Stand: 22.04.2020

Was ist über COVID-19 bei Schwangeren und Kindern bekannt?

Informationen dazu sind im Steckbrief zu COVID-19 abrufbar, Abschnitt "Schwangere, Kinder und Jugendliche".
Umfangreiche Informationen zu COVID-19 und Schwangerschaft, darunter FAQ und Kreißsaal-Empfehlungen, stellt die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) zur Verfügung.

Auch Kinder und Jugendliche, die die empfohlenen Maßnahmen umsetzen können, sollten einen Abstand von mindestens 1,5 Metern halten, die Hygieneregeln beachten und wo erforderlich eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen (AHA-Regeln, siehe auch“Welchen Vorteil bringt „Abstand halten“ bzw. die Beschränkung sozialer Kontakte?“). Kranke Kinder und Jugendliche sollen zu Hause bleiben, bei Bedarf ärztlich behandelt und bei Verdacht auf das Vorliegen einer COVID-19-Infektion getestet werden.

Stand: 16.09.2020

Ist die Blutgruppe ein Risikofaktor für COVID-19?

Mehrere Studien deuten darauf hin, dass die ABO-Blutgruppe einen Einfluss auf das individuelle Infektionsrisiko mit SARS-CoV-2 haben kann. Dies betrifft sowohl die Wahrscheinlichkeit, sich zu infizieren, als auch die Schwere der Symptome. Die Studien zur Blutgruppe als Risikofaktor für eine COVID-19-Erkrankung zeigen allerdings keine einheitlichen Ergebnisse und werden noch intensiv diskutiert.

Eine große genetische Studie aus Kiel konnte eine Assoziation zwischen dem Gen für die ABO-Blutgruppe einer Person und dem Krankheitsverlauf bei COVID-19-Erkrankungen feststellen: Personen mit der Blutgruppe A hatten in dieser Studie eine höhere Wahrscheinlichkeit, ein Lungenversagen zu entwickeln, Personen mit Blutgruppe 0 waren weniger häufig betroffen. Vermutet wird ein Zusammenhang mit bestimmten genetische Faktoren, die auf den Genen codiert sind, die auch die Blutgruppe bestimmen. Eine Studie aus China stellte fest, dass Personen mit Blutgruppe A eine größere Wahrscheinlichkeit haben, sich mit SARS-CoV-2 zu infizieren, als Personen mit Blutgruppe 0. Allerdings haben Untersuchungen aus den USA deutlich gemacht, dass der Zusammenhang zwischen Blutgruppe und Verlauf einer COVID-19-Erkrankung nicht mehr nachweisbar ist, wenn man andere Erkrankungen oder Risikofaktoren ebenfalls betrachtet. Eine weitere Studie aus der Türkei zeigte, dass die Wahrscheinlichkeit einer Infektion beim Vorliegen der Blutgruppe A erhöht scheint, dass aber bei Infizierten die Blutgruppe keinen Einfluss auf den Verlauf hat. Welche Faktoren im Einzelnen dazu beitragen können, dass die Blutgruppe eine Rolle bei Infektion und Verlauf spielen, ist nicht geklärt. Hier besteht weiter Forschungsbedarf.

Stand: 08.07.2020

Welche Behandlungsmöglichkeiten stehen für das neuartige Coronavirus zur Verfügung?

Nur ein Teil der COVID-19-Erkrankungen verläuft schwer. Im Zentrum der Behandlung der Infektion stehen die optimalen unterstützenden Maßnahmen entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes (z.B. Sauerstoffgabe, Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes, ggf. Antibiotikagabe zur Behandlung von bakteriellen Superinfektionen) sowie die Behandlung von relevanten Grunderkrankungen. Eine spezifische, d.h. gegen das neuartige Coronavirus selbst gerichtete Therapie steht derzeit noch nicht zur Verfügung. Verschiedene spezifische Therapieansätze – darunter experimentelle Wirkstoffe wie Remdesivir, Camostat und bereits zugelassene Medikamente wie Lopinavir/Ritonavir, Favipiravir, Chloroquin/Hydrxychloroquin – werden derzeit im Rahmen von Studien geprüft. Der STAKOB veröffentlicht regelmäßig aktualisierte Hinweise zur Therapie von COVID-19 ebenso wie die verschiedenen Fachgesellschaften.

Informationen zu den von BfArM und PEI genehmigten klinischen Prüfungen finden Sie im Europäischen "Clinical Trials Register" sowie auf der Internetseite des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF).
Weitere Hinweise sind auf den Internetseiten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zu finden.

Stand: 26.05.2020

Infektionsschutzmaßnahmen (Stand: 16.09.2020)

Warum sind bai SARS-CoV-2/COVID-19 solche weitreichenden Maßnahmen erforderlich?

Bei SARS-CoV-2 handelt es sich um ein neuartiges Virus, das ansteckend ist, eine neue, teils schwer verlaufende Krankheit (COVID-19) verursacht und gegen das es keine oder nur begrenzte Immunität in der Bevölkerung gibt. Viele Eigenschaften des Virus sind noch nicht ausreichend bekannt, etwa wie Patienten optimal zu behandeln sind und welche Langzeitfolgen eine Erkrankung hervorrufen kann. Auch jüngere Erwachsene und Personen ohne Vorerkrankungen können schwer erkranken, obwohl das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf mit dem Alter steigt. Auch die mitunter sehr lange Dauer, die manche Patienten künstlich beatmet werden müssen, unterscheidet COVID von anderen akuten Atemwegserkrankungen. Obwohl weltweit an vielen Stellen unter Hochdruck daran gearbeitet wird, steht noch kein Impfstoff für die Bevölkerung zur Verfügung (siehe „Wann wird es einen Impfstoff gegen SARS-CoV-2 geben?“).

Das Virus kann bereits übertragen werden, bevor die Infizierten die Symptome entwickeln oder bei sehr geringer Symptomatik – das macht es schwer, seine Ausbreitung zu kontrollieren. Im Verlauf des bisherigen Pandemiegeschehens kam es immer wieder zu großen Ausbrüchen mit vielen Fällen. Da es auch ein Kennzeichen von COVID ist, dass infektiöse Personen nur geringe Symptome haben können, war das Ausmaß zunächst gar nicht klar. Es kann auch zukünftig zu sogenannten Superspreading-Ereignissen kommen, bei denen sich viele Menschen auf einmal anstecken

Durch drei wichtige Verhaltensregeln konnte die Ausbreitung von COVID nach der Lockerung der Maßnahmen allerdings zunächst gut in Schach gehalten werden: Abstand halten, Hygiene beachten und Alltagsmasken tragen in bestimmten Situationen (AHA-Regeln bzw. siehe dazu auch „Wie kann man sich bzw. seine Mitmenschen vor einer Ansteckung schützen?“).

Weil sich so viele Menschen in Deutschland an diese Regeln gehalten haben, wurde nicht nur die Ausbreitung gebremst, sondern auch die Grippewelle verkürzt: die üblichen Ausbreitungswege für respiratorisch übertragbare Erreger wurden schlagartig verhindert. Nur dank der einschneidenden Maßnahmen und der Einhaltung der Regeln gingen die Zahlen zurück.

Werden keine Maßnahmen ergriffen, kann sich der Erreger schnell ausbreiten. Eine Studie mit Daten von 10.000 hospitalisierten COVID-Patienten in Deutschland zeigt, wie gefährlich es werden kann, wenn man sich mit SARS-CoV-2 infiziert.

Bislang sind in Deutschland über 9000 mit SARS-CoV-2 infizierte Personen gestorben- und das trotz der einschneidenden Gegen-Maßnahmen. Wenn die Fallzahlen wieder erheblich steigen, ist zu befürchten, dass es dann noch zu deutlich mehr Todesfällen kommen wird. Umso wichtiger ist es, dass alle Menschen jeden Alters mithelfen, ein solches Szenario zu verhindern.

In Ländern mit deutlich stärkerem Infektionsgeschehen ist bereits eine massive Übersterblichkeit zu sehen: In Frankreich beispielsweise wird für den Zeitraum vom 1. März bis zum 20. April gegenüber 2019 eine um 27 % erhöhte Sterblichkeit ausgewiesen. Italien berichtet sogar von einer um 49 % erhöhten Sterbefallzahl für den März 2020 im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019. In New York mit seinen knapp 19 Millionen Einwohnern sind innerhalb weniger Wochen über 30.000 Menschen durch Covid-19 gestorben.

Stand: 07.08.2020

Welches Ziel soll mit den vom RKI empfohlenen Infektionsschutzmaßnahmen erreicht werden?

Die Strategie der empfohlenen Maßnahmen wird im Epid Bull 12/2020 und 19/2020 erläutert.

Stand: 18.04.2020

Wie kann man sich bzw. seine Mitmenschen vor Ansteckung schützen?

Umfassende Informationen zu Verhaltensregeln und -empfehlungen zum Schutz vor COVID-19 stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bereit.

Siehe dazu auch die AHA-Regeln: Abstand wahren, auf Hygiene achten und – da wo geboten – eine Alltagsmaske tragen.

Stand: 27.07.2020

Welche Rolle spielen Impfungen und was gilt es beim Impfen zu beachten?

Antworten rund um das Thema Impfungen und COVID-19 finden Sie hier.

Stand: 09.09.2020

Welchen Vorteil bringt Abstand halten bzw. die Beschränkung sozialer Kontakte?

Die Beschränkung sozialer Kontakte soll Übertragungsketten und die Ausbreitung von SARS-Cov-2 in Deutschland verlangsamen. Ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen vermindert das Risiko einer Übertragung von SARS-CoV-2. Siehe auch„Warum sind bei SARS-CoV-2/COVID-19 solche weitreichenden Maßnahmen erforderlich?“.

Stand: 27.07.2020

Was ist beim Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der Öffentlichkeit zu beachten

Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt das generelle Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) in bestimmten Situationen im öffentlichen Raum als einen weiteren Baustein, um Risikogruppen zu schützen und den Infektionsdruck und damit die Ausbreitungsgeschwindigkeit von COVID-19 in der Bevölkerung zu reduzieren. Diese Empfehlung beruht auf Untersuchungen, die belegen, dass ein gewisser Anteil von Übertragungen von SARS-CoV-2 unbemerkt erfolgt, d.h. zu einem Zeitpunkt vor dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen.

Eine teilweise Reduktion der unbemerkten Übertragung von infektiösen Tröpfchen durch das Tragen von MNB könnte auf Populationsebene zu einer weiteren Verlangsamung der Ausbreitung beitragen. Dies betrifft die Übertragung im öffentlichen Raum, wo mehrere Menschen zusammentreffen und sich länger aufhalten (z.B. Arbeitsplatz) oder der physische Abstand von mindestens 1,5 m nicht immer eingehalten werden kann (z.B. Einkaufssituation, öffentliche Verkehrsmittel). Das Tragen von MNB im öffentlichen Raum kann vor allem dann im Sinne einer Reduktion der Übertragungen wirksam werden, wenn möglichst viele Personen eine MNB tragen.

Das Tragen einer MNB trägt dazu bei, andere Personen vor feinen Tröpfchen und Partikeln die man z.B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, zu schützen (Fremdschutz). Wichtig ist hierbei, dass Mund und Nase bedeckt sind. Für diesen Fremdschutz durch MNB gibt es inzwischen erste wissenschaftliche Hinweise. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Fremdschutzwirkung der MNB durch Ausatemventile reduziert wird. MNB mit Ausatemventil sind daher für die hier angestrebte Bestimmung grundsätzlich weniger geeignet. Der Eigenschutz durch MNB ist bisher wissenschaftlich nicht belegt.

MNB bestehen meist aus handelsüblichen, unterschiedlich eng gewebten Baumwollstoffen und entsprechen in ihrer Funktionsweise am ehesten einem medizinischen Mund-Nasen-Schutz (MNS). Sie sind jedoch i.d.R. keine Medizinprodukte und unterliegen nicht entsprechenden Prüfungen oder Normen. Beim Einsatz von MNB ist es essentiell, auf eine hygienisch einwandfreie Handhabung und Pflege zu achten.

Eine Übersicht über die verschiedenen Maskenarten, ihre Eigenschaften und Verwendungszweck sowie Hinweise zur Handhabung und Pflege von Mund-Nasen-Bedeckungen gibt auch das BfArM. Die BZgA stellt ein Infomationen für Bürger zum Thema zur Verfügung.

Der Einsatz von MNB kann andere zentrale Schutzmaßnahmen, wie die (Selbst-)Isolation von Infizierten, die Einhaltung der physischen Distanz von mindestens 1,5 m und von Hustenregeln und Händehygiene, sowie die Notwendigkeit des Lüftens, nicht ersetzen, sondern ergänzt diese. Das situationsbedingte generelle Tragen von MNB (oder von MNS, wenn die Produktionskapazität dies erlaubt) in der Bevölkerung ist ein weiterer Baustein, um Übertragungen zu reduzieren (AHA-Regeln).

Für weitere Informationen siehe auch „Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum als weitere Komponente zur Reduktion der Übertragungen von COVID-19“.

Stand: 07.09.2020

Ist der Einsatz von Visieren anstatt einer Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum sinnvoll?

Die Verwendung von Visieren anstelle von MNB (siehe "Was ist beim Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der Öffentlichkeit zu beachten?") wird derzeit bereits von verschiedenen Herstellern beworben, ohne dass Belege für die Äquivalenz dieser Ersatzmaßnahme vorliegen. Gemäß den Hinweisen des BfArM für Anwender zur Handhabung von „Community-Masken“ (MNB) muss die MNB richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Vorbeiströmen von Luft an den Seiten zu minimieren. Zusätzlich wird darauf hingewiesen, dass fest gewebte Stoffe in diesem Zusammenhang besser geeignet sind als leicht gewebte Stoffe.

Gemäß den Hinweisen des BfArM für Anwender zur Handhabung von "Community-Masken" (MNB) muss die MNB richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Vorbeiströmen von Luft an den Seiten zu minimieren. Zusätzlich wird darauf hingewiesen, dass fest gewebte Stoffe in diesem Zusammenhang besser geeignet sind als leicht gewebte Stoffe.


Durch das Tragen einer MNB können gemäß BfArM die Geschwindigkeit des Atemstroms oder des Speichel-/Schleim-Tröpfchenauswurfs reduziert werden. Visiere dagegen könnten i.d.R. maximal die direkt auf die Scheibe auftretenden Tröpfchen auffangen.

Die Verwendung von Visieren kann daher nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand nicht als Alternative zur MNB angesehen werden. Aktuelle Studien weisen darauf hin, dass die Rückhaltewirkung von Visieren auf ausgestoßene respiratorische Flüssigkeitspartikel deutlich schlechter ist.

Zusätzlich möchten wir auf die Zuständigkeit der Länder bezüglich der konkreten Ausgestaltung der Maßnahmen zur Infektionsprävention hinweisen.

Unbenommen bleibt hiervon der bestimmungsgemäße Einsatz von Visieren in Verbindung mit Atemschutz insbesondere bei aerosolproduzierenden Maßnahmen in Einrichtungen des Gesundheitswesens als Teil der persönlichen Schutzausrüstung.

Stand: 04.09.2020

Welche Rolle spielen Aerosole bei der Übertragung von SARS-CoV-2?

Nach derzeitigen Erkenntnissen erfolgt die Übertragung von SARS-CoV-2 bei direktem Kontakt über z.B. Sprechen, Husten oder Niesen (sieheSteckbrief zu COVID-19 > Übertragungswege). In der Übertragung spielen Tröpfchen wie auch Aerosole (feinste luftgetragene Flüssigkeitspartikel und Tröpfchenkerne, <5µm), die längere Zeit in der Luft schweben können, eine Rolle, wobei der Übergang zwischen den beiden Formen fließend ist. Durch das Einhalten eines Abstands von mehr als 1,5 m kann die Exposition gegenüber Tröpfchen sowie in gewissen Umfang auch Aerosolen verringert werden.

Eine Übertragung von SARS-CoV-2 durch Aerosole ist in bestimmten Situationen über größere Abstände möglich, z.B. wenn viele Personen in nicht ausreichend belüfteten Innenräumen zusammenkommen und es verstärkt zur Produktion und Anreicherung von Aerosolen kommt. Das passiert insbesondere beim Sprechen mit steigender Lautstärke, aber auch beim Singen oder ggf. auch bei sportlicher Aktivität. Inwieweit es hier zur Übertragung kommen kann, ist noch nicht abschließend untersucht, jedoch ist es unter anderem zu Übertragungen von COVID-19 im Zusammenhang mit Chorproben und in einem Fitnesskurs gekommen. Im Rahmen der COVID-19-Pandemie ist es daher ratsam, derartige Situationen zu vermeiden.

Generell können Aerosole durch regelmäßiges Lüften bzw. bei raumlufttechnischen Anlagen durch einen Austausch der Raumluft unter Zufuhr von Frischluft (oder durch eine entsprechende Filtrierung) in Innenräumen abgereichert werden. Übertragungen von SARS-CoV-2 im Freien über Distanzen von mehr als 1,5 m sind bisher nicht beschrieben. Das Einhalten eines Abstands von mindestens 1,5 m wird auch im Freien empfohlen, um eine direkte Exposition gegenüber Tröpfchen und Aerosolen zu minimieren.

Umfangreiche Informationen und Hinweise zur Lüftung und zu zentralen Lüftungs- und Klimaanlagen zur Reduktion von Aerosolen in Innenräumen gibt die mit dem RKI abgestimmte Stellungnahme der Innenraumlufthygiene-Kommission des Umweltbundesamtes.

Stand: 13.08.2020

Wenn die Reproduktionszahl R bereits am 22. März unter 1 lag, warum brauchte man dann noch Kontaktbeschränkungen?

Die Reproduktionszahl beschreibt, wie viele Menschen eine infizierte Person im Mittel ansteckt (siehe auch ""). Die Reproduktionszahl kann nicht alleine als Maß für Wirksamkeit/Notwendigkeit von Maßnahmen herangezogen werden. Wichtig sind außerdem u.a. die absolute Zahl der täglichen Neuinfektionen – sie muss klein genug sein, um effektive Kontaktpersonennachverfolgung zu ermöglichen und Kapazitäten von Intensivbetten nicht zu überlasten - sowie die Schwere der Erkrankungen.

Die Tatsache, dass die Reproduktionszahl seit Anfang März unter der Basisreproduktionszahl (R0) zwischen 2,4 und 3,3 liegt, ist eine Konsequenz der Maßnahmen, die zur Eindämmung des Virus getroffen wurden. Wichtige Meilensteine sind hierbei die Absage großer Veranstaltungen (> 1.000 Teilnehmer) in verschiedenen Bundesländern vom 9. März, die Bund-Länder-Vereinbarung vom 16. März sowie die Einführung eines bundesweiten Kontaktverbots vom 23. März. Die verschiedenen Maßnahmen ergänzen und verstärken sich gegenseitig.

Die Maßnahmen vor dem 23. März führten zu einem Rückgang der Reproduktionszahl zu Werten nahe 1 seit dem 19. März. Am 22. März lag die Reproduktionszahl erstmals unter 1. Die Einführung des bundesweit umfangreichen Kontaktverbots führte dazu, dass die Reproduktionszahl auf einem Niveau unter 1/nahe 1 gehalten werden konnte. .

Die Tatsache, dass die Anzahl der Neuerkrankung nach dem 23. März zunächst stagniert und nicht weiter sinkt ist u.a. dadurch zu erklären, dass sich das Kontaktverbot nur auf Kontakte außerhalb geschlossener Settings wie Haushalte oder Altenheim bezieht. Das heißt, dass auch nach dem 23. März innerhalb dieser Settings noch Übertragungen stattgefunden haben. Es ist davon auszugehen, dass die Reproduktionszahl ohne das Kontaktverbot wieder angestiegen und sich der Basisreproduktionszahl angenähert hätte. Genau hier setzt das bundesweite Kontaktverbot an: Durch die Kontaktreduktion im öffentlichen Raum wird der "link" zwischen den unterschiedlichen Settings entfernt, so dass die einzelnen Geschehen in sich beschränkt bleiben. Nach dem 4. April kommt es dann zu einem weiteren deutlichen Rückgang der Anzahl von Neuerkrankungen.

Bezogen auf die Notwendigkeit der Aufrechterhaltung von Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ist zu betonen, dass noch immer von keiner nennenswerten Immunität in der Bevölkerung auszugehen ist. Eine unkontrollierte Lockerung der Maßnahmen und eine Rückkehr zu „prä-Pandemie-Verhalten“ würde somit zu einem erneuten Anstieg der täglichen Fallzahlen und einer Annäherung der effektiven Reproduktionszahl an die Basisreproduktionszahl führen.


Stand: 22.04.2020

Was versteht man unter Kontaktpersonennachverfolgung, wie wird diese durchgeführt und welchen Zweck hat eine Quarantäne/häusliche Absonderung?

Eine Ausbreitung von SARS-CoV-2 in Deutschland soll so weit wie möglich verlangsamt und Krankheitsfälle verhindert werden. Hierfür ist es notwendig, die Kontaktpersonen von labordiagnostisch bestätigten Infektionsfällen zu identifizieren und – je nach individuellem Infektionsrisiko – ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Inkubationszeit (14 Tage) zu beobachten, enge Kontaktpersonen müssen in häusliche Quarantäne.

Asymptomatische, enge Kontaktpersonen sollten zur frühzeitigen Erkennung prä- oder asymptomatischer Infektionen getestet werden. Die Tests sollten so früh wie möglich an Tag 1 der Ermittlung erfolgen, um mögliche Kontakte der positiven asymptomatischen Kontaktpersonen rechtzeitig zu quarantänisieren. Außerdem sollte zusätzlich 5-7 Tage nach der Erstexposition getestet werden, da dann ein Erregernachweis am wahrscheinlichsten ist. Ein negatives Testergebnis ersetzt jedoch nicht die (Selbst-)Beobachtung auf Symptome, auch die Quarantänezeit wird durch ein negatives Testergebnis nicht verkürzt. Zum Management von Kontaktpersonen gibt das RKI umfangreiche Empfehlungen.

Die bisweilen sehr zeitaufwändige Ermittlung und Beobachtung der Kontaktpersonen ist Aufgabe des zuständigen Gesundheitsamts. Das Gesundheitsamt legt im Einzelfall auch das konkrete Vorgehen für Kontaktpersonen fest. Die Empfehlungen des RKI können durch das zuständige Gesundheitsamt unter Berücksichtigung der angestrebten Schutzziele an die Situation vor Ort angepasst werden. Das Isolieren von Erkrankten und die Nachverfolgung von Kontaktpersonen ist seit Beginn des Corona-Geschehens in Deutschland eine zentrale Säule der Bekämpfungsstrategie (siehe auch die Beiträge auf der Covid-Seite unter „Strategie und Krisenpläne“).

Um Gesundheitsämter bei der Kontaktenachverfolgung zu unterstützen hat das Robert Koch-Institut im Frühjahr 2020 rund 500 so genannte Containment Scouts ausgebildet (siehe Frage „Was ist ein Containment Scout?“).

Stand: 03.06.2020

Was versteht man unter Isolierung, was unter Quarantäne?

Eine Isolierung oder Quarantäne soll durch Reduktion von Kontakten zu anderen Personen die Verbreitung eines Krankheitserregers, z.B. des SARS-CoV-2 Virus, verhindern.
Die Isolierung ist eine behördlich angeordnete Maßnahme bei Patienten mit bestätigter SARS-CoV-2 Infektion. Sie kann je nach Schweregrad der Erkrankung sowohl häuslich (sieheFlyer für Patienten und Angehörige) als auch stationär erfolgen. Die Entlassung aus der Isolierung erfolgt nach bestimmten Kriterien, i.d.R. wenn von einer Weiterverbreitung nicht mehr auszugehen ist.
Die Quarantäne ist eine zeitlich befristete Absonderung von ansteckungsverdächtigen Personen oder von Personen, die möglicherweise das Virus ausscheiden. Dabei handelt es sich meist um Kontaktpersonen von Erkrankten sowie um Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Die Quarantäne kann sowohl behördlich angeordnet sein als auch freiwillig erfolgen (siehe auch das Merkblatt für häusliche Quarantäne).

Stand: 07.09.2020

Wie funktioniert die Corona Warn-App?

Seit dem 16.06.2020 ist die deutsche Corona-Warn-App verfügbar. Die App wird vom Robert Koch-Institut für die Bundesregierung herausgegeben. Ein zentraler Bestandteil der Bekämpfung jeder Pandemie ist das Unterbrechen der Infektionsketten. Die Corona-Warn-App kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten und die zentrale Arbeit der Gesundheitsämter beim Nachverfolgen der Kontakte unterstützen. Das RKI nimmt bei der Corona-Warn-App eine Doppelrolle ein: Es leistet einen fachlichen Beitrag bei der Ausgestaltung der App und ist als Herausgeber auch dafür verantwortlich, die Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit sorgfältig zu prüfen.

Weitere Informationen, darunter Antworten auf häufig gestellte Fragen und aktuelle Kennzahlen der App (z.B. Downloadzahlen) sind unter www.rki.de/covid-19-warnapp und www.coronawarn.app/de abrufbar.


Stand: 16.09.2020

Wann muss man in behördlich angeordnete Quarantäne?

Eine Quarantäne wird dann behördlich angeordnet, wenn ein hohes Risiko besteht, dass man sich angesteckt hat:

  • wenn man innerhalb der letzten zwei Wochen engen Kontakt zu einem Erkrankten mit einer laborbestätigten COVID-19-Diagnose hatte. Ein enger Kontakt bedeutet entweder, dass man mindestens 15 Minuten mit dem Erkrankten gesprochen hat bzw. angehustet oder angeniest worden ist, während dieser ansteckend gewesen ist.

  • immer, wenn das Gesundheitsamt dies anordnet.


Bei medizinischem Personal gibt es die Möglichkeit, die Empfehlungen bei Personalmangel anzupassen, siehe

Optionen zum Management von Kontaktpersonen unter medizinischem Personal bei Personalmangel.

Wenn man beispielsweise in den letzten zwei Wochen nur im gleichen Raum mit einem COVID-19-Erkrankten war und keinen engen Kontakt hatte, wird keine Quarantäne angeordnet, da dann ein geringeres Ansteckungsrisiko besteht. Wer mit Menschen mit Vorerkrankungen arbeitet (Krankenhaus, Altenpflege etc.), sollte aber in jedem Fall seinen Arbeitgeber informieren. Und für alle gilt: tägliche Selbstkontrolle auf Krankheitszeichen.

Wer Kontakt zu einer Person in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis hatte, die wiederum Kontakt zu einem im Labor bestätigten COVID-19-Patienten hatte, aber völlig gesund ist, muss ebenfalls nicht in Quarantäne. In diesem Fall ist man keine Kontaktperson, hat kein erhöhtes Risiko für eine COVID-19-Erkrankung und kann auch niemanden anstecken.

Stand: 15.05.2020

Was ist ein Containment Scout?

Um Infektionsketten zu unterbrechen und eine weitere Ausbreitung von SARS-CoV-2 zu verhindern, ist es essentiell, Kontaktpersonen von bestätigten COVID-19-Fällen zu ermitteln und nachzuverfolgen (siehe „Was versteht man unter Kontaktpersonennachverfolgung, wie wird diese durchgeführt und welchen Zweck hat eine Quarantäne/häusliche Absonderung?"). Für diese personal- und zeitaufwändige Aufgabe ist das Gesundheitsamt vor Ort zuständig.

Um Gesundheitsämter dabei zu unterstützen, hat das Bundesverwaltungsamt im Auftrag des Robert Koch-Instituts ab Frühjahr 2020 rund 500 so genannte Containment Scouts eingestellt. Das sind in der Regel Studierende der Medizin oder anderer Gesundheitswissenschaften, die – nach erfolgreicher Bewerbung – zunächst durch RKI-Materialien geschult werden (u. a. Einführung in die Infektionsepidemiologie und Ausbruchsuntersuchung, Umgang mit Meldesystem und Datenbanken), dann vor Ort in den Gesundheitsämtern arbeiten und insbesondere dabei helfen sollen, Kontaktpersonen schneller und effektiver nachzuverfolgen. Die konkrete Aufgabenverteilung obliegt jedoch den Gesundheitsämtern.

Im April 2020 haben die ersten Scouts ihren Dienst vor Ort angetreten. Seit Ende Mai 2020 sind fast alle der rund 500 Scouts im Einsatz. Sie sind nach einem bestimmten Schlüssel auf die Bundesländer verteilt worden. Zusätzlich zu diesen lokalen Containment Scouts wurden 20 mobile Scouts eingestellt, die – bei Bedarf und unter Koordination des RKI - bundesweit überlastete Gesundheitsämter für jeweils zwei bis drei Wochen unterstützen können.

Nach einer erfolgreichen ersten Projektphase wurde die Containment-Scout-Initiative um weitere 6 Monate bis Frühjahr 2021 verlängert.

Stand: 16.09.2020

Wie geht man bei Ausbruchsuntersuchungen vor?

COVID-19-Ausbrüche wurden bislang unter anderem in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern, fleischverarbeitenden Betrieben, Gemeinschaftsunterkünften (z.B. Asylsuchendenunterkünften) und in Kirchensettings beobachtet. Ausbruchsgeschehen werden durch das zuständige Gesundheitsamt untersucht, bei Bedarf unterstützt durch die oberen Landesbehörden oder das Robert Koch-Institut.

Ausbruchsgeschehen müssen so rasch wie möglich erkannt werden, damit sie durch Infektionsschutzmaßnahmen unter Kontrolle gebracht und weitere Ansteckungen bestenfalls verhindert werden können. Die Gesundheitsämter suchen daher gezielt Erkrankungsfälle im Umfeld von Erkrankten (aktive Fallfindung), um sie so früh wie möglich zu identifizieren und Infektionsketten zu unterbrechen, aber auch, um das Ausmaß des Infektionsgeschehens abzuschätzen. Im Rahmen von SARS-CoV-2-Ausbrüchen ist es wichtig, auch asymptomatische Personen auf SARS-CoV-2 zu testen: Nicht jeder Infizierte entwickelt Symptome, bzw. Infizierte, die (noch) keine Symptome zeigen, können das Virus aber bereits ausscheiden. Gerade in Settings wie Alten- oder Pflegeheimen oder in Krankenhäusern, in denen potentiell viele Risikopersonen gefährdet sind, sollten im Rahmen von Ausbruchsgeschehen gezielt asymptomatische Personen getestet werden (inkl. Personal). Darüber hinaus müssen alle Daten systematisch erfasst werden, um Zusammenhänge zu erkennen, Infektionsketten nachzuvollziehen und geeignete Infektionsschutzmaßnahmen (z.B. Isolierung Erkrankter und Quarantäne enger Kontaktpersonen) zu ergreifen.

Das Robert Koch-Institut stellt einen Leitfaden zum Vorgehen bei Häufungen von COVID-19 für den öffentlichen Gesundheitsdienst zur Verfügung. Für das Management von Ausbrüchen in Altenheimen und medizinischen Einrichtungen gibt es spezielle Empfehlungen. Für die aktive Fallfindung stellt das RKI eine Infografik bereit.

Stand: 03.06.2020

Wie sind Schulschließungen als antiepidemische Maßnahme zu bewerten? Welche Faktoren sind bei der Wiedereröffnung von Bildungseinrichtungen zu berücksichtigen?

 Zum Thema Schulschließungen hat das RKI eine Stellungnahme im Epidemiologischen Bulletin 12/2020 veröffentlicht. Überlegungen, Entscheidungsgrundlagen und Voraussetzungen zu Wiedereröffnung von Bildungseinrichtungen sind im Epidemiologischen Bulletin 19/2020 zu finden.

Stand: 27.04.2020

Was ist beim Umgang mit an COVID-19-Verstorbenen zu beachten?

Die innere Leichenschau kann wertvolle Erkenntnisse liefern, die zum Verständnis der COVID-19-Erkrankung beitragen. Sie kann aber auch nicht in allen Fällen abschließende Gewissheit geben.

Der Umgang mit infektiösen Verstorbenen ist in den Seuchen- und Infektionsalarmplänen, den Bestattungsgesetzen der Bundesländer und der Information 214-021 der Deutschen Gesetzliche Unfallversicherung „Biologische Arbeitsstoffe beim Umgang mit Verstorbenen“ geregelt .

Das RKI hat "Empfehlungen zu Schutzmaßnahmen, die beim Umgang mit SARS-CoV-2-infizierten Verstorbenen zu beachten sind" veröffentlicht. Diese Empfehlungen richten sich an Ärztinnen/Ärzte, die eine äußere Leichenschau vornehmen und an sonstiges medizinisches Personal sowie Bestatter.

Weitere Informationen zum Umgang mit SARS-CoV-2-infizierten Verstorbenen finden Sie in den entsprechenden Hinweisen des European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC).

Stand: 15.05.2020

Was müssen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer während der COVID-19-Pandemie beachten, welche Verpflichtungen haben Arbeitgeber?

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Rechte und Pflichten bei der Arbeit sind beim zuständigenBundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) zu finden. Das BMAS gibt auch arbeitsmedizinische Empfehlungen zum Umgang mit aufgrund der SARS-CoV-2-Epidemie besonders schutzbedürftigen Beschäftigten. Auch das Bundesamt für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit (BAuA) stellt Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Verfügung.

Stand: 27.07.2020

Was ist bei Reisen zu beachten?

Informationen für Reisende u.a. in Risikogebiete gibt die Bundesregierung.

Die Einstufung eines Landes als Risikogebiet erfolgt durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Das RKI veröffentlicht die aktuelle Liste unter www.rki.de/covid-19-risikogebiete.

Für Einreisende in die Bundesrepublik Deutschland, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb der letzten 14 Tage vor Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, besteht eine Pflicht zur unverzüglichen Absonderung gemäß den Quarantäne-Verordnungen der jeweiligen Bundesländer (siehe auch die Informationen für Reisende).

Für weitere Informationen diesbezüglich siehe das Schreiben des BMG für Reisende sowie dieFAQ des BMG zum Thema.

Gesundheitsempfehlungen bei Auslandsreisen werden vom Auswärtige Amt gegeben. Dieses hat eine Reisewarnung für nicht notwendige, touristische Reisen in Staaten außerhalb der EU/Schengen-Gebiete und teilweise auch einige Staaten/Regionen innerhalb der EU ausgesprochen. Das Robert Koch-Institut gibt hier keine Empfehlungen und bietet keine reisemedizinische Beratung an.

Stand: 16.09.2020

Besteht die Gefahr, sich über importierte Lebensmittel, Oberflächen oder Gegenstände mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) anzustecken?

Fragen zu Übertragungsrisiken durch Lebensmittel und Gegenstände beantwortet das Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), für das Thema Arbeitsschutz ist die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) verantwortlich. Das RKI hat keine Aufgaben in dem Bereich.

Stand: 18.03.2020

Welche Empfehlungen gibt es für den Umgang mit Haustieren?

Empfehlungen zum Umgang mit Haustieren und Antworten auf häufig gestellte Fragen gibt das Friedrich-Löffler-Institut.
Stand: 27.04.2020

Diagnostik (Stand: 16.09.2020)

Wie wird eine Infektion mit SARS-CoV-2 labordiagnostisch nachgewiesen, welche Tests gibt es?

Die Feststellung einer akuten Infektion mit dem SARS-CoV-2 erfolgt mittels direktem Erregernachweis (z.B. Genomnachweis mittels PCR, Antigennachweise, Virusisolierung):

PCR-Test: Das Virusgenom wird über hoch-sensitive, molekulare Testsysteme nachgewiesen (real-time PCR). Die reine Testzeit beträgt etwa 4 bis 5 Stunden. Die Zeit zwischen Probenentnahme und Ergebnismitteilung kann ein bis zwei Tage betragen, je nach Probenaufkommen kann die Ergebnismitteilung länger dauern.

In der frühen Phase sind Abstriche aus den oberen Atemwegen als Probenmaterial besonders geeignet (Rachenabstriche bzw. Nasopharyngealabstriche). In späteren Phasen können außerdem Sekrete aus den unteren Atemwegen (z.B. Sputumproben) zur Untersuchung genutzt werden. In Einzelfällen konnte virales Erbmaterial bis zum Tag 42 nach Symptombeginn nachgewiesen werden. Der Nachweis von SARS-CoV-2 ist auch im Stuhl und seltener im Blut möglich; zur Wertung der Aussagekraft dieser Nachweise fehlen umfassende Untersuchungen.

Antigen-Test: Ein Test, der innerhalb von wenigen Minuten eine akute Infektion mit SARS-CoV-2 aus einem Rachenabstrich identifizieren soll. Allerdings weisen bisherige Testverfahren eine Infektion lange nicht so zuverlässig nach wie ein PCR-Test.

Virusanzucht: Für Forschungszwecke spielt die Virusanzucht aus Patientenmaterialien in Zellkultursystemen eine große Rolle, da sie zur Einschätzung der Infektiosität des Patienten herangezogen werden kann. Die Virusanzucht setzt sowohl eine besondere Expertise als auch dafür ausgelegte Labore voraus (in Deutschland ein Labor der Sicherheitsstufe 3). In publizierten Forschungsstudien konnte infektiöses Virus aus Abstrichen bis Tagen 8-9 nach Symptombeginn angezüchtet werden.

Indirekte Nachweise erfassen die Reaktion des Körpers auf die Infektion (Immunsystem, z.B. Bildung von Antikörpern, Entzündungsreaktionen):

Antikörper-Test: Ein Test auf SARS-CoV-2-spezifische Antikörper im Blut/Serum ist derzeit insbesondere für epidemiologische Fragestellungen zur Klärung der Verbreitung des Virus sinnvoll. Zwischen Beginn der Symptomatik und der Nachweisbarkeit spezifischer Antikörper vergehen ca. ein bis zwei Wochen (in Einzelfällen auch mehr). SARS-CoV-2 spezifische Antikörper können sowohl während der akuten Infektionsphase als auch nach Abklingen von Symptomen bzw. Eliminierung des Virus aus dem Körper nachgewiesen werden. Antikörperteste sind daher zur Feststellung einer aktuellen Infektion nicht geeignet, können aber die Diagnostik ergänzen, insbesondere, wenn zwei aufeinanderfolgende Blutproben untersucht werden und Antikörperverläufe (IgM, IgA, IgG) analysiert werden. Die vorliegenden Validierungsdaten von Antikörpernachweisen reichen noch nicht aus, um einen einmaligen IgM-Nachweis zur Feststellung einer aktuellen Infektion als ausreichend betrachten zu können. Bei negativer PCR und fortbestehendem klinischem Verdacht kann der Nachweis einer Serokonversion für die Feststellung einer stattgefundenen Infektion hilfreich sein.

Bildgebende Diagnostik: Zur Ergänzung der molekularen Diagnostik sollte bei schweren Krankheitsverläufen auch eine radiologische/bildgebende Diagnostik der Atemwege erfolgen.

Tests zur Detektion einer Infektion mit SARS-CoV-2 sowie zum Nachweis von Antikörpern gehören zu den sog. In-vitro-Diagnostika (IVD). Das erstmalige Inverkehrbringen von IVD auf dem deutschen Markt ist nach dem Medizinproduktegesetz (MPG) anzeigepflichtig. Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) betreibt dafür die Datenbank "In-vitro-Diagnostika-Anzeigen (MPIVDA)", in welcher auch Daten von Corona-Tests erfasst werden.

Stand: 22.05.2020

Wann sollte ein Arzt eine Laboruntersuchung auf SARS-CoV-2 veranlassen?

Allgemein empfiehlt das RKI eine niederschwellige Testung aller Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung. Konkret wird eine labordiagnostische Untersuchung empfohlen, wenn eines der folgenden Kriterien erfüllt ist:

  • Akute respiratorische Symptome jeder Schwere und/oder Verlust von Geruchs-/Geschmackssinn bei ALLEN Patienten unabhängig von Risikofaktoren
  • Kontakt zu laborbestätigtem COVID-19-Fall bis max. 14 Tage vor Erkrankungsbeginn UND jegliche mit COVID-19 vereinbare Symptome (sieheSteckbrief zu COVID-19)
  • Klinische oder radiologische Hinweise auf eine virale Pneumonie UND Zusammenhang mit einer Häufung von Pneumonien in einer Pflegeeinrichtung/Krankenhaus

Diese Kriterien werden an die aktuelle Situation in Deutschland angepasst. Das RKI hat einFlussschema erstellt, das Ärztinnen und Ärzten Hilfestellungen für die Verdachtsabklärung, zu ergreifende Schutzmaßnahmen und Veranlassung einer Diagnostik auf SARS-CoV-2 gibt.

Zur Testindikation siehe Hinweise zur Testung von Patienten auf Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 sowie die Nationale Teststrategie für Deutschland.

Stand: 03.07.2020

Wie wird die Anzahl an Labortests in Deutschland erfasst?

In Deutschland gibt es eine große Anzahl an Laboren, die den PCR-Nachweis auf eine akute SARS-CoV-2-Infektion anbieten und durchführen können. Die Anzahl der durchgeführten Tests wird in Deutschland jedoch nicht zentral erfasst. Eine Meldepflicht ist kürzlich in Kraft getreten und wird innerhalb weniger Wochen elektronisch umgesetzt werden (nähere Informationen unter „Nichtnamentliche Meldepflicht von Untersuchungsergebnissen“.  Informationen u.a. zum Status der Implementierung von DEMIS unter www.rki.de/demis).

Die Anzahl der durchgeführten Tests – sowohl der negativen wie auch der positiven – ist zentral, um zu erkennen, ob z.B. ein Anstieg der Fallzahlen auf vermehrtes Testen zurückgeführt werden kann oder ob tatsächlich mehr Fälle auftreten. Deshalb führt das RKI die Daten von Universitätskliniken, Forschungseinrichtungen und klinischen und ambulanten Laboren zusammen-insgesamt mehr als 200 Teilnehmer. Die Zahl der durchgeführten Tests in Deutschland wird immer Mittwochs  im Situationsbericht veröffentlicht (siehe Erfassung der SARS-CoV-2 Testzahlen in Deutschland).

Stand: 16.09.2020

Was bedeutet die Positivenquote?

Die Positivenquote bezeichnet den Anteil der positiven Befunde (Nachweis einer akuten SARS-CoV-2-Infektion) an der Gesamtzahl der durchgeführten Tests. Eine niedrige Quote zeigt, dass sehr sensitiv getestet wird und auch Personen mit leichten Symptomen erfasst werden. Die Positivenquote ist also ein Maßstab für die Breite der Teststrategie.

Wichtig ist: es handelt sich bei den Tests nicht (!) um eine repräsentative Stichprobe der Bevölkerung. Würde eine repräsentative Stichprobe getestet, so würde mit steigender Gesamtzahl der durchgeführten Tests auch die Zahl der positiven Befunde in gleichem Maße ansteigen – die Positivenquote bliebe konstant. Die Teststrategie hat aber das Ziel, Infektionen zu erkennen, Infektionsketten zu unterbrechen und die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen: Fälle mit stärkeren Symptomen oder eindeutigerem Kontakt zu bereits bestätigten COVID-19-Fällen werden eher getestet als andere. Wird diese Strategie nun in Richtung auf sensitiveres Testung verändert, so dass beispielsweise auch asymptomatische Personen im Umfeld von bestätigten COVID-19 Fällen getestet werden, kommt es typischerweise zu einer sinkenden Positivenquote. Das heißt, es wird zwar ein größerer Anteil der Infektionen nachgewiesen, die Menge der zu testenden Personen steigt aber stärker als die Zahl der positiven Befunde.

Stand: 16.09.2020

Welche Rolle spielen falsch-positive Testergebnisse?

Es wird häufiger angeführt, dass durch vermehrte ungezielte Testungen der Anteil falsch positiver Befunde zunimmt. Generell wird die Richtigkeit des Ergebnisses von diagnostischen Tests neben deren Qualitätsmerkmalen und der Qualität von Probennahme, Transport, Durchführung und Befundung auch von der Verbreitung einer Erkrankung/eines Erregers in der Bevölkerung beeinflusst (positiver und negativer Vorhersagewert). Je seltener eine Erkrankung ist und je ungezielter getestet wird, umso höher sind die Anforderungen an die Sensitivität (= die Empfindlichkeit) und die Spezifität (die Zielgenauigkeit des Tests, also wie wahrscheinlich es ist, dass nur der gesuchte Erreger sicher erkannt wird) der zur Anwendung kommenden Tests.

Ein falsch-positives Testergebnis bedeutet, dass eine Person ein positives Testergebnis bekommt, obwohl keine Infektion mit SARS-CoV-2 vorliegt. Aufgrund des Funktionsprinzips von PCR-Tests und hohen Qualitätsanforderungen liegt die analytische Spezi¬fität bei korrekter Durchführung und Bewertung bei nahezu 100%.
Im Rahmen von qualitätssichernden Maßnahmen nehmen diagnostische Labore an Ringversuchen teil. Die bisher erhobenen Ergebnisse spiegeln die sehr gute Testdurchführung in deutschen Laboren wider (siehe www.instand-ev.de).

Die Herausgabe eines klinischen Befundes unterliegt einer fachkundigen Validierung und schließt im klinischen Setting Anamnese und Differentialdiagnosen ein. In der Regel werden nicht plausible Befunde in der Praxis durch Testwiederholung oder durch zusätzliche Testverfahren bestätigt bzw. verworfen (siehe auch: www.rki.de/covid-19-diagnostik).

Bei korrekter Durchführung der Teste und fachkundiger Beurteilung der Ergebnisse geht das RKI demnach von einer sehr geringen Zahl falsch positiver Befunde aus, die die Einschätzung der Lage nicht verfälscht.

Stand: 07.09.2020

Was sollen Betroffene mit Symptomen tun, wenn sie weder eine der Hotlines oder einen Hausarzt/eine Hausärztin telefonisch erreichen?

Wenn nur leichte Symptome vorhanden sind, sollten die Betroffenen sich selbst isolieren, d.h. zuhause bleiben, Kontakte meiden und wenn, dann dieAHA-Regeln einhalten (Abstand von mindestens 1,5 Metern halten -Hygieneregeln beachten - Alltagsmasken tragen). Sollten die Beschwerden zunehmen, sollte zunächst nochmals versucht werden, die bundesweite Rufnummer des Kassenärztlichen Notdienstes in Deutschland 116117 anzurufen. In Notfällen (z.B. Atemnot) wenden Sie sich an den Notruf 112 oder eine Rettungsstelle.

Stand: 16.09.2020

Ist ein Test bei Personen ohne jedes Krankheitszeichen sinnvoll?

Eine Labordiagnostik sollte in der Regel nur bei Krankheitszeichen zur Klärung der Ursache durchgeführt werden. Wenn man gesund ist, sich aber noch in der Inkubationszeit befindet (kann bis zu 14 Tage betragen), sagt ein negativer Test auf SARS-CoV-2 nichts darüber aus, ob man doch noch krank werden kann. Für Ausnahmen siehe Hinweise zur Testung von Patienten auf Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 sowie die Nationale Teststrategie für Deutschland. Zum Umgang mit einer Warnmeldung durch die Corona-Warn-App siehe die Antworten auf häufig gestellte Fragen unter www.rki.de/covid-19-warnapp nd die Empfehlungen für niedergelassene Ärzte zum Umgang mit Personen mit der Meldung "erhöhtes Risiko" bei der Corona-Warn-App.

Stand: 16.09.2020

Informationen zum Erreger (Stand: 16.09.2020)

Was ist über den Erreger und die Krankheit bekannt?

Informationen zu SARS-CoV-2 (offizielle Bezeichnung des neuartigen Coronavirus, anfangs 2019-nCoV) und COVID-19 (offizielle Bezeichnung der Erkrankung durch das neuartige Coronavirus) sind im Steckbrief zu COVID-19 zusammengefasst. Das Dokument wird fortlaufend aktualisiert.

Stand: 20.03.2020

Was sind Coronaviren?

Coronaviren wurden erstmals Mitte der 1960er Jahre identifiziert. Sie können sowohl Menschen als auch verschiedene Tiere infizieren, darunter Vögel und Säugetiere. Mit SARS-CoV-2 sind insgesamt sieben humanpathogene Coronaviren bekannt.
Coronaviren verursachen beim Menschen verschiedene Krankheiten, von gewöhnlichen Erkältungen bis hin zu gefährlichen oder sogar potenziell tödlich verlaufenden Krankheiten wie dem Middle East Respiratory Syndrome (MERS) oder dem Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS).
Es gibt immer die Möglichkeit, dass Viren sich genetisch verändern. Mutationen verändern aber nicht automatisch die Eigenschaften des Virus.

Stand: 15.05.2020

Was ist über die Ursache dieses Ausbruchs bekannt?

Man nimmt an, dass SARS-CoV-2 von Fledermäusen stammt, Zwischenwirte wurden jedoch noch nicht identifiziert. Derzeit wird davon ausgegangen, dass sich die ersten Patienten Anfang Dezember auf einem Markt in Wuhan in der Provinz Hubei, China, angesteckt haben.

Stand: 02.03.2020

Wo gibt es weitere Informationen?

Informationen über das neuartige Coronavirus für die Fachöffentlichkeit sind unter www.rki.de/covid-19 abrufbar.
Informationen für Bürger, darunter Hygienetipps und Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ), stellt die BZgA unter www.infektionsschutz.de und www.zusammengegencorona.de (BMG) zu finden

Hotlines für Bürger bieten unter anderem das BMG, die Unabhängige Patientenberatung Deutschland, einige Bundesländer und Krankenkassen an.

Stand: 16.09.2020

Das Robert Koch-Institut erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen, schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein und stellt Empfehlungen für die Fachöffentlichkeit zur Verfügung. Zu den Seiten des RKI mit allen Infos zum neuen Coronavirus SARS-CoV-2 gelangen Sie hier.

Die WHO hat als Benennung für die Krankheit "Coronavirus Disease-19" (COVID-19) und für den Erreger "Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2" (SARS-CoV-2) festgelegt. Bislang war oft von einem mysteriösen Lungenleiden die Rede. ("Co" steht für Corona, "vi" für Virus, "d" für disease (=Krankheit), "19" für 2019).

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt auf http://www.infektionsschutz.de Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus zur Verfügung. Diese finden Sie hier 


 
 
 

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Amtsleiterin, Pressesprecherin

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71  Kommentare

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    Ramona Blank
    17.03.2020 19:56 Uhr

    Hallo ich habe eine Frage in der Aufführung der Zahlen und Orte befindet sich Sennelager nicht und Schloss Neuhaus, bedeutet das es dort keine Infizierten gibt?

    Mit freundlichen Grüßen

    Ramona Blank

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    Kreis-Paderborn Logo
    Kreis Paderborn
    18.03.2020 13:00 Uhr

    Zum Schutz der Betroffenen haben die Bürgermeister der Städte und Gemeinde und der Kreis Paderborn beschlossen, keine Ortsteile zu nennen. Leider kam es bereits zu massiven Anfeindungen gegen Erkrankte.

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    Anna
    18.03.2020 20:20 Uhr

    Wie werden die Menschen in der Quarantäne mit Lebensmitteln versorgt? Und wie wird es für alle Bürger diesbezüglich aussehen, sollte eine Ausgangssperre stattfinden? Leider wäre eine solche Maßnahme wohl wahrscheinlich unumgänglich: die jenigen, die nicht arbeiten müssen, versammeln sich weiterhin, wenn man Paderwiesen sieht, wird einem mulmig.

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    Kreis Paderborn
    19.03.2020 08:22 Uhr

    In anderen europäischen Ländern, in denen bereits Ausgangssperren bestehen, ist das Verlassen der Wohnung/des Hauses zum Einkauf von Lebensmittel selbstverständlich gestattet. Menschen, die sich aktuell in Quarantäne, bitten Freunde und Verwandt um Hilfe, die die Lebensmittel dann vor der Tür ablegen, sodass kein Kontakt stattfindet. Es gibt auch zahlreich Lebensmittelhändler, die Waren nach Hause liefern. Das Gesundsheitsamt ist in Kontakt mit den Menschen in Quarantäne, bisher ist nicht zu Schwierigkeiten bei der Versorgung gekommen.

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    TF
    21.03.2020 11:06 Uhr

    Liebes Kreisgesundheitsamt,
    besteht die Möglichkeit neben den bereits infizierten zu melden, wie viele sich davon in stationärer Behandlung befinden?
    So könnten die Menschen die Lage der Krankenhäuser etwas besser einschätzen und würden ggf. unnötige Konsultationen unterlassen.
    Viele Grüße
    TF

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    R.
    21.03.2020 12:51 Uhr

    Als angestellte Therapeutin muss ich mit Schrecken feststellen, dass es immer noch keine Regelung bzgl. der Öffnung oder Schließung der Heilmittelerbringerpraxen (Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Podologie) gibt. Aufgrund des Coronavirus sind viele Existenzen und Arbeitsplätze von Therapeuten extrem bedroht. Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Seniorenheime, etc. sind offiziell geschlossen. Das heißt, dass wir Heilmittelerbringer dadurch bereits hohe Einnahmeverluste zu verzeichnen haben. Darüber hinaus betreuen wir viele Risikopatienten, die aus Angst vor dem Virus absagen. Aber auch sehr viele Patienten, die keiner Risikogruppe angehören, sagen -verständlicherweise- ab. Damit kommt es zu sehr hohen Umsatzeinbußen. Heilmittelerbringer arbeiten im Niedriglohnsektor. Daher ist es schwierig Rücklagen zu bilden. Diese wenigen Rücklagen (sofern es sie überhaupt gibt) sind aufgrund der aktuellen Situation schnell aufgebraucht.
    Es gibt keinerlei Hilfe für uns. Weder Masken, Desinfektionsmittel noch Schutzkleidung gibt es. Wie sollen wir vernünftig weiterarbeiten? Therapeuten zählen zu den systemrelevanten Berufen im Gesundheitsbereich, aber die Hygienemaßnahmen können nicht eingehalten werden. Damit werden Physios, Ergos, Logos und Podos zu potentiellen „Virenüberträger“. Bitte reagieren Sie!

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    Kreis Paderborn
    23.03.2020 16:22 Uhr

    Sehr geehrte Frau R.,
    gestern hat die Landesregierung einen neuen Erlass veröffentlich. Nachdiesem können Pysio- und Ergotherapeuten weiter praktizieren, soweit die medizinische Notwendigkeit der Behandlung durch ärztliches Attest nachgewiesen ist ( https://www.land.nrw/de/wichtige-fragen-und-antworten-zum-corona-virus). Weiterhin ist das Land auch Ansprechpartner, wenn es um wirtschaftliche Hilfen für Selbstständige und Betriebe, die aufgrund der aktuellen Situation in Schwierigkeiten geraten. Auch bei vollstem Verständnis für Ihre Situation und die daraus für Sie und Ihren Berufsstand zu befürchtenden Konsequenzen, so ist der Kreis Paderborn leider der falsche Adressat. Wir würden gerne reagieren und auch selbst agieren, doch bleibt uns nur die Möglichkeit, anderenorts auf die Problematik hinzuweisen.
    In der Hoffnung, wenn auch nicht in der Erwartung, dass sich die Situation in absehbarer Zeit entspannen möge, dankt der Kreis Ihnen allen für Ihren Einsatz
    Bleiben Sie gesund

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    Matthias
    21.03.2020 14:45 Uhr

    Liebes Gesundheitsamt
    Ich war am Mittwoch zum Abstrich und habe bis stand heute noch kein Bescheid.
    Wo kann ich mein Ergebnis herbekommen.
    Oder liegt noch keines vor ?
    Bekomme ich direkt das Ergebnis oder mein Hausarzt?
    LG
    Matthias

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    Kreis Paderborn
    24.03.2020 13:45 Uhr

    Sobald uns ein positives Ergebnis vorliegt, wird das Gesundheitsamt Sie telefonisch kontaktieren. Sie können aber auch bei Ihrem Hausarzt die Ergebnisse erfragen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir bei der Vielzahl der Testungen im Moment nur Personen mit einem positiven Testergebnis eine persönliche Rückmeldung geben können. Die Labore sind zurzeit sehr ausgelastet, aber im Moment liegen uns in der Regel die Ergebnisse innerhalb von 24 Stunden vor.
    Ihre Team für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der Kreisverwaltung

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    Uschi
    22.03.2020 16:47 Uhr

    Liebes Kreisgesundheitsamt,
    Gibt es bereits Infizierte, die wieder genesen sind? Es wäre schön, wenn mit dieser Info ein positiver Aspekt in die Veröffentlichungen aufgenommen würde...
    Beste Grüße,
    Uschi

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    Kreis Paderborn
    24.03.2020 12:31 Uhr

    Liebe Uschi,
    nach dem ersten Auftreten des Virus im Kreisgebiet endet jetzt für die ersten Betroffenen gerade die 14tägige Quarantänephase. Aus diesem Grund können wir gegenwärtig noch keine belastbaren Zahlen bieten.
    Grüße zurück und bleiben Sie gesund!

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    Linda
    26.03.2020 08:21 Uhr

    Guten Morgen,
    ich möchte gern ein positives Feedback abgeben... auf Grund von beruflichen Fragen habe ich jetzt häufiger schon Fragen an das Gesundheitsamt gestellt (per Telefon oder auch per E-Mail), ich habe immer in einer angemessenen Zeit Rückmeldung bekommen und gute Antworten, die mir weitergeholfen haben. Ich hatte immer sehr freundliche Mitarbeiter des Gesundheitsamtes als Ansprechperson. Mir ist durchaus bewusst, dass es gerade momentan nicht immer so einfach ist freundlich zu sein (garantiert auch abhängig davon wer am anderen Ende des Telefons ist) und es sehr viel Arbeit ist, aber das Team schafft es und ist immer bemüht alle Fragen gut zu beantworten, ggf. auch mit Hinweisen auf Erlasse. Paragraphen usw. Sie machen einen guten Job!
    Ich wünsche allen Mitarbeitern für die nächste Zeit viel Kraft und vor allem auch Gesundheit!!!
    Alles Gute an Sie,
    Linda

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    Kreis Paderborn
    26.03.2020 09:27 Uhr

    Herzlichen Dank,
    das tut gut! Ich werde Ihr „positives Feedback“ auch an die Kolleginnen und Kollegen übermitteln, die alle ihr Möglichstes – und darüber hinaus – tun. Es wird sie freuen und „Freude“ können wir momentan alle gut gebrauchen.
    Alle guten Wünsche auch an Sie und .. bleiben Sie gesund!!

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    Jonas
    27.03.2020 08:08 Uhr

    Ist der Skatepark Goldgrund geschlossen?

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    Kreis Paderborn
    27.03.2020 11:56 Uhr

    Selbstverständlich. Alle Skateparks sind deutschlandweit wie auch alle anderen Sportstätten geschlossen.

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    Natalia
    27.03.2020 12:58 Uhr

    Guten Tag,
    In letzter Zeit wurden viele Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung des Coronaviruses eingeführt. Ich habe allerdings noch einen Vorschlag, der möglicherweise helfen könnte. Dieser wäre das Tragen von Einweghandschuhen (ähnlich wie in der Brotabteilung) während des ganzen Einkaufes. Zu diesem Gedanken bin ich bei meinem letzten Einkauf gekommen, da ich dann bemerkt habe, dass die Menschen viele verschiedene Lebensmittel in die Hand nehmen, aber danach wieder zurück legen. Auf Grund der Tatsache, dass auch Infizierte in die Geschäfte gehen und der Coronavirus auf Gegenständen für eine längere Zeit bleibt, besteht die Möglichkeit, dass der nächste Kunde, der diesen zurück gestellten Lebensmitten in die Hände nimmt, mit dem Coronavirus infiziert wird. Deswegen würde das Tragen von Handschuhen, dass Übertragungsrisiko beim Einkaufen minimieren. Ich finde, dass die Handschuhe von den jeweiligen Geschäften zur Verfügung gestellt werden sollten und es kontrolliert werden sollte, dass die Kunden sich auch daran halten. Das Disinfizieren der Handgriffen der Einkaufswagen wäre möglicherweise ebenfalls sinnvoll.

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    Kreis Paderborn
    27.03.2020 14:12 Uhr

    Herzlichen dank für Ihre Nachricht und Ihren Vorschlag. Nach jetzigem Stand gehen das Robert-Koch-Institut und dem Bundesinstitut für Risikobewertung davon aus, dass eine Übertragung über Lebensmittel und Produkte sehr unwahrscheinlich ist. Gleichwohl praktizieren einige Supermärkte bereits die von Ihnen angeregte Desinfektion der Einkaufswagen. Und natürlich liegt auch die Nutzung von Einweghandschuhen o. ä. im Ermessen und Interesse eines jeden Einzelnen.
    Bleiben Sie gesund

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    Anna Amedick
    28.03.2020 13:58 Uhr

    Hallo,
    ich habe eine Frage zu den Besuchen in Altenheimen; wie lange wird das Besuchsverbot Ihrer Einschätzung nach aufrechterhalten? Gibt es für die Angehörigen eine Anlaufstelle, um sich ggf. mit anderen betroffenen Angehörigen austauschen zu können?
    Vielen Dank und herzliche Grüße

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    Kreis Paderborn
    29.03.2020 15:51 Uhr

    Aktuell können wir leider keine Einschätzung zum gegenwärtig anhaltenden Besuchsverbot geben. Eine Anlaufstelle gibt es nicht, diese würde aber – bei allem Verständnis für die betroffenen Angehörigen - auch dem Kontaktverbot völlig zuwider laufen.

    Trotz dieser sicherlich nicht befriedigenden Antwort viele Grüße zurück und bleiben Sie gesund.

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    Anonymus
    29.03.2020 16:22 Uhr

    An das gesamte Team des Gesundheitsamtes und das Team am Bürgertelefon!
    Auf Grund meiner beruflichen Tätigkeit hatte ich schon mehrfach Kontakt mit beiden Teams. Alle waren sehr höflich, engagiert, kompetent, verbindlich und zuverlässig! Das ist bei dem Druck und der aktuellen Beanspruchung absolut großartig. Diese Seite besuche ich jeden Tag und nutze die Inhalte privat und beruflich. Wirklich klasse!
    Ich hoffe Sie finden in Ihren Teams und Ihren Familien die Kraft und auch einen Ort der Ruhe. Die Bürgerinnen und Bürger und die Unternehmen brauchen Sie mehr denn je. Der Landrat und die Paderborner/innen zählen auf Sie und Sie sind da. Sie können stolz auf das sein, was Sie leisten! Danke!
    Passen Sie gut auf sich auf und vor allem bleiben Sie gesund.

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    Kreis Paderborn
    29.03.2020 16:48 Uhr

    Herzlichen Dank für Ihre ermunternden Worte. Es tut gut, Anerkennung zu spüren, gerade wenn bei den Menschen unserer Heimat die Nerven stark angespannt sind. So sind es die Nerven unserer Mitarbeitenden denn auch. Denn an den Schreibtischen und an den Telefonen sitzen auch "nur" Menschen. Und ich finde, dass ist auch gut so!
    Ihre guten Wünsche gebe ich gern weiter.
    Nochmals Danke und alle guten Wünsche an Sie und alle, die Ihnen Nahestehen. Bleiben auch Sie alle gesund.

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    Andy
    31.03.2020 10:19 Uhr

    Beschwerde
    Hallo. Ich war heute bei Trinkgut-Getränkeladen in Frankfurter Weg und muste etwas feststellen, was Pandemie nicht eindämmt sondern verbreitet.
    Auf der Webseite steht nichts davon, aber auf der Tür des Ladens war ein Hinweis, dass man den Laden nur mit einem Einkaufswagen betreten darf.
    D.h. man wird gezwungen den Griff des Wagens anzufassen, der schon von Hunderten Personen angefasst wurde und wenn einer infizierter in die Hand gehustet hat, sind die Viren demnächst auf dem Griff und später wird der Wagen von anderen Kunden benutzt.
    Diese Ladenaufforderung ist fahrlässig !!!

    Wenn Sie mir keine Erklärung dafür geben oder diese fahrlässige Aufforderung nicht unterbunden wird, werde ich die höhere Instanzen informieren müssen.

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    Kreis Paderborn
    31.03.2020 13:45 Uhr

    Danke für Ihren Hinweis. Allerdings handelt es sich bei dem Verfahren, wie es der von Ihnen erwähnte Betrieb handhabt, um eine gängige Praxis, um in sozialverträglicher Form dem § 5 (6) der CoronaSchutzVerordnung zu entsprechen ( Alle Einrichtungen haben die erforderlichen Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Vermeidung von Warteschlangen und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen zu treffen. Die Anzahl von gleichzeitig im Geschäftslokal anwesenden Kunden darf eine Person pro zehn Quadratmeter der für Kunden zugänglichen Lokalfläche nicht übersteigen.) Gegenwärtig wird die Gefahr einer daraus resultierenden Infektion als gering eingeschätzt, zudem ist ja nicht auszuschließen, dass jeder einzelne Bestandteil des Warensortiments bis er zum Verkauf gelangt bereits durch diverse Personen angefasst wurde. Gegen eine befürchtetet Gefährdung können Sie sich selbstverständlich persönlich z. B. durch das Tragen von Einweghandschuhen schützen.

    Bleiben sie gesund

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    Anne
    01.04.2020 17:56 Uhr

    Vielen Dank für die Informationen.
    Könnten Sie diese bitte noch ergänzen um die Steigerungsraten und um die Tage bis zur Verdopplung der Anzahl der Infizierten. Letzteres dürfte die entscheidende Größe sein, auch für die Bevölkerung. Das könnte man sich selbst zusammensuchen, aber wahrscheinlich haben Sie selbst eine solche Darstellung? Oder gibt es die zumindest für NRW?

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    Sonja
    03.04.2020 15:19 Uhr

    Ein Kommenar zur aktuellen interaktiven Darstellung der Fallstatistik: super gut, Danke für die Mühe

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    Jürgen
    05.04.2020 23:05 Uhr

    Ein ganz großes Lob, dass die komplette Statistik auch am Sonntag geklappt hat. Momentan sieht man ganz in der Ferne ein Licht. Ich hoffe, dass alle noch ganz diszipliniert sind, damit der Spuk demnächst deutlich nachlässt...

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    Silvia
    07.04.2020 22:32 Uhr

    Ein großes Lob an Sie,
    die Seite ist sehr aufschlussreich und übersichtlich gestaltet.
    Ich habe eine Frage zu den Tests: wie kann man erfahren, wieviele Personen getestet wurden? Besteht die Möglichkeit, dass Sie diese Zahlen mit aufführen können? Z.Bsp. indem Sie schreiben von 100 durchgeführten Tests waren 50 positiv. Dann ist schnell ersichtlich, ob an einem Tag außergewöhnlich oft getestet wurde oder die Fallzahlen tatsächlich gestiegen sind.
    Vielen Dank nochmal für Ihre großartige Leistung.

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    Kreis Paderborn
    08.04.2020 11:58 Uhr

    Danke für das Lob. Wir können nur die Zahlen der „positiv“ getesteten Person aufführen. Getestet wird nicht nur im Abstrichzentrum des Kreises, sondern auch in vielen Arztpraxen getestet wird. Diese sind verpflichtet uns die positiven Testergebnisse mitzuteilen, nicht jedoch die negativen. Daher liegt uns leider keine Gesamtzahl der Tests vor. Die Steigerung der Fallzahlen – die ja nur eine „Momentaufnahmen“ bedeuten -ist offensichtlich. Wichtig ist es, dieser Steigerung die Dynamik zu nehmen. Deswegen auch die Kontakteinschränkungen, die uns alle treffen.

    Ihnen und allen Menschen des Kreises herzlichen Dank für das Verständnis und das solidarische Verhalten. Bleiben Sie alle gesund.

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    Petra
    11.04.2020 16:16 Uhr

    Hallo,
    die Zahlen in Kreis Paderborn sollen sich von gestern auf heute nicht verändert haben?
    Oder ist das jetzt wegen Wochenende und Ostern und es wurde nicht so getestet bzw. die Ergebnisse kommen Anfang der Woche?
    Frohe Ostern

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    Kreis Paderborn
    11.04.2020 16:28 Uhr

    Guten Tag,
    aufgrund des Osterwochenendes wird wahrscheinlich überall mit reduzierte Kapazität gearbeitet, auch in den Laboren. Das sind die Zahlen die uns zurzeit vorliegen. Die Zahl der Infizierten hat sich nicht geändert, bei den Genesenden, Krankenhaus-Patienten und Todesfällen gibt es Änderungen.

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    Hubert Düker
    17.04.2020 13:20 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    schaut man sich die Grafiken ( Zahlen der Infizierten etc. ) einmal genauer an, fällt sehr deutlich auf, dass Bad Wünnenberg mit Abstand die beste Entwicklung hat.
    Was macht man dort anders als in anderen Ortschaften? Kann man daraus eventuell lernen?

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    Christoph
    18.04.2020 19:18 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren, meine Frau arbeitet ind er häuslichen Altenpflege. Heute wurde bekannt das der Schwiegersohn eines alten Herrn den sie diese Woche auch gepflegt hat, positiv auf covid 19 getestet wurde. Genau dieser Herr hat aber auch seinen Schwiegervater gepflegt. Meiner Frau wurde nun gesagt das weder der alte Herr noch sie selbst getestet werden. Sie musste Heute wieder ganz normal zur Arbeit. Wie kann das sein? Wie kann es sein das Pflegekräfte immer noch ohne professionelle Schutzmaske alte Menschen pflegen müssen ?
    Ich selbst bin lungenkrank und gehöre zur Risikogruppe. Wie soll ich mich schützen wenn meine Frau so ein hohes Risiko eingehen muss ? Wieso wird jetzt nichts getan.
    Gruß Christoph

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    Kreis Paderborn
    19.04.2020 18:28 Uhr

    Lieber Christoph,
    vielen Dank für Ihre Nachricht. Natürlich kümmern wir uns. Ich habe Ihre Nachricht an das Gesundheitsamt weitergeleitet. Sie können sich sofort direkt an unsere leitende Amtsärztin per E-Mail wenden, KuhnertC@kreis-paderborn.de. Wenn Sie ihr Ihre Telefonnummer per Mail durchgeben, setzt sich die Ärztin gern mit Ihnen in Verbindung. Bitte rufen Sie gleich morgen früh bei uns im Gesundheitsamt an, Tel.: 05251 308-5300. Herzlichen Dank!

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    Nelli
    11.05.2020 19:24 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren, meine Tochter wird am 11.07 2020 heiraten. Es ist schon alles organisiert. Die Halle ist in Wewer. Es werden ca. 60 Personen sein. Wie ist es denn mit Hochzeiten. Darf die Hochzeit stattfinden oder muss alles abgesagt werden.
    Gruß Nelli.

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    Kreis Paderborn
    12.05.2020 11:03 Uhr

    Liebe Nelli,
    die derzeitige Coronaschutzverordnung ist bis zum 25. Mai gültig. Danach sind Veranstaltungen und Versammlungen grundsätzlich untersagt. Die Verordnung benennt einige Ausnahmen, eine Hochzeit fällt aber nicht darunter. Da sich zunehmend mehr Lockerungen ergeben, sollte man die Neuregelungen ab 25. Mai beachten. Das Land informiert auf seinen Seiten sehr übersichtlich den jeweils aktuellen Stand der Coronaschutzverordnung: https://www.land.nrw/de/wichtige-fragen-und-antworten-zum-corona-virus. Bei der Planung ist aber auch zu beachten, dass, wenn es lokal zu einem Wiederanstieg der Fallzahlen kommt, auch lokal für einzelne Kommunen oder Kreise wieder Verschärfungen der Schutzmaßnahmen erlassen werden können, auch wenn in Nordrhein-Westfalen insgesamt die Regelungen gelockert werden.

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    Andrea Müller
    28.05.2020 09:46 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    meine Tochter will am 20.06 2020 heiraten. Es werden ca. 60 Personen sein. Die Feier findet in Bad Lippspringe statt.
    Darf die Hochzeit nach jetzigem Stand stattfinden?
    Viele Grüße
    Andrea

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    Kreis Paderborn
    28.05.2020 10:19 Uhr

    Liebe Andrea,
    laut der aktuellen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW gilt für Hochzeiten folgende Regelungen:
    Standesamtliche Trauungen einschließlich der Zusammenkunft unmittelbar vor dem Ort der Trauung sind auch mit Gästen zulässig. Voraussetzung: Unter Beachtung des Kontaktverbots müssen die Gäste einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten und insbesondere einen direkten Kontakt (Händeschütteln, Umarmen etc.) vermeiden. Entsprechendes gilt für kirchliche und andere religiöse Trauungen. Da Veranstaltungen und Versammlungen mit geselligem Charakter bis auf weiteres untersagt sind, gilt dies auch für die Feier/Hochzeitsparty im Anschluss.
    Diese Fassung der Schutzverordnung gilt bis zum 15.06.20. Das Land NRW informiert stets über den neuesten Stand seiner Verordnungen auf einer eigens eingerichteten Corona-Informationsseite: https://www.land.nrw/corona
    Auch wenn die Hochzeit leider in ungewöhnlichen Zeiten stattfindet, wünsche ich Ihrer Tochter und ihrem zukünftigen Ehemann alles Gute für die gemeinsame Zukunft.

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    Jan
    30.05.2020 09:36 Uhr

    Hallo ich habe Mal eine Frage zu den erkrankten und genießen in Borchen. Hier ist seit langer Zeit unverändert eine aktive Person, wurde dieses nicht aktualisiert oder wie kann das sein?

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    Kreis Paderborn
    31.05.2020 13:00 Uhr

    Guten Tag! Die Infektionszahlen werden ständig aktualisiert, selbstverständlich auch die aus Borchen. Da sich das gesamte Ausbruchsgeschehen zurzeit verlangsamt und die Kurve abflacht, gibt es aber nicht aus jeder Kommune ständig neue Infizierte zu vermelden - von daher ist eine nicht veränderte Zahl eine gute Neuigkeit!

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    Kirsten
    01.06.2020 16:23 Uhr

    Wie ist es möglich das im privaten Bereich nach herzenslust wieder gefeiert wird ohne Abstand oder Mundschutz?! 20 Leute auf einem Haufen die am nächsten Tag durch die Läden bummeln ohne Abstand zu halten... Wir im Handel müssen stundenlang mit der Maske hinter Plexiglas arbeiten und kollabieren fast. Der Abstand wird nicht mehr eingehalten seit der Maskenpflicht und wir werden übelst Beleidigt wenn wir darauf hinweisen. Schafft die Masken wieder ab und achtet stattdessen auf Abstand dann wirds auch für uns wieder erträglich!!
    Gruß

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    Kreis Paderborn
    02.06.2020 08:54 Uhr

    Guten Tag! Dies sind sehr herausfordernde Zeiten. Wir als Gesellschaft müssen zusammenhalten und respektvoll miteinander umgehen - das gilt heute noch mehr denn je. Auch wenn die Infektionszahlen stabil sind, müssen wir wachsam bleiben, damit der Virus sich nicht weiter verbreitet. Daszu gehören Abstand halten, aber vor allem auch der Maskenschutz. Wir hoffen für uns alle, dass die Maßnahmen weiterhin Erfolg zeigen. Bis dahin wünsche ich Ihnen viel Kraft für Ihre Arbeit und bleiben Sie gesund!

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    Paolo
    03.06.2020 09:45 Uhr

    Mir ist aufgefallen, dass in Kreis Paderborn die Zahl der Infektionen um Circa 2 Personen pro Tag steigt, aber die gesund gewordenen sind, nicht sinkt wie sie sollte.
    Lg

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    Kreis Paderborn
    03.06.2020 09:49 Uhr

    Nicht jeder Krankheitsverlauf ist gleich. Bei manchen Patienten ist auch nach Ablauf der 14-tägigen Quarantäne der Virus noch nachweisbar. Daher entspricht der Wert der heute als genesen gemeldeten Personen nicht unbedingt mit der Zahl der Infizierten vor zwei Wochen überein.

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    L
    05.06.2020 11:58 Uhr

    Hallo,
    vor einigen Tagen wollten wir uns ein Eis holen. Wir haben uns dann aber dagegen entschieden, weil in der Eisdiele (Venezia, an der alten Synagoge) keiner der Mitarbeiter einen Mund-Nasenschutz getragen hat... weder der Kellner, noch die Personen hinter der Theke etc. Dürfen die ohne Mund-Nasenschutz arbeiten?

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    Kreis Paderborn
    05.06.2020 14:59 Uhr

    Zur Rechtslage: Grundsätzlich sind Inhaber, Leiter und Beschäftigte sowie Kunden, Nutzer und Patienten gem. § 2 Abs. 3 Satz 1 CoronaSchVO zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung verpflichtet, sofern die Einhaltung des gem. § 2 Abs. 1 CoronaSchVO geforderten Mindestabstands von 1,5 Metern aus medizinischen, rechtlichen, ethischen oder baulichen Gründen nicht möglich ist.

    Gem. § 2 Abs. 3 Satz 3 CoronaSchVO kann die Verpflichtung durch gleich wirksame Schutzmaßnahmen (Abtrennung des Arbeitsplatzes durch Glas oder Plexiglas…), hilfsweise – falls das dauerhafte Tragen einer textilen Mund-Nase-Bedeckung zu Beeinträchtigungen führt - durch das Tragen eines das Gesicht vollständig bedeckenden Visiers ersetzt werden.

    Wir haben Ihren Hinweis an das Ordnungsamt der Stadt Paderborn weitergeleitet.
    Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende und eine gute Zeit!

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    L
    08.06.2020 10:22 Uhr

    Guten Morgen,
    jetzt am Wochenende habe ich gesehen, dass nun alle dort Mundschutz tragen.

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    Gerda Wolters
    07.06.2020 16:16 Uhr

    Meine Mutter lebt in einem Pflegeheim, ist 95 Jahre alt, aber körperlich und geistig fit. Vor der Corona Krise ist sie jeden Tag spazieren gegangen und hat auch Kontakte ausserhalb des Pflegeheims gehabt. Seit Monaten lebt sie in einem Gefängnis, sie und ich kommen damit überhaupt nicht klar. Da es lt. Experten
    dieses Jahr noch keinen Impfstoff geben wird, können doch die Senioren nicht bis dahin eingesperrt bleiben ?! Warum kann sie nicht mit Mundschutz alleine oder mit mir spazieren gehen ? Das Besuchsrecht von einer halben Stunde ist nur eine kleine Massnahme um den Kontakt aufrecht zu halten. Das Kontaktverbot ist doch
    auch in den Krankenhaeusern gelockert worden. Da besteht jeden Tag ein Besuchsrecht.

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    Kreis Paderborn
    08.06.2020 13:23 Uhr

    In der aktuellen Corona-Situation ist es leider so, dass die Menschen, die am meisten Schutz brauchen, gleichzeitig am stärksten unter dieser Ausnahmesituation leiden. Jeder, der ältere Angehörige hat, kann die Situation Ihrer Mutter und Ihre Sorge um sie gut nachvollziehen. Zum Schutze der Bewohner müssen Besuche in den Pflegeeinrichtungen begrenzt werden. Ausführliche Informationen finden Sie dazu auf der Informationsseite des Landes NRW: https://www.land.nrw/de/wichtige-fragen-und-antworten-zum-corona-virus#6ffec422. Für die Heime sind die Vorgaben sehr aufwendig, z.B. die erforderliche Desinfektion nach jedem Besuch, sodass einige die Besuchszeit über die Vorgaben des Landes hinaus einschränken. Ein Spaziergang draußen mit Ihrer Mutter ist jedoch erlaubt. Sie können sich mit ihr vor der Einrichtung treffen und sollten beim Spaziergang auf die nötigen Schutzmaßnahmen achten (Maske, Händedesinfektion. Wenn Ihre Mutter noch gut alleine laufen kann, sollten Sie Abstand halten). Auch wenn die Situation emotional sehr schwierig ist, vergessen Sie bitte nicht den Grund, warum diese Schutzmaßnahmen eingeführt wurden. Auch im Kreis Paderborn hatten wir bereits mehrere Coronainfektionen in Pflegeeinrichtungen. Dort trifft der Virus auf sehr vulnerabel Personen und verbreitet sich schnell. Zum Schutze Ihrer Mutter und aller Bewohner in der Einrichtung müssen daher die Maßnahmen eingehalten werden.
    Ich wünsche Ihnen und Ihrer Mutter Gesundheit und hoffe, dass die Situation bald für alle leichter wird.

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    W.
    09.06.2020 11:13 Uhr

    Guten Morgen!
    Wie ist die Regelung zur Maskenpflicht im Lebensmittel-Einzelhandel und in Bäckerei-Filialen?
    Mir fällt immer wieder auf, dass die Verkäufer ( auch hinter der Käse und-Wursttheke)nur mit Visier arbeiten.
    Auch bis heute hat sich im Edeka in Lichtenau daran nichts geändert.
    In der im Edeka befindlichen Bäckerei - Filiale werden belegte Brötchen im hinteren Bereich ganz ohne Mund- und Nasenschutz zubereitet.
    Ist das so geregelt?



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    Kreis Paderborn
    09.06.2020 12:44 Uhr

    Zur Rechtslage: Grundsätzlich sind Inhaber, Leiter und Beschäftigte sowie Kunden, Nutzer und Patienten gem. § 2 Abs. 3 Satz 1 CoronaSchVO zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung verpflichtet, sofern die Einhaltung des gem. § 2 Abs. 1 CoronaSchVO geforderten Mindestabstands von 1,5 Metern aus medizinischen, rechtlichen, ethischen oder baulichen Gründen nicht möglich ist.

    Gem. § 2 Abs. 3 Satz 3 CoronaSchVO kann die Verpflichtung durch gleich wirksame Schutzmaßnahmen (Abtrennung des Arbeitsplatzes durch Glas oder Plexiglas…), hilfsweise – falls das dauerhafte Tragen einer textilen Mund-Nase-Bedeckung zu Beeinträchtigungen führt - durch das Tragen eines das Gesicht vollständig bedeckenden Visiers ersetzt werden.

    Bei der Zubereitung von Lebensmitteln gelten strenge Hygieneregeln des Lebensmittelrechts. Eine generelle Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasenschutzes gibt es hier nicht.
    Sollten Sie beobachten oder vermuten, dass diese Regelungen nicht eingehalten werden, können Sie das örtliche Ordnungsamt verständigen.

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    Gerda Wolters
    30.06.2020 13:12 Uhr

    Laut Information der Landesregierung sollen die Altenheime am 1.7. für Besucher wieder geöffnet sein.
    Sogar Umarmungen sind wieder erlaubt. Bezieht sich die Öffnung auch für den Kreis Paderborn, oder gibt es Einschränkungen aufgrund von Neuinfektionen , s. Bad Lippspringe.

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    Kreis Paderborn
    30.06.2020 14:11 Uhr

    Das Land schreibt dazu: Besuche in Pflegeeinrichtungen müssen zur Vermeidung von Infektionsgefahren unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Richtlinien und Empfehlungen des Robert Koch-Instituts und unter Berücksichtigung des Rechts der Bewohnerinnen und Bewohner auf Teilhabe und soziale Kontakte organisiert und durchgeführt werden.
    Zu den vorgeschriebenen Schutz-und Hygienemaßnahmen gehören z.B.: Bei den Besucherinnen und Besuchern ist ein Kurzscreening (Erkältungssymptome, SARS-CoV-2-Infektion, Kontakt mit Infizierten oder Kontaktpersonen gemäß der Richt-linie des Robert Koch-Instituts) einschließlich – ab dem 1. Juli 2020 - Temperaturmessung durchzuführen.
    Bezüglich Berührungen schreibt das Land: Die Besucherinnen und Besucher haben einen grundsätzlichen Abstand von mindestens 1,5 Metern zur besuchten Person einzuhalten. Sofern während des Besuchs Bewoh-ner und Besucher eine Mund-Nase-Bedeckung nutzen, und vorher sowie hinterher bei den Besuchern und den Bewohnern eine gründliche Handdesinfektion erfolgt ist, ist die Einhaltung des Mindestabstands nicht erforderlich. In diesem Fall sind auch körperliche Berührungen zulässig.
    Ausführliche Informationen finden Sie hier: https://www.mags.nrw/sites/default/files/asset/document/200619_coronaavpflegeundbesuche.pdf

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    Alexander Wilegalla
    11.07.2020 18:14 Uhr

    Wieder Probleme mit Corvit 19 Info der Stadt PB.

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    David Grzesiek
    28.07.2020 13:05 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren!
    Auf dem Dashboard fehlt offensichtlich als Bezug die Anzahl der durchgeführten Tests. Die Diagramme sind somit ohne jegliche Aussage. Dürfte ich erfahren, wer für diese Misinformation zuständig ist? Nehmen Sie bitte eine offizielle Stellung hierzu?
    Sie schreiben hier nicht mal, welche Tests verwendet worden sind!
    Schöne Grüße
    David Grzesiek

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    Kreis Paderborn
    28.07.2020 15:57 Uhr

    Das Dashboard zeigt täglich aktualisierte, absolute Zahlen: Die aufsummierte Gesamtzahl der laoborbestätigten Infektionen mit dem Coronavirus, die dem Paderborner Kreisgesundheitsamt gemeldet wurden, aufgeschlüsselt nach den Städten und Gemeinden des Kreises Pderborn, die Zahl der Genesenen, also jener Menschen, die eine aktute Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 überstanden haben und als gesund gelten, die Zahl der Todesfälle und die Zahl der aktiven Fälle, also jener Menschen, die aktuell noch infiziert sind. Diese Zahl erhalten Sie, wenn Sie von der Gesamtzahl der aufsummierten Corona-Infektionen die Zahl der Todesfälle und der Genesenen abziehen. Sie können zusätzlich in die Städte und Gemeinden hineinklicken, und diese Werte ortsbezogen angezeigt bekommen. Im Diagramm in der Mitte sind zudem der Verlauf der Infektionen und der Genesenen in den Monaten seit dem 1. bestätigten Fall im Kreis Paderborn am 7. März ausgewiesen sowie der Verlauf der 7-Tages-Inzidenz. Weitere Erläuterungen dazu finden Sie auch in allen täglichen Pressemitteilungen, die direkt darunter stehen. Zum Verständnis: Die Anzahl der Tests im Kreis Paderborn kennen wir nicht, da verschiedene Einrichtungen wie z. B. Krankenhäuser und Arztpraxen testen. Dem Kreisgesundheitsamt werden die positiven Fälle übermittelt. Denn das ist unsere Aufgabe: Infektionsketten ermitteln und durchbrechen, also das Corona-Geschehen einzudämmen. Und wie sich das darstellt, zeigt auch das Dashboard. Wenn Sie wissenschaftliche Fragestellungen haben, wenden Sie sich bitte an das Robert-Koch-Institut. Die Kontaktdaten finden Sie ebenfalls auf unseren Seiten.

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    David Grzesiek
    05.08.2020 12:44 Uhr

    Ich bin ein ganz gewöhnlicher Bürger der Stadt Paderborn. Ich verfolge keine Infektionsketten, so wie Sie es tun. Ich möchte mir einfach ein ungefähres Bild der aktuellen Situation machen. Und das ist nur dann möglich, wenn ich die Anzahl der durchgeführten Tests und die zugehörige Anzahl der positiven Ergebnisse kenne! Die Diagramme sagen in der Hinsicht nichts aus! Es handelt sich um eine Desinformation des ersten Grades! Sie sagen hier nicht mal welche Streuung diese Tests haben!

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    Kreis Paderborn
    05.08.2020 13:12 Uhr

    Hier arbeiten Menschen, die in der Corona-Pandemie Infektionsketten verfolgen und unterbrechen, um andere - auch Sie - vor Ansteckung zu schützen. Hier bekommen Sie nicht einen ungefähren, sondern einen datenbasierten Stand der Infektionslage, runtergebrochen auf die Städte und Gemeinden. Natürlich gibt es in diesem Land eine Dunkelziffer, weil wir viele asymptomatische Verläufe haben. Nun könnte man sagen: testen wir doch alle. Aber ein Test ist immer nur eine Momentaufnahme. Gleich danach können sie durch die Tür gehen, einem infizierten Menschen begegnen, der es auch noch nicht weiß. Wir testen anlassbezogen. Um die Quelle zu finden und schließen. Das ist unsere Aufgabe nach dem Infektionsschutzgesetz. Die wir jeden Tag mit großem Engagement leisten. Weil uns die Gesundheit der Menschen - Ihre Gesundheit - am Herzen liegt.

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    David Grzesiek
    05.08.2020 15:57 Uhr

    Also, Sie drehen sich im Kreis in der Sache hier... Falls Sie richtig die Bevölkerung informieren wollen, dann wird Folgendes benötigt: Anzahl der durchgeführten Test, die Anzahl der Positiven, die Fehlerrate der Tests. Es ist eine einfache Sachlage - drei Parameter. Nehmen Sie bitte eine offizielle Stellung hierzu. Bitte sagen Sie es mir nicht, dass Sie sich um meine Gesundheit sorgen! Ich kenn in meinem Bekanntenkreis genug verängstigte Menschen, die die eigenen Kinder von anderen Kindern trennen. Und das liegt an der Desinformation, die Sie betreiben!

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    Denis Berg
    05.08.2020 14:33 Uhr

    Es macht durchaus Sinn, wenn die Anzahl der durchgeführten Tests mit veröffentlichen würden. So könnte man die Werte der Neuinfektionen auch mal in einer entsprechenden Relation sehen. Aber vielleicht ist das nicht gewünscht. Das wäre ja auch ein Argument.
    Vielen Dank

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    Kreis Paderborn
    05.08.2020 16:13 Uhr

    Noch einmal, in Kurzform: Wir bekommen die positiven Tests gemeldet, damit wir die Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz durchführen können. Wir kennen nicht die Gesamtzahl der durchgeführten Tests . Wissenschaftliche Fragestellungen beantwortet Ihnen das Robert-Koch-Institut.

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    Kreis Paderborn
    06.08.2020 14:02 Uhr

    Wir informieren täglich aktualisiert, nutzen auch sehr gern diese Kommentarfunktion, um ins virtuelle Gespräch zu kommen. Aber wir erwarten einen respektvollen Umgangston (s. Netiquette), denn hier kommunizieren Menschen mit Menschen. Und Respekt ist keine Einbahnstraße. Wir müssen derartig bösartige Unterstellungen und Vorwürfe nicht hinnehmen und löschen daher Ihren letzten Beitrag, da er mindestens gegen unsere Netiquette verstößt.. Genauso verfahren wir mit weiteren Beiträgen in dieser Richtung.

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    David Grzesiek
    06.08.2020 14:06 Uhr

    Falls Sie richtig die Bevölkerung informieren wollen, dann wird Folgendes benötigt: Anzahl der durchgeführten Test, die Anzahl der Positiven, die Fehlerrate der Tests. Es ist eine einfache Sachlage - drei Parameter.

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    Kreis Paderborn
    06.08.2020 14:06 Uhr

    Zweitens: Zu Ihren Fragen haben wir wiederholt Stellung bezogen. Lesen Sie unsere Beiträge durch. Alle verifizierten Fakten zur Corona-Lage im Kreis Paderborn finden Sie auf diesen Seiten.

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    David Grzesiek
    07.08.2020 13:19 Uhr

    "Zwei Schulen in Mecklenburg-Vorpommern schließen"
    https://www.n-tv.de/panorama/Zwei-Schulen-in-Mecklenburg-Vorpommern-schliessen-article21958410.html

    Sie informieren die Bevölkerung nicht über die Falsch-Positive-Rate der Tests. Wie hoch ist die denn?
    Angenommen die Rate läge bei 0.6%, dann im Falle von 800 Schülern (siehe oben), wieviel Schüler hätten dann ohne in sich den Virus zu tragen, einen positiven Testergebnis? 7 Schüler? 5 Schüller? Und Sie machen dann die Schule zu?
    Ich erkenne hier auf der Webseite keine Hinweise darauf, dass Sie sich für die Fehlerrate der Tests überhaupt interessieren.

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    Kreis Paderborn
    07.08.2020 14:43 Uhr

    Das Robert-Koch -Institut ist für Sie in dieser Frage der richtige Ansprechpartner. Auf den Seiten des RKI unter www.rki.de finden Sie Aussagen zu Testverfahren. Wenn wir positive Tests gemeldet bekommen, ergreift unser Gesundheitsamt alle erforderlichen Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz. Welche Aufgaben wir wahrnehmen, haben wir wiederholt erläutert. Das alles können Sie jederzeit auf unseren Seiten, in den Beiträgen auf dieser Seite nachlesen.

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    Linda
    10.08.2020 08:59 Uhr

    Guten Morgen,
    ich habe schon einmal vor ein paar Wochen die gute Arbeit des Gesundheitsamtes PB gelobt, aber nach den letzten Kommentaren hier, möchte ich es erneut tun! Die Arbeitsbelastung ist bei euch garantiert mehr als ausgelastet und dann bei solchen Kommentaren, wie oben, noch die Ruhe zu bewahren ist professionell... und genau so habe ich die Informationen und Aussagen vom Gesundheitsamt auch immer wahrgenommen, sehr professionell. Machen Sie bitte alle weiter so und lassen sich nicht unterkriegen... Sie leisten alle gute Arbeit und die Informationsseite hier finde ich persönlich sehr aussagekräftig, daher schaue ich auch täglich hier rein und informiere mich über neuste Zahlen und Kenntnisse. Vielen Dank und einen guten Start in die neue Woche.

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    Kreis Paderborn
    11.08.2020 09:10 Uhr

    Guten Morgen Linda,
    ganz herzlichen Dank für diese aufbauenden Worte! Dieses Dankeschön funken wir gern an alle Kolleginnen und Kollegen, denen Ihre Rückmeldung auch sehr gut tun wird. Wir machen weiter, versprochen. Ihnen auch eine schöne Zeit, und natürlich: bleiben Sie gesund! Herzliche Grüße aus dem Kreishaus

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    Suki
    10.08.2020 09:08 Uhr

    Guten Morgen,
    meine Tnate braucht eine Bescheinigung über einen negativen COVID19-Test für eine Reise ins Ausland. Wo kann man diesen Test außer beim Hausarzt als Privatzahler durchführen? Meine Tante ist in Deuutschland nicht ansässig und hat damit keinen Hausarzt.

    Danke im Voraus

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    Kreis Paderborn
    10.08.2020 10:45 Uhr

    Guten Tag,
    ich habe Ihre Anfrage an das Gesundheitsamt des Kreises weitergeleitet, dieses wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen. Das Gesundheitsamt hat ein Infotelefon eingerichtet. Von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr und am Samstag von 12 bis 16 Uhr werden unter der Telefonnummer 05251 308-3333 Fragen zu Corona beantwortet.

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    Petra Fecke
    23.08.2020 08:57 Uhr

    Wie kann es sein, dass die Kitakinder die im engen Kontakt mit einer Erzieherin, die positiv getestet wurde, nicht getestet werden. Sie schicken die Kids samt einem Elternteil für 14 Tage in Quarantäne und testen nur bei Symptomen? Fahrlässig. Was ist, wenn ein Kind infiziert ist und das Elternteil in diesen 14 Tagen ansteckt und dieser auch keine Symptome entwickelt? Dann läuft das Elternteil draussen rum nach der Quarantäne und steckt andere an. Das kann nicht Sinn eines Gesundheitsamtes sein.

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    Kreis Paderborn
    24.08.2020 08:51 Uhr

    Ein Test ist immer eine Momentaufnahme. Er dient dazu, Infizierte zu finden und Kontaktpersonen der Kategorie eins, also engerer Kontakt im Sinne des Robert Koch-Instituts (RKI) zu isolieren. Das ist ja bereits passiert. Die Kindergartenkinder sind Kontaktpersonen der Kategorie eins. Sie befinden sich allesamt in 14-tägiger Quarantäne. Wie die Arbeitskolleginnen der Erzieherin auch. Die Familienangehörigen sind Kontaktpersonen der Kategorie zwei. Auch hier richten wir uns nach den Vorgaben des RKI, die Sie auf den Seiten des Robert Koch-Instituts unter Kontaktmanagement nachlesen können.
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Kontaktperson/Management.html#doc13516162bodyText7.
    Hier gern ein Auszug: „Generell im Haushalt nach Möglichkeit zeitliche und räumliche Trennung der Kontaktperson von anderen Haushaltsmitgliedern. Eine „zeitliche Trennung“ kann z.B. dadurch erfolgen, dass die Mahlzeiten nicht gemeinsam, sondern nacheinander eingenommen werden. Eine räumliche Trennung kann z.B. dadurch erfolgen, dass sich die Kontaktperson in einem anderen Raum als die anderen Haushaltsmitglieder aufhältt“.

    Das Infektionsschutzgesetz unterscheidet nicht zwischen Kindern und Eltern. Eigentlich müsste das Kind somit von der Familie komplett räumlich isoliert werden, was natürlich nicht sein kann und darf. Deshalb stellen wir ein Elternteil mit unter Quarantäne, damit die Betreuung sichergestellt ist. In Absprache mit den Eltern, das können Sie auch in unserer Pressemitteilung nachlesen, testen wir die Kindegartenkinder, wir reden hier zum Teil von Kindern im Alter von einem Jahr, erst dann, wenn sich Symptome zeigen sollten. Der Test ist bereits für Erwachsene unangenehm, für Kleinkinder kann er verstörend wirken. Und: Die Kinder sind ja bereits in Quarantäne, alle Schutzmaßnahmen veranlasst.

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