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Kreishaus
Wewelsburg

Informationen zum neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2

Auf diesen Seiten stellen wir Ihnen aktualisierte und validierte Informationen mit allen Links zu Behörden und Einrichtungen zur Verfügung.

Infotelefon des Gesundheitsamtes

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Allgemeine Fragen zu COVID-19

05251 308-3333

 

erreichbar von

Mo-Fr: von 9:00 bis 13:00 Uhr und 14:00 bis 18:00 Uhr
S
a: von 12:00 bis 16:00 Uhr

Corona-Patienten oder Patienten mit Verdacht auf Corona können sich außerhalb der Öffnungszeiten der Hausarztpraxen an den Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung, Tel. 116117 wenden. In Notfällen wie z. B. Atemnot oder starke Schmerzen im Herzbereich oder Brust sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden.


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Bürgertelefon

05251 88-122979

 

Servicezeiten:

Montag bis Donnerstag: 8.00 – 16.00 Uhr
Freitag: 8.00 – 12.00 Uhr

Das Bürgertelefon bietet keine medizinische Beratung an.

In Kooperation mit dem telefonischen Service-Center der Stadt Paderborn

 

Aktuelle Lage im Kreis Paderborn

Stand: Samstag, 04.07.2020, 17:00 Uhr

Zwei neue Fälle: 726 bestätigte Corona-Infektionen im Kreis Paderborn

Zwei neue Fälle (je ein Fall in Paderborn und Salzkotten): Die aufsummierte Gesamtzahl der bestätigten Corona-Infektionen steigt auf 726, Stand 4. Juli, 17 Uhr.

637 Menschen (Plus von 3 gegenüber dem Vortag) gelten als genesen, haben also eine COVID-19-Infektion überstanden. 34 Menschen sind seit Beginn der Corona-Pandemie im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung verstorben.

Das Corona-Geschehen im Kreis Paderborn, aufgeschlüsselt nach Orten:

Wenn Sie die Karte als Vollbild sehen wollen, klicken Sie hier.


Bestätigte Fälle

Todesfälle

Genesene


Aktuell

Vortag

Aktuell

Vortag

Aktuell

Vortag

Altenbeken

41

41

3

3

35

35

Bad Lippspringe

27

27

1

1

14

14

Bad Wünnenberg

42

42



40

40

Borchen

19

19



17

17

Büren

32

32

3

3

29

29

Delbrück

77

77

1

1

69

68

Hövelhof

54

54

4

4

47

47

Lichtenau

14

14



13

13

Paderborn

361

360

21

21

317

316

Salzkotten

59

58

1

1

56

55

GESAMT

726

724

34

34

637

634

Aktuell sind 55 Menschen im Kreis Paderborn mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert (aktive Fälle). In Büren ist derzeit niemand infiziert.

Aktive Fälle, aufgeschlüsselt nach Orten:

  • Altenbeken: 3
  • Bad Lippspringe: 12
  • Bad Wünnenberg: 2
  • Borchen: 2
  • Büren: 0
  • Delbrück: 7
  • Hövelhof: 3
  • Lichtenau: 1
  • Paderborn: 23
  • Salzkotten: 2

Ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten 7 Tage wird überprüft, ob Maßnahmen ergriffen werden müssen, um das Pandemiegeschehen einzudämmen. Für den Kreis Paderborn mit seinen 306.890 Einwohnerinnen und Einwohnern ist der Schwellenwert von 50 bei einer Zahl von 154 Neuinfizierungen innerhalb einer Woche erreicht. In den letzten 7 Tagen wurden 10 neue Fälle bestätigt. Das entspricht einer aktuellen 7-Tages-Inzidenz von 3,3.

 
 
 

Corona-Warn-App

Corona-Warn-App: Jetzt herunterladen und Corona gemeinsam bekämpfen 
Corona-Warn-App: Jetzt herunterladen und Corona gemeinsam bekämpfen

Die Bundesregierung hat dieCorona-Warn-App an den Start gebracht. Mit der App können Menschen anonym und schnell darüber informiert werden, wenn sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben.

Je mehr Menschen die Corona-Warn-App nutzen, desto schneller können in Zukunft Infektionsketten durchbrochen werden.

 

Allgemeinverfügung des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales: Quarantäne für Tönnies-Beschäftigte sowie deren Haushaltsangehörigen ab dem 3. Juli

Zum Schutz der Bevölkerung vor einer Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 ordnet das NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales für alle Personen, die im Zeitraum vom 3. Juni bis zum 17. Juni an mindestens einem Tag auf dem Betriebsgelände der Firma Tönnies in Rheda-Wiedenbrück tätig waren sowie für deren Haushaltangehörigen Quarantäne ab dem 3. Juli an. Die am 1. Juli veröffentlichte Allgemeinverfügung des NRW-Ministeriums gilt bis zum 17. Juli.

Die Quarantäneanordnung gilt für alle, die an dem Tönnies-Standort in Rheda-Wiedenbrück an mindestens einem Tag gearbeitet haben, unabhängig davon, ob sie unmittelbar bei der Firma Tönnies einem Subunternehmer oder einer Leiharbeitsfirma angestellt waren. Unter Quarantäne stehen alle Personen, die mit ihnen in Sammel-, und Gemeinschaftsunterkünften, Wohnungen oder Einfamilienhäusern leben, heißt es in der Verfügung.

Im Kreis Paderborn wohnen 88 Tönnies-Beschäftigte. Für sie und ihre Haushaltsangehörigen hatte der Kreis Paderborn per Allgemeinverfügung am 22. Juni häusliche Quarantäne angeordnet. Die Angehörigen des Tönnies-Beschäftigten, die im gleichen Haushalt leben, sollten solange zu Hause bleiben, bis ein negatives Testergebnis des Tönnies-Mitarbeitenden vorliegt, längstens bis zum 2. Juli. Zwischenzeitlich waren 14 Tönnies-Beschäftigte und 14 Haushaltsangehörigen positiv getestet worden. Die Allgemeinverfügung des Kreises Paderborn endete  am Donnerstag, 2. Juli. Am Freitag, 3. Juli, tritt die Quarantäneanordnung des NRW-Ministeriums in Kraft.

Die Quarantäne der positiv getesteten Tönnies-Beschäftigten endet, wie bislang auch, mit Ablauf der 14 Tage, sofern sie innerhalb der letzten 48 Stunden keine Covid-19-Symptome entwickelt haben. Haushaltangehörige müssen ohne Ausnahme ab dem 3. Juli bis zum 17. Juli in häuslicher Quarantäne verbleiben. Denn es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Infizierte noch am 14. Tag, dem Ende der Inkubationszeit, ansteckend waren und ihre Angehörigen im selben Haushalt infiziert haben.

Die bisher negativ getesteten Tönnies-Mitarbeiter und deren Haushaltsangehörige müssen bis zum 17. Juli in Quarantäne bleiben. Außer alle – sowohl Beschäftigte als auch Haushaltsangehörige - können erneut einen negativen Test vorweisen.

Alle Haushaltsangehörigen von negativ getesteten Tönnies-Beschäftigten mit Wohnsitz Kreis Paderborn, die bereits aus der Quarantäne entlassen worden sind, „müssen nicht erneut in Quarantäne“, erklärt die Leiterin des Paderborner Kreisgesundheitsamtes, Dr. Constanze Kuhnert.

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt steht für Fragen zur Quarantäne oder Tests unter der 05251 308-3333, Mo-Fr von 9 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr, Sa von 12 bis 16 Uhr zur Verfügung.

 
 
 

Alltag gestalten

Jeder kann dazu beitragen, sich und andere zu schützen. Dazu gehört es, die AHA-Formel zu berücksichtigen: Abstand zu wahren, Hygieneregeln zu beachten und – da wo es eng wird – Alltagsmasken zu tragen. Was sollte im Alltag noch beachtet werden? Welche Regelungen gibt es?


Häufige Alltagsfragen:

  • Welche Regelungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie gelten aktuell?
  • Muss ich Lebensmittel oder Verpackungen desinfizieren?
  • Kann ich mich aktuell mit Bekannten und Freunden treffen?

....

Informationen des Bundesministeriums für Gesundheit mit Antworten finden Sie hier.

Infektionen in Schlacht- und Zerlegebetrieben

Infektionen mit dem Coronavirus in Schlacht- und Zerlegebetrieben: Kann man sich über Fleischwaren infizieren? Nach dem derzeitigen Stand des Wissens ist dies unwahrscheinlich, sagt das Bundesinstitut für Risikobewertung. Ausführliche Informationen des Instituts finden Sie hier.

Erlasse und Informationen des Landes Nordrhein-Westfalen

Informieren Sie sich  über neue Regeln, Maßnahmen, Verordnungen und Tipps der Landesregierung.

Die Erlasse des Landes NRW werden von den Ordnungsämtern der Städte und Gemeinden durch Allgemeinverfügungen vor Ort umgesetzt. Zu Fragen, z.B. zu Öffnungszeiten von Restaurants , Zugang zu Einkaufszentren etc., wenden Sie sich daher bitte an das Ordnungsamt Ihres Wohnortes.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Quarantäne

 
 
 
 
 
 
 

Informationen für Gehörlose

Informationen zu Corona für Gehörlose (Foto: iStock.com - Capuski)
Informationen zu Corona für Gehörlose (Foto: iStock.com - Capuski)
 
 
 
 

Informationen über Corona in verschiedenen Sprachen

Fremdsprachige Informationen in Leichter Sprache finden Sie hier.

 
 
 
 

Familien mit Kindern

Kinderzuschlag "Notfall-KIZ"

Das Bundesfamilienministerium hat den Notfall-Kinderzuschlag (KiZ) für Familien, die auf Grund der aktuellen Situation in eine schwierige finanzielle Lage kommen, gestartet. 

Hiermit erhalten Eltern die Möglichkeit bis zu 185 € pro Kind zu beantragen, wenn das monatliche Einkommen nicht ausreicht, um die gesamte Familie zu versorgen.
Auf der Internetseite des Bundesfamilienministeriums können alle relevanten Informationen nachgelesen werden. 

www.arbeitsagentur.de/familie-und-kinder/notfall-kiz

Beiträge für Kindertageseinrichtungen

Der Kreisausschuss des Kreises Paderborn hat in Vertretung des Kreistages  entschieden, dass für den Monat Mai keine Elternbeiträge für Kindertagesstätten und Kindertagespflege erhoben werden. Das Kreisjugendamt – zuständig für alle Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegen im Kreis mit Ausnahme der Stadt Paderborn – hat veranlasst, dass die Beiträge für Mai nicht per Lastschrift eingezogen werden. Eltern, die ihre Beiträge monatlich überweisen, brauchen für Mai keine Überweisung tätigen. Für April wurden auch bereits keine Beiträge erhoben.  Kita-Beiträge werden im Juni und Juli zur Hälfte erlassen.

Das Kreisjugendamt ist nicht zuständig für die Elternbeiträge der Offenen Ganztagsschulen (OGS). Hier entscheidet der jeweilige Träger, ob die Beiträge für Mai erhoben werden. 

Schulberatungsstelle ist für Sie da!

 
 
 
 

Empfehlungen

Der Hauptübertragungsweg in der Bevölkerung scheint die Tröpfcheninfektion zu sein. Diese Übertragung kann direkt von Mensch zu Mensch erfolgen, wenn virushaltige Tröpfchen an die Schleimhäute der Nase, des Mundes und ggf. des Auges gelangen. Auch eine Übertragung durch Schmierinfektion über die Hände, die mit der Mund- oder Nasenschleimhaut sowie mit der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, ist prinzipiell nicht ausgeschlossen. Außerdem gibt es Hinweise, dass SARS-CoV-2 über Aerosole (in der Luft schwebende Tröpfchenkerne kleiner als 5 Mikrometer) auch im normalen gesellschaftlichen Umgang übertragen werden kann. Eine abschließende Bewertung ist zum jetzigen Zeitpunkt noch schwierig.

(Quelle: Bundesgesundheitsministerium, Stand: 1.7.2020).

Alltag mit weniger Ansteckung und mehr Rücksichtnahme bedeutet auch, die Hygieneregeln zu beachten:

  • in den Ärmel niesen
  • Einmal-Taschentücher nutzen
  • sofort entsorgen
  • gründliches und häufiges Händewaschen mit Seife und Wasser 
  • Abstand zu Erkrankten 

schützen am besten vor einer Ansteckung. Die Hände sind der Hauptübertragungsweg von Krankheits- und Grippeerregern und natürlich auch Coronaviren. Das Paderborner Gesundheitsamt rät deshalb dazu, das Händeschütteln zu meiden. 

Abstand halten auf dem Weg zur Arbeit, ebiem Einkaufen oder beim Spaziergang im Park - mindestens 1,5 m.

Alltagsmasken tragen:  Dringend empfohlen wird das Tragen von Alltagsmasken an Orten, an denen es schwer werden kann, den Mindestabstand zu anderen immer einzuhalten. Die Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen, zum Beispiel in Geschäften, in Bus und Bahn, ist einzuhalten.


Verdacht auf Corona-Virus-Infektion und der Hausarzt ist nicht erreichbar:

  • Bei nur leichten Symptomen: selbst isolieren, Zuhause bleiben, Kontakte  vermeiden, Händehygiene einhalten.
  • Wenn die Beschwerden zunehmen: Kassenärztlichen Notdienst unter der 116117 anrufen.
  • Bei lebensbedrohlichen Situationen (z. B.  Atemnot) den Notruf  112 wählen!
 
 
 

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2

Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, nur auf überprüfte Informationen zu vertrauen und sich nicht an Spekulationen zu beteiligen. Der Kreis Paderborn hat auf seinen Seiten alle Infos und links zu gesicherten Informationen des Robert-Koch-Instituts, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und des Bundesgesundheitsministeriums zusammengestellt, die fortlaufend aktualisiert werden.

Das RKI hat die hier häufigsten Fragen und Antworten zum Coronavirus SARS-CoV-2 für Sie zusammengestellt.

Die FAQ Liste wird fortlaufend aktualisiert. Diese finden Sie auch direkt auf den Seiten des RKI: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/gesamt.html

Epidemiologie (Stand: 2.6.2020)

Wie erfasst das RKI die Situation in Deutschland, wie schätzt das RKI die Lage ein und welche Empfehlungen gitbt es für die Fachöffentlichkeit?

Das RKI analysiert fortlaufend verschiedene Datenquellen, um die Lage in Deutschland so genau wie möglich erfassen und einschätzen zu können. Dazu zählen unter anderem die offiziellen Meldedaten, aber auch Informationen aus bereits bestehenden Surveillance-Systemen (z.B. zur Influenza) und aus Projekten und Studien, die im Rahmen der COVID-19-Pandemie - auch in Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen - entstehen. Auch die Anzahl der in Deutschland insgesamt durchgeführten Labortests auf SARS-CoV-2 - für die es keine Meldepflicht gibt - wird erfasst. Alle Informationen werden bewertet und im täglichen Situationsbericht veröffentlicht.

Darüber hinaus arbeitet das Institut eng mit verschiedenen Behörden und Einrichtungen zusammen - auf internationaler und nationaler Ebene. Auf dieser Basis erstellt das Institut Empfehlungen für die Fachöffentlichkeit, welche Maßnahmen ergriffen werden sollen, um die Gesundheit zu schützen und die Weiterverbreitung der Erkrankung hinauszuzögern.

Alle Informationen und Dokumente sind unter www.rki.de/covid-19 abrufbar. Sie werden kontinuierlich an die Lage angepasst. 

Eine Lagebeschreibung und Risikobewertung ist ebenfalls im täglichen Situationsbericht zu finden. Fortlaufend aktualisierte Informationen zum Erreger werden in einem Steckbrief zu COVID-19 zur Verfügung gestellt.

Stand: 15.05.2020

Was versteht man unter der Reproduktionszahl R, und wie wichtig ist sie für die Bewertung der Lage?

Die Reproduktionszahl beschreibt, wie viele Menschen eine infizierte Person im Mittel ansteckt. Sie kann nicht alleine als Maß für Wirksamkeit/Notwendigkeit von Maßnahmen herangezogen werden. Wichtig sind außerdem u.a. die absolute Zahl der täglichen Neuinfektionen sowie die Schwere der Erkrankungen. Die absolute Zahl der Neuinfektionen muss klein genug sein, um eine effektive Kontaktpersonennachverfolgung zu ermöglichen und die Kapazitäten von Intensivbetten nicht zu überlasten.

Am Anfang einer Pandemie gibt es den Startwert R0 (auch: Basisreproduktionszahl), der beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter im Mittel ansteckt, wenn die gesamte Bevölkerung empfänglich für das Virus ist (weil es noch keine Immunität in der Bevölkerung gibt), noch kein Impfstoff verfügbar und noch keine Infektionsschutzmaßnahmen getroffen wurden.

Bei SARS-CoV-2 liegt R0 zwischen 2,4 und 3,3, das heißt jeder Infizierte steckt im Mittel etwas mehr als zwei bis etwas mehr als drei Personen an. Ohne Gegenmaßnahmen würde die Zahl der Infektionen rasch exponentiell ansteigen und erst stoppen, wenn bis zu 70 % der Bevölkerung eine Infektion bzw. Erkrankung durchgemacht haben, also immun sind und das Virus ihrerseits nicht mehr weiterverbreiten können.

Bei SARS-CoV-2 liegt R0 zwischen 2,4 und 3,3, das heißt jeder Infizierte steckt im Mittel etwas mehr als zwei bis etwas mehr als drei Personen an. Ohne Gegenmaßnahmen würde die Zahl der Infektionen rasch exponentiell ansteigen und erst stoppen, wenn bis zu 70 % der Bevölkerung eine Infektion bzw. Erkrankung durchgemacht haben, also immun sind und das Virus ihrerseits nicht mehr weiterverbreiten können.

Durch Infektionsschutzmaßnahmen lässt sich die Reproduktionszahl verringern. Man spricht von einer zeitabhängigen Reproduktionszahl R(t). Es gilt

  • Wenn R > 1, dann steigende Anzahl täglicher Neuinfektionen,
  • Wenn R = 1, dann konstante Anzahl täglicher Neuinfektionen
  • Wenn R < 1, dann sinkende Anzahl täglicher Neuinfektionen.

Bei SARS-CoV-2 ist das Ziel, die Reproduktionszahl stabil bei unter 1 zu halten.

Die Reproduktionszahl lässt sich anhand der dem RKI übermittelten Daten zu den bestätigten Fällen bestimmen. Allerdings liegen diese Daten mit einem gewissen Meldeverzug vor. Um diesen Meldeverzug auszugleichen und aktuelle Werte von R angeben zu können, wird ein statistisches Verfahren (das sogenannte Nowcasting) vorgeschaltet. Die Anwendung des Nowcastings ist allerdings erst möglich, wenn der maximale Meldeverzug in einem Ausbruch bekannt ist. Dies war im gegenwärtigen COVID-19-Ausbruch ab Ende März der Fall. Anschließend wurde das Nowcasting-Modell über mehrere Tage angepasst und validiert. Die retrospektive Auswertung wurde erstmals am 9.4.2020 online vorab als Artikel im Epidemiologischen Bulletin 17/2020 veröffentlicht und anschließend zweimal aktualisiert.

Eine Beispielrechnung für die R-Schätzung finden Sie hier.

Seit dem 14.05.2020 werden im täglichen Situationsbericht zwei R-Werte dargestellt. Zum einen - wie bisher auch - der sensitive R-Wert. Dieser Wert bildet zeitnah den Trend der Anzahl von Neuerkrankungen ab und kann auf mögliche Trendänderungen hinweisen. Er reagiert jedoch empfindlich auf kurzfristige Änderungen der Fallzahlen – wie sie etwa durch einzelne Ausbruchsgeschehen verursacht werden können - was besonders bei insgesamt kleineren Anzahlen von Neuerkrankungen zu verhältnismäßig großen Schwankungen führen kann. Daher gibt das RKI ab dem 14.5.2020 zusätzlich zu diesem sensitiven R-Wert ein weiteres stabileres 7-Tage-R an, das sich auf einen längeren Zeitraum bezieht und daher weniger tagesaktuellen Schwankungen unterliegt. Das 7-Tage-R bildet Trends zuverlässiger ab, bezieht sich dabei jedoch auf ein Infektionsgeschehen, das etwas länger zurückliegt als beim bisherigen sensitiven R-Wert.

Technisch werden beide R-Werte auf der Basis des Nowcasting geschätzt. Das Nowcasting endet am Datum von vor 4 Tagen (für den 14.5.2020 endet das Nowcasting also am 10.5.2020), da noch keine zuverlässige Aussage zur Anzahl der Neuerkrankungen der letzten 3 Tage gemacht werden kann.
Der bisher berichtete sensitive R-Wert kann geschätzt werden durch Verwendung eines gleitenden 4-Tages-Mittels der durch das Nowcasting geschätzten Anzahl von Neuerkrankungen. Er vergleicht dann die geglättete Anzahl eines Tages mit der entsprechenden Anzahl vor 4 Tagen. Die Infektionen zu diesen Neuerkrankungen liegen nochmal 4 bis 6 Tage davor, das heißt also vor 8 bis 13 Tagen. Der bisherige R-Wert, der heute berichtet wird, bildet also das Infektionsgeschehen vor etwa einer bis zwei Wochen ab. Analog dazu wird das 7-Tage-R durch Verwendung eines gleitenden 7-Tages-Mittel der Nowcasting-Kurve geschätzt. Schwankungen werden dadurch stärker ausgeglichen. Das 7-Tage-R vergleicht den 7-Tages-Mittelwert der Neuerkrankungen eines Tages mit dem 7-Tages-Mittelwert 4 Tage zuvor. Die Infektionen zu den Neuerkrankungen liegen 4 bis 6 Tage davor, das heißt also vor 8 bis 16 Tagen. Das 7-Tage-R bildet somit das Infektionsgeschehen vor etwa einer bis etwas mehr als zwei Wochen ab.

Beispiel:
(A) Berechnung R-Wert, der am 14. Mai im Lagebericht veröffentlicht wird. Dieser Wert basiert auf der geschätzten Anzahl von Neuerkrankungen bis zum 10. Mai. Er berechnet sich als Summe der Neuerkrankungen zwischen den 4 Tagen vom 7. bis zum 10. Mai geteilt durch die Summer der Neuerkrankungen der 4 Tage vom 3. bis zum 6. Mai. Er bezieht sich damit auf die Neuerkrankungen vom 7. bis zum 10. Mai, die zugehörigen Infektionen liegen eine Inkubationszeit davor und damit 4 bis 6 Tage davor, das heißt also zwischen dem 1. und 6. Mai. Damit liegt das beschriebene Infektionsgeschehen 8 bis 13 Tage vor dem 14. Mai.

(B) Berechnung des 7-Tage-R-Werts, der am 14. Mai im Lagebericht veröffentlicht wird. Dieser Wert basiert auf der geschätzten Anzahl von Neuerkrankungen bis zum 10. Mai. Er berechnet sich als Summe der Neuerkrankungen zwischen den 7 Tagen vom 3. bis zum 10. Mai geteilt durch die Summer der Neuerkrankungen der 7 Tage vom 30. April bis zum 6. Mai. Er bezieht sich damit auf die Neuerkrankungen vom 3. bis zum 10. Mai, die zugehörigen Infektionen liegen eine Inkubationszeit davor und damit 4 bis 6 Tage davor, das heißt also zwischen dem 28. April und dem 6. Mai. Damit liegt das beschriebene Infektionsgeschehen 8 bis 16 Tage vor dem 14. Mai.

Der 7-Tage R-Wert bezieht sich also auf ein etwas weiter zurückliegendes Infektionsgeschehen. Dies sollte bei einem Vergleich der beiden R-Werte beachtet werden.
Unter www.rki.de/covid-19-nowcasting werden Beispielrechnungen und beide R-Werte als Excel-Tabelle zur Verfügung gestellt und täglich aktualisiert. Dort ist auch eine ausführliche Erläuterung des stabileren R-Werts zu finden.

Siehe dazu auch die Frage „Wenn R bereits am 22. März unter 1 lag, warum brauchte man dann noch Kontaktbeschränkungen?“

Stand: 14.05.2020

Wird es weitere COVID-19-Wellen in Deutschland geben?

Durch die raschen und umfangreichen Infektionsschutzmaßnahmen und das gute Mitwirken der Bevölkerung ist es gelungen, die erste COVID-19-Welle in Deutschland abzuflachen. Die bundesweiten Fallzahlen sind aktuell rückläufig. Das bedeutet jedoch keinesfalls, dass die Pandemie in Deutschland überstanden ist. Bislang war nur ein kleiner Teil der Menschen hierzulande mit SARS-CoV-2 infiziert und ist – wahrscheinlich und zumindest für eine gewisse Zeit – gegen das Virus immun. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung hat noch immer keinerlei Immunschutz gegen SARS-CoV-2. Es muss damit gerechnet werden, dass die Fallzahlen wieder ansteigen können und es zu einer zweiten COVID-19-Welle kommen kann. Wann eine zweite Welle in Deutschland beginnen könnte und wie stark diese ausfallen würde, lässt sich nicht vorhersagen. Das hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel von möglichen saisonalen Effekten (siehe „Gibt es eine Saisonalität bei SARS-CoV-2?“), der Aufrechterhaltung und Einhaltung von Infektionsschutzmaßnahmen, der Mobilität der Bevölkerung und der schnellen Erkennung von Fällen, Clustern, Ausbrüchen und Kontaktpersonen. Eine wichtige Rolle spielt das individuelle Verhalten (Verhaltensregeln und -empfehlungen zum Schutz vor COVID-19 sind auf den Seiten der BZgA zu finden). Ohne diese Maßnahmen kann sich das Virus unkontrolliert weiterverbreiten und es würde – durch die hohe Infektiosität des Virus und die fehlende Immunität in der Bevölkerung – sehr rasch wieder zu einer exponentiellen Zunahme der Neuinfektionen und zu einer unter Umständen sehr starken zweiten Welle kommen. Auch mehrere nachfolgende Wellen unterschiedlichen Ausmaßes sind theoretisch denkbar.

Stand: 02.06.2020

Gibt es eine Saisonalität bei SARS-CoV-2?

Ob die Aktivität von SARS-CoV-2 saisonal beeinflusst wird, ist noch offen. Viele Viren, die akute Atemwegserkrankungen verursachen, verbreiten sich im Sommer generell schlechter: Grund dafür sind unter anderem die höheren Temperaturen, die UV-Strahlung, aber auch die Tatsache, dass man weniger Zeit dicht gedrängt in Räumen verbringt. Eine solche Saisonalität wurde bei anderen humanen Coronaviren beobachtet (Schnupfenviren). Ein saisonaler Effekt ist auch bei SARS-CoV-2 denkbar, es ist jedoch offen, wie groß ein solcher Effekt sein würde, da das Virus immer noch auf eine Bevölkerung trifft, die kaum Immunschutz gegen SARS-CoV-2 aufweist.

Stand: 26.05.2020

Fallzahlen und Meldungen (Stand: 8.6.2020)

Wo gibt es die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzen?

Für Deutschland werden die an das RKI übermittelten Fallzahlen nach Bundesland und Landkreisen grafisch in einem Dashboard dargestellt (https://corona.rki.de). Sie sind auch im täglichen Situationsbericht zu finden. Im Dashboard und Situationsbericht ist auch eine Karte mit der 7-Tages-Inszidenz auf Landkreisebene zu finden. Bei der Übermittlung der Fälle von den lokalen Behörden über die Landesstellen bis ans RKI kann es zu einem Melde- und Übermittlungsverzug von einigen Tagen kommen.

Weltweite Fallzahlen sind auf denInternetseiten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) abrufbar.

Stand: 15.05.2020

Wie funktioniert der Meldeweg, was ist alles meldepflichtig und welche Informationen zu den Erkrankten werden ans RKI übermittelt?

Die Ärztin oder der Arzt, der bei einem Patienten den Verdacht auf eine Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus stellt, muss dies dem Gesundheitsamt gemäß Infektionsschutzgesetz (IfSG) melden (siehe dazu die "Empfehlungen zur Meldung von Verdachtsfällen von COVID-19"). Auch das Labor, das das neuartige Coronavirus bei einem Menschen nachweist, muss dies dem Gesundheitsamt melden.

Meldepflichtig sind der direkte und indirekte Nachweis von SARS-CoV-2, soweit der Nachweis auf eine akute Infektion hinweist. Im Vordergrund steht der direkte Erregernachweis. Mit den derzeit am Markt befindlichen serologischen Tests kann bei einmaliger Untersuchung noch nicht ausreichend sicher festgestellt werden, ob eine akute Infektion vorliegt. Sollte im Rahmen einer Untersuchungsserie bei einer Person eine Serokonversion festgestellt werden (Abstand der beiden Tests maximal 30 Tage), kann dies auf eine akute Infektion hinweisen. Der Nachweis von IgM-Antikörpern und der Nachweis von IgG-Antikörpern in getrennten Tests, kann ebenfalls bei entsprechender Beurteilung durch das Labor unter Berücksichtigung der verwendeten Tests, ein Hinweis auf eine akute Infektion sein. Der einmalige Nachweis von IgM lässt nicht sicher auf eine akute Infektion schließen. Die Bewertung, ob der Nachweis auf eine akute Infektion hinweist, muss unter Berücksichtigung der Eigenschaften der jeweils verwendeten Tests, ggf. durchgeführten Voruntersuchungen und anamnestischen Angaben durch das diagnostizierende Labor im Rahmen des laborärztlichen Befundes erfolgen (siehe auch „Wie wird eine Infektion mit SARS-CoV-2 labordiagnostisch nachgewiesen, welche Test gibt es?“). Die Meldepflicht ermöglicht dem Gesundheitsamt die erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen zu treffen.

Die Meldung muss unverzüglich erfolgen und dem Gesundheitsamt spätestens innerhalb von 24 Stunden vorliegen. Dabei müssen auch Name, Adresse und Kontaktdaten der betroffenen Person dem Gesundheitsamt gemeldet werden, damit das Gesundheitsamt die Person kontaktieren kann und die notwendigen Maßnahmen (z.B. Isolierung des Patienten, Ermittlung von Kontaktpersonen) einleiten kann.

COVID-19-Fälle, die die Falldefinition des RKI erfüllen, werden von den zuständigen Gesundheitsämtern elektronisch an die zuständigen Landesbehörden und von dort spätestens am nächsten Arbeitstag ans RKI übermittelt, allerdings ohne Name, Wohnort und Kontaktdaten der Betroffenen. In der aktuellen Lage übermitteln die meisten Gesundheitsämter früher und häufiger als gesetzlich vorgesehen, meist täglich und auch am Wochenende. Allerdings kann es bei der Übermittlung der Fälle auch zu einem Melde- und Übermittlungsverzug von einigen Tagen kommen.

Dabei können – sofern sie dem Gesundheitsamt vorliegen – auch zusätzliche Informationen übermittelt werden, z.B. Erkrankungsbeginn, Symptome und ob der/die Betroffene ins Krankenhaus oder auf eine Intensivstation eingewiesen worden ist. Die Daten werden vom RKI ausgewertet und dargestellt (siehe Dashboard und Situationsberichte). In vielen Fällen sind diese Informationen aber nicht vollständig, weil diese Informationen zum Zeitpunkt der Meldung noch nicht vorliegen und von den Gesundheitsämtern erst ermittelt werden müssen. Bei COVID-19 kann es vorkommen, dass zunächst mild erkrankte Personen erst einige Tage später schwer erkranken und im Krankenhaus behandelt werden müssen, diese Information zum Verlauf aber den Gesundheitsämtern nicht immer regelmäßig vorliegt. Wenn es, wie derzeit bei COVID-19, in einzelnen Gesundheitsämtern zu einem rasanten Anstieg der Meldungen wegen eines Ausbruchs kommt, kann die Ermittlung der Angaben und Übermittlung der Fälle auch länger dauern, da die Gesundheitsämter dann vor allen Dingen den Ausbruch stoppen müssen.

Mit Inkraftreten des Zweiten Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite sollen dem RKI aus Laboren zusätzlich alle Untersuchungsergebnisse auf SARS-CoV-2 nichtnamentlich gemeldet werden. Die Meldepflicht soll elektronisch umgesetzt werden, die Meldungen müssen erfolgen, wenn die elektronische Lösung zur Verfügung steht (nähere Informationen unter „Nichtnamentliche Meldepflicht von Untersuchungsergebnissen“).

Für Informationen zur Erfassung von Todesfällen siehe "Wie werden Todesfälle erfasst?".

Stand: 08.06.2020

Wie werden Todesfälle erfasst?

In der Statistik des RKI werden die COVID-19-Todesfälle gezählt, bei denen ein laborbestätigter Nachweis von SARS-CoV-2 (direkter Erregernachweis) vorliegt und die in Bezug auf diese Infektion verstorben sind. Das Risiko an COVID-19 zu versterben ist bei Personen, bei denen bestimmte Vorerkrankungen bestehen, höher. Daher ist es in der Praxis häufig schwierig zu entscheiden, inwieweit die SARS-CoV-2 Infektion direkt zum Tode beigetragen hat. Sowohl Menschen, die unmittelbar an der Erkrankung verstorben sind („gestorben an“), als auch Personen mit Vorerkrankungen, die mit SARS-CoV-2 infiziert waren und bei denen sich nicht abschließend nachweisen lässt, was die Todesursache war („gestorben mit“) werden derzeit erfasst.

Verstorbene, die zu Lebzeiten nicht auf COVID-19 getestet wurden, aber in Verdacht stehen, an COVID-19 verstorben zu sein, können post mortem auf das Virus untersucht werden.

Darüber hinaus wird in fast allen Bundesländern der vertrauliche Teil der Todesbescheinigung an das Gesundheitsamt gesendet. Dort kann ein Abgleich mit den Meldedaten erfolgen, wenn auf der Todesbescheinigung als Todesursache eine Infektionskrankheit angegeben ist (siehe auch "Was ist beim Umgang mit an COVID-19-Verstorbenen zu beachten?").

Stand: 15.05.2020

Weiß man, wie viele COVID-19-Patienten im Krankenhaus behandelt werden und wie viele genesen sind

Wie viele COVID-19-Fälle aktuell im Krankenhaus behandelt werden, könnte über die Meldedaten erfasst werden. Allerdings wird davon ausgegangen, dass die Daten aktuell nicht immer vollständig vorliegen (siehe "Wie funktioniert der Meldeweg, was ist alles meldepflichtig und welche Informationen zu den Erkrankten werden ans RKI übermittelt?").

Im DIVI-Intensivregister werden u.a. intensivmedizinisch behandelte COVID-19-Patienten erfasst: Das Register stellt dar, wie viele Patienten sich deutschlandweit in intensivmedizinischer Behandlung befinden, wie viele davon beatmet werden, bei wie vielen die Behandlung abgeschlossen wurde und wie viele Patienten gestorben sind. Die Zahlen werden im täglichen Situationsbericht zusammengefasst.

Informationen zu Krankenhausaufenthalten können aber auch über andere Surveillancesysteme des RKI erfasst werden, z.B. durch die Krankenhaussurveillance schwerer akuter respiratorischer Infektionen (ICOSARI). Seit 2015 werden am RKI – zur Bewertung der Grippewelle und anderer schwer verlaufender akuter Atemwegserkrankungen – zusätzlich Informationen aus inzwischen rund 70 Sentinelkrankenhäusern ausgewertet und in den Influenza-Wochenberichten veröffentlicht. Genutzt werden dabei insbesondere Entlassungsdiagnosen von Patienten mit Grippe, Lungenentzündungen und anderen akuten Infektionen der unteren Atemwege.

Daten darüber, ob ein Patient wieder genesen ist, werden nicht offiziell erhoben. Die Erhebung ist auch nicht gesetzlich vorgesehen. Allerdings kann man zumindest bei den Fällen, bei denen die meisten Angaben ermittelt wurden und, die keine schweren Symptome hatten, die nicht in ein Krankenhaus eingewiesen wurden, davon ausgehen, dass sie spätestens nach 14 Tagen wieder genesen sind. Das RKI schätzt die Zahl der Genesenen und stellt sie täglich auf dem RKI-Dashboard (https://corona.rki.de) und im Situationsbericht zur Verfügung.

Stand: 15.05.2020

Warum unterscheiden sich die vom RKI und Johns Hopkins Universität berichteten Angaben zu COVID-19 Fällen in Deutschland?

Das Center for Systems Science and Engineering (CSSE) der Johns Hopkins Universität (JHU) und das RKI beziehen ihre Daten aus unterschiedlichen Quellen, daher sind Abweichungen unvermeidlich.

Die Angaben der JHU basieren auf einer Internetrecherche, bei der verschiedene Quellen berücksichtigt werden (u.a. Behörden, Medienberichte, Social Media). Dadurch liegen die Zahlen zwar schnell vor, lassen jedoch nur begrenzte Schlüsse auf die Entwicklung zu, da nähere Informationen zu den Fällen fehlen und die Berichterstattung der Bezugsquellen nicht einheitlich ist.

Das RKI verwendet für seine Analysen (RKI-Dashboard,Lageberichte) nur die offiziellen, den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) gemeldeten Fälle. Ärzte und Labore melden Informationen zu ärztlichen Diagnosen bzw. Erregernachweisen an die Gesundheitsämter. Diese überprüfen die Informationen, führen sie zusammen und ergänzen fehlenden Angaben durch eigene Ermittlungen. Auf die Weise gesicherte COVID-19-Fälle werden an die zuständigen Landesbehörden und das RKI übermittelt. Dabei kann etwas Zeit vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug), die nach IfSG gemeldeten und übermittelten Daten weisen jedoch eine hohe Qualität auf. Wichtige Informationen zu den Fällen (Erkrankungsbeginn, regionale Verteilung, Alter, Geschlecht, Symptome, Personal in medizinischen Einrichtungen etc.) sind enthalten. Die Daten helfen dabei, Trends zu erfassen. Auch Informationen zu Krankheitsschwere und möglichen Risikofaktoren lassen sich von den Meldedaten ableiten.

Die Zusammenstellung, Validierung und Weitergabe der Informationen nimmt Zeit in Anspruch, sie ist aber dringend notwendig. Weitreichende Entscheidungen für den Infektionsschutz brauchen eine solide, aussagekräftige und qualitätsgeprüfte Datengrundlage.

Siehe auch „Wie funktioniert der Meldeweg, was ist alles meldepflichtig und welche Informationen zu den Erkrankten werden ans RKI übermittelt?“ und die Hinweise zu Meldung und Dashboard unter www.rki.de/covid-19-fallzahlen.

Stand: 18.04.2020

Klinische Aspekte (Stand: 29.5.2020)

Welche Gruppen sind besonders häufig von einem schweren Verlauf betroffen?

Informationen zu Risikogruppen sind im Steckbrief zu COVID-19 abrufbar, Abschnitt „2. Krankheitsverlauf und demografische Einflüsse“.

Siehe auch Hilfestellung für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf und Prävention und Management von Erkrankungen in Alten- und Pflegeheimen sowie Hinweise für ambulante Pflegedienste.

Stand: 22.04.2020

Ist man nach einer durchgemachten SARS-CoV-2-Infektion immun?

Derzeit gehen Experten davon aus, dass genesene Patienten nur ein geringes Risiko haben, ein zweites Mal an COVID-19 zu erkranken. Erste Studien haben gezeigt, dass Personen nach durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion spezifische Antikörper entwickeln, die das Virus in Labortesten neutralisieren können. Unklar ist jedoch noch, wie robust und dauerhaft dieser Immunstatus aufgebaut wird und ob es möglicherweise von Mensch zu Mensch Unterschiede gibt. Die Erfahrungen mit anderen Coronavirus-Erkrankungen wie SARS und MERS deuten darauf hin, dass ein zumindest partieller Immunstatus bis zu drei Jahre anhalten könnte. Um diesen Aspekt für COVID-19 Erkrankungen genau bewerten zu können, sind serologische Längsschnittstudien erforderlich, die den Immunstatus von Rekonvaleszenten über einen längeren Zeitraum beobachten.

Stand: 22.04.2020

Was ist über COVID-19 bei Schwangeren bekannt?

Aktuell gibt es keine Daten zur Empfänglichkeit für eine SARS-CoV-2-Infektion in der Schwangerschaft. Aufgrund der physiologischen Anpassungen und immunologischen Vorgänge kann eine erhöhte Empfänglichkeit nicht ausgeschlossen werden.

Im Fall einer Infektion scheinen Schwangere jedoch häufiger keine oder nur milde Symptome (z.B. seltener Fieber) zu entwickeln. Bei Verdacht auf eine Infektion sollte daher die Indikation für eine Testung auf SARS-CoV- 2 großzügig gestellt werden.

Zur Frage der Schwere des Krankheitsverlaufs geben die bisherigen Studien und Fallberichte, in denen Schwangere mit COVID-19 untersucht wurden, keinen Hinweis darauf, dass die Krankheit bei Schwangeren schwerer verläuft als bei Nicht-Schwangeren, in Einzelfällen kann eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich sein. Todesfälle, darunter auch im Wochenbett, die möglicherweise in Zusammenhang mit einer Erkrankung stehen, wurden bislang nur vereinzelt berichtet.

Hinsichtlich möglicher Auswirkungen einer COVID-19 Erkrankung auf das Ungeborene gibt es bisher nur wenige Daten, insbesondere fehlen hier Langzeituntersuchungen. Daher können zu dieser Fragestellung keine validen Aussagen gemacht werden. Generell kann hohes Fieber während des ersten Schwangerschaftsdrittels das Risiko von Komplikationen und Fehlbildungen erhöhen.

Die Möglichkeit einer Übertragung im Mutterleib kann, basierend auf den bisher vorliegenden wenigen Untersuchungen und Fallberichten aus China zu Immunreaktionen bei Neugeborenen, nicht ausgeschlossen werden.

In den meisten Fällen zeigen die Kinder SARS-CoV-2-positiver Mütter nach der Geburt keine Krankheitszeichen. Bislang sind nur einzelne Fälle von Erkrankungen bei Neugeborenen beschrieben, die möglicherweise Folge einer Infektion im Mutterleib sind. Eine Übertragung von der Mutter auf das neugeborene Kind ist - sofern keine geeigneten Schutzmaßnahmen ergriffen werden - bei engem Kontakt möglich. Es gibt nur wenige Untersuchungen zur Fragestellung, ob das Virus in der Muttermilch nachweisbar ist. Bislang gelang nur in einem Fall der Nachweis von Virus-RNA. Allerdings kann die beobachtete Infektion des Neugeborenen hier auf anderem Wege erfolgt sein, weshalb ungeklärt bleibt, ob das Virus in der Muttermilch tatsächlich auch infektiös und eine Übertragung durch das Stillen damit möglich ist.

Insgesamt ist die Datenlage derzeit noch nicht ausreichend, um alle Fragen zu COVID-19 in der Schwangerschaft sicher zu beantworten.

Umfangreiche Informationen zu COVID-19 und Schwangerschaft, darunter FAQ und Kreissaal-Empfehlungen, stellt die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) zur Verfügung.

Stand: 29.05.2020

Was ist über COVID-19 bei Kindern bekannt?

In der Mehrzahl der vorliegenden Studien sind Kinder seltener von einer Infektion mit SARS-CoV-2 betroffen als Erwachsene. Ob Kinder genauso empfänglich für eine Infektion sind wie Erwachsene, ist nicht endgültig geklärt. Die Symptomatik der Erkrankung ist bei Kindern häufig geringer ausgeprägt als bei Erwachsenen, auch asymptomatische Verläufe kommen häufiger als bei Erwachsenen vor. Schwere Verläufe sind selten und betreffen insbesondere Säuglinge und Kleinkinder, einzelne Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19 sind im Kindesalter beschrieben. In sehr seltenen Fällen können erkrankte Kinder und Jugendliche eine schwere, aber behandelbare Entzündungsreaktion entwickeln (u.a. bezeichnet als „multisystemisches inflammatorisches Syndrom“).

Zur Frage, inwiefern Kinder und Jugendliche zur Verbreitung von SARS-CoV-2 in der Bevölkerung beitragen, liegen bislang nur wenige Daten vor. In den meisten Studien zeigte sich, dass Kinder durch Erwachsene infiziert wurden. Da die Betreuungs- und Bildungseinrichtungen während der meisten Untersuchungen geschlossen bzw. nur eingeschränkt geöffnet waren, sind die Ergebnisse nicht auf die Alltagssituation übertragbar.

Aufgrund der hohen Kontagiosität des Virus, dem engen Kontakt zwischen Kindern und Jugendlichen untereinander und dem häufigeren symptomlosen bzw. milden Verlauf erscheint es plausibel, dass Übertragungen stattfinden (siehe auch „Wiedereröffnung von Bildungseinrichtungen – Überlegungen, Entscheidungsgrundlagen und Voraussetzungen“, EpidBull 19/2020).

Auch Kinder und Jugendliche, welche die empfohlenen Maßnahmen umsetzen können, sollten einen Abstand von mindestens 1,5 Metern halten und die Hygieneregeln beachten (siehe auch “Welchen Vorteil bringt „Abstand halten“ bzw. die Beschränkung sozialer Kontakte?“). Kranke Kinder und Jugendliche sollen zu Hause bleiben, bei Bedarf ärztlich behandelt und bei Verdacht auf das Vorliegen einer COVID-19-Infektion getestet werden.

Stand: 29.05.2020

Welche Behandlungsmöglichkeiten stehen für das neuartige Coronavirus zur Verfügung?

Nur ein Teil der COVID-19-Erkrankungen verläuft schwer. Im Zentrum der Behandlung der Infektion stehen die optimalen unterstützenden Maßnahmen entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes (z.B. Sauerstoffgabe, Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes, ggf. Antibiotikagabe zur Behandlung von bakteriellen Superinfektionen) sowie die Behandlung von relevanten Grunderkrankungen. Eine spezifische, d.h. gegen das neuartige Coronavirus selbst gerichtete Therapie steht derzeit noch nicht zur Verfügung. Verschiedene spezifische Therapieansätze – darunter experimentelle Wirkstoffe wie Remdesivir, Camostat und bereits zugelassene Medikamente wie Lopinavir/Ritonavir, Favipiravir, Chloroquin/Hydrxychloroquin – werden derzeit im Rahmen von Studien geprüft. Der STAKOB veröffentlicht regelmäßig aktualisierte Hinweise zur Therapie von COVID-19 ebenso wie die verschiedenen Fachgesellschaften.

Informationen zu den von BfArM und PEI genehmigten klinischen Prüfungen finden Sie im Europäischen "Clinical Trials Register" sowie auf der Internetseite des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF).
Weitere Hinweise sind auf den Internetseiten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zu finden.

Stand: 26.05.2020

Infektionsschutzmaßnahmen (Stand: 03.07.2020)

Welches Ziel soll mit den vom RKI empfohlenen Infektionsschutzmaßnahmen erreicht werden?

Die Strategie der empfohlenen Maßnahmen wird im Epid Bull 12/2020 und 19/2020 erläutert.

Stand: 18.04.2020

Wie kann man seine Mitmenschen vor Ansteckung schützen?

Umfassende Informationen zu Verhaltensregeln und -empfehlungen zum Schutz vor COVID-19 stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bereit.

Stand: 26.05.2020

Welche Rolle spielen Impfungen und was gilt es beim Impfen zu beachten?

Antworten rund um das Thema Impfungen und COVID-19 finden Sie hier.

Stand: 16.06.2020

Welchen Vorteil bringt Abstand halten bzw. die Beschränkung sozialer Kontakte?

Die Beschränkung sozialer Kontakte soll Übertragungsketten und die Ausbreitung von SARS-Cov-2 in Deutschland verlangsamen. Ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen vermindert das Risiko einer Übertragung von SARS-CoV-2.
Das Virus wird vor allem durch direkten Kontakt zwischen Menschen (z.B. beim Sprechen, Husten oder Niesen, siehe Steckbrief zu COVID-19, Übertragungswege) übertragen. In der Übertragung spielen Tröpfchen wie auch Aerosole eine Rolle. Durch das Einhalten eines Abstands von mehr als 1,5 m kann die Exposition gegenüber Tröpfchen sowie in gewissen Umfang auch Aerosolen verringert werden.
Ohne Gegenmaßnahmen steckt eine infizierte Person durchschnittlich zwei bis drei weitere Menschen an. Eine Übertragung durch eine infizierte Person kann auch schon ein bis drei Tage vor Symptombeginn stattfinden.
Eine rasche Ausbreitung des Virus würde insbesondere eine Gefährdung für ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen bedeuten. Personen, die zu diesen Risikogruppen gehören, erkranken häufiger schwer und eine stationäre oder sogar intensivmedizinische Behandlung kann dann erforderlich sein.
Erkranken viele Menschen gleichzeitig, besteht die Gefahr eines Engpasses im Gesundheitswesen (Zahl der Krankenhausbetten, medizinisches und pflegerisches Personal) sodass die Kapazitäten nicht ausreichen, um alle Patienten zu versorgen. Personen mit anderen Erkrankungen können dann möglicherweise nicht mehr im Krankenhaus behandelt werden.

Stand: 15.06.2020


Ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Öffentlichkeit zum Schutz vor SARS-CoV-2 sinnvoll?

Um sich selbst und andere vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 zu schützen, sind Selbstisolierung bei Erkrankung, eine gute Händehygiene, Einhalten von Husten- und Niesregeln und das Abstandhalten (mindestens 1,5 Meter) die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen.

Mehrlagiger medizinischer (chirurgischer) Mund-Nasen-Schutz (MNS) und medizinische Atemschutzmasken, z.B. FFP-Masken, müssen medizinischem und pflegerischem Personal vorbehalten bleiben. Der Schutz des Fachpersonals ist von gesamtgesellschaftlich großem Interesse. FFP-Masken mit Ventil filtern nur die eingeatmete Luft und sind daher nicht für den Fremdschutz ausgelegt. Solche Masken sind für sehr wenige Anwendungsfelder in der Klinik vorgesehen und sollten nicht in der Bevölkerung getragen werden.

Für die Bevölkerung empfiehlt das RKI das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (textile Barriere im Sinne eines MNS) in bestimmten Situationen im öffentlichen Raum. Das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung kann ein zusätzlicher Baustein sein, um die Ausbreitungsgeschwindigkeit von COVID-19 in der Bevölkerung zu reduzieren – allerdings nur, wenn weiterhin Abstand (mind. 1,5 Meter) von anderen Personen, Husten- und Niesregeln und eine gute Händehygiene eingehalten werden. Dabei muss berücksichtigt werden, dass es Personen gibt, die aus medizinischen oder anderen triftigen Gründen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können.

Menschen, die an einer akuten Atemwegserkrankung leiden, sollen unbedingt zu Hause bleiben und den Kontakt zu anderen meiden. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen jedoch zunehmend, dass Menschen, die mit SARS-CoV-2 infiziert sind, das Virus schon ein bis drei Tage ausscheiden können, bevor sie selbst Symptome entwickeln. Durch eine Mund-Nasen-Bedeckung können infektiöse Tröpfchen, die man z.B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, abgefangen werden. Das Risiko, eine andere Person durch Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken, kann so verringert werden (Fremdschutz). Eine solche Schutzwirkung ist bisher nicht wissenschaftlich belegt, sie erscheint aber plausibel. Hingegen gibt es für einen Eigenschutz keine Hinweise.

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Leben kann dazu beitragen, die Ausbreitung von COVID-19 in der Bevölkerung zu verlangsamen und Risikogruppen vor Infektionen zu schützen. Das gilt insbesondere für Situationen, in denen mehrere Menschen in geschlossenen Räumen zusammentreffen und der Abstand von mindestens 1,5 m zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann (z.B. in Geschäften, in öffentlichen Verkehrsmitteln, am Arbeitsplatz). Voraussetzung dafür ist, dass genügend Menschen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und richtig mit der Mund-Nasen-Bedeckung umgehen: die Bedeckung muss durchgehend eng anliegend über Mund und Nase getragen und bei Durchfeuchtung gewechselt werden; sie darf während des Tragens nicht (auch nicht unbewusst) zurechtgezupft werden und auch nicht um den Hals getragen werden.

Eine Übersicht über die verschiedenen Maskenarten, ihre Eigenschaften und Verwendungszweck sowie Hinweise zur Handhabung und Pflege von Mund-Nasen-Bedeckungen gibt auch das BfArM. Die BZgA stellt ein Merkblatt für Bürger zum Thema Masken zur Verfügung.

Siehe auch „Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum als weitere Komponente zur Reduktion der Übertragungen von COVID-19“, Epid Bull 19/2020.

Stand: 13.05.2020

Ist der Einsatz von Visieren anstatt einer Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum sinnvoll?

Für die Bevölkerung empfiehlt das RKI das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) (textile Barriere im Sinne eines MNS) in bestimmten Situationen im öffentlichen Raum (siehe "Ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der Öffentlichkeit zum Schutz vor SARS-CoV-2 sinnvoll?"). Durch eine Mund-Nasen-Bedeckung können infektiöse Tröpfchen, die man z.B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, abgefangen werden. Das Risiko, eine andere Person durch Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken, kann so verringert werden (Fremdschutz). Eine solche Schutzwirkung ist bisher nicht wissenschaftlich belegt, sie erscheint aber plausibel.

Die Verwendung von Visieren anstelle von MNB wird derzeit bereits von verschiedenen Herstellern beworben, ohne dass Belege für die Äquivalenz dieser Ersatzmaßnahme vorliegen. Gemäß den Hinweisen des BfArM für Anwender zur Handhabung von „Community-Masken“ (MNB) muss die Maske richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Vorbeiströmen von Luft an den Seiten zu minimieren. Zusätzlich wird darauf hingewiesen, dass fest gewebte Stoffe in diesem Zusammenhang besser geeignet sind als leicht gewebte Stoffe.

Durch das Tragen einer MNB können gemäß BfArM die Geschwindigkeit des Atemstroms oder Speichel-/Schleim-Tröpfchenauswurfs reduziert werden. Visiere dagegen könnten i.d.R. maximal die direkt auf die Scheibe auftretenden Tröpfchen auffangen.

Die Verwendung von Visieren kann daher nach unserem Dafürhalten nicht als gleichwertige Alternative zur MNB angesehen werden.

Natürlich verweisen wir hier auf die durchaus geringe Datenlage bezüglich oben genannter Empfehlungen und auf die Zuständigkeit der Länder bezüglich der konkreten Ausgestaltung der Infektionsprävention.

Unbenommen bleibt hiervon der bestimmungsgemäße Einsatz von Visieren in Verbindung mit Atemschutz insbesondere bei aerosolproduzierenden Maßnahmen in Einrichtungen des Gesundheitswesens als Teil der persönlichen Schutzausrüstung.

Ebenso bleibt es natürlich jedem Bürger frei, der aus medizinischen oder anderen triftigen Gründen keine MNB tragen kann, aber dennoch zeigen möchte, dass er die derzeit getroffenen Maßnahmen für die Bevölkerung unterstützt und dadurch einen, vielleicht auch nur minimalen, Beitrag leisten möchte, ein Visier zu tragen.

Stand: 04.05.2020

Welche Rolle spielen Aerosole bei der Übertragung von SARS-CoV-2?

Nach derzeitigen Erkenntnissen erfolgt die Übertragung von SARS-CoV-2 bei direktem Kontakt über z.B. Sprechen, Husten oder Niesen (siehe Steckbrief zu COVID-19, Übertragungswege). In der Übertragung spielen Tröpfchen wie auch Aerosole (bestehend aus Tröpfchenkernen <5µm), die längere Zeit in der Luft schweben können, eine Rolle. Durch das Einhalten eines Abstands von mehr als 1,5 m kann die Exposition gegenüber Tröpfchen sowie in gewissen Umfang auch Aerosolen verringert werden.

Eine Übertragung von SARS-CoV-2 durch Aerosole ist in bestimmten Situationen über größere Abstände möglich, z.B. wenn viele Personen in nicht ausreichend belüfteten Innenräumen zusammenkommen, der Mindestabstand unterschritten wird und es verstärkt zur Produktion und Anreicherung von Aerosolen kommt. Das passiert insbesondere beim Sprechen mit steigender Lautstärke, aber auch beim Singen oder ggf. auch bei sportlicher Aktivität. Inwieweit es hier zur Übertragung kommen kann, ist noch nicht abschließend untersucht, jedoch ist es unter anderem zu Übertragungen von COVID-19 in Zusammenhang mit Chorproben und in einem Fitnesskurs gekommen. Im Rahmen der COVID-19-Pandemie ist es daher ratsam, derartige Situationen zu vermeiden.

Generell können Aerosole durch regelmäßiges Lüften bzw. bei raumlufttechnischen Anlagen durch einen Austausch der Raumluft unter Zufuhr von Frischluft (oder durch eine entsprechende Filtrierung) in Innenräumen abgereichert werden. Übertragungen von SARS-CoV-2 im Freien über Distanzen von mehr als 1,5 m sind nicht bisher nicht belegt. Das Einhalten eines Abstands von mindestens 1,5 m wird jedoch auch im Freien empfohlen, um eine direkte Exposition gegenüber Tröpfchen und Aerosolen zu minimieren.

Stand: 12.06.2020

Wenn die Reproduktionszahl R bereits am 22. März unter 1 lag, warum brauchte man dann noch Kontaktbeschränkungen?

Die Reproduktionszahl beschreibt, wie viele Menschen eine infizierte Person im Mittel ansteckt (siehe auch ""). Die Reproduktionszahl kann nicht alleine als Maß für Wirksamkeit/Notwendigkeit von Maßnahmen herangezogen werden. Wichtig sind außerdem u.a. die absolute Zahl der täglichen Neuinfektionen – sie muss klein genug sein, um effektive Kontaktpersonennachverfolgung zu ermöglichen und Kapazitäten von Intensivbetten nicht zu überlasten - sowie die Schwere der Erkrankungen.

Die Tatsache, dass die Reproduktionszahl seit Anfang März unter der Basisreproduktionszahl (R0) zwischen 2,4 und 3,3 liegt, ist eine Konsequenz der Maßnahmen, die zur Eindämmung des Virus getroffen wurden. Wichtige Meilensteine sind hierbei die Absage großer Veranstaltungen (> 1.000 Teilnehmer) in verschiedenen Bundesländern vom 9. März, die Bund-Länder-Vereinbarung vom 16. März sowie die Einführung eines bundesweiten Kontaktverbots vom 23. März. Die verschiedenen Maßnahmen ergänzen und verstärken sich gegenseitig.

Die Maßnahmen vor dem 23. März führten zu einem Rückgang der Reproduktionszahl zu Werten nahe 1 seit dem 19. März. Am 22. März lag die Reproduktionszahl erstmals unter 1. Die Einführung des bundesweit umfangreichen Kontaktverbots führte dazu, dass die Reproduktionszahl auf einem Niveau unter 1/nahe 1 gehalten werden konnte. .

Die Tatsache, dass die Anzahl der Neuerkrankung nach dem 23. März zunächst stagniert und nicht weiter sinkt ist u.a. dadurch zu erklären, dass sich das Kontaktverbot nur auf Kontakte außerhalb geschlossener Settings wie Haushalte oder Altenheim bezieht. Das heißt, dass auch nach dem 23. März innerhalb dieser Settings noch Übertragungen stattgefunden haben. Es ist davon auszugehen, dass die Reproduktionszahl ohne das Kontaktverbot wieder angestiegen und sich der Basisreproduktionszahl angenähert hätte. Genau hier setzt das bundesweite Kontaktverbot an: Durch die Kontaktreduktion im öffentlichen Raum wird der "link" zwischen den unterschiedlichen Settings entfernt, so dass die einzelnen Geschehen in sich beschränkt bleiben. Nach dem 4. April kommt es dann zu einem weiteren deutlichen Rückgang der Anzahl von Neuerkrankungen.

Bezogen auf die Notwendigkeit der Aufrechterhaltung von Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ist zu betonen, dass noch immer von keiner nennenswerten Immunität in der Bevölkerung auszugehen ist. Eine unkontrollierte Lockerung der Maßnahmen und eine Rückkehr zu „prä-Pandemie-Verhalten“ würde somit zu einem erneuten Anstieg der täglichen Fallzahlen und einer Annäherung der effektiven Reproduktionszahl an die Basisreproduktionszahl führen.


Stand: 22.04.2020

Was versteht man unter Kontaktpersonennachverfolgung, wie wird diese durchgeführt und welchen Zweck hat eine Quarantäne/häusliche Absonderung?

Eine Ausbreitung von SARS-CoV-2 in Deutschland soll so weit wie möglich verlangsamt und Krankheitsfälle verhindert werden. Hierfür ist es notwendig, die Kontaktpersonen von labordiagnostisch bestätigten Infektionsfällen zu identifizieren und – je nach individuellem Infektionsrisiko – ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Inkubationszeit (14 Tage) zu beobachten, enge Kontaktpersonen müssen in häusliche Quarantäne.

Asymptomatische, enge Kontaktpersonen sollten zur frühzeitigen Erkennung prä- oder asymptomatischer Infektionen getestet werden. Die Tests sollten so früh wie möglich an Tag 1 der Ermittlung erfolgen, um mögliche Kontakte der positiven asymptomatischen Kontaktpersonen rechtzeitig zu quarantänisieren. Außerdem sollte zusätzlich 5-7 Tage nach der Erstexposition getestet werden, da dann ein Erregernachweis am wahrscheinlichsten ist. Ein negatives Testergebnis ersetzt jedoch nicht die (Selbst-)Beobachtung auf Symptome, auch die Quarantänezeit wird durch ein negatives Testergebnis nicht verkürzt. Zum Management von Kontaktpersonen gibt das RKI umfangreiche Empfehlungen.

Die bisweilen sehr zeitaufwändige Ermittlung und Beobachtung der Kontaktpersonen ist Aufgabe des zuständigen Gesundheitsamts. Das Gesundheitsamt legt im Einzelfall auch das konkrete Vorgehen für Kontaktpersonen fest. Die Empfehlungen des RKI können durch das zuständige Gesundheitsamt unter Berücksichtigung der angestrebten Schutzziele an die Situation vor Ort angepasst werden. Das Isolieren von Erkrankten und die Nachverfolgung von Kontaktpersonen ist seit Beginn des Corona-Geschehens in Deutschland eine zentrale Säule der Bekämpfungsstrategie (siehe auch die Beiträge auf der Covid-Seite unter „Strategie und Krisenpläne“).

Um Gesundheitsämter bei der Kontaktenachverfolgung zu unterstützen hat das Robert Koch-Institut im Frühjahr 2020 rund 500 so genannte Containment Scouts ausgebildet (siehe Frage „Was ist ein Containment Scout?“).

Stand: 03.06.2020

Wie funktioniert die Corona Warn-App?

Ab dem 16.06.2020 ist die deutsche Corona-Warn-App verfügbar. Die App wird vom Robert Koch-Institut für die deutsche Bundesregierung herausgegeben. Sie hilft mögliche Begegnungen mit Corona-positiven Personen ergänzend abzubilden. Damit unterstützt sie die Arbeit der Gesundheitsämter und kann auch einen Beitrag zur Steuerung der Testkapazitäten für SARS-CoV-2 leisten. Das RKI nimmt bei der Corona-Warn-App eine Doppelrolle ein: Es leistet einen fachlichen Beitrag bei der Ausgestaltung der App und ist als Herausgeber auch dafür verantwortlich, die Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit sorgfältig zu prüfen.

Für Antworten auf häufig gestellte Frage siehe www.rki.de/covid-19-warnapp sowie die Informationsseite zur Corona-Warn-App: www.coronawarn.app/de.

Stand: 16.06.2020

Wann muss man in behördlich angeordnete Quarantäne?

Eine Quarantäne wird dann behördlich angeordnet, wenn ein hohes Risiko besteht, dass man sich angesteckt hat:

  • wenn man innerhalb der letzten zwei Wochen engen Kontakt zu einem Erkrankten mit einer laborbestätigten COVID-19-Diagnose hatte. Ein enger Kontakt bedeutet entweder, dass man mindestens 15 Minuten mit dem Erkrankten gesprochen hat bzw. angehustet oder angeniest worden ist, während dieser ansteckend gewesen ist.

  • immer, wenn das Gesundheitsamt dies anordnet.


Bei medizinischem Personal gibt es die Möglichkeit, die Empfehlungen bei Personalmangel anzupassen, siehe

Optionen zum Management von Kontaktpersonen unter medizinischem Personal bei Personalmangel.

Wenn man beispielsweise in den letzten zwei Wochen nur im gleichen Raum mit einem COVID-19-Erkrankten war und keinen engen Kontakt hatte, wird keine Quarantäne angeordnet, da dann ein geringeres Ansteckungsrisiko besteht. Wer mit Menschen mit Vorerkrankungen arbeitet (Krankenhaus, Altenpflege etc.), sollte aber in jedem Fall seinen Arbeitgeber informieren. Und für alle gilt: tägliche Selbstkontrolle auf Krankheitszeichen.

Wer Kontakt zu einer Person in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis hatte, die wiederum Kontakt zu einem im Labor bestätigten COVID-19-Patienten hatte, aber völlig gesund ist, muss ebenfalls nicht in Quarantäne. In diesem Fall ist man keine Kontaktperson, hat kein erhöhtes Risiko für eine COVID-19-Erkrankung und kann auch niemanden anstecken.

Stand: 15.05.2020

Was ist ein Containment Scout?

Um Infektionsketten zu unterbrechen und eine weitere Ausbreitung von SARS-CoV-2 zu verhindern, ist es essentiell, Kontaktpersonen von bestätigten COVID-19-Fällen zu ermitteln und nachzuverfolgen (siehe „Was versteht man unter Kontaktpersonennachverfolgung, wie wird diese durchgeführt und welchen Zweck hat eine Quarantäne/häusliche Absonderung?"). Für diese personal- und zeitaufwändige Aufgabe ist das Gesundheitsamt vor Ort zuständig.

Um Gesundheitsämter dabei zu unterstützen, hat das Robert Koch-Institut im Frühjahr 2020 rund 500 so genannte Containment Scouts ausgebildet. Das sind in der Regel Studierende der Medizin oder anderer Gesundheitswissenschaften, die – nach erfolgreicher Bewerbung – zunächst durch RKI-Materialien geschult werden (u. a. Einführung in die Infektionsepidemiologie und Ausbruchsuntersuchung, Umgang mit Meldesystem und Datenbanken), dann vor Ort in den Gesundheitsämtern arbeiten und insbesondere dabei helfen sollen, Kontaktpersonen schneller und effektiver nachzuverfolgen. Die konkrete Aufgabenverteilung obliegt jedoch den Gesundheitsämtern.

Im April 2020 haben die ersten Scouts ihren Dienst vor Ort angetreten. Bis Ende Mai 2020 waren fast alle der rund 500 Scouts im Einsatz. Sie sind nach einem bestimmten Schlüssel auf die Bundesländer verteilt worden, ihr Einsatz ist zunächst für sechs Monate geplant. Zusätzlich zu diesen lokalen Containment Scouts wurden noch 30 mobile Scouts ausgebildet, die – bei Bedarf und unter Koordination des RKI - bundesweit überlastete Gesundheitsämter für jeweils zwei bis drei Wochen unterstützen können. Die mobilen Scouts sind sowohl alleine als auch im Team unterwegs.

Das Robert Koch-Institut hat das Containment-Scout-Projekt gemeinsam mit dem Bundesverwaltungsamt umgesetzt.

Stand: 03.06.2020

Wie geht man bei Ausbruchsuntersuchungen vor?

COVID-19-Ausbrüche wurden bislang unter anderem in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern, fleischverarbeitenden Betrieben, Gemeinschaftsunterkünften (z.B. Asylsuchendenunterkünften) und in Kirchensettings beobachtet. Ausbruchsgeschehen werden durch das zuständige Gesundheitsamt untersucht, bei Bedarf unterstützt durch die oberen Landesbehörden oder das Robert Koch-Institut.

Ausbruchsgeschehen müssen so rasch wie möglich erkannt werden, damit sie durch Infektionsschutzmaßnahmen unter Kontrolle gebracht und weitere Ansteckungen bestenfalls verhindert werden können. Die Gesundheitsämter suchen daher gezielt Erkrankungsfälle im Umfeld von Erkrankten (aktive Fallfindung), um sie so früh wie möglich zu identifizieren und Infektionsketten zu unterbrechen, aber auch, um das Ausmaß des Infektionsgeschehens abzuschätzen. Im Rahmen von SARS-CoV-2-Ausbrüchen ist es wichtig, auch asymptomatische Personen auf SARS-CoV-2 zu testen: Nicht jeder Infizierte entwickelt Symptome, bzw. Infizierte, die (noch) keine Symptome zeigen, können das Virus aber bereits ausscheiden. Gerade in Settings wie Alten- oder Pflegeheimen oder in Krankenhäusern, in denen potentiell viele Risikopersonen gefährdet sind, sollten im Rahmen von Ausbruchsgeschehen gezielt asymptomatische Personen getestet werden (inkl. Personal). Darüber hinaus müssen alle Daten systematisch erfasst werden, um Zusammenhänge zu erkennen, Infektionsketten nachzuvollziehen und geeignete Infektionsschutzmaßnahmen (z.B. Isolierung Erkrankter und Quarantäne enger Kontaktpersonen) zu ergreifen.

Das Robert Koch-Institut stellt einen Leitfaden zum Vorgehen bei Häufungen von COVID-19 für den öffentlichen Gesundheitsdienst zur Verfügung. Für das Management von Ausbrüchen in Altenheimen und medizinischen Einrichtungen gibt es spezielle Empfehlungen. Für die aktive Fallfindung stellt das RKI eine Infografik bereit.

Stand: 03.06.2020

Wie sind Schulschließungen als antiepidemische Maßnahme zu bewerten? Welche Faktoren sind bei der Wiedereröffnung von Bildungseinrichtungen zu berücksichtigen?

 Zum Thema Schulschließungen hat das RKI eine Stellungnahme im Epidemiologischen Bulletin 12/2020 veröffentlicht. Überlegungen, Entscheidungsgrundlagen und Voraussetzungen zu Wiedereröffnung von Bildungseinrichtungen sind im Epidemiologischen Bulletin 19/2020 zu finden.

Stand: 27.04.2020

Was ist beim Umgang mit an COVID-19-Verstorbenen zu beachten?

Die innere Leichenschau kann wertvolle Erkenntnisse liefern, die zum Verständnis der COVID-19-Erkrankung beitragen. Sie kann aber auch nicht in allen Fällen abschließende Gewissheit geben.

Der Umgang mit infektiösen Verstorbenen ist in den Seuchen- und Infektionsalarmplänen, den Bestattungsgesetzen der Bundesländer und der Information 214-021 der Deutschen Gesetzliche Unfallversicherung „Biologische Arbeitsstoffe beim Umgang mit Verstorbenen“ geregelt .

Das RKI hat "Empfehlungen zu Schutzmaßnahmen, die beim Umgang mit SARS-CoV-2-infizierten Verstorbenen zu beachten sind" veröffentlicht. Diese Empfehlungen richten sich an Ärztinnen/Ärzte, die eine äußere Leichenschau vornehmen und an sonstiges medizinisches Personal sowie Bestatter.

Weitere Informationen zum Umgang mit SARS-CoV-2-infizierten Verstorbenen finden Sie in den entsprechenden Hinweisen des European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC).

Stand: 15.05.2020

Was müssen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer während der COVID-19-Pandemie beachten, welche Verpflichtungen haben Arbeitgeber?

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Rechte und Pflichten bei der Arbeit sind beim zuständigen Bundesministerium für Arbeit und Soziales zu finden. Auch das Bundesamt für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit (BAuA) stellt Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Verfügung, unter anderem zur arbeitsmedizinischer Vorsorge und zum Schutz besonders gefährdeter Personen.

Stand: 03.07.2020

Was ist bei Reisen zu beachten?

Die Bundesregierung hat ihre Reisewarnung für die EU-Länder und einige weitere europäische Staaten zum 15. Juni aufgehoben, auch die Grenzen sind wieder offen. Für Länder außerhalb Europas besteht die Reisewarnung vorerst bis zum 31. August fort (siehe dazu die Informationen für Reisende und Pendler).

Für Einreisende in die Bundesrepublik Deutschland, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb der letzten 14 Tage vor Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, kann gemäß denjeweiligen Quarantäneverordnungen der zuständigen Bundesländer eine Pflicht zur Absonderung bestehen (siehe auch die Informationen für Reisende).

Gesundheitsempfehlungen bei Auslandsreisen werden vomAuswärtige Amt gegeben. Dieses hat eine Reisewarnung für nicht notwendige, touristische Reisen in Staaten außerhalb der EU/Schengen-Gebiete ausgesprochen. Das Robert Koch-Institut gibt hier keine Empfehlungen und bietet keine reisemedizinische Beratung an.

Informationen zur Quarantäne bei Einreise aus einem europäischen Land finden Sie hier.

Stand: 15.06.2020

Besteht die Gefahr, sich über importierte Lebensmittel, Oberflächen oder Gegenstände mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) anzustecken?

Fragen zu Übertragungsrisiken durch Lebensmittel und Gegenstände beantwortet das Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), für das Thema Arbeitsschutz ist die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) verantwortlich. Das RKI hat keine Aufgaben in dem Bereich.

Stand: 18.03.2020

Welche Empfehlungen gibt es für den Umgang mit Haustieren?

Empfehlungen zum Umgang mit Haustieren und Antworten auf häufig gestellte Fragen gibt das Friedrich-Löffler-Institut.
Stand: 27.04.2020

Diagnostik (Stand: 22.05.2020)

Wie wird eine Infektion mit SARS-CoV-2 labordiagnostisch nachgewiesen, welche Test gibt es?

Die Feststellung einer akuten Infektion mit dem SARS-CoV-2 erfolgt mittels direktem Erregernachweis (z.B. Genomnachweis mittels PCR, Antigennachweise, Virusisolierung):

PCR-Test: Das Virusgenom wird über hoch-sensitive, molekulare Testsysteme nachgewiesen (real-time PCR). Die reine Testzeit beträgt etwa 4 bis 5 Stunden. Die Zeit zwischen Probenentnahme und Ergebnismitteilung kann ein bis zwei Tage betragen, je nach Probenaufkommen kann die Ergebnismitteilung länger dauern.

In der frühen Phase sind Abstriche aus den oberen Atemwegen als Probenmaterial besonders geeignet (Rachenabstriche bzw. Nasopharyngealabstriche). In späteren Phasen können außerdem Sekrete aus den unteren Atemwegen (z.B. Sputumproben) zur Untersuchung genutzt werden. In Einzelfällen konnte virales Erbmaterial bis zum Tag 42 nach Symptombeginn nachgewiesen werden. Der Nachweis von SARS-CoV-2 ist auch im Stuhl und seltener im Blut möglich; zur Wertung der Aussagekraft dieser Nachweise fehlen umfassende Untersuchungen.

Antigen-Test: Ein Test, der innerhalb von wenigen Minuten eine akute Infektion mit SARS-CoV-2 aus einem Rachenabstrich identifizieren soll. Allerdings weisen bisherige Testverfahren eine Infektion lange nicht so zuverlässig nach wie ein PCR-Test.

Virusanzucht: Für Forschungszwecke spielt die Virusanzucht aus Patientenmaterialien in Zellkultursystemen eine große Rolle, da sie zur Einschätzung der Infektiosität des Patienten herangezogen werden kann. Die Virusanzucht setzt sowohl eine besondere Expertise als auch dafür ausgelegte Labore voraus (in Deutschland ein Labor der Sicherheitsstufe 3). In publizierten Forschungsstudien konnte infektiöses Virus aus Abstrichen bis Tagen 8-9 nach Symptombeginn angezüchtet werden.

Indirekte Nachweise erfassen die Reaktion des Körpers auf die Infektion (Immunsystem, z.B. Bildung von Antikörpern, Entzündungsreaktionen):

Antikörper-Test: Ein Test auf SARS-CoV-2-spezifische Antikörper im Blut/Serum ist derzeit insbesondere für epidemiologische Fragestellungen zur Klärung der Verbreitung des Virus sinnvoll. Zwischen Beginn der Symptomatik und der Nachweisbarkeit spezifischer Antikörper vergehen ca. ein bis zwei Wochen (in Einzelfällen auch mehr). SARS-CoV-2 spezifische Antikörper können sowohl während der akuten Infektionsphase als auch nach Abklingen von Symptomen bzw. Eliminierung des Virus aus dem Körper nachgewiesen werden. Antikörperteste sind daher zur Feststellung einer aktuellen Infektion nicht geeignet, können aber die Diagnostik ergänzen, insbesondere, wenn zwei aufeinanderfolgende Blutproben untersucht werden und Antikörperverläufe (IgM, IgA, IgG) analysiert werden. Die vorliegenden Validierungsdaten von Antikörpernachweisen reichen noch nicht aus, um einen einmaligen IgM-Nachweis zur Feststellung einer aktuellen Infektion als ausreichend betrachten zu können. Bei negativer PCR und fortbestehendem klinischem Verdacht kann der Nachweis einer Serokonversion für die Feststellung einer stattgefundenen Infektion hilfreich sein.

Bildgebende Diagnostik: Zur Ergänzung der molekularen Diagnostik sollte bei schweren Krankheitsverläufen auch eine radiologische/bildgebende Diagnostik der Atemwege erfolgen.

Tests zur Detektion einer Infektion mit SARS-CoV-2 sowie zum Nachweis von Antikörpern gehören zu den sog. In-vitro-Diagnostika (IVD). Das erstmalige Inverkehrbringen von IVD auf dem deutschen Markt ist nach dem Medizinproduktegesetz (MPG) anzeigepflichtig. Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) betreibt dafür die Datenbank "In-vitro-Diagnostika-Anzeigen (MPIVDA)", in welcher auch Daten von Corona-Tests erfasst werden.

Stand: 22.05.2020

Wann sollte ein Arzt eine Laboruntersuchung auf SARS-CoV-2 veranlassen?

Allgemein empfiehlt das RKI eine niederschwellige Testung aller Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung. Konkret wird eine labordiagnostische Untersuchung empfohlen, wenn eines der folgenden Kriterien erfüllt ist:

  • Akute respiratorische Symptome jeder Schwere und/oder Verlust von Geruchs-/Geschmackssinn bei ALLEN Patienten unabhängig von Risikofaktoren
  • Kontakt zu laborbestätigtem COVID-19-Fall bis max. 14 Tage vor Erkrankungsbeginn UND jegliche mit COVID-19 vereinbare Symptome (sieheSteckbrief zu COVID-19)
  • Klinische oder radiologische Hinweise auf eine virale Pneumonie UND Zusammenhang mit einer Häufung von Pneumonien in einer Pflegeeinrichtung/Krankenhaus

Diese Kriterien werden an die aktuelle Situation in Deutschland angepasst. Das RKI hat einFlussschema erstellt, das Ärztinnen und Ärzten Hilfestellungen für die Verdachtsabklärung, zu ergreifende Schutzmaßnahmen und Veranlassung einer Diagnostik auf SARS-CoV-2 gibt.

Zur Testindikation siehe Hinweise zur Testung von Patienten auf Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2.

Stand: 18.05.2020

Wie wird die Anzahl an Labortests in Deutschland erfasst?

In Deutschland gibt es eine große Anzahl an Laboren, die den PCR-Nachweis auf eine akute SARS-CoV-2-Infektion anbieten und durchführen können. Die Anzahl der durchgeführten Tests wird in Deutschland jedoch nicht zentral erfasst. Eine Meldepflicht ist jedoch geplant. Die Anzahl der durchgeführten Tests – sowohl der negativen wie auch der positiven – ist zentral, um zu erkennen, ob z.B. ein Anstieg der Fallzahlen auf vermehrtes Testen zurückgeführt werden kann oder ob tatsächlich mehr Fälle auftreten. Deshalb führt das RKI die Daten von Universitätskliniken, Forschungseinrichtungen und klinischen und ambulanten Laboren zusammen-insgesamt mehr als 200 Teilnehmer. Die Zahl der durchgeführten Tests in Deutschland wird immer Mittwochs im Situationsbericht veröffentlicht (siehe Erfassung der SARS-CoV-2 Testzahlen in Deutschland).

Stand: 15.05.2020

Was sollen Betroffene mit Symptomen tun, wenn sie weder eine der Hotlines oder einen Hausarzt/eine Hausärztin telefonisch erreichen?

Wenn nur leichte Symptome vorhanden sind, sollten die Betroffenen sich selbst isolieren, d.h. zuhause bleiben, alle engen Kontakte unter zwei Metern meiden, eine gute Händehygiene und Husten- und Niesregeln einhalten. Sollten die Beschwerden zunehmen, sollte zunächst nochmals versucht werden, die bundesweite Rufnummer des Kassenärztlichen Notdienstes in Deutschland 116117 anzurufen. In Notfällen (z.B. Atemnot) wenden Sie sich an den Notruf 112 oder eine Rettungsstelle.

Stand: 21.03.2020

Ist ein Test bei Personen ohne jedes Krankheitszeichen sinnvoll?

Eine Labordiagnostik sollte in der Regel nur bei Krankheitszeichen zur Klärung der Ursache durchgeführt werden. Wenn man gesund ist, sich aber noch in der Inkubationszeit befindet (kann bis zu 14 Tage betragen), sagt ein negativer Test auf SARS-CoV-2 nichts darüber aus, ob man doch noch krank werden kann. Für Ausnahmen siehe Hinweise zur Testung von Patienten auf Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2.

Stand: 18.05.2020

Hygiene (Stand: 01.04.2020)

Welche Hygienemaßnahmen sollten in medizinischen Einrichtungen bei der Pflege und Behandlung von Patienten mit unsprzifischen akuten respiratorischen Infektionen getroffen werden?

Das RKI hat Empfehlungen für die Hygienemaßnahmen im Rahmen der Behandlung von Patienten mit einer Infektionen durch SARS-CoV-2 erstellt.

Grundsätzlich sollten bereits bei begründetem Verdacht auf eine übertragbare Erkrankung geeignete Präventions- und Schutzmaßnahmen eingeleitet werden, um die nosokomiale Verbreitung des Erregers zu verhindern. Für die Festlegung der erforderlichen Maßnahmen ist eine Risikobewertung durchzuführen, die verschiedene Aspekte, z.B. die Übertragungsmechanismen, Virulenz/Pathogenität des Erregers, epidemisches Potential und Therapierbarkeit, berücksichtigt.

Bei Erregern von akuten respiratorischen Infektionen, z.B. Influenzaviren oder RSV, sind zusätzlich zur Basishygiene weitere Maßnahmen erforderlich, um eine Übertragung durch Tröpfchen zu unterbinden.

Diese zusätzlichen Maßnahmen beinhalten gemäß KRINKO-Empfehlung:

  • Unterbringung des Patienten in einem Einzelzimmer möglichst mit eigener Nasszelle, ggf. Kohortenisolierung
  • Verwendung einer persönlichen Schutzausrüstung beim Personal, bestehend aus Schutzkittel, Einmalhandschuhen und direkt anliegendem mehrlagigem Mund-Nasen-Schutz sowie ggf. einer Schutzbrille, beim Betreten des Patientenzimmers
  • Darüber hinaus sollte gemäß TRBA 250 der BAUA bei Tätigkeiten, die direkt am Patienten oder in dessen Nähe ausgeführt werden, der Patient ebenfalls einen Mund-Nasen-Schutz tragen, insbesondere wenn die Beschäftigten dabei Hustenstößen der Patienten ausgesetzt sein können. Sollte der Patient keinen Mund-Nasen-Schutz anlegen können oder möchten, empfiehlt es sich bei patientennahen Tätigkeiten, dass das Personal zu seinem eigenen Schutz eine FFP2-Maske trägt. Die Maßnahmen sollten nach der Feststellung des jeweiligen Erregers an die spezifischen Anforderungen angepasst werden.

Bitte beachten Sie:

  • Das Tragen von Atemschutzmasken, Einmalkitteln, Schutzbrillen und Einmalhandschuhen ist Teil des Arbeitsschutzes. Hier ist die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zuständig.
  • Das RKI stellt keine persönliche Schutzausrüstung her und kann auch nicht bei der Beschaffung unterstützen. Aus Neutralitätsgründen können wir auch keine Kooperationen mit Herstellern jeglicher Art eingehen. Bei Fragen zu der Verwendbarkeit, der Haltbarkeit und der Aufbereitung von Medizinprodukten und Gegenständen der persönlichen Schutzausrüstung kann der jeweilige Hersteller Auskunft geben. Zur Frage der Beschaffung von Schutzausrüstung sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in einer Pressekonferenz am 4.3.2020, dass der Krisenstab von BMG und BMI beschlossen habe, den Export von medizinischer Schutzkleidung so lange zu stoppen, wie der Bedarf im Gesundheitswesen hierzulande nicht gedeckt sei. Außerdem habe das BMG beschlossen, Schutzkleidung auch zentral für Ärzte, Krankenhäuser und die Behörden des Bundes und bei Bedarf auch der Länder zu beschaffen. Länder, Krankenhäuser und Arztpraxen sollten jedoch auch weiterhin selbst Schutzkleidung kaufen und beschaffen, betonte der Minister (den Link zum Pressestatement finden Sie )

Stand: 05.03.2020

Welche Mittel sind geeignet bei Desinfektionsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2)?

Zur chemischen Desinfektion sind Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich "begrenzt viruzid" (wirksam gegen behüllte Viren), "begrenzt viruzid PLUS" oder "viruzid" anzuwenden. Informationen zur Desinfektion bei Viren sind in der entsprechendenStellungnahme des Arbeitskreises Viruzidie beim RKI enthalten. Geeignete Mittel enthalten die Liste der vom RKI geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren (RKI-Liste) und die Desinfektionsmittel-Liste des Verbundes für Angewandte Hygiene (VAH-Liste). Bei behördlich angeordneten Desinfektionsmaßnahmen ist die RKI-Liste heranzuziehen.

Hinweise zur Herstellung von Händedesinfektionsmitteln in Apotheken finden Sie auf den Seiten des VAH.

Stand: 01.04.2020

Informationen zum Erreger (Stand: 15.05.2020)

Was ist über den Erreger und die Krankheit bekannt?

Informationen zu SARS-CoV-2 (offizielle Bezeichnung des neuartigen Coronavirus, anfangs 2019-nCoV) und COVID-19 (offizielle Bezeichnung der Erkrankung durch das neuartige Coronavirus) sind im Steckbrief zu COVID-19 zusammengefasst. Das Dokument wird fortlaufend aktualisiert.

Stand: 20.03.2020

Was sind Coronaviren?

Coronaviren wurden erstmals Mitte der 1960er Jahre identifiziert. Sie können sowohl Menschen als auch verschiedene Tiere infizieren, darunter Vögel und Säugetiere. Mit SARS-CoV-2 sind insgesamt sieben humanpathogene Coronaviren bekannt.
Coronaviren verursachen beim Menschen verschiedene Krankheiten, von gewöhnlichen Erkältungen bis hin zu gefährlichen oder sogar potenziell tödlich verlaufenden Krankheiten wie dem Middle East Respiratory Syndrome (MERS) oder dem Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS).
Es gibt immer die Möglichkeit, dass Viren sich genetisch verändern. Mutationen verändern aber nicht automatisch die Eigenschaften des Virus.

Stand: 15.05.2020

Was ist über die Ursache dieses Ausbruchs bekannt?

Man nimmt an, dass SARS-CoV-2 von Fledermäusen stammt, Zwischenwirte wurden jedoch noch nicht identifiziert. Derzeit wird davon ausgegangen, dass sich die ersten Patienten Anfang Dezember auf einem Markt in Wuhan in der Provinz Hubei, China, angesteckt haben.

Stand: 02.03.2020

Wo gibt es weitere Informationen?

Informationen über das neuartige Coronavirus für die Fachöffentlichkeit sind unter www.rki.de/covid-19 abrufbar.
Informationen für Bürger, darunter Hygienetipps und Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ), stellt die BZgA unter www.infektionsschutz.de zur Verfügung.

Hotlines für Bürger bieten unter anderem das BMG, die Unabhängige Patientenberatung Deutschland, einige Bundesländer und Krankenkassen an.

Stand: 04.03.2020

Das Robert Koch-Institut erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen, schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein und stellt Empfehlungen für die Fachöffentlichkeit zur Verfügung. Zu den Seiten des RKI mit allen Infos zum neuen Coronavirus SARS-CoV-2 gelangen Sie hier.

Die WHO hat als Benennung für die Krankheit "Coronavirus Disease-19" (COVID-19) und für den Erreger "Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2" (SARS-CoV-2) festgelegt. Bislang war oft von einem mysteriösen Lungenleiden die Rede. ("Co" steht für Corona, "vi" für Virus, "d" für disease (=Krankheit), "19" für 2019).

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt auf http://www.infektionsschutz.de Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus zur Verfügung. Diese finden Sie hier 


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52  Kommentare

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    Ramona Blank
    17.03.2020 19:56 Uhr

    Hallo ich habe eine Frage in der Aufführung der Zahlen und Orte befindet sich Sennelager nicht und Schloss Neuhaus, bedeutet das es dort keine Infizierten gibt?

    Mit freundlichen Grüßen

    Ramona Blank

    Auf diesen Kommentar antworten
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    Kreis-Paderborn Logo
    Kreis Paderborn
    18.03.2020 13:00 Uhr

    Zum Schutz der Betroffenen haben die Bürgermeister der Städte und Gemeinde und der Kreis Paderborn beschlossen, keine Ortsteile zu nennen. Leider kam es bereits zu massiven Anfeindungen gegen Erkrankte.

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    Anna
    18.03.2020 20:20 Uhr

    Wie werden die Menschen in der Quarantäne mit Lebensmitteln versorgt? Und wie wird es für alle Bürger diesbezüglich aussehen, sollte eine Ausgangssperre stattfinden? Leider wäre eine solche Maßnahme wohl wahrscheinlich unumgänglich: die jenigen, die nicht arbeiten müssen, versammeln sich weiterhin, wenn man Paderwiesen sieht, wird einem mulmig.

    Auf diesen Kommentar antworten
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    Kreis-Paderborn Logo
    Kreis Paderborn
    19.03.2020 08:22 Uhr

    In anderen europäischen Ländern, in denen bereits Ausgangssperren bestehen, ist das Verlassen der Wohnung/des Hauses zum Einkauf von Lebensmittel selbstverständlich gestattet. Menschen, die sich aktuell in Quarantäne, bitten Freunde und Verwandt um Hilfe, die die Lebensmittel dann vor der Tür ablegen, sodass kein Kontakt stattfindet. Es gibt auch zahlreich Lebensmittelhändler, die Waren nach Hause liefern. Das Gesundsheitsamt ist in Kontakt mit den Menschen in Quarantäne, bisher ist nicht zu Schwierigkeiten bei der Versorgung gekommen.

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    TF
    21.03.2020 11:06 Uhr

    Liebes Kreisgesundheitsamt,
    besteht die Möglichkeit neben den bereits infizierten zu melden, wie viele sich davon in stationärer Behandlung befinden?
    So könnten die Menschen die Lage der Krankenhäuser etwas besser einschätzen und würden ggf. unnötige Konsultationen unterlassen.
    Viele Grüße
    TF

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    R.
    21.03.2020 12:51 Uhr

    Als angestellte Therapeutin muss ich mit Schrecken feststellen, dass es immer noch keine Regelung bzgl. der Öffnung oder Schließung der Heilmittelerbringerpraxen (Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Podologie) gibt. Aufgrund des Coronavirus sind viele Existenzen und Arbeitsplätze von Therapeuten extrem bedroht. Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Seniorenheime, etc. sind offiziell geschlossen. Das heißt, dass wir Heilmittelerbringer dadurch bereits hohe Einnahmeverluste zu verzeichnen haben. Darüber hinaus betreuen wir viele Risikopatienten, die aus Angst vor dem Virus absagen. Aber auch sehr viele Patienten, die keiner Risikogruppe angehören, sagen -verständlicherweise- ab. Damit kommt es zu sehr hohen Umsatzeinbußen. Heilmittelerbringer arbeiten im Niedriglohnsektor. Daher ist es schwierig Rücklagen zu bilden. Diese wenigen Rücklagen (sofern es sie überhaupt gibt) sind aufgrund der aktuellen Situation schnell aufgebraucht.
    Es gibt keinerlei Hilfe für uns. Weder Masken, Desinfektionsmittel noch Schutzkleidung gibt es. Wie sollen wir vernünftig weiterarbeiten? Therapeuten zählen zu den systemrelevanten Berufen im Gesundheitsbereich, aber die Hygienemaßnahmen können nicht eingehalten werden. Damit werden Physios, Ergos, Logos und Podos zu potentiellen „Virenüberträger“. Bitte reagieren Sie!

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    Kreis-Paderborn Logo
    Kreis Paderborn
    23.03.2020 16:22 Uhr

    Sehr geehrte Frau R.,
    gestern hat die Landesregierung einen neuen Erlass veröffentlich. Nachdiesem können Pysio- und Ergotherapeuten weiter praktizieren, soweit die medizinische Notwendigkeit der Behandlung durch ärztliches Attest nachgewiesen ist ( https://www.land.nrw/de/wichtige-fragen-und-antworten-zum-corona-virus). Weiterhin ist das Land auch Ansprechpartner, wenn es um wirtschaftliche Hilfen für Selbstständige und Betriebe, die aufgrund der aktuellen Situation in Schwierigkeiten geraten. Auch bei vollstem Verständnis für Ihre Situation und die daraus für Sie und Ihren Berufsstand zu befürchtenden Konsequenzen, so ist der Kreis Paderborn leider der falsche Adressat. Wir würden gerne reagieren und auch selbst agieren, doch bleibt uns nur die Möglichkeit, anderenorts auf die Problematik hinzuweisen.
    In der Hoffnung, wenn auch nicht in der Erwartung, dass sich die Situation in absehbarer Zeit entspannen möge, dankt der Kreis Ihnen allen für Ihren Einsatz
    Bleiben Sie gesund

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    Matthias
    21.03.2020 14:45 Uhr

    Liebes Gesundheitsamt
    Ich war am Mittwoch zum Abstrich und habe bis stand heute noch kein Bescheid.
    Wo kann ich mein Ergebnis herbekommen.
    Oder liegt noch keines vor ?
    Bekomme ich direkt das Ergebnis oder mein Hausarzt?
    LG
    Matthias

    Auf diesen Kommentar antworten
  • Kommentar als unangemessen melden
     
    Kreis-Paderborn Logo
    Kreis Paderborn
    24.03.2020 13:45 Uhr

    Sobald uns ein positives Ergebnis vorliegt, wird das Gesundheitsamt Sie telefonisch kontaktieren. Sie können aber auch bei Ihrem Hausarzt die Ergebnisse erfragen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir bei der Vielzahl der Testungen im Moment nur Personen mit einem positiven Testergebnis eine persönliche Rückmeldung geben können. Die Labore sind zurzeit sehr ausgelastet, aber im Moment liegen uns in der Regel die Ergebnisse innerhalb von 24 Stunden vor.
    Ihre Team für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der Kreisverwaltung

  • Kommentar als unangemessen melden
     
    Uschi
    22.03.2020 16:47 Uhr

    Liebes Kreisgesundheitsamt,
    Gibt es bereits Infizierte, die wieder genesen sind? Es wäre schön, wenn mit dieser Info ein positiver Aspekt in die Veröffentlichungen aufgenommen würde...
    Beste Grüße,
    Uschi

    Auf diesen Kommentar antworten
  • Kommentar als unangemessen melden
     
    Kreis-Paderborn Logo
    Kreis Paderborn
    24.03.2020 12:31 Uhr

    Liebe Uschi,
    nach dem ersten Auftreten des Virus im Kreisgebiet endet jetzt für die ersten Betroffenen gerade die 14tägige Quarantänephase. Aus diesem Grund können wir gegenwärtig noch keine belastbaren Zahlen bieten.
    Grüße zurück und bleiben Sie gesund!

  • Kommentar als unangemessen melden
     
    Linda
    26.03.2020 08:21 Uhr

    Guten Morgen,
    ich möchte gern ein positives Feedback abgeben... auf Grund von beruflichen Fragen habe ich jetzt häufiger schon Fragen an das Gesundheitsamt gestellt (per Telefon oder auch per E-Mail), ich habe immer in einer angemessenen Zeit Rückmeldung bekommen und gute Antworten, die mir weitergeholfen haben. Ich hatte immer sehr freundliche Mitarbeiter des Gesundheitsamtes als Ansprechperson. Mir ist durchaus bewusst, dass es gerade momentan nicht immer so einfach ist freundlich zu sein (garantiert auch abhängig davon wer am anderen Ende des Telefons ist) und es sehr viel Arbeit ist, aber das Team schafft es und ist immer bemüht alle Fragen gut zu beantworten, ggf. auch mit Hinweisen auf Erlasse. Paragraphen usw. Sie machen einen guten Job!
    Ich wünsche allen Mitarbeitern für die nächste Zeit viel Kraft und vor allem auch Gesundheit!!!
    Alles Gute an Sie,
    Linda

    Auf diesen Kommentar antworten
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    Kreis-Paderborn Logo
    Kreis Paderborn
    26.03.2020 09:27 Uhr

    Herzlichen Dank,
    das tut gut! Ich werde Ihr „positives Feedback“ auch an die Kolleginnen und Kollegen übermitteln, die alle ihr Möglichstes – und darüber hinaus – tun. Es wird sie freuen und „Freude“ können wir momentan alle gut gebrauchen.
    Alle guten Wünsche auch an Sie und .. bleiben Sie gesund!!

  • Kommentar als unangemessen melden
     
    Jonas
    27.03.2020 08:08 Uhr

    Ist der Skatepark Goldgrund geschlossen?

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    Kreis-Paderborn Logo
    Kreis Paderborn
    27.03.2020 11:56 Uhr

    Selbstverständlich. Alle Skateparks sind deutschlandweit wie auch alle anderen Sportstätten geschlossen.

  • Kommentar als unangemessen melden
     
    Natalia
    27.03.2020 12:58 Uhr

    Guten Tag,
    In letzter Zeit wurden viele Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung des Coronaviruses eingeführt. Ich habe allerdings noch einen Vorschlag, der möglicherweise helfen könnte. Dieser wäre das Tragen von Einweghandschuhen (ähnlich wie in der Brotabteilung) während des ganzen Einkaufes. Zu diesem Gedanken bin ich bei meinem letzten Einkauf gekommen, da ich dann bemerkt habe, dass die Menschen viele verschiedene Lebensmittel in die Hand nehmen, aber danach wieder zurück legen. Auf Grund der Tatsache, dass auch Infizierte in die Geschäfte gehen und der Coronavirus auf Gegenständen für eine längere Zeit bleibt, besteht die Möglichkeit, dass der nächste Kunde, der diesen zurück gestellten Lebensmitten in die Hände nimmt, mit dem Coronavirus infiziert wird. Deswegen würde das Tragen von Handschuhen, dass Übertragungsrisiko beim Einkaufen minimieren. Ich finde, dass die Handschuhe von den jeweiligen Geschäften zur Verfügung gestellt werden sollten und es kontrolliert werden sollte, dass die Kunden sich auch daran halten. Das Disinfizieren der Handgriffen der Einkaufswagen wäre möglicherweise ebenfalls sinnvoll.

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    Kreis-Paderborn Logo
    Kreis Paderborn
    27.03.2020 14:12 Uhr

    Herzlichen dank für Ihre Nachricht und Ihren Vorschlag. Nach jetzigem Stand gehen das Robert-Koch-Institut und dem Bundesinstitut für Risikobewertung davon aus, dass eine Übertragung über Lebensmittel und Produkte sehr unwahrscheinlich ist. Gleichwohl praktizieren einige Supermärkte bereits die von Ihnen angeregte Desinfektion der Einkaufswagen. Und natürlich liegt auch die Nutzung von Einweghandschuhen o. ä. im Ermessen und Interesse eines jeden Einzelnen.
    Bleiben Sie gesund

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    Anna Amedick
    28.03.2020 13:58 Uhr

    Hallo,
    ich habe eine Frage zu den Besuchen in Altenheimen; wie lange wird das Besuchsverbot Ihrer Einschätzung nach aufrechterhalten? Gibt es für die Angehörigen eine Anlaufstelle, um sich ggf. mit anderen betroffenen Angehörigen austauschen zu können?
    Vielen Dank und herzliche Grüße

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    Kreis-Paderborn Logo
    Kreis Paderborn
    29.03.2020 15:51 Uhr

    Aktuell können wir leider keine Einschätzung zum gegenwärtig anhaltenden Besuchsverbot geben. Eine Anlaufstelle gibt es nicht, diese würde aber – bei allem Verständnis für die betroffenen Angehörigen - auch dem Kontaktverbot völlig zuwider laufen.

    Trotz dieser sicherlich nicht befriedigenden Antwort viele Grüße zurück und bleiben Sie gesund.

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    Anonymus
    29.03.2020 16:22 Uhr

    An das gesamte Team des Gesundheitsamtes und das Team am Bürgertelefon!
    Auf Grund meiner beruflichen Tätigkeit hatte ich schon mehrfach Kontakt mit beiden Teams. Alle waren sehr höflich, engagiert, kompetent, verbindlich und zuverlässig! Das ist bei dem Druck und der aktuellen Beanspruchung absolut großartig. Diese Seite besuche ich jeden Tag und nutze die Inhalte privat und beruflich. Wirklich klasse!
    Ich hoffe Sie finden in Ihren Teams und Ihren Familien die Kraft und auch einen Ort der Ruhe. Die Bürgerinnen und Bürger und die Unternehmen brauchen Sie mehr denn je. Der Landrat und die Paderborner/innen zählen auf Sie und Sie sind da. Sie können stolz auf das sein, was Sie leisten! Danke!
    Passen Sie gut auf sich auf und vor allem bleiben Sie gesund.

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    Kreis Paderborn
    29.03.2020 16:48 Uhr

    Herzlichen Dank für Ihre ermunternden Worte. Es tut gut, Anerkennung zu spüren, gerade wenn bei den Menschen unserer Heimat die Nerven stark angespannt sind. So sind es die Nerven unserer Mitarbeitenden denn auch. Denn an den Schreibtischen und an den Telefonen sitzen auch "nur" Menschen. Und ich finde, dass ist auch gut so!
    Ihre guten Wünsche gebe ich gern weiter.
    Nochmals Danke und alle guten Wünsche an Sie und alle, die Ihnen Nahestehen. Bleiben auch Sie alle gesund.

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    Andy
    31.03.2020 10:19 Uhr

    Beschwerde
    Hallo. Ich war heute bei Trinkgut-Getränkeladen in Frankfurter Weg und muste etwas feststellen, was Pandemie nicht eindämmt sondern verbreitet.
    Auf der Webseite steht nichts davon, aber auf der Tür des Ladens war ein Hinweis, dass man den Laden nur mit einem Einkaufswagen betreten darf.
    D.h. man wird gezwungen den Griff des Wagens anzufassen, der schon von Hunderten Personen angefasst wurde und wenn einer infizierter in die Hand gehustet hat, sind die Viren demnächst auf dem Griff und später wird der Wagen von anderen Kunden benutzt.
    Diese Ladenaufforderung ist fahrlässig !!!

    Wenn Sie mir keine Erklärung dafür geben oder diese fahrlässige Aufforderung nicht unterbunden wird, werde ich die höhere Instanzen informieren müssen.

    Auf diesen Kommentar antworten
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    Kreis Paderborn
    31.03.2020 13:45 Uhr

    Danke für Ihren Hinweis. Allerdings handelt es sich bei dem Verfahren, wie es der von Ihnen erwähnte Betrieb handhabt, um eine gängige Praxis, um in sozialverträglicher Form dem § 5 (6) der CoronaSchutzVerordnung zu entsprechen ( Alle Einrichtungen haben die erforderlichen Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Vermeidung von Warteschlangen und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen zu treffen. Die Anzahl von gleichzeitig im Geschäftslokal anwesenden Kunden darf eine Person pro zehn Quadratmeter der für Kunden zugänglichen Lokalfläche nicht übersteigen.) Gegenwärtig wird die Gefahr einer daraus resultierenden Infektion als gering eingeschätzt, zudem ist ja nicht auszuschließen, dass jeder einzelne Bestandteil des Warensortiments bis er zum Verkauf gelangt bereits durch diverse Personen angefasst wurde. Gegen eine befürchtetet Gefährdung können Sie sich selbstverständlich persönlich z. B. durch das Tragen von Einweghandschuhen schützen.

    Bleiben sie gesund

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    Anne
    01.04.2020 17:56 Uhr

    Vielen Dank für die Informationen.
    Könnten Sie diese bitte noch ergänzen um die Steigerungsraten und um die Tage bis zur Verdopplung der Anzahl der Infizierten. Letzteres dürfte die entscheidende Größe sein, auch für die Bevölkerung. Das könnte man sich selbst zusammensuchen, aber wahrscheinlich haben Sie selbst eine solche Darstellung? Oder gibt es die zumindest für NRW?

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    Sonja
    03.04.2020 15:19 Uhr

    Ein Kommenar zur aktuellen interaktiven Darstellung der Fallstatistik: super gut, Danke für die Mühe

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    Jürgen
    05.04.2020 23:05 Uhr

    Ein ganz großes Lob, dass die komplette Statistik auch am Sonntag geklappt hat. Momentan sieht man ganz in der Ferne ein Licht. Ich hoffe, dass alle noch ganz diszipliniert sind, damit der Spuk demnächst deutlich nachlässt...

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    Silvia
    07.04.2020 22:32 Uhr

    Ein großes Lob an Sie,
    die Seite ist sehr aufschlussreich und übersichtlich gestaltet.
    Ich habe eine Frage zu den Tests: wie kann man erfahren, wieviele Personen getestet wurden? Besteht die Möglichkeit, dass Sie diese Zahlen mit aufführen können? Z.Bsp. indem Sie schreiben von 100 durchgeführten Tests waren 50 positiv. Dann ist schnell ersichtlich, ob an einem Tag außergewöhnlich oft getestet wurde oder die Fallzahlen tatsächlich gestiegen sind.
    Vielen Dank nochmal für Ihre großartige Leistung.

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    Kreis Paderborn
    08.04.2020 11:58 Uhr

    Danke für das Lob. Wir können nur die Zahlen der „positiv“ getesteten Person aufführen. Getestet wird nicht nur im Abstrichzentrum des Kreises, sondern auch in vielen Arztpraxen getestet wird. Diese sind verpflichtet uns die positiven Testergebnisse mitzuteilen, nicht jedoch die negativen. Daher liegt uns leider keine Gesamtzahl der Tests vor. Die Steigerung der Fallzahlen – die ja nur eine „Momentaufnahmen“ bedeuten -ist offensichtlich. Wichtig ist es, dieser Steigerung die Dynamik zu nehmen. Deswegen auch die Kontakteinschränkungen, die uns alle treffen.

    Ihnen und allen Menschen des Kreises herzlichen Dank für das Verständnis und das solidarische Verhalten. Bleiben Sie alle gesund.

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    Petra
    11.04.2020 16:16 Uhr

    Hallo,
    die Zahlen in Kreis Paderborn sollen sich von gestern auf heute nicht verändert haben?
    Oder ist das jetzt wegen Wochenende und Ostern und es wurde nicht so getestet bzw. die Ergebnisse kommen Anfang der Woche?
    Frohe Ostern

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    Kreis Paderborn
    11.04.2020 16:28 Uhr

    Guten Tag,
    aufgrund des Osterwochenendes wird wahrscheinlich überall mit reduzierte Kapazität gearbeitet, auch in den Laboren. Das sind die Zahlen die uns zurzeit vorliegen. Die Zahl der Infizierten hat sich nicht geändert, bei den Genesenden, Krankenhaus-Patienten und Todesfällen gibt es Änderungen.

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    Hubert Düker
    17.04.2020 13:20 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    schaut man sich die Grafiken ( Zahlen der Infizierten etc. ) einmal genauer an, fällt sehr deutlich auf, dass Bad Wünnenberg mit Abstand die beste Entwicklung hat.
    Was macht man dort anders als in anderen Ortschaften? Kann man daraus eventuell lernen?

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    Christoph
    18.04.2020 19:18 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren, meine Frau arbeitet ind er häuslichen Altenpflege. Heute wurde bekannt das der Schwiegersohn eines alten Herrn den sie diese Woche auch gepflegt hat, positiv auf covid 19 getestet wurde. Genau dieser Herr hat aber auch seinen Schwiegervater gepflegt. Meiner Frau wurde nun gesagt das weder der alte Herr noch sie selbst getestet werden. Sie musste Heute wieder ganz normal zur Arbeit. Wie kann das sein? Wie kann es sein das Pflegekräfte immer noch ohne professionelle Schutzmaske alte Menschen pflegen müssen ?
    Ich selbst bin lungenkrank und gehöre zur Risikogruppe. Wie soll ich mich schützen wenn meine Frau so ein hohes Risiko eingehen muss ? Wieso wird jetzt nichts getan.
    Gruß Christoph

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    Kreis Paderborn
    19.04.2020 18:28 Uhr

    Lieber Christoph,
    vielen Dank für Ihre Nachricht. Natürlich kümmern wir uns. Ich habe Ihre Nachricht an das Gesundheitsamt weitergeleitet. Sie können sich sofort direkt an unsere leitende Amtsärztin per E-Mail wenden, KuhnertC@kreis-paderborn.de. Wenn Sie ihr Ihre Telefonnummer per Mail durchgeben, setzt sich die Ärztin gern mit Ihnen in Verbindung. Bitte rufen Sie gleich morgen früh bei uns im Gesundheitsamt an, Tel.: 05251 308-5300. Herzlichen Dank!

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    Nelli
    11.05.2020 19:24 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren, meine Tochter wird am 11.07 2020 heiraten. Es ist schon alles organisiert. Die Halle ist in Wewer. Es werden ca. 60 Personen sein. Wie ist es denn mit Hochzeiten. Darf die Hochzeit stattfinden oder muss alles abgesagt werden.
    Gruß Nelli.

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    Kreis Paderborn
    12.05.2020 11:03 Uhr

    Liebe Nelli,
    die derzeitige Coronaschutzverordnung ist bis zum 25. Mai gültig. Danach sind Veranstaltungen und Versammlungen grundsätzlich untersagt. Die Verordnung benennt einige Ausnahmen, eine Hochzeit fällt aber nicht darunter. Da sich zunehmend mehr Lockerungen ergeben, sollte man die Neuregelungen ab 25. Mai beachten. Das Land informiert auf seinen Seiten sehr übersichtlich den jeweils aktuellen Stand der Coronaschutzverordnung: https://www.land.nrw/de/wichtige-fragen-und-antworten-zum-corona-virus. Bei der Planung ist aber auch zu beachten, dass, wenn es lokal zu einem Wiederanstieg der Fallzahlen kommt, auch lokal für einzelne Kommunen oder Kreise wieder Verschärfungen der Schutzmaßnahmen erlassen werden können, auch wenn in Nordrhein-Westfalen insgesamt die Regelungen gelockert werden.

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    Andrea Müller
    28.05.2020 09:46 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    meine Tochter will am 20.06 2020 heiraten. Es werden ca. 60 Personen sein. Die Feier findet in Bad Lippspringe statt.
    Darf die Hochzeit nach jetzigem Stand stattfinden?
    Viele Grüße
    Andrea

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    Kreis Paderborn
    28.05.2020 10:19 Uhr

    Liebe Andrea,
    laut der aktuellen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW gilt für Hochzeiten folgende Regelungen:
    Standesamtliche Trauungen einschließlich der Zusammenkunft unmittelbar vor dem Ort der Trauung sind auch mit Gästen zulässig. Voraussetzung: Unter Beachtung des Kontaktverbots müssen die Gäste einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten und insbesondere einen direkten Kontakt (Händeschütteln, Umarmen etc.) vermeiden. Entsprechendes gilt für kirchliche und andere religiöse Trauungen. Da Veranstaltungen und Versammlungen mit geselligem Charakter bis auf weiteres untersagt sind, gilt dies auch für die Feier/Hochzeitsparty im Anschluss.
    Diese Fassung der Schutzverordnung gilt bis zum 15.06.20. Das Land NRW informiert stets über den neuesten Stand seiner Verordnungen auf einer eigens eingerichteten Corona-Informationsseite: https://www.land.nrw/corona
    Auch wenn die Hochzeit leider in ungewöhnlichen Zeiten stattfindet, wünsche ich Ihrer Tochter und ihrem zukünftigen Ehemann alles Gute für die gemeinsame Zukunft.

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    Jan
    30.05.2020 09:36 Uhr

    Hallo ich habe Mal eine Frage zu den erkrankten und genießen in Borchen. Hier ist seit langer Zeit unverändert eine aktive Person, wurde dieses nicht aktualisiert oder wie kann das sein?

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    Kreis Paderborn
    31.05.2020 13:00 Uhr

    Guten Tag! Die Infektionszahlen werden ständig aktualisiert, selbstverständlich auch die aus Borchen. Da sich das gesamte Ausbruchsgeschehen zurzeit verlangsamt und die Kurve abflacht, gibt es aber nicht aus jeder Kommune ständig neue Infizierte zu vermelden - von daher ist eine nicht veränderte Zahl eine gute Neuigkeit!

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    Kirsten
    01.06.2020 16:23 Uhr

    Wie ist es möglich das im privaten Bereich nach herzenslust wieder gefeiert wird ohne Abstand oder Mundschutz?! 20 Leute auf einem Haufen die am nächsten Tag durch die Läden bummeln ohne Abstand zu halten... Wir im Handel müssen stundenlang mit der Maske hinter Plexiglas arbeiten und kollabieren fast. Der Abstand wird nicht mehr eingehalten seit der Maskenpflicht und wir werden übelst Beleidigt wenn wir darauf hinweisen. Schafft die Masken wieder ab und achtet stattdessen auf Abstand dann wirds auch für uns wieder erträglich!!
    Gruß

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    Kreis Paderborn
    02.06.2020 08:54 Uhr

    Guten Tag! Dies sind sehr herausfordernde Zeiten. Wir als Gesellschaft müssen zusammenhalten und respektvoll miteinander umgehen - das gilt heute noch mehr denn je. Auch wenn die Infektionszahlen stabil sind, müssen wir wachsam bleiben, damit der Virus sich nicht weiter verbreitet. Daszu gehören Abstand halten, aber vor allem auch der Maskenschutz. Wir hoffen für uns alle, dass die Maßnahmen weiterhin Erfolg zeigen. Bis dahin wünsche ich Ihnen viel Kraft für Ihre Arbeit und bleiben Sie gesund!

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    Paolo
    03.06.2020 09:45 Uhr

    Mir ist aufgefallen, dass in Kreis Paderborn die Zahl der Infektionen um Circa 2 Personen pro Tag steigt, aber die gesund gewordenen sind, nicht sinkt wie sie sollte.
    Lg

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    Kreis Paderborn
    03.06.2020 09:49 Uhr

    Nicht jeder Krankheitsverlauf ist gleich. Bei manchen Patienten ist auch nach Ablauf der 14-tägigen Quarantäne der Virus noch nachweisbar. Daher entspricht der Wert der heute als genesen gemeldeten Personen nicht unbedingt mit der Zahl der Infizierten vor zwei Wochen überein.

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    L
    05.06.2020 11:58 Uhr

    Hallo,
    vor einigen Tagen wollten wir uns ein Eis holen. Wir haben uns dann aber dagegen entschieden, weil in der Eisdiele (Venezia, an der alten Synagoge) keiner der Mitarbeiter einen Mund-Nasenschutz getragen hat... weder der Kellner, noch die Personen hinter der Theke etc. Dürfen die ohne Mund-Nasenschutz arbeiten?

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    Kreis Paderborn
    05.06.2020 14:59 Uhr

    Zur Rechtslage: Grundsätzlich sind Inhaber, Leiter und Beschäftigte sowie Kunden, Nutzer und Patienten gem. § 2 Abs. 3 Satz 1 CoronaSchVO zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung verpflichtet, sofern die Einhaltung des gem. § 2 Abs. 1 CoronaSchVO geforderten Mindestabstands von 1,5 Metern aus medizinischen, rechtlichen, ethischen oder baulichen Gründen nicht möglich ist.

    Gem. § 2 Abs. 3 Satz 3 CoronaSchVO kann die Verpflichtung durch gleich wirksame Schutzmaßnahmen (Abtrennung des Arbeitsplatzes durch Glas oder Plexiglas…), hilfsweise – falls das dauerhafte Tragen einer textilen Mund-Nase-Bedeckung zu Beeinträchtigungen führt - durch das Tragen eines das Gesicht vollständig bedeckenden Visiers ersetzt werden.

    Wir haben Ihren Hinweis an das Ordnungsamt der Stadt Paderborn weitergeleitet.
    Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende und eine gute Zeit!

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    L
    08.06.2020 10:22 Uhr

    Guten Morgen,
    jetzt am Wochenende habe ich gesehen, dass nun alle dort Mundschutz tragen.

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    Gerda Wolters
    07.06.2020 16:16 Uhr

    Meine Mutter lebt in einem Pflegeheim, ist 95 Jahre alt, aber körperlich und geistig fit. Vor der Corona Krise ist sie jeden Tag spazieren gegangen und hat auch Kontakte ausserhalb des Pflegeheims gehabt. Seit Monaten lebt sie in einem Gefängnis, sie und ich kommen damit überhaupt nicht klar. Da es lt. Experten
    dieses Jahr noch keinen Impfstoff geben wird, können doch die Senioren nicht bis dahin eingesperrt bleiben ?! Warum kann sie nicht mit Mundschutz alleine oder mit mir spazieren gehen ? Das Besuchsrecht von einer halben Stunde ist nur eine kleine Massnahme um den Kontakt aufrecht zu halten. Das Kontaktverbot ist doch
    auch in den Krankenhaeusern gelockert worden. Da besteht jeden Tag ein Besuchsrecht.

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    Kreis Paderborn
    08.06.2020 13:23 Uhr

    In der aktuellen Corona-Situation ist es leider so, dass die Menschen, die am meisten Schutz brauchen, gleichzeitig am stärksten unter dieser Ausnahmesituation leiden. Jeder, der ältere Angehörige hat, kann die Situation Ihrer Mutter und Ihre Sorge um sie gut nachvollziehen. Zum Schutze der Bewohner müssen Besuche in den Pflegeeinrichtungen begrenzt werden. Ausführliche Informationen finden Sie dazu auf der Informationsseite des Landes NRW: https://www.land.nrw/de/wichtige-fragen-und-antworten-zum-corona-virus#6ffec422. Für die Heime sind die Vorgaben sehr aufwendig, z.B. die erforderliche Desinfektion nach jedem Besuch, sodass einige die Besuchszeit über die Vorgaben des Landes hinaus einschränken. Ein Spaziergang draußen mit Ihrer Mutter ist jedoch erlaubt. Sie können sich mit ihr vor der Einrichtung treffen und sollten beim Spaziergang auf die nötigen Schutzmaßnahmen achten (Maske, Händedesinfektion. Wenn Ihre Mutter noch gut alleine laufen kann, sollten Sie Abstand halten). Auch wenn die Situation emotional sehr schwierig ist, vergessen Sie bitte nicht den Grund, warum diese Schutzmaßnahmen eingeführt wurden. Auch im Kreis Paderborn hatten wir bereits mehrere Coronainfektionen in Pflegeeinrichtungen. Dort trifft der Virus auf sehr vulnerabel Personen und verbreitet sich schnell. Zum Schutze Ihrer Mutter und aller Bewohner in der Einrichtung müssen daher die Maßnahmen eingehalten werden.
    Ich wünsche Ihnen und Ihrer Mutter Gesundheit und hoffe, dass die Situation bald für alle leichter wird.

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    W.
    09.06.2020 11:13 Uhr

    Guten Morgen!
    Wie ist die Regelung zur Maskenpflicht im Lebensmittel-Einzelhandel und in Bäckerei-Filialen?
    Mir fällt immer wieder auf, dass die Verkäufer ( auch hinter der Käse und-Wursttheke)nur mit Visier arbeiten.
    Auch bis heute hat sich im Edeka in Lichtenau daran nichts geändert.
    In der im Edeka befindlichen Bäckerei - Filiale werden belegte Brötchen im hinteren Bereich ganz ohne Mund- und Nasenschutz zubereitet.
    Ist das so geregelt?



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    Kreis Paderborn
    09.06.2020 12:44 Uhr

    Zur Rechtslage: Grundsätzlich sind Inhaber, Leiter und Beschäftigte sowie Kunden, Nutzer und Patienten gem. § 2 Abs. 3 Satz 1 CoronaSchVO zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung verpflichtet, sofern die Einhaltung des gem. § 2 Abs. 1 CoronaSchVO geforderten Mindestabstands von 1,5 Metern aus medizinischen, rechtlichen, ethischen oder baulichen Gründen nicht möglich ist.

    Gem. § 2 Abs. 3 Satz 3 CoronaSchVO kann die Verpflichtung durch gleich wirksame Schutzmaßnahmen (Abtrennung des Arbeitsplatzes durch Glas oder Plexiglas…), hilfsweise – falls das dauerhafte Tragen einer textilen Mund-Nase-Bedeckung zu Beeinträchtigungen führt - durch das Tragen eines das Gesicht vollständig bedeckenden Visiers ersetzt werden.

    Bei der Zubereitung von Lebensmitteln gelten strenge Hygieneregeln des Lebensmittelrechts. Eine generelle Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasenschutzes gibt es hier nicht.
    Sollten Sie beobachten oder vermuten, dass diese Regelungen nicht eingehalten werden, können Sie das örtliche Ordnungsamt verständigen.

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    Gerda Wolters
    30.06.2020 13:12 Uhr

    Laut Information der Landesregierung sollen die Altenheime am 1.7. für Besucher wieder geöffnet sein.
    Sogar Umarmungen sind wieder erlaubt. Bezieht sich die Öffnung auch für den Kreis Paderborn, oder gibt es Einschränkungen aufgrund von Neuinfektionen , s. Bad Lippspringe.

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    Kreis Paderborn
    30.06.2020 14:11 Uhr

    Das Land schreibt dazu: Besuche in Pflegeeinrichtungen müssen zur Vermeidung von Infektionsgefahren unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Richtlinien und Empfehlungen des Robert Koch-Instituts und unter Berücksichtigung des Rechts der Bewohnerinnen und Bewohner auf Teilhabe und soziale Kontakte organisiert und durchgeführt werden.
    Zu den vorgeschriebenen Schutz-und Hygienemaßnahmen gehören z.B.: Bei den Besucherinnen und Besuchern ist ein Kurzscreening (Erkältungssymptome, SARS-CoV-2-Infektion, Kontakt mit Infizierten oder Kontaktpersonen gemäß der Richt-linie des Robert Koch-Instituts) einschließlich – ab dem 1. Juli 2020 - Temperaturmessung durchzuführen.
    Bezüglich Berührungen schreibt das Land: Die Besucherinnen und Besucher haben einen grundsätzlichen Abstand von mindestens 1,5 Metern zur besuchten Person einzuhalten. Sofern während des Besuchs Bewoh-ner und Besucher eine Mund-Nase-Bedeckung nutzen, und vorher sowie hinterher bei den Besuchern und den Bewohnern eine gründliche Handdesinfektion erfolgt ist, ist die Einhaltung des Mindestabstands nicht erforderlich. In diesem Fall sind auch körperliche Berührungen zulässig.
    Ausführliche Informationen finden Sie hier: https://www.mags.nrw/sites/default/files/asset/document/200619_coronaavpflegeundbesuche.pdf

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