05. März 2018

„Nettes Gewusel“ im Heimathaus Spissen

Kommunales Integrationszentrum holt Förderprogramm „KOMM-AN NRW“ mit 130.000 Euro in den Kreis Paderborn, Anträge können bis Montag, 12. März, beim Kommunalen Integrationszentrum gestellt werden

Gruppenfoto 
Treffen sich regelmäßig im Heimathaus Spissen (von links): Abel Akindejoye (Caritas Büren), Johanna Leifeld (Kommunales Integrationszentrum Kreis Paderborn), Teilnehmerinnen im Nähkurs: Masoada Shujai, Rana Doughan mit ihren Kindern Leen und Nadine, vom Team Tudorf: Christina Wilmes, Ursula Meierotte und Ruth Tebbe (Foto: Marc Svensson)

Das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Paderborn hat das Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen „KOMM-AN NRW“ zum dritten Mal ins Kreisgebiet geholt und kann Vereine, Initiativen und Kommunen mit rund 130.000 Euro unterstützen. Anträge können bis Montag, 12. März, schriftlich beim Kommunalen Integrationszentrum gestellt werden. Das Antragsformular und Informationen gibt es bei Jennifer Georges unter  05251 308-4613.

Gefördert werden Projekte, die das Zusammenkommen von Menschen ermöglichen (siehe Hintergrund). Ein Beispiel findet sich im Salzkottener Stadtteil Niedertudorf. Im Heimathaus Spissen veranstaltet die Initiative „Team Tudorf“ regelmäßig Aktionen.

Ein Blick ins Heimathaus: Im Erdgeschoss sitzen die Frauen des Nähkreises zusammen, reparieren Kleidung, nähen Taschen und reden miteinander. Im Nebenraum spielen die Kinder und tanzen beim Volkstanzkreis. Im ersten Stock werkeln die Männer und renovieren das Heimathaus. „Das ist gelebte Integration“, sagt Johanna Leifeld vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Paderborn beim Besuch im Heimathaus.

Sie ist Ansprechpartnern für Flüchtlingsinitiativen, Vereine und Kommunen und hilft bei der Integration und der interkulturellen Öffnung. „Euer Heimathaus macht seinem Namen wirklich alle Ehre. Es ist ein Treffpunkt für Geflüchtete und Einheimische und damit auch ein Stückchen Heimat geworden“, sagt Leifeld.

Direkt wird Leifeld aufgefordert, sich zu setzen, bekommt eine Tasse Kaffee eingeschenkt und ein Stück Kuchen. „Spielst du mit mir Karten?“, fragt der 14-Jährige Ahmed. Leifeld nickt und fühlt sich direkt als Teil der Gruppe. „Mau, Mau, gewonnen!“, sagt Ahmed, „Und jetzt muss ich auch schon weg. Training der Jugendfeuerwehr.“

So sei es immer im Heimathaus, erzählen die Besucherinnen und Besucher Leifeld: „Hier ist immer ein nettes Gewusel.“ Und genau dafür, für das Miteinander, den freundlichen Umgang wurden die Aktionen im Heimathaus Spissen vom Land Nordrhein-Westfalen als Best Practice Beispiel im Programm KOMM-AN NRW ausgezeichnet.

„Das ist nur ein Projekt von vielen, die mit KOMM-AN NRW umgesetzt werden konnten. Ich freue mich auf viele weitere“, sagt Leifeld und appelliert an alle Ehrenamtlichen, das Förderprogramm in Anspruch zu nehmen.

Leifeld ist montags bis donnerstags von 8 bis 13 Uhr erreichbar unter 0525 308-4633 oder per E-Mail unter leifeldjo@kreis-paderborn.de.

Ehrenamtlich Engagierte können über das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Paderborn Fördermittel aus dem Landesprogramm KOMM AN NRW beantragen für:

  • Förderung der Renovierung, der Ausstattung und des Betriebs von Ankommenstreffpunkten
  • Förderung von Maßnahmen des Zusammenkommens, der Orientierung und Begleitung
  • Förderung von Maßnahmen zur Informations- und Wissensvermittlung
  • Förderung von Maßnahmen zur Qualifizierung von ehrenamtlich Tätigen und der Begleitung ihrer Arbeit
 
 
 

Kontakt

Frau PitzAmtsleiterinPressesprecherin

Tel. 05251 308-9200
Fax 05251 308-899200
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