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Kreishaus
Wewelsburg

28. November 2019

Freie Fahrt in Steinhausen

Nach 20 Monaten sind die gemeinsamen Baumaßnahmen der Stadt und des Kreises abgeschlossen

Freie Fahrt in Steinhausen: (hinter der Barke: v.l): Kreistagsmitglied Hans-Bernd Janzen, Bauunternehmer Hartwig Montag mit Tochter, Landrat Manfred Müller, Bürgermeister Burkhard Schwuchow, und Christoph Schön, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, Bau und Verkehr, ganz links die Kreistagsmitglieder Bernhard Wißing, Friedhelm Kaup sowie Anwohner bei der offiziellen Verkehrsfreigabe in Steinhausen  Bildnachweis: Kreisstraßenbauamt 
Freie Fahrt in Steinhausen: (hinter der Barke: v.l): Kreistagsmitglied Hans-Bernd Janzen, Bauunternehmer Hartwig Montag mit Tochter, Landrat Manfred Müller, Bürgermeister Burkhard Schwuchow, und Christoph Schön, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, Bau und Verkehr, ganz links die Kreistagsmitglieder Bernhard Wißing, Friedhelm Kaup sowie Anwohner bei der offiziellen Verkehrsfreigabe in Steinhausen Bildnachweis: Kreisstraßenbauamt

„Wir danken allen Anliegern für ihre Geduld!“, betonen Landrat Manfred Müller und der Bürener Bürgermeister Burkhard Schwuchow. Schließlich hat die ohnehin schon umfangreiche gemeinsame Baumaßnahme an der Ortsdurchfahrt Steinhausen fünf Monate länger gedauert als geplant. Aber die beiden sind sich sicher: Es hat sich gelohnt! „Das Ergebnis ist eine Ortsdurchfahrt, die sicherer, schöner und zukunftsfähig ist.“

2,63 Millionen Euro haben Stadt und Kreis in die Ortsdurchfahrt Steinhausen investiert, wobei der Kostenanteil der Stadt 380.000 Euro beträgt. Die Kreisstraße 19 (Bürener- bzw. Gesekerstraße) wurde von 7,50 auf 5,50 Meter verengt: Auf einer schmaleren Straße senken die Autofahrer automatisch das Tempo und fahren vorsichtiger. Zusätzlich wurden die Busbuchten aufgegeben, sodass die Verkehrsteilnehmer hinter dem haltenden Bus warten müssen und nicht mehr vorbeifahren können. Damit erhöht sich die Sicherheit für die aussteigenden Fahrgäste. Zusätzlich wurde die Einmündung der Eringfelder Straße (K 50) in die Bürener bzw. Geseker Straße (K 19) zurück- bzw. enger gebaut. Auch diese Maßnahme führt zu mehr Sicherheit, da abbiegende Autofahrer an der Kreuzung langsamer fahren bzw. anhalten müssen. Der durch die Verengung gewonnene Steifen von zwei Meter Breite hat der Kreis begrünt und mit 120 Bäumen – Säulenbuchen, Säulenahorn, Zierkirche und Säulenamberbäume – bepflanzt.

„Statt grauem Asphalt ist hier eine kleine grüne Allee für Steinhausen entstanden“, freut sich Landrat Müller.

Die Stadt Büren nutzte die Straßensanierungsarbeiten des Kreises um zeitgleich punktuell Wasserleitungen und Regenwasserkanäle zu erneuern. Außerdem wurden Leerrohre für Glaserfaserleitungen verlegt. „Hier wurde vorausschauend der Grundstein für die Versorgung mit schnellem Internet gelegt. Bei der künftigen Leitungsverlegung muss die Straße nicht noch einmal geöffnet werden“, so Bürgermeister Schwuchow. Dass die Baumaßnahme länger gedauert hat als geplant, lag zum einen an dem felsigen Untergrund und zum anderen an Schwierigkeiten bei der Verlegung der Versorgungsleitungen. „Diese mit Abstand größte Baumaßnahme bringt einen großen Gewinn für Büren und seiner Bürger und als zuständiger Kreisfachausschuss haben wir die Arbeiten in guter, interfraktioneller Zusammenarbeit stets intensiv begleitet“, erklärt Christoph Schön, Vorsitzender des Ausschusses Wirtschaft, Bau und Verkehr des Kreises Paderborn.

Die Sanierungsarbeiten hatten im März 2018 begonnen – die Planungen schon lange vorher. Mit verschiedenen Verkehrsversuchen, einer Arbeitsgruppe aus Anliegern, Landwirten, Vereinsvertretern, Ratsmitgliedern, Polizei, Bezirksregierung und der Stadtverwaltung sowie mehreren Bürgerversammlungen war dem Kreis stets daran gelegen, die Bürger vor Ort mitzunehmen und ihre Anregungen, Wünsche und Bedenken zu berücksichtigen. „Wir haben zum Beispiel den größten Traktor und den größten Mähdrescher, den wir im Ort finden konnten, zu Versuchszwecken durch die Ortsdurchfahrt durchfahren lassen. Damit konnten wir die Bedenken der anliegenden Landwirte beruhigen“, erinnert sich Michael Rüngeler, Leiter des Kreisstraßenbauamtes, der die Arbeiten koordinierte.

Der Dialog mit den Bürgern blieb auch während der gesamten Bauzeit ein Anliegen. Jeden Mittwoch standen die Verantwortlichen des Kreises und der Stadt den Bürgern für Fragen und Anregungen vor Ort zur Verfügung. „Es wurden zum Beispiel Wünsche zur Bepflanzung geäußert oder Fragen zur Müllabfuhr in den gesperrten Bereichen beantwortet“, erzählt Albers. Es kam auch mal vor, dass Anlieger zur Sprechstunde kamen, um ihren Ärger Luft zu machen. Frank Albers hat dafür Verständnis: „Eine Baustelle so lange vor der Haustür zu haben, ist natürlich keine schöne Situation. Auch wenn wir uns bemüht haben, die Straßensperrungen so gering wie möglich zu halten.“

Baulärm und Sperrungen sind nun Geschichte. Stattdessen wünschen Landrat und Bürgermeistern den Steinhäusern bei der Wiedereröffnung der Straße: „Jederzeit eine gute und vor allem sichere Fahrt!“

 
 
 

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