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Kreishaus
Wewelsburg

09. Mai 2018

Rettungsdienst fit machen für die Zukunft

Die Kreise Lippe, Höxter und Paderborn bauen Kooperation weiter aus

Andreas Plöger (Geschäftsführer WAS GmbH), Landrat Manfred Müller, Landrat Dr. Axel Lehmann und Landrat Friedhelm Spieker bei der Schlüsselübergabe am FAZ Lemgo.    Bildnachweis: Michael Güttge/Kreis Lippe 
Andreas Plöger (Geschäftsführer WAS GmbH), Landrat Manfred Müller, Landrat Dr. Axel Lehmann und Landrat Friedhelm Spieker bei der Schlüsselübergabe am FAZ Lemgo. Bildnachweis: Michael Güttge/Kreis Lippe

Wachsende Einsatzzahlen und gestiegene Anforderungen an Personal und Ausstattung: Die vergangenen Jahre haben den Bevölkerungsschutz grundlegend verändert. Der Wandel geht weiter: Die Menschen werden älter und anspruchsvoller. Gleichzeitig entwickelt sich die Medizin immer weiter. Das alles kostet natürlich und muss finanzierbar bleiben. Die drei Kreise Lippe, Höxter und Paderborn bündeln seit Jahren im Rettungsdienst ihre Kräfte und bauen ihre Kooperation weiter aus. Gemeinsam haben sie elf neue Notarzteinsatzfahrzeuge mit einem Investitionsvolumen von rund 880.000 Euro beschafft und dabei 10 Prozent gespart. Die neuen Fahrzeuge stellten die drei Landräte auf einem gemeinsamen Termin im Feuerwehrausbildungszentrum in Lemgo vor und hatten noch eine gute Nachricht der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe im Gepäck: Wer ab Juli den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116117 wählt, landet nicht mehr in der Duisburger Zentrale sondern in den drei Leitstellen der Kreise Lippe, Höxter und Paderborn, die vollständig miteinander vernetzt werden sollen.

„Mit der Vernetzung der Leitstellen werden wir unsere Kräfte und Ressourcen bündeln, damit rund 800.000 Menschen in den Kreisen Höxter, Lippe und Paderborn im Falle des Falles auf bestmögliche Versorgung vertrauen können“, erläutert Paderborns Landrat Manfred Müller. Er könne sich eine Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen vorstellen. Sogar ein gemeinsames Beschaffungsamt sei denkbar, das für alle drei Kreise arbeitet und dabei helfe, Kosten und Zeit zu sparen.

Landrat Manfred Müller im Interview. Bildnachweis: Michael Güttge/Kreis Lippe
Landrat Manfred Müller im Interview. Bildnachweis: Michael Güttge/Kreis Lippe

„Wir wollen den Menschen vor Ort eine bestmögliche gesundheitliche Versorgung zukommen lassen und dafür sorgen, dass unsere Rettungsdienste fit für die Zukunft werden. Ziel dieser Kooperation ist es deshalb, dass wir uns gegenseitig unterstützen, um ein engmaschiges Versorgungsnetzwerk in allen drei Kreisen zu schaffen“, erklärt Lippes Landrat Dr. Axel Lehmann. Die nun angeschafften Fahrzeuge seien ein Baustein, um dieses Ziel zu erreichen. Die gemeinsame Ausschreibung für insgesamt elf Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) starteten die Kreise Lippe, Höxter und Paderborn im Sommer 2017: Drei für den Kreis Höxter, eins für den Kreis Paderborn und sieben für den Kreis Lippe. Das brachte finanzielle Vorteile für alle Beteiligten – die Ersparnis durch die gemeinsame Ausschreibung beläuft sich auf 10 Prozent, die Fahrzeuge konnten so für je 80.000 Euro angeschafft werden. Die 190-PS starken Mercedes-Benz Vitos sollen ab sofort dazu beitragen, Menschen im Falle eines Notfalls schnellstmöglich zu erreichen – denn bei einem Notarzteinsatz sind oftmals Sekunden entscheidend.

„Die kreisübergreifende Kooperation im Bevölkerungsschutz ist ein leuchtendes Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit“, betont Landrat Friedhelm Spieker. „Mit der Vernetzung der Leitstellen der drei Kreise sind wir Vorreiter in Nordrhein-Westfalen.“ Durch die technische Vernetzung und die abgestimmte Zusammenarbeit sei die Betriebssicherheit der Leitstellen der Kreise Höxter, Lippe und Paderborn jederzeit gewährleistet. Dies sei der richtige Weg, um beispielsweise mögliche Überlastungen bei Extremereignissen vorzubeugen. „Die Notrufnummer bleibt im Leitstellenverbund immer erreichbar“, so Spieker. Mit der Vernetzung bieten die drei Kreise ihren Bürgerinnen und Bürgern noch mehr Sicherheit und Service.

Notarzteinsatzfahrzeug Bildnachweis: Michael Güttge/Kreis Lippe
Notarzteinsatzfahrzeug Bildnachweis: Michael Güttge/Kreis Lippe

Martin Neubürger von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe betont, dass auch sie bestrebt seien, ihre Systeme zu optimieren. Die Kooperation der Kreise Lippe, Höxter und Paderborn geht deshalb noch weiter: Die Rufnummer 116117, über die Bürger den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst erreichen können, wurde bislang zentral nach Duisburg geleitet. Das soll sich jetzt ändern, zumindest in den kooperierenden drei Kreisen: „Wenn hilfesuchende Menschen die 116117 wählen, wollen sie mit jemandem sprechen, der die örtlichen Begebenheiten und das vorhandene Ärztenetz kennt. Deshalb werden wir unsere Leitstellen miteinander vernetzen“, so Landrat Lehmann. „Damit sind wir näher und schneller an den Menschen“, bekräftigt Neubürger. Die Kassenärztliche Vereinigung werde dieses Pilotprojekt deshalb mit rund einer Million Euro finanziell unterstützen.

Konkret heißt das, dass über die 116117 eingehende Anrufe in eine der drei Leitstellen geleitet werden. Die Umstellung startet ab 1. Juli in der Feuerschutz- und Rettungsleitstelle des Kreises Lippe, sodass hier künftig der Notruf 112, der Krankentransport 19222 und der kassenärztliche Bereitschaftsdienst 116117 von einem Ort aus koordiniert werden. Darüber hinaus sind nun auch die komplexen Telefonanlagen der drei Kreise vernetzt, sodass ein eingehender Notruf auch in einer der beiden anderen Feuerschutz- und Rettungsleitstellen angenommen werden kann.

In einem nächsten Schritt sollen auch die Einsatzleitsysteme untereinander vernetzt werden.

 
 
 

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