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Kreishaus
Wewelsburg

31. März 2022

Stallpflicht aufgehoben - alles Geflügel kann wieder raus

Erlass des Ministeriums vom 4. Januar sieht eine Aufhebung der Stallpflicht vor, weil seit Mitte Dezember weder Fälle von Wildvogelpest noch neue Ausbrüche der Geflügelpest aufgetreten sind

Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen

Telefon Icon

Werktags sind die Kreisveterinäre
unter der Telefonnummer

05251 308-3952 oder -3953 
veterinaeramt@kreis-paderborn.de

zu erreichen.


An den Wochenenden und an Feiertagen ist ein Kontakt
über die Kreisleitstelle in Büren-Ahden möglich, Tel. 02955 7676-0.


 

Informationen / Dokumente zum Herunterladen

Anmeldung/Abmeldung von Geflügelbeständen

Öffentliche Bekanntmachung

Informationen zu Schutzmaßnahmen vom FLI

Informationen vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW

Risikoampel

Geflügelhalter haben zudem die Möglichkeit, anhand einer Risikoampel mit einigen Fragen dahinter ihr Risiko für einen Eintrag von Geflügelpest in den eigenen Bestand abzuklären.

 
 
 
 

Schutz vor der Geflügelpest: Vogelausstellungen und -märkte bleiben weiterhin bis Ende April im Kreis Paderborn verboten
- Beschränkungen für den Handel im Reisegewerbe bis Ende April verlängert

31. März 2022

Zum Schutz vor der Geflügelpest bleiben Vogelausstellungen, -märkte, schauen, Wettbewerbe mit Vögeln sowie Veranstaltungen ähnlicher Art bis Ende April im Kreisgebiet verboten. Die Auflagen für den gewerblichen Handel mit Geflügel insbesondere im Reisegewerbe werden ebenfalls bis Ende April verlängert.

Die entsprechenden Tierseuchen-Allgemeinverfügungen werden heute im Amtsblatt des Kreises Paderborn veröffentlicht und treten am morgigen 1. April 2022 in Kraft.

Das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), stuft das Risiko einer Ausbreitung des hoch ansteckenden Geflügelpesterregers bei Wildvögeln sowie einer Übertragung auf Geflügel und gehaltene Vögel in Deutschland weiterhin als hoch ein. Den Geflügelbetrieben wird deshalb empfohlen, „Biosicherheitsmaßnahmen auf hohem Niveau zu halten und, wenn nötig, weiter zu verbessern“, so das FLI. Aus diesem Grund wurden die beiden Allgemeinverfügungen, die ursprünglich heute (31.3.) hätten auslaufen sollen, verlängert.
Beim jüngsten Ausbruch der Geflügelpest im Delbrücker Raum Mitte November vergangenen Jahres waren insgesamt sieben Ausbrüche der Tierseuche durch das FLI bestätigt worden. Bei allen Ausbrüchen handelte sich um die hoch ansteckende Geflügelpest (Aviäre Influenza) vom Typ H5, Subtyp H5N1. Am 3. Januar dieses Jahres konnten alle Schutz- und Überwachungszonen rund um die Ausbruchsbetriebe aufgehoben werden, da sämtliche klinischen Untersuchungen unauffällig waren. Somit darf seit Anfang des Jahres alles Geflügel sowie Produkte wie Eier und Fleisch wieder gehandelt und transportiert werden. Verschärfte Auflagen gelten nach wie vor für den gewerblichen Handel mit Geflügel insbesondere im Reisegewerbe, die jetzt noch einmal bis Ende April verlängert werden:
Geflügel wie Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse darf außerhalb einer gewerblichen Geflügelhaltung oder von Personen, welche keine solche Niederlassung haben, gewerbsmäßig nur abgegeben werden, wenn das Geflügel längstens vier Tage vor der Abgabe tierärztlich untersucht oder, im Fall von Enten und Gänsen, virologisch auf das Geflügelpestvirus untersucht worden ist. Dazu müssen Proben genommen werden (Rachen- und Kloakentupfer). Beginn der Viertagesfrist ist der Beginn des Tages des auf der Bescheinigung eingetragenen Untersuchungsdatums bzw. des Datums des abschließenden Laboruntersuchungsbefundes.
Im Fall von Enten und Gänsen müssen die virologischen Untersuchungen an 60 Tieren pro Bestand vorgenommen werden. Ist der Bestand insgesamt kleiner als 60 Tiere, müssen alle Enten und Gänse beprobt werden.
Diese Untersuchungspflichten gelten nicht für Geflügel, das unmittelbar zur Schlachtung verbracht wird.

 
 
 
 
 
 

Stallpflicht im Kreis Paderborn ab Samstag, 8. Januar aufgehoben: Alles Geflügel kann wieder raus

Nach einem Erlass des NRW-Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MUNLV) hebt der Kreis Paderborn die seit Mitte November geltende Stallpflicht auf: Ab Samstag, 8. Januar, darf alles Geflügel wieder ins Freie. Im ostwestfälischen Raum sei seit dem 13. Dezember 2021 kein neuer Fall von Wildvogelpest und seit dem 15. Dezember 2021 kein neuer Ausbruch der Geflügelpest bei gehaltenen Vögeln festgestellt worden, so die Begründung des Ministeriums.
Im Delbrücker Raum waren seit Mitte November des vergangenen Jahres insgesamt sieben Ausbrüche der Tierseuche durch das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), bestätigt worden. Bei allen Ausbrüchen handelte sich um die hoch ansteckende Geflügelpest (Aviäre Influenza) vom Typ H5, Subtyp H5N1. Anfang der Woche, am 3. Januar, konnten alle Schutz- und Überwachungszonen (Restriktionszonen) rund um die Ausbruchsbetriebe aufgehoben werden, da sämtliche klinischen Untersuchungen unauffällig waren.
Bereits seit dem 3. Januar darf durch die Aufhebung der Restriktionszonen grundsätzlich alles Geflügel sowie Produkte wie Eier und Fleisch gehandelt und transportiert werden. Verschärfte Schutzmaßnahmen gelten nach wie vor für den gewerblichen Handel mit Geflügel insbesondere im Reisegewerbe.

Im Erlass des MUNLV heißt es jedoch auch, dass bei neuen Ausbrüchen der Geflügelpest erneut eine Aufstallpflicht kommmen könnte. „Die Gefahr ist noch nicht vorbei“, warnt die Leiterin des Amtes für Verbraucherschutz und Veterinärwesen, Dr. Elisabeth Altfeld. Die leitende Veterinärin bittet deshalb alle Geflügelhalter eindringlich, unabängig von der Größe des Bestandes, ihre Tiere weiterhin sorgfältig zu beobachen und alle Biosicherheitsmaßnahmen konsequent umzusetzen. „Wir müssen in dieser Situation alles Menschenmögliche tun, damit der Geflügelpesterreger nicht erneut in heimische Geflügelbestände gelangt,“ unterstreicht Altfeld.

Wie der Geflügelpesterreger übertragen wird
Der Erreger wird durch direkten Tierkontakt, aber auch über die Luft übertragen, so dass sich eine Infektion rasch ausbreiten kann. Die Seuche kann ebenfalls durch indirekten Kontakt über Personen, andere gehaltene Säugetiere, Fahrzeuge, Transportbehälter, Verpackungsmaterial, Eierkartons, Einstreu oder tierischen Schädlingen, aber auch durch Virus ausscheidende Wildvögel übertragen werden.
Der Erreger wird mit den Sekreten des Nasen-Rachen-Raumes sowie mit dem Kot ausgeschieden. Die meisten, wenn nicht alle, Vogelarten sind empfänglich für die Infektion. Hoch empfänglich sind Puten und Hühner.

Wie Landwirte und Hobbygeflügelhalter ihre Bestände schützen können
Zu den Biosicherheitsmaßnahmen gehört unter anderem, dass in den Ställen gesonderte Schutzkleidung inklusive getrenntem Schuhwerk zu tragen ist. Geflügelhaltungen sollten vor den Eingängen Desinfektionsmatten oder –wannen zur Schuhdesinfektion einrichten und Personen vor Betreten des Stalls ihre Hände waschen und desinfizieren.

Geflügel darf nur an für Wildvögel unzugänglichen Stellen gefüttert werden. „Der direkte Kontakt von Geflügel zu Wildvögeln, zum Beispiel auf Wasserflächen wie Teichen, ist unbedingt zu vermeiden“, betont Altfeld. Zudem dürfe kein Oberflächenwasser für das Tränken der Tiere genutzt werden, zu denen Wildvögel Zugang haben. Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen das Geflügel in Berührung kommen könnte, muss für Wildvögel unzugänglich aufbewahrt werden.

Anzeichen der Geflügelpest
Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Geflügelpest (die so genannte Inkubationszeit) vergehen nur wenige Stunden bis Tage. Innerhalb weniger Tage können alle Tiere eines Bestandes erkranken und sterben. Hohes Fieber, Atemnot, Ausfluss aus Augen und Schnabel, ein stumpfes, gesträubtes Federkleid, zentralnervöse Störungen, verminderte oder keine Legeleistung oder dünnschalige, verformte Eier sowie vermehrte Todesfälle können Anzeichen sein. Bestätigt werden könnte eine solche Infektion immer nur durch eine Laboruntersuchung. Enten und Gänse erkranken in der Regel seltener und weniger schwer, scheiden aber dennoch das Virus aus und können anderes Geflügel anstecken.

Sollten die Tiere Krankheitssymptome zeigen oder die Anzahl der gestorbenen Tiere auffällig steigen – bei kleineren Haltungen bis zu drei toten Tieren pro Tag, bei Beständen über 100 Tieren mehr als 2% pro Tag, sollte sofort ein Tierarzt zum Ausschluss eines Geflügelpestausbruchs hinzugezogen werden. Verdachtsfälle sind dem Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen zu melden.

Meldung von verendeten Wildvögeln
Alle Personen im Kreis Paderborn werden gebeten, verendete, größere Wildvögel, Greifvögel, Rabenvögel und wildes Wassergeflügel dem Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen des Kreises Paderborn zu melden, damit die Tiere abgeholt und untersucht werden können. So kann früh festgestellt werden, ob der Erreger nach wie vor in der Region und aktiv ist. Tote Wildvögel sollten nicht berührt oder transportiert werden, um eine mögliche und ungewollte Verbreitung des Erregers der Geflügelpest zu verhindern.
Werktags sind die Kreisveterinäre unter der Telefonnummer 05251- 308 3952 oder -3953, per E-Mail: veterinaeramt@kreis-paderborn.de zu erreichen. An den Wochenenden ist ein Kontakt über die Kreisleitstelle in Büren-Ahden möglich, Tel. 02955 7676-0.


 
 
 

Geflügelpest ist eine anzeigepflichtige, hoch ansteckende Tierseuche. Ein Verdacht muss sofort dem Veterinäramt mitgeteilt werden. Zur Überprüfung werden Proben entnommen. Diese werden zur Untersuchung in spezielle amtliche Labore gebracht. Bestätigt sich der Verdacht, werden vor Ort Maßnahmen für den Seuchenbetrieb, eine drei Kilometer große Schutzzone und eine zehn Kilometer große Überwachungszone angeordnet. Ziel ist es, die Verbreitung des hoch ansteckenden Erregers so gut wie möglich zu verhindern. Bei dem jüngsten Ausbruch der Geflügelpest im Delbrücker Raum mussten rund 92.000 Tiere getötet werden.

Das  Ausbruchsgeschehen November 2021 / Dezember 2022 im Kreis Paderborn

Am Mittwoch, 17. November hat der Kreis Paderborn über den Verdacht auf einen Geflügelpestausbruch in einer Haltung in Delbrück-Westenholz informiert. 7.400 Puten mussten vorsorglich getötet werden. Am Donnerstag, 18. November, hat das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), den Ausbruch amtlich bestätigt. Gleichzeitig bestätigte das FLI einen zweiten Ausbruch. Im zweiten Fall ist eine Junghennen-Aufzucht in Delbrück-Westenholz betroffen. Der gesamte Bestand von rund 43.000 Junghennen musste getötet werden. Eine Woche später, am 26. November wurde der dritte Fall bestätigt. 3.700 Enten und 9.000 Junghennen einer Geflügelhaltung in Delbrück-Sudhagen mussten getötet werden. Der vierte und fünfte Fall wurden am 1. Dezember bestätigt. In einem Betrieb in Delbrück Steinhost mussten rund 4.600 Enten sowie 6.300 Hühnerküken getötet werden. Zeitgleich war eine Hobbyhaltung in Delbrück-Sudhagen betroffen. Hier mussten 53 Tiere getötet werden. Zwei Tage später, am 3. Dezember, wurden ein Ausbruch in Delbrück-Steinhorst und ein Ausbruch in Delbrück-Sudhagen bestätigt. In Steinhorst mussten 1.600 Enten und 1.500 Junghennen und in Sudhagen 300 Enten und ca. 15.000 Junghennen getötet werden. Für solche Fälle ist eine Entschädigung aus der Tierseuchenkasse vorgesehen. Bei allen Ausbrüchen handelt sich um die hoch ansteckende Geflügelpest (Aviäre Influenza) vom Typ H5, Subtyp H5N1.


 
 
 

Vogelausstellung aller Art im gesamten Kreisgebiet bis zum 31. Januar 2022 untersagt

Der Kreis Paderborn untersagt mittels Allgemeinverfügung Vogelausstellungen, -märkte, -schauen, Wettbewerbe mit Vögeln und Veranstaltungen ähnlicher Art.  Die Klassische Geflügelpest ist hoch ansteckend. Der Erreger wird mit den Sekreten des Nasen-Rachen-Raumes sowie mit dem Kot ausgeschieden. Aber auch Menschen können leicht Erreger des Virus nach einem Kontakt mit einem infizierten Tier über ihre Kleidung auf andere Tiere übertragen. Jeglicher Kontakt von Geflügel mit Tieren aus anderen Haltungen sollte daher strikt vermieden werden.. Bei jeglicher Ansammlung von Vögeln und Publikum geht die Gefahr einer weiteren Verbreitung der Seuche aus. Daher werden diese nun untersagt.

 
 
 

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