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Kreishaus
Wewelsburg

23. März 2021

Geflügelpest in Delbrück-Westenholz und Hagen

Alle Informationen zum Ausbruch der Geflügelpest im Kreis Paderborn

Geflügelpest-Infotelefon des Veterinäramtes

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Allgemeine Fragen zur Geflügelpest / Vogelgrippe

05251 308-3939

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Informationen

 

Geflügelpest im Kreis Paderborn - Aufstallpflicht im gesamten Kreisgebiet

Aktualisierung vom 06. Mai 2021

Letztes Sperrgebiet wird aufgehoben - 536 Geflügelhaltungen fallen weiterhin in das Beobachtungsgebiet

Insgesamt fünf Ausbrüche der hochansteckenden Geflügelpest wurden seit dem 3. März dieses Jahres im Kreis Paderborn festgestellt. Für vier der Ausbruchsgeschehen hat das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen die Sperrbezirke rund um die betroffenen Geflügelhaltungen bereits aufgehoben. Mit Wirkung zum 7. Mai wird nun auch der Sperrbezirk rund um das letzte Ausbruchsgeschehen in Delbrück-Westenholz, das am 14. April amtlich bestätigt wurde, aufgehoben. Möglich ist dies, da bei den klinischen Untersuchungen im Sperrbezirk und Beobachtungsgebiete keinerlei Auffälligkeiten festgestellt wurden. „Das ist ein sehr ermunterndes Zeichen. Doch noch sind nicht alle Restriktionen für Geflügelhalter aufgehoben“, mahnt Dr. Marlies Bölling, stellvertretende Leiterin des Amtes für Verbraucherschutz und Veterinärwesen. So gilt weiterhin für das gesamte Kreisgebiet die Aufstallpflicht. Außerdem ist weiterhin ein Beobachtungsgebiet rund um Delbrück-Westenholz in Kraft, in dem für Geflügelhalter Einschränkungen für den Transport von Tieren, Fleisch oder Eiern gelten.

„Die Regelungen in einem Beobachtungsgebiet sind weniger restriktiv als in einem Sperrbezirk, sodass die jetzige Aufhebung des letzten Sperrbezirks für viele Geflügelhalter Erleichterungen mit sich bringt“, so Dr. Bölling. Antragsformulare für Ausnahmegenehmigungen für den Transport sind hier auf der Informationsseite eingestellt. Außerdem wird auf dieser Seite am Freitag, 7. Mai, eine interaktive Karte eingestellt, mit deren Hilfe jeder Geflügelhalter feststellen kann, ob er in dem Beobachtungsgebiet liegt.

In dem ab dem 7. Mai gültige Beobachtungsgebiet liegen insgesamt 536 Geflügelhaltungen. 373 dieser Geflügelhaltungen halten zwischen 1 und 99 Tieren. 54 Betriebe halten zwischen 100 und 999 Tiere. Ebenfalls 54 Betriebe halten zwischen 1.000 und 9.9999 Tieren und 55 Betriebe im Beobachtungsgebiet halten je über 10.000 Tiere.

Aufstallpflicht für das gesamte Kreisgebiet bis mindestens Mitte Mai

Die Aufstallpflicht gilt weiterhin für den gesamten Kreis. „Funde von Geflügelpest bei Wildvögeln in Deutschland sind seit einigen Tagen rückläufig. Das gibt uns Hoffnung, die Aufstallpflicht Mitte Mai aufheben zu können. Doch noch ist der Frühjahrzug von einigen Wasservogelarten nicht vollständig abgeschlossen und damit die Gefahr einer Einschleppung des gefährlichen Virus durch Wildvögel nicht vollständig gebannt“, erzählt Dr. Elisabeth Altfeld, Leiterin des Amtes für Verbraucherschutz und Veterinärwesen. Sie mahnt Geflügelhalter daher weiterhin zu größter Vorsicht und strengen Einhaltung der Aufstallpflicht.

Beihilfe für Testung von Tieren auf Geflügelpest

Weitere positive Nachrichten für heimische Geflügelhalter im Kreis Paderborn kommen von der Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband und der Tierseuchenkasse: Sie haben eine Unterstützungsaktion initiiert: Geflügelhalter, die ihre Tiere auf das Virus untersuchen wollen, bekommen die Untersuchungskosten durch eine Beihilfe der Tierseuchenkasse bezahlt. Die Landwirte im Kreis Paderborn müssen nun lediglich die Kosten für die Probenentnahme bezahlen. In einigen Bundesländern ist ein negatives Testergebnis Pflicht, um Junghennen, Enten, Gänse etc. dorthin zu transportieren und zu verkaufen. Aber auch für Verkäufe in Regionen ohne Testpflicht kann eine freiwillige Testung sinnvoll sein. „Die Stimmung der Geflügelhalter in Deutschland ist weiterhin angespannt. Verständlicherweise will niemand riskieren, sich die Geflügelpest durch den Erwerb von neuen Tieren in den Stall zu holen. Deswegen stoßen Verkäufer aus Gebieten mit hohen Infektionszahlen auf Skepsis. Mit dem Unterstützungsangebot zur Testung wird Vertrauen wiedergewonnen und Transparenz gewährleistet. Das Veterinäramt begrüßt die Aktion deshalb ausdrücklich und wird in der Anfangsphase unterstützend mitwirken“, so Dr. Altfeld.

Interaktive Karte der Sperrbezirke und Beobachtungsgebiete

Geben Sie in das Suchfeld eine Adresse ein. Die Karte zeigt dann an, ob die Adresse im Sperrbezirk oder Beobachtungsgebiet liegt.

Ausbruchsgeschehen im Kreis Paderborn

Am 3. März war in einer Hobby-Haltung in Lichtenau-Henglarn die hoch ansteckende Form der Geflügelpest (Influenza Virus A Subtyp H5N8) bestätigt worden. Hier mussten 50 Tiere vorsorglich getötet werden. Für dieses Ausbruchsgeschehen konnten die Restriktionszonen bereits aufgehoben werden. Am 21. März wurde der amtliche Verdacht eines Ausbruchs in einer Geflügelhaltung in Delbrück-Westenholz festgestellt. 30.000 Junghennen der betroffenen Haltung mussten getötet werden. Einen Tag später mussten weitere 100.000 Junghennen getötet werden in einem Kontaktbetrieb. Am 2. April wurde ein Ausbruch in Delbrück-Hagen amtlich festgestellt, am Rande des damaligen Sperrgebiets. 30.000 Masthähnchen mussten getötet werden und ein neuer Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet wurden erlassen. Am 9. April bestand der Verdacht auf einen weiteren Ausbruch in Delbrück-Westenholz, der am 10. April amtlich bestätigt wurde. Rund 155.000 Junghennen mussten getötet werden. Am 14. April wurde der Ausbruch in einer Geflügelhaltung im Delbrück-Westenholz amtlich festgestellt, am selben Tag mussten 19 Tiere der betroffenen Haltung getötet werden.


Was ist die Klassische Geflügelpest?

Die Klassische Geflügelpest ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung bei Hühnern und anderen Geflügel- und Vogelarten (z. B. Enten, Gänsen, Laufvögel, Puten, Wachteln, Fasane, Wildvögeln). Auch Katzen und Schweine können potentielle Träger des Erregers der Geflügelpest sein. Sie ist anzeigepflichtig.
Das Virus wird durch direkten Tierkontakt, aber auch über die Luft übertragen, so dass sich eine Infektion rasch ausbreiten kann. Die Seuche kann ebenfalls durch indirekten Kontakt über Personen, andere gehaltene Säugetiere, Fahrzeuge, Transportbehälter, Verpackungsmaterial, Eierkartons, Einstreu oder tierischen Schädlingen, aber auch durch Virus ausscheidende Wildvögel übertragen werden.
Der Erreger wird mit den Sekreten des Nasen-Rachen-Raumes sowie mit dem Kot ausgeschieden. Die meisten, wenn nicht alle, Vogelarten sind empfänglich für die Infektion. Hoch empfänglich sind Puten und Hühner.

Was sind die Anzeichen einer Geflügelpest?

Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Geflügelpest (die so genannte Inkubationszeit) vergehen nur wenige Stunden bis Tage. Innerhalb weniger Tage können alle Tiere eines Bestandes erkranken und sterben. Hohes Fieber, Atemnot, Ausfluss aus Augen und Schnabel, ein stumpfes, gesträubtes Federkleid, zentralnervöse Störungen, verminderte oder keine Legeleistung oder dünnschalige, verformte Eier sowie vermehrte Todesfälle können Anzeichen sein. Bestätigt werden könnte eine solche Infektion immer nur durch eine Laboruntersuchung. Enten und Gänse erkranken seltener und weniger schwer, scheiden aber dennoch das Virus aus und können anderes Geflügel anstecken.

Was tun bei Verdacht auf Geflügelpest?

Bei Verdacht auf Geflügelpest sollte umgehend das Veterinäramt unter der

05251 308-3939, erreichbar Mo – Do von 9 bis 15 Uhr, Fr von 9 - 13 Uhr

kontaktiert werden. Außerhalb der Servicezeiten des Infotelefons können die Veterinäre über die Kreisleitstelle unter der 02955–76760 erreicht werden.

Werden außerhalb von Haltungen tote Wildvögel gefunden, könnte dies ein Indiz dafür sein, dass sich unter der wilden Population der Virus verbreitet. „Deswegen bitten wir alle Bürgerinnen und Bürger große tote Wildvögel zu melden wie wildes Wassergeflügel, Greifvögel, Störche oder Kraniche. Bitte fassen Sie die Tiere nicht selbst an, um eine unbeabsichtigte Weiterverbreitung des Virus zu vermeiden“, betont Altfeld.

Totfunde können über das Info-Telefon Geflügelpest gemeldet werden oder per Mail unter veterinaeramt@kreis-paderborn.de.

 
 
 

Kontakt

Frau Pitz
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Amtsleiterin, Pressesprecherin

Tel.05251 308-9200
Fax05251 308-899200
E-Mail-AdresseE-Mail senden
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