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Kreishaus
Wewelsburg

17. November 2021

Geflügelpest

Alle Informationen hier

Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen

Telefon Icon

Werktags sind die Kreisveterinäre
unter der Telefonnummer

05251 308 3939 

(Mo-Do 9-16 Uhr, Fr 9-13 Uhr),per E-Mail:
veterinaeramt@kreis-paderborn.de

zu erreichen.


An den Wochenenden ist ein Kontakt
über die Kreisleitstelle in Büren-Ahden möglich, Tel. 02955 7676-0.


 

Informationen / Dokumente zum Herunterladen

Anmeldung/Abmeldung von Geflügelbeständen

Antragsformulare - Ausnahmegenehmigungen

Öffentliche Bekanntmachung

Informationen zu Schutzmaßnahmen vom FLI

Risikoampel

Geflügelhalter haben zudem die Möglichkeit, anhand einer Risikoampel mit einigen Fragen dahinter ihr Risiko für einen Eintrag von Geflügelpest in den eigenen Bestand abzuklären.

 

Aufstallpflicht für den gesamten Kreis Paderborn seit Sonntag, 21. November

Sämtliches Geflügel wie Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse müssen in geschlossenen Ställen oder in einer Vorrichtung, beispielsweise einer Voliere, untergebracht werden.  Der Geflügelpesterreger kann direkt durch Kontakt mit Wildvögeln und indirekt über infiziertes Futter, Wasser, Gerätschaften, Stiefel Kleidung usw. übertragen werden. Die Stallpflicht und Biosicherheitsmaßnahmen wie Zutrittsverbote für Ställe, Wechseln der Kleidung und Desinfektionsmaßnahmen müssen deshalb streng eingehalten werden. Geflügel darf nur an für Wildvögel unzugänglichen Stellen gefüttert werden. Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen das Geflügel in Berührung kommen kann, müssen für Wildvögel unzugänglich aufbewahrt werden. Zudem darf kein Oberflächenwasser für das Tränken der Tiere genutzt werden, zu dem Wildvögel Zugang haben.

 
 
 

Verschärfte Regeln für den Handel von Geflügel im gesamten Kreisgebiet

Um eine weitere Verbreitung der Geflügelpest zu verhindern, erlässt der Kreis verschärfte Regeln für den Handel von Geflügel. Innerhalb der beiden Restriktionszonen – Schutzzone und Überwachungszone – rund um die beiden Ausbruchsgeschehen darf bereits seit Freitag, 19. November weder Geflügel, Geflügelfleisch, Eier, Futtermittel, Dung oder Einstreu aus oder in Bestände verbracht werden. Mit in Kraft treten am Mittwoch, 24, November um null Uhr erlässt der Kreis per Allgemeinverfügungen auch Handelsauflagen außerhalb der Restriktionszonen.

"Das letzte Ausbruchsgeschehen im Frühjahr dieses Jahres hat eindrucksvoll gezeigt, dass dem Transport von Tieren für den gewerbsmäßigen Handel eine besondere Gefahr innewohnt. Durch den Weiterverkauf lebender Tiere an andere Höfe hatte sich die Geflügelpest seinerzeit großflächig aus Delbrück in andere Betriebe in Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern verteilt“, betont Dr. Marlies Bölling vom Sachgebietsleiterin für Tierseuchenbekämpfung beim Kreisveterinäramt. Deshalb darf nun Geflügel – Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse – gewerblich nur abgegeben werden, wenn die Tiere vorher von einem Tierarzt oder -ärztin auf Geflügelpest untersucht wurden. Enten und Gänse müssen zusätzlich auch noch getestet werden. Das Ergebnis der Laboruntersuchung darf beim Zeitpunkt des Transportes nicht älter als vier Tage sein. Die Bescheinigung ist beim Transport mitzuführen. „Wir raten auch Hobby-Haltern dringend, zurzeit auf den Tausch oder die Abgabe von Geflügel zu verzichten. Sie sollten ihre Tiere genau beobachten und bei Anzeichen der Geflügelpest sofort das Kreisveterinäramt verständigen“, so Bölling.

 
 
 

Vogelausstellung aller Art im gesamten Kreisgebiet bis zum 31. Dezember 2021 untersagt

Der Kreis Paderborn untersagt mittels Allgemeinverfügung Vogelausstellungen, -märkte, -schauen, Wettbewerbe mit Vögeln und Veranstaltungen ähnlicher Art. Das Verbot gilt ab Donnerstag, 25. November, bis zum 31. Dezember 2021. Die Klassische Geflügelpest ist hoch ansteckend. Der Erreger wird mit den Sekreten des Nasen-Rachen-Raumes sowie mit dem Kot ausgeschieden. Aber auch Menschen können leicht Erreger des Virus nach einem Kontakt mit einem infizierten Tier über ihre Kleidung auf andere Tiere übertragen. Jeglicher Kontakt von Geflügel mit Tieren aus anderen Haltungen sollte daher strikt vermieden werden.. Bei jeglicher Ansammlung von Vögeln und Publikum geht die Gefahr einer weiteren Verbreitung der Seuche aus. Daher werden diese nun untersagt.

 
 
 

Dritter Fall von Geflügelpest im Kreis Paderborn bestätigt

Ein neuer Ausbruch der hoch ansteckenden Geflügelpest (Aviäre Influenza) vom Typ H5, Subtyp H5N1 im Kreis Paderborn wurde vom Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), amtlich bestätig. Es ist damit der dritte Fall von Geflügelpest im Kreis Paderborn innerhalb einer Woche. 3.700 Enten und 9.000 Junghennen in der betroffenen Geflügelhaltung in Delbrück-Sudhagen mussten am Donnerstag, 25. November getötet werden. Per Allgemeinverfügung erlässt das Veterinäramt eine Schutz- und eine Überwachungszone um die betroffene Haltung. Diese tritt ab Samstag, 27. Novermber, null Uhr in Kraft. Diese Zonen weisen Überschneidungen mit den bereits bestehenden Restriktionszonen der ersten beiden Ausbrüche auf. Rund 180 Geflügelhaltungen, die bisher außerhalb der Restriktionszonen lagen, liegen nun in den erweiterten Schutz- und Überwachungszonen..

Am Mittwoch, 17. November hat der Kreis Paderborn über den Verdacht auf einen Geflügelpestausbruch in einer Haltung in Delbrück-Westenholz informiert. 7.400 Puten mussten vorsorglich getötet werden. Am Donnerstag, 18. November, hat das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), den Ausbruch amtlich bestätigt. Gleichzeitig bestätigte das FLI einen zweiten Ausbruch. Im zweiten Fall ist eine Junghennen-Aufzucht in Delbrück-Westenholz betroffen. Hier waren am Proben vom Veterinäramt entnommen worden und diese zum FLI geschickt. Der gesamte Bestand von rund 43.000 Junghennen musste getötet werden. Zum Einsatz kommt die in solchen Fällen übliche Methode der Begasung mit Kohlendioxid. Danach werden die Ställe gereinigt und desinfiziert. Für solche Fälle ist eine Entschädigung aus der Tierseuchenkasse vorgesehen. Bei beiden Ausbrüchen handelt sich um die hoch ansteckende Geflügelpest (Aviäre Influenza) vom Typ H5, Subtyp H5N1.

Der Kreis Paderborn hat am Donnerstag, 18. November zwei Allgemeinverfügungen veröffentlicht zur Erlassung einer Schutzzone und einer Überwachungszone um die betroffenen Höfe. Die beiden Allgemeinverfügungen gelten Freitag, Null Uhr.  In den nächsten Tagen wird auf hier auf dieser auch eine interaktive Karte eingestellt, auf der jeder Tierhalter durch Eingabe seiner Adresse überprüfen kann, ob er sich in einer der Restriktionszonen befindet.

Regelungen in der Schutzzone
Die Schutzzonen umfassen einen Radius von jeweils mindestens drei Kilometern Durchmesser um die betroffenen Höfe. Rund 250.000 Tiere sind hier betroffen. Innerhalb der Schutzzonen muss sämtliches Geflügel in einem geschlossenen Stall oder unter einer überstehenden, geschlossenen Schutzvorrichtung untergebracht werden. Halter müssen ihre Tierbestände dem Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen melden. Innerhalb der Schutzzone dürfen weder Geflügel, Geflügelfleisch, Eier, Futtermittel, Dung und Einstreu aus oder in Bestände verbracht werden. In der Schutzzone werden die Bestände klinisch und risikoorientiert untersucht.

Die Überwachungszonen umfasst einen Radius von jeweils 10 Kilometer um die betroffenen Höfe. Auch in dieser Zone gilt die Aufstallpflicht. In diesem Gebiet werden die Veterinäre nach einer Risiko-Analyse die Geflügelhaltungen überprüfen.

 
 
 

Interaktive Karte der Schutz- und Überwachungsszone für alle drei Geflügelpest-Fälle im Kreis Paderobrn

Geben Sie in das Suchfeld eine Adresse ein. Die Karte zeigt dann an, ob die Adresse in der Schutz- oder Überwachungsszone liegt.

Kartenmaterial der drei Ausbruchsgeschehen in Delbrück zum Herunterladen

Fall 1

Fall 2

Fall 3

Im Kreis Paderborn war die Geflügelpest zuletzt fünf Mal im April/Mai dieses Jahres im Lichtenauer und Delbrücker Raum ausgebrochen. Das FLI hatte die hoch ansteckende Form, das Influenza Virus A, Subtyp H5N8, nachgewiesen. Insgesamt 315.000 Tiere mussten vorsorglich getötet werden.

 
 
 

Pressemitteilungen zur Geflügelpest

 
 

Anschrift

Kreis Paderborn
Aldegreverstraße 10 – 14
33102 Paderborn

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Telefon: 05251 308 - 0
Telefax: 05251 308 - 8888
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