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Sympathie und Vertrauen waren an der Tagesordnung - Landrat dankt Jugendlichen und Reservisten

„Als ich so über den Soldatenfriedhof ging, empfand ich eine fast unheimliche Trauer; ich hatte zwar schon viel über Krieg und Kriegsopfer gehört, aber das zu sehen erschütterte mich. Ich fand es schlimm, dass so viele jugendliche Soldaten, die nur so alt wie wir geworden sind, sinnlos sterben mussten“, berichtete eindrucksvoll Jennifer Butz, Schülerin der Klasse 9 c der Hauptschule Büren anlässlich eines Treffens von Schülern und Jugendlichen, zu dem Landrat Dr. Rudolf Wansleben gemeinsam mit dem Rektor dieser Schule, Hans-Werner Rüther, eingeladen hatte.

Seit nahezu 15 Jahren führt der Kreisverband Paderborn im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge mit stei- gendem Erfolg Projektwochen für junge Menschen auf Soldatenfriedhöfen, insbeson- dere in Lommel/Belgien und Ysselsteyn/Holland, durch. In diesem Jahr nahmen 308 junge Menschen, darunter Schüler/innen der Klassen 8 bis 10 verschiedener Schulen im Kreisgebiet, Jugendliche in der Berufsausbildung und vom Heimatschutzverein Leiberg, an solchen Projektwochen teil. Zu diesem schon traditionellen Treffen konnte der Landrat Schülerinnen und Schüler, Betreuer und Leiter der Hauptschulen Büren, Hövelhof, Lichtenau, Ostenland, Salzkotten, des Richard-von-Weizsäcker-Berufskollegs Paderborn, des tbz Paderborn, Jugendliche des Heimatschutzvereins Leiberg und vom Stadtverband für Heimatpflege und internationale Beziehungen Delbrück, Reservisten der Kreisgruppe Höxter/Paderborn im Verband der Deutschen Bundeswehr, den Kreisbrandmeister und Mitglieder des THW Paderborn begrüßen.

In seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Kreisverbandes Paderborn würdigte Landrat Dr. Wansleben den Einsatz der jungen Menschen und der Reservisten auf den Soldatenfriedhöfen und stellte das ehrenamtliche Engagement aller Projektteilnehmer und der Betreuer heraus. Den Reservisten dankte er für die unentgeltlich und in ihrer Freizeit erbrachten Leistungen auf dem ungarischen Soldatenfriedhof in Debrecen, wo 191 deutsche Kriegstote aus beiden Weltkriegen ruhen. Als Dank und Anerkennung für ihre Arbeit händigte der Landrat den Beteiligten Ehrenurkunden aus und ist stolz, dass der Kreisverband Paderborn in Nordrhein-Westfalen führend in der Jugendarbeit ist.

Für alle Beteiligten waren die Arbeitseinsätze auf Soldatenfried- höfen, Besuche des Kriegs- und Widerstandsmuseums in Overloon/Holland sowie des Konzentrationslagers Buchenwald eine nachhaltige, tiefe Begegnung mit den Ereignissen der Geschichte, eines zurückliegenden Krieges, wo Spuren der Erinnerung und des Gedenkens eine Mahnung zum Frieden an die Jugend von heute als nachfolgende Generation geben.

Auf dem Soldatenfriedhof in Debrecen erlebten die Reservisten starkes freundschaftliches Entgegenkommen, große Sympathie und Vertrauen der ungarischen Bevölkerung; hier wurde ein wichtiger Beitrag zur Völkerverständigung geleistet.

Die wirkungsvollen Initiativen der Volksbundarbeit helfen mit, so Dr. Wansleben, dass sich die jungen Menschen mit den Folgen von Krieg, Terror und Gewaltherrschaft auseinandersetzen und begreifen lernen, für Versöhnung und Frieden einzutreten. Die Jugendarbeit setzt sinnvolle Zeichen!


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