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Förderung der Jugendarbeit setzt sinnvolle Zeichen - Schüler signalisieren Friedensbotschaft

Nationale und internationale Jugendbegegnungen zu unterstützen heißt, aktiv dazu beizutragen, dass Verständnis und Freundschaft wachsen und die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholt werden. Geschäftsführer Heinz Marxcord vom SB-Zentralmarkt in Paderborn, Erwin Lohse als Inhaber des US-Shops und Schützenoberst Dr. Andreas Jolmes sagten deshalb spontan zu, ein solches Projekt der Friedrich von Spee-Gesamtschule zu unterstützen, denn „die Friedenserziehung zu fördern heißt, bereits in der Schule den Grundstein gegen Krieg und Gewalt zu legen“, so die Meinung der Sponsoren. Gemeinsam mit dem Schulleiter Heinz Wagner und dem Vorsitzenden des Kreisverbandes Paderborn im Volksbund, Landrat Dr. Rudolf Wansleben verabschiedeten sie eine Gruppe von 28 Schülern der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule Paderborn zur Teilnahme an einem Friedensprojekt auf der internationalen Jugendbegegnungsstätte des Volksbundes in Lommel / Belgien.

Dabei handelt es sich um eine schulische Veranstaltung außerhalb von Klassenzimmern und soll den 28 Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 9 und 10 Grundlagen zur allgemeinen Werteorientierung, insbesondere zu einem aktiven Engagement für den Frieden, zur Wahrung der Menschenwürde und sozialen Gerechtigkeit vermitteln.

Auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Lommel, mit 39.094 Gefallenen das größte deutsche Kriegsgräberfeld im Westen, und in Seminaren der dortigen internationalen Jugendbegegnungsstätte wird die Schülergruppe anhand der nachvollziehbaren Geschichte mit der Vergangenheit konfrontiert und soll durch aktive Pflegearbeiten auf dem Gräberfeld lernen, wie wichtig es ist, friedlich miteinander zu leben. Sie sollen die Mechanismen kennen lernen, die zu Konflikten und kriegerischen Auseinandersetzungen führen und die Sinnlosigkeit von Zerstörung und Gewalt begreifen. Die jungen Menschen werden in Lommel historisch-politisch gebildet und arbeiten daran, dass die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft nicht vergessen werden; sie leisten bei der Begegnung von Gleichaltrigen aus vielen Ländern einen Beitrag dafür, dass Europa stärker zusammenwächst und setzen das Leitziel des Volksbundes „Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden“ aktiv um.

Verantwortlich für die Vermittlung dieser lernorientierten Grundsätze und Werte sind die Pädagogen Nicole Niggemeier (Leitung) und Jürgen Rama als Klassenlehrer der 10.

Landrat Dr. Rudolf Wansleben führte in seinem Grußwort an alle Teilnehmer und Verantwortlichen aus, dass Frieden als Sehnsucht, Hoffnung, Wunsch, Traum oder Verheißung einer der ältesten Inhalte des menschlichen Denkens, eine Idee, über die Menschen wohl seit Jahrtausenden nachgedacht haben, sei und auch eine Vision ist, welche die Menschen immer wieder fasziniert und vielfach auch getröstet hat. Gerade in der heutigen Zeit werde bei den vielen kriegerischen Auseinandersetzungen und Bürgerkriegen in vielen Teilen unserer Welt deutlich, wie brüchig und wichtig der Frieden sei. Das Streben nach Frieden begegne den Menschen überall als Grundelement menschlichen Denkens und Handelns.

Landrat Dr. Rudolf Wansleben dankte in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Kreisverbandes Paderborn im Volksbund den Sponsoren für ihre großherzige Unterstützung. Der Landrat betonte zugleich, dass er dankbar sei für das Engagement der Schülerinnen und Schüler und ihrer Pädagogen, die sich dieser Projektarbeit widmen.

„Dieses aktive Engagement von heimischen Unternehmen und Institutionen ist beispielgebend und setzt Maßstäbe für die Friedensarbeit“, so Wansleben.


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