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Jugendarbeit steht im Vordergrund: Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden

Dieser Leitsatz des Volksbundes bestimmt nach wie vor die Position des Kreisverbandes Paderborn. Die Erinnerung und das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt von damals und heute wachzuhalten, damit wir nicht vergessen, wie kostbar der Frieden ist, so hob der Vorsitzende des Kreisverbandes Paderborn, Dr. Rudolf Wansleben, in seinem Jahresbericht in der gestrigen Mitgliederversammlung die Notwendigkeit der Jugendarbeit hervor; es gilt für den Volksbund, eine humanitäre Verpflichtung zu erfüllen. Die Friedenserziehung unserer Kinder zu fördern, damit bereits in der Schule ein Grundstein gegen Krieg und Gewalt gelegt wird, diese Aufgabe wollen wir uns weiterhin zum Ziel setzen.

Ein immerwährender Schwerpunkt ist für den Kreisverband Paderborn die Jugendarbeit. So konnten mit Unterstützung von einheimischen Unternehmen und Firmen aus dem Kreisgebiet im Jahre 2004 insgesamt 16 Projekte im Rahmen der Friedenserziehung für 611 Schülerinnen und Schüler von Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien und be-rufsbildenden Schulen gefördert werden. Das ist bislang einzigartig und beispielhaft auf Landes- und Bundesebene, stellte stolz der Vorsitzende fest. Die Jugendarbeit befindet sich im stetigen Wandel mit Volksbundaufgaben und Ge-schichte. Die Kenntnis von Geschichte und die Einbeziehung der Vergangenheit lassen erst die Bedeutung des Leitgedanken des Volksbundes bewusst werden. Die Erfassung der Vergangenheit und das Bewusstsein Geschichte werden durch die Teilnahme an internationalen und nationalen Jugendprojekten des Volksbundes bei den jungen Menschen geweckt. Doch allein aus der Betrachtung der Gräber und deren Fürsorge ist Interesse und Betroffenheit für die Jugend nicht herzuleiten. Die Jugendlichen müssen sich mit der Geschichte auseinandersetzen, um die Sinnlosigkeit und das Ausmaß von Krieg, Terror und Gewaltherrschaft zu begreifen. Die Förderung der Jugendarbeit, damit Verständnis und Freundschaft wachsen und die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholt werden, dafür setzen wir uns ein, so der Vorsitzende resümierend.

In diesem Zusammenhang erlebten die Mitglieder bei ihrer Jahresversammlung einen eindrucksvollen Bericht von den Schülerinnen Sarina Berger und Lilli Kutsch sowie den Schülern Georg Stark, Abu Norestani, Viktor Kuhlmann und Alex Bickart der Klassen 10 und 11 der Gesamtschule Friedrich von Spee, Paderborn, über ihr einwöchiges Friedensprojekt auf dem Soldatenfriedhof Lommel, Belgien, im Juni 2004. Die Leitung oblag der Pädagogin Nicole Niggemeier.

Beispielhaft war auch ein ehrenamtlicher Einsatz von 12 Reservisten im Mai 2004 bei Pflegearbeiten an Mahnmalen und Denkmälern aus den Kriegen 1870/71 und dem 1. Weltkrieg bei Metz in Frankreich.

Einstimmig votierten die Mitglieder für die Aufnahme von Landrat Manfred Müller und Dipl.-Ing. Jochen Reimer in den Vorstand des Kreisverbandes Paderborn. Musikalisch umrahmt wurde die Mitgliederversammlung mit Beiträgen von einem Ensemble der Kreismusikschule Paderborn unter der Leitung von Anna Martin.


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