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Realschüler als Botschafter des Friedens

Eine Unterrichtsgestaltung ganz anderer Art sehen Schüler der Jahrgangsstufe 10 der Städt. Realschule Bad Lippspringe gespannt entgegen. „Forschen statt nur Pauken – Lernen ohne Klassenzimmer – Begegnen und Vorurteile abbauen – Geschichte begreifen, Zukunft gestalten sowie Arbeit für den Frieden“, diese Grundsätze leiten die handlungs- und projektorientierte friedenspädagogische Arbeit des Kreisverbandes Paderborn im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der nun in der Unterstützung durch ein einheimische aus Bad Lippsringe eine wertvolle Schätzung seiner Arbeit erhalten hat.

Das Projekt „Friedenserziehung“ ist für 44 Schülerinnen und Schüler der Realschule mit den pädagogischen Betreuern Ute Geermann, Annette Jansen und Stephan Schmidt Anlass, sich im Verlauf dieser Woche in der Jugendbegegnungsstätte Albert Schweitzer in Niederbronn-les-Bains (Nordelsass / Frankreich) über fachliche Wissensvermittlung hinaus mit der insbesondere deutsch-französischen Geschichte zu befassen und auseinanderzusetzen. Persönliche Erfahrungen der Schüler vor Ort, u. a. Maginotlinie, Schlachtfelder und Kriegsgräberstätten im Elsass, Besuch von Straßburg und Konzentrationslager Struthof mit Begleitung von Zeitzeugen ermöglichen ein hautnahes Kennenlernen der Geschichte.

Diese authentischen Orte, vor allem die Kriegsgräber- und Gedenkstätten, machen deutlich, was Lehrbücher, Vorträge und Unterrichtsgespräche allein nur abstrakt und schwer vermitteln können, so der Leiter der Realschule, Rektor Christoph Ahrens. Diese geschichtsträchtige Gegend wird zu einer pädagogischen Stütze, um lebendig zu machen, was Albert Schweitzer mit seiner bekannten Aussage meinte, „die Gräber seien die großen Prediger des Friedens“.

Als Vorsitzender des Kreisverbandes Paderborn im Volksbund dankt Dr. Rudolf Wansleben dem heimischen Unternehmer für seine großherzige Unterstützung, die es diesen Schülerinnen und Schülern letztlich ermöglicht, im Zuge dieses Projekts in Niederbronn die deutsch-französischen Beziehungen erlebbar zu machen. Hier werde den Jugendlichen gezeigt, aus eigener Erfahrung eine positive Einstellung zu Themen wie Frieden, menschlichem Zusammenleben und Toleranz zu gewinnen. Mit diesem Projekt werde erneut ein weiteres gutes Beispiel der Kooperation Industrie und Handel, Schule sowie Volksbund gesetzt, freuen sich übereinstimmend Rektor Christoph Ahrens, Vorsitzender Dr. Rudolf Wansleben sowie der Bezirksgeschäftsführer OWL des Volksbundes Ulrich Appelt.


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