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Jugendliche setzen friedvolle Zeichen der Verbundenheit: Sparkassen-Stiftung Paderborn fördert Volksbund-Jugendarbeit

"Forschen statt nur Pauken, Lernen ohne Klassenzimmer, Begegnen und Vorurteile abbauen, Geschichte begreifen - Zukunft gestalten und Arbeit für den Frieden", diese Grundsätze leiten die handlungs- und projektorientierte friedenspädagogische Arbeit des Volksbundes. Als einziger Kriegsgräberdienst der Welt unterhält der Volksbund eigene Jugendbegegnungsstätten im In- und Ausland und bietet internationale Workcamps zur Kriegsgräberpflege an. Getreu dem Leitziel "Versöhnung über den Gräbern - Arbeit für den Frieden" engagieren sich die jungen Menschen auf Kriegsgräberfeldern und lernen dort auf historischer Grundlage, oft wenn sie vor dem Grab eines Gleichaltrigen stehen und dieses Grab pflegen, die Sinnlosigkeit von Krieg, Terror und Gewalt zu begreifen und wie wichtig es ist, für Friede einzutreten und Friede zu wahren.

Gerade bei diesen internationalen Begegnungen oder Arbeiten auf Kriegsgräberstätten lernen die Jugendlichen, Vorurteile abzubauen, lernen Rücksichtnahme und Akzeptanz, erkennen die Bedeutung von Toleranz und damit wichtige Voraussetzungen für ein friedliches Miteinander. Die Gräberfelder sind damit neben Orten persönlicher Trauer und Erinnerung für die Hinterbliebenen mehr und mehr Mahn- und Gedenkstätten, sie werden zu besonderen Lernorten und ermöglichen den Jugendlichen, was Lehrbücher, Vorträge und Unterrichtsgespräche allein nur schwer vermitteln können. Kriegsgräberfelder und internationale Jugendbegegnungsstätten werden so zu pädagogischen Stützen, um lebendig zu machen, was Albert Schweitzer mit seiner bekannten Aussage meinte, "Die Gräber seien die großen Prediger des Friedens und ihre Bedeutung als solche werde immer zunehmen".

Friedensarbeit in diesem Sinne prägt seit inzwischen 18 Jahren die Arbeit des Kreisverbandes Paderborn im Volksbund. So konnten in diesem Jahr 771 Schüler/innen und Auszubildende von verschiedenen Schulen, Berufsbildungsstätten und Heimatschutzvereinen aus dem Kreisgebiet Paderborn mit großherziger Unterstützung von Unternehmen der freien Wirtschaft und insbesondere durch die Stiftung der Sparkasse für den Kreis Paderborn die Teilnahme an mehrtägigen Projekten oder Tagesprojekten zu Gedenkstätten des deutschen Widerstandes oder ehemaliger Konzentrationslager ermöglicht werden.

Jeweils eine Gruppe von diesen Schülern/innen und Auszubildenden sowie die Projekt begleitenden Betreuer und Pädagogen von Hauptschulen, Realschulen, Gesamtschulen, Gymnasien, Berufskollegs und Berufsbildungsstätten trafen sich auf Einladung des Vorstands des Kreisverbandes Paderborn im Festsaal des Nordturms der Wewelsburg, um über ihre Projekte zu berichten, sich gegenseitig kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen.

Hocherfreut konnte Vorsitzender Dr. Rudolf Wansleben zu dieser Veranstaltung neben anwesenden 160 jungen Menschen und Pädagogen den Präsidenten des Volksbundes, Senatspräsident a. D. Reinhard Führer, Berlin, den Landrat des Kreises Paderborn, Manfred Müller, sowie Repräsentanten der Bundesgeschäfts- und Landesgeschäftsstelle des Volksbundes, unter ihnen den Bundesjugend- und Schulreferenten Hans-Dieter Heine, Landesgeschäftsführer NRW Peter Bülter und die Jugendreferentin NRW Verena Dahlhaus begrüßen. Kreisdirektor Heinz Köhler und Geschäftsführer Ulrich Appelt haben den Bezirksverband Ostwestfalen-Lippe vertreten.

Großes Interesse lösten die Berichte von Schülern des Goerdeler Gymnasiums Paderborn über ihre Begegnung mit polnischen Jugendlichen, ein Vortrag von Schülern als Mitglieder in der Jungschützenabteilung des Heimatschutzvereins Leiberg über ihr Projekt der Friedensarbeit auf der Kriegsgräberstätte Golm / Insel Usedom und der Bericht von Reservisten aus dem Verband der Deutschen Bundeswehr über Instandsetzungs- und Pflegearbeiten auf einem Kriegsgräberfeld in Chisinau, Republik Moldau, aus.

In ihren Grußworten und Laudatien stellten Präsident Führer, Landrat Müller und Vorsitzender Dr. Wansleben das Engagement der jungen Menschen sowie die Begleitung durch die vielen ehrenamtlichen Helfer, Betreuer und Pädagogen, ohne die diese intensive Jugendarbeit nicht möglich wäre, heraus verbunden mit der Hoffnung, dass diese Arbeit einen weiteren, wichtigen Beitrag zu Toleranz, Versöhnung und Frieden auf der Welt leisten möge.


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