Ansprache von Landrat Dr. Wansleben
zum 48. Verbandsfest der Kameradschaft
ehemaliger Soldaten Paderborn - Büren und Umgebung
am 16. Mai 2004, 13.45 Uhr in Salzkotten Thüle
zum 48. Verbandsfest der Kameradschaft
ehemaliger Soldaten Paderborn - Büren und Umgebung
am 16. Mai 2004, 13.45 Uhr in Salzkotten Thüle
Meine Herren, liebe Gäste,
ich bin gebeten, einige Gedanken als Festansprache an Sie zu richten und ich danke Ihnen. Ich will das gerne mit drei Gedanken wahrnehmen.
1. In den Tagen der Nachrüstung hatten Sprayer in großen Lettern an einer Autobahnbrücke einen Spruch angebracht, der mir im Kopf geblieben ist. Dort hieß es sehr zweideutig: „Nach“ -Bindestrich „Rüstung“ „kommt Krieg“. Die der Lebenswirklichkeit entfremdeten Autoren meinten, dass Frieden nur zu erreichen sei, wenn Deutschland der Bedrohung durch die damalige Sowjetunion lediglich pazifistischen Stoismus entgegen setzen würde.
Meine Damen und Herren, wir haben gesehen, dass die Geschichte eine andere Antwort gefunden hat. Wir haben gesehen, dass die friedliche Vereinigung unseres Vaterlandes nur möglich war, weil wir in Deutschland bereit waren, auch unsere Verteidigungsabsicht und Verteidigungsbereitschaft in aller Konsequenz aufrecht zu erhalte und einzusetzen. Ich bin den damals Verantwortlichen, und das war -gegen seine Partei- Helmut Schmidt, der daran unterging, und das war Helmut Kohl, sehr dankbar für diesen bedeutenden Mut und das sich darauf gefundene Ergebnis.
2. Neben der Verteidigungsbereitschaft gibt es eine zweite wichtige Friedenskomponente, nämlich die erfolgreiche wirtschaftliche und geistige Verknüpfung der Völker miteinander. Die Menschen haben viele Jahrhunderte lang Deutschland und Frankreich als Erbfeinde betrachtet und wir erleben durch eine geschickte Interessenverknüpfung, die wir im Ausgangspunkt in der EU Adenauer und De Gaulle verdanken, einen Zustand, in dem sich kein Mensch Krieg zwischen Frankreich und Deutschland überhaupt mehr vorstellen kann. Wer immer an Europa und seiner abbauwürdigen Bürokratie Kritik übt, der muss klar und ohne „Wenn und Aber“ begreifen, dass sich jenseits aller Kritik ein untereinander abhängiges Europa als ein Friedensgarant sondergleichen erweist. Schon um dieses Friedens willen, lohnt sich ein funkkktionierendes gemeinsames großes Europa. Wer mit den Soldatenkameradschaften um das Schicksal der Gefallenen und der Verwundeten, um die Not der Hinterbliebenen weiß, der muss diesen einmaligen und revolutionären Weg der Friedensgewinnung und Friedenssicherung im Nachkriegseuropa mit beiden Händen begrüßen. Unter diesem Gesichtspunkt freue ich mich mit Ihnen, dass vor wenigen Tagen Europa erheblich vergrößert wurden und die zehn Länder „Zypern, die Tschechische Republik, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Malta, Polen, die Slowakische Republik und Slowenien“ zusätzlich Mitglieder dieser Friedensgemeinschaft geworden sind. Diese Erweiterung ist für uns alle eine Chance, den Frieden weiter in die Welt zu tragen, einen Frieden den wir uns alle dringend erwünschen und ersehnen.
3. Die Soldatenkameradschaften kennen jenseits der Friedenssehnsucht noch ein weiteres wichtiges Prinzip des Miteinanders. Sie wissen, um die besondere Beziehung zwischen dem Einzelnen und der Gesellschaft. Viele in unserem Staat zitieren den bekannten Satz Kennedys von 1961, der da lautet, "Frage nicht, was der Staat für dich machen kann. Frage, was du für den Staat tun kannst!" Viele haben diesen Satz und die fundamentale Bedeutung dieses Satzes nicht begriffen. Der Egoismus des einzelnen in der Gesellschaft und die Bedeutung des Einzelnen und seine Selbstentfaltung werden zur Zeit fürchterlich übertrieben und die Gemeinschaft wird immer weiter aus dem Blickfeld hinaus katapultiert. Das ist ein verhängnisvoller Fehler und der Staat tut gut daran, sich auf die Werte der Tätigkeiten der Einzelnen für die Gemeinschaft zu besinnen. Soldatenkameradschaften bestehen aus Menschen, die sich selbst, ihr Leben, ihre Gesundheit für diese Gemeinschaft zur Verfügung gestellt haben und stellen und damit einen Beitrag im oben genannten Sinne leisten, der vorbildlich ist und zu loben ist. Wie wir an dem Beispiel des Werdens dieses Europas gesehen haben, ist dieser Beitrag nicht nur ein Werk für die Gemeinschaft , sondern gleichzeitig ein Friedensdienst an der Gemeinschaft und jedem Individuum in ihr sondergleichen. Als Landrat unseres Kreises und als Vorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge danke Ihnen allen dafür. Ich gratuliere dem Ortsverband Thüle gleichzeitig zu seinem 110 Bestehen und wünsche Ihnen die Einbettung in unsere Gesellschaft und das Wohlwollen dieser Gesellschaft. Sie haben das uneingeschränkt verdient!
1. In den Tagen der Nachrüstung hatten Sprayer in großen Lettern an einer Autobahnbrücke einen Spruch angebracht, der mir im Kopf geblieben ist. Dort hieß es sehr zweideutig: „Nach“ -Bindestrich „Rüstung“ „kommt Krieg“. Die der Lebenswirklichkeit entfremdeten Autoren meinten, dass Frieden nur zu erreichen sei, wenn Deutschland der Bedrohung durch die damalige Sowjetunion lediglich pazifistischen Stoismus entgegen setzen würde.
Meine Damen und Herren, wir haben gesehen, dass die Geschichte eine andere Antwort gefunden hat. Wir haben gesehen, dass die friedliche Vereinigung unseres Vaterlandes nur möglich war, weil wir in Deutschland bereit waren, auch unsere Verteidigungsabsicht und Verteidigungsbereitschaft in aller Konsequenz aufrecht zu erhalte und einzusetzen. Ich bin den damals Verantwortlichen, und das war -gegen seine Partei- Helmut Schmidt, der daran unterging, und das war Helmut Kohl, sehr dankbar für diesen bedeutenden Mut und das sich darauf gefundene Ergebnis.
2. Neben der Verteidigungsbereitschaft gibt es eine zweite wichtige Friedenskomponente, nämlich die erfolgreiche wirtschaftliche und geistige Verknüpfung der Völker miteinander. Die Menschen haben viele Jahrhunderte lang Deutschland und Frankreich als Erbfeinde betrachtet und wir erleben durch eine geschickte Interessenverknüpfung, die wir im Ausgangspunkt in der EU Adenauer und De Gaulle verdanken, einen Zustand, in dem sich kein Mensch Krieg zwischen Frankreich und Deutschland überhaupt mehr vorstellen kann. Wer immer an Europa und seiner abbauwürdigen Bürokratie Kritik übt, der muss klar und ohne „Wenn und Aber“ begreifen, dass sich jenseits aller Kritik ein untereinander abhängiges Europa als ein Friedensgarant sondergleichen erweist. Schon um dieses Friedens willen, lohnt sich ein funkkktionierendes gemeinsames großes Europa. Wer mit den Soldatenkameradschaften um das Schicksal der Gefallenen und der Verwundeten, um die Not der Hinterbliebenen weiß, der muss diesen einmaligen und revolutionären Weg der Friedensgewinnung und Friedenssicherung im Nachkriegseuropa mit beiden Händen begrüßen. Unter diesem Gesichtspunkt freue ich mich mit Ihnen, dass vor wenigen Tagen Europa erheblich vergrößert wurden und die zehn Länder „Zypern, die Tschechische Republik, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Malta, Polen, die Slowakische Republik und Slowenien“ zusätzlich Mitglieder dieser Friedensgemeinschaft geworden sind. Diese Erweiterung ist für uns alle eine Chance, den Frieden weiter in die Welt zu tragen, einen Frieden den wir uns alle dringend erwünschen und ersehnen.
3. Die Soldatenkameradschaften kennen jenseits der Friedenssehnsucht noch ein weiteres wichtiges Prinzip des Miteinanders. Sie wissen, um die besondere Beziehung zwischen dem Einzelnen und der Gesellschaft. Viele in unserem Staat zitieren den bekannten Satz Kennedys von 1961, der da lautet, "Frage nicht, was der Staat für dich machen kann. Frage, was du für den Staat tun kannst!" Viele haben diesen Satz und die fundamentale Bedeutung dieses Satzes nicht begriffen. Der Egoismus des einzelnen in der Gesellschaft und die Bedeutung des Einzelnen und seine Selbstentfaltung werden zur Zeit fürchterlich übertrieben und die Gemeinschaft wird immer weiter aus dem Blickfeld hinaus katapultiert. Das ist ein verhängnisvoller Fehler und der Staat tut gut daran, sich auf die Werte der Tätigkeiten der Einzelnen für die Gemeinschaft zu besinnen. Soldatenkameradschaften bestehen aus Menschen, die sich selbst, ihr Leben, ihre Gesundheit für diese Gemeinschaft zur Verfügung gestellt haben und stellen und damit einen Beitrag im oben genannten Sinne leisten, der vorbildlich ist und zu loben ist. Wie wir an dem Beispiel des Werdens dieses Europas gesehen haben, ist dieser Beitrag nicht nur ein Werk für die Gemeinschaft , sondern gleichzeitig ein Friedensdienst an der Gemeinschaft und jedem Individuum in ihr sondergleichen. Als Landrat unseres Kreises und als Vorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge danke Ihnen allen dafür. Ich gratuliere dem Ortsverband Thüle gleichzeitig zu seinem 110 Bestehen und wünsche Ihnen die Einbettung in unsere Gesellschaft und das Wohlwollen dieser Gesellschaft. Sie haben das uneingeschränkt verdient!
