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21. April 2017

„Die vielfältigen Gesichter der Migration im Kreis Paderborn“ vom 5. bis 12. Mai im Paderborner Kreishaus

Ausstellung des Bildungs- und Integrationszentrums des Kreises Paderborn im Rahmen der Europawoche

Plakat zur Ausstellung © Kreis Paderborn 
Plakat zur Ausstellung © Kreis Paderborn

Kreis Paderborn (krpb). Das Ehepaar kam Mitte der sechziger Jahre als Gastarbeiter aus Griechenland nach Deutschland. Der junge Mann ist aus dem syrischen Aleppo geflüchtet und wünscht sich eine Zukunft mit Arbeit in Deutschland. Ihre Geschichten und viele weitere sind in der Fotoausstellung „Die vielfältigen Gesichter der Migration im Kreis Paderborn“ ab Freitag, 5. Mai, im Foyer des Paderborner Kreishauses, Aldegreverstraße 10 bis 14, zu erfahren. Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der Verwaltung besucht werden: montags bis mittwochs von 8 bis 15.30 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Konzipiert wurde die Ausstellung von Gulshat Ouadine und Ida Brezina vom Bildungs- und Integrationszentrum (BIZ) des Kreises Paderborn. „Migration gibt es schon immer. Wir möchten ihre Vielfältigkeit zeigen und Menschen aus verschiedenen Einwanderungsgruppen vorstellen. Menschen, die direkt nach dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland kamen, Gastarbeiter, Spätaussiedler, Menschen, die in Deutschland studiert haben und hier ihre Heimat gefunden haben“, sagt Ouadine.

Die Fotoausstellung wird im Rahmen der Europawoche gezeigt. Diese findet jedes Jahr um den 9. Mai statt, am Europatag der EU. In diesem Jahr lautet das Motto der Europawoche „60 Jahre Römische Verträge – Europa im Wandel“.

Als Fotograf engagierten die Projektkoordinatorinnen Juan Zamalea. Auch er hat einen Migrationshintergrund. 1997 kam er aus Kuba nach Deutschland, lernte die Sprache und einen Beruf. „Juan Zamalea kann die Schwierigkeiten der Migranten nachvollziehen, weil er sie selbst durchmachen musste. Das macht die Fotos authentisch“, sagt Ouadine. Zamalea zeigt die Porträtierten aus unterschiedlichen Perspektiven: Mal bis zur Schulter, mal nur das Gesicht, mal in Gruppen.

Unter den Fotos können die Besucherinnen und Besucher auf Texttafeln die Geschichte der Abgebildeten lesen. Da gibt es den jungen Mann, der sechs Jahre auf der Flucht war und 2015 über die Balkanroute nach Deutschland kam. Seine Eltern und Geschwister musste er im syrischen Aleppo zurücklassen. Nun wünscht er sich eine Zukunft in Deutschland und möchte einen Job in der Gastronomie oder als Bäcker finden.

Ein anderes Porträt zeigt ein junges Ehepaar. Beide sind Ingenieure und kamen 2012 aus Spanien nach Deutschland, um Arbeit zu finden. Mittlerweile haben sie hier Freunde gefunden und einen Sohn bekommen. Ihre Heimat vermissen sie trotzdem.

Ein weiteres Ehepaar kam Mitte der Sechzigerjahre als Gastarbeiter aus Griechenland. Deutschland ist ihre Heimat geworden. Ihre Kinder und Enkelkinder leben hier. Wenn sie nach Griechenland reisen, vermissen sie Deutschland.

Wie war die Ankunft der Einwanderer damals? Wie gelang ihre Integration? Was kann im Blick auf die aktuelle Krise von Europa helfen, Menschen zusammen zu führen? „Mit den Interviewporträts sollen die Migrationsbewegungen und damit die vielfältige Migration im Kreis Paderborn deutlich werden, um ein Bewusstsein und Verständnis dafür zu schaffen“, umschreibt Brezina das Ziel der Ausstellung.

Mit dem Projekt nahm das Bildungs- und Integrationszentrum am Wettbewerb zur Europawoche des Nordrhein-Westfälischen Ministeriums für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien und Chef der Staatskanzlei teil. Es wurde mit 2.000 Euro prämiert. Das Geld fließt vollständig in die Umsetzung.

Die Ausstellung ist bis Freitag, 12. Mai, im Foyer des Paderborner Kreishauses zu sehen.

Logo der Europawoche 2017
Logo Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes NRW
Logo Bildungs- und Integrationsregion Kreis Paderborn
 
 
 
 

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