17. März 2021

Amerikanische Faulbrut in Delbrück erloschen

beide Sperrbezirke sind aufgehoben

Die Amerikanische Faulbrut (AFB) ist im Kreis Paderborn erloschen: Die Mitte August und Anfang September vergangenen Jahres eingerichteten Sperrbezirke in Delbrück konnten aufgehoben werden. Alle 19 Futterkranzproben bei den betroffenen 16 Imkern waren negativ. Mit der Aufhebung der Sperrbezirke in Delbrück gilt die Tierseuche im gesamten Kreis Paderborn als erloschen.

Mitte August und Anfang September letzten Jahres war die AFB in Delbrück ausgebrochen. Das Amt für Verbraucherschutz- und Veterinärwesen hatte rund um beide Ausbruchsorte einen Sperrbezirk von einem Kilometer angeordnet. Innerhalb des Sperrbezirks waren alle Bienenvölker und Bienenstände untersucht worden. Diese Untersuchungen sind nach der Tierseuchenverordnung frühestens zwei Monate, spätestens neun Monate nach der Tötung oder Behandlung der an der Seuche erkrankten Bienenvölker des verseuchten Bienenstandes zu wiederholen. Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte und benutzte Gerätschaften dürfen in einem angeordneten Sperrbezirk nicht aus den Bienenständen entfernt werden. Umgekehrt dürfen Bienenvölker oder Bienen nicht in den Sperrbezirk verbracht werden. All diese Beschränkungen sind ab sofort aufgehoben.

Bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine bakterielle Infektion, die ausschließlich die Brut der Honigbiene befällt. Die Tierseuche ist nicht auf Menschen übertragbar. Der Honig kann bedenkenlos verzehrt werden. Die AFB ist eine anzeigenpflichtige Tierseuche. Nur die Sporen des Bakteriums sind infektiös und bleiben dies über Jahrzehnte, da sie äußerst widerstandsfähig sind.

Im Juni bzw. Juli 2019 war die Bienenseuche in drei Beständen in Paderborn ausgebrochen, im August dann in einem Bestand in Bad Lippspringe. Weitere Ausbrüche der Tierseuche gab es zudem im Mai 2018 in Borchen-Etteln und Juni 2018 in Schloß Neuhaus.

 
 
 

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