12. Juni 2026
Vortrag von Archäologe Sven Knippschild am Donnerstag, 18. Juni, um 19 Uhr im Kreismuseum Wewelsburg
Im Rahmen der Erschließung eines Neubaugebiets in Delbrück-Bentfeld konnte eine große Fläche von über einem Hektar archäologisch untersucht werden. Dabei kamen zahlreiche Siedlungsspuren der jüngeren römischen Kaiserzeit und der Völkerwanderungszeit sowie zahlreiche Metallfunde entdeckt. Der Archäologe Sven Knippschild erläutert in seinem Vortrag am Donnerstag, den 18. Juni 2026 im Kreismuseum Wewelsburg, dass der Siedlungsplatz zwar nicht zeitgleich mit dem nur etwa 1,5 Kilometer westlich gelegene Lager Anreppen bestand, doch die zahlreichen römischen Importfunde dennoch einen regen Handelsaustausch zwischen der einheimischen Bevölkerung und dem römischen Reich belegen. Dies unterstreicht einmal mehr die hervorragende Vernetzung der Lipperegion mit dem römischen Handelsnetz auch Jahrhunderte nach dem Ende der gescheiterten Okkupation der rechtsrheinischen Stammesgebiete durch das Römische Reich.
Die Kooperationsveranstaltung mit der LWL-Archäologie für Westfalen beginnt um 19 Uhr im Filmraum, der Zugang erfolgt durch die Erinnerungs- und Gedenkstätte. Die Teilnahme ist frei.
Die Veranstaltung ist der Eröffnungsvortrag der gleichzeitig stattfindenden Sonderausstellung zu einer Grabung 2025 in Bentfeld, bei der eine germanische Siedlung der römischen Kaiserzeit ausgegraben wurde.
Im Vorfeld des Vortrags sind von 17 bis 18:45 Uhr die Kuratoren vor Ort und erklären die Ausstellung „Als die Römer abgezogen - Siedeln und Bestatten in Delbrück-Bentfeld vor über 1500 Jahren“.