20. März 2026

Kinderbetreuung im Wandel

Kreisjugendamt Paderborn informiert im Jugendhilfeausschuss über aktuelle Herausforderungen und die aktuelle Kita-Bedarfsplanung 2026/2027

Kreisjugendamt Paderborn informiert im Jugendhilfeausschuss über aktuelle Herausforderungen und die aktuelle Kita-Bedarfsplanung 2026/2027 © Adobe.stock.com - HanThar Fusion 
Kreisjugendamt Paderborn informiert im Jugendhilfeausschuss über aktuelle Herausforderungen und die aktuelle Kita-Bedarfsplanung 2026/2027 © Adobe.stock.com - HanThar Fusion

Es ist längst kein Geheimnis mehr: der Demografische Wandel trifft sämtliche Bereiche unserer Gesellschaft - auch die Kinderbetreuung. Die zentralen Entwicklungen im Kreis Paderborn analysieren die Mitarbeitenden des Kreisjugendamtes. Im Kreisjugendhilfeausschuss gaben sie jetzt tiefe Einblicke in die aktuelle Situation. Die gute Nachricht vorweg: trotz sinkender Kinderzahlen in den Kindertageseinrichtungen bleiben die Versorgungsquoten im Kreis Paderborn auf ähnlichem Niveau wie in den Jahren zuvor. Laut aktueller Bedarfsplanung sind im Kindergartenjahr 2026/2027 insgesamt 6.889 Kinder in den Einrichtungen eingeplant. 7.204 waren es im vergangenen Jahr. 

Der Rechtsanspruch für Kinder unter 3 Jahren wird durch eine Betreuung in Kitas und in der Kindertagespflege umgesetzt. 45 Prozent der unter 3-Jährigen im Kreis Paderborn besuchen im Kita-Jahr 2026/2027 eine Einrichtung (Vorjahr 44,4 Prozent). 8,2 Prozent wählen die Kindertagespflege. Die über 3-Jährigen werden zu 100 Prozent betreut (Vorjahr: 99 Prozent). 

„Alle Familien, die ihr Kind über das Kita-Portal in einer Einrichtung anmelden, erhalten einen Kita-Platz“, erklärt Christiane Hagen, Sachgebietsleiterin für den Servicebereich Kinder. „Wenn auch nicht jeder Bitte nach einem Platz in der Wunscheinrichtung entsprochen werden kann, so bekommt doch jede Familie ein Alternativangebot.“ Überbelegungen in Kitas, wenn andernorts noch Plätze frei sind, solle es in Abstimmung mit den Trägern nicht mehr geben.
Veränderungen gibt es auch mit Blick auf die Kindertagespflege. 74 Männer  und Frauen bieten insgesamt 336 Kindertagespflegeplätze an. „Das sind 30 Plätze weniger als im letzten Jahr“, erklärt Hagen. „Leider verringert sich die Anzahl der Kindertagespflegepersonen stetig.“ Im Jahr 2023 boten noch 128 Personen eine Betreuung an, in 2024 waren es schon 108. „Interessierte Personen, die sich eine solche Tätigkeit vorstellen können, sind mit ihren Fragen bei uns richtig und jederzeit willkommen“, so der Appell der Fachfrau.


Was zugenommen hat, ist die Anzahl der Kindertageseinrichtungen im Kreisgebiet – wenn auch nur geringfügig. Sie erhöht sich von 120 auf 121. In Hövelriege ist eine Einrichtung der Malteser entstanden.

Herausfordernd für alle Beteiligten im System ist die inklusive Ausbauplanung nach Landesrahmenvertrag NRW. Demnach soll ab Sommer 2029 die Struktur der Einrichtungen für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf so verändert werden, dass sie künftig nicht mehr in Sondereinrichtungen sondern wohnortnah betreut werden.

 „Unser oberstes Ziel ist es, die bestehende Qualität auch bei neuen Anforderungen im Sinne der Kinder aufrechtzuerhalten und sicherzustellen“, erklärt Günther Uhrmeister als Leiter des Kreisjugendamtes Paderborn.

Welche Mittel und Wege es dazu geben kann, bleibe mit Blick auf die Rahmenbedingungen des Landes abzuwarten. 

Auswirkungen auf die Betreuungssituation bringe auch die KiBiz-Reform mit zusätzlichen Buchungsmöglichkeiten der Betreuungszeiten. Was auf der einen Seite Bedarfsgerechtigkeit und Flexibiltät für Eltern bedeutet, bringt Trägern und Einrichtungen zusätzlichen Planungs- und Organisationsaufwand sowie mögliche Personaleinsparungen. Im Kreis Paderborn bereite man sich durch Gespräche und Abstimmungen unter allen Verantwortlichen auf diesen Wandel vor. 

 
 
 

Kontakt

Frau HagenSachgebietsleitung 51-2 SB "Kinder"

Jugendamt
Tel. 05251 308 - 5102
Fax 05251 308 - 895102
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