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Erfahrungsbericht

Ausbildung Notfallsanitäter/in

Emma, Notfallsanitäterin

Mein Name ist Emma und derzeit absolviere ich im ersten Jahr die Ausbildung zur Notfallsanitäterin beim Kreis Paderborn.

Wieso hast du dich für die Ausbildung zur Notfallsanitäterin entschieden?

Vor meiner Ausbildung habe ich einen Bundesfreiwilligendienst gemacht, in dessen Rahmen ich auch die Möglichkeit hatte den Lehrgang zur Rettungssanitäterin zu absolvieren. Der Job hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich habe viel in Bezug auf Medizin und auch über zwischenmenschliche Interaktionen gelernt, dass mir schnell klar wurde, dass ich mich in diesem Bereich weiterentwickeln möchte. Die Ausbildung zur Notfallsanitäterin ist dementsprechend genau die Richtige für mich. Der Beruf der Notfallsanitäterin hat für mich genau das richtige Maß an körperlicher, und kognitiver Arbeit sowie an medizinischem Fachwissen und an Verantwortung.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist in drei unterschiedlich große Abschnitte aufgeteilt. Der Teil der praktischen Ausbildung nimmt mit 1.960 Stunden den größten Anteil ein, der theoretische Teil umfasst 1.920 Stunden und der praktische Teil im Krankenhaus macht 720 Stunden aus. Die Ausbildung verläuft in Blöcken, diese finden blockweise im Wechsel mit den Schulblöcken statt.
In der Schule lerne ich viel über die Anatomie und Physiologie des Menschen. Ich lerne, wie Prozesse im Körper gesteuert werden und wie man sie beeinflussen kann. Auch Krankheitsbilder und der Umgang mit Medikamenten sind wichtige Themen der Ausbildung. Rechtliche Grundlagen, Hygiene und Kommunikation sind ebenso Bestandteil der schulischen Ausbildung.
Auf der Rettungswache nehme ich an Einsätzen teil, versorge Patientinnen und Patienten und erhebe Vitalzeichen. Ich unterstütze bei medizinischen Maßnahmen und lerne Patientinnen und Patienten zu untersuchen und ihren Gesundheitszustand richtig einzuschätzen. Die Dokumentation und Übergaben im Krankenhaus spielen ebenfalls eine große Rolle. Ich übernehme dabei schrittweise mehr Verantwortung und wende mein theoretisches Wissen direkt in der Praxis an.
Im Krankenhaus lerne ich in der Anästhesie den Umgang mit Narkosen, auf der Intensivstation die Überwachung der Patientinnen und Patienten und in der Notaufnahme darüber hinaus lerne ich die Arbeitsprozesse andere medizinischer Fachabteilungen kennen. Über die gesamte Dauer steht das Sammeln praktischer Erfahrungen im Mittelpunkt.

Wie kann man sich einen Tag an deiner Berufsschule vorstellen?

Meine Berufsschule startet um 8 Uhr, häufig mit einer Wiederholungsrunde vom Vortag. Danach werden einmal alle Themen für den Tag vorgestellt und nach einem ersten kleinen theoretischen Teil gibt es eine Frühstückspause.
Anschließend gehts weiter mit kleinen Gruppenaufgaben, Diskussionen oder Präsentationen. An einem kurzen Tag haben wir um 13 Uhr Schulschluss, an langen Tagen geht der Unterricht bis 15 Uhr. Im Nachmittagsbereich kommen häufig externe Dozenten wie Anwälte oder Ärzte und halten Fachvorträge.

Was macht deinen Ausbildungsberuf einzigartig?

An meinem Beruf reizt mich das hohe Maß an Verantwortung, ich muss schnelle Entscheidungen treffen und mein theoretisches, medizinisches Wissen an jedem Einsatzort abrufen und umsetzen können. Eine enge Zusammenarbeit im Team oder mit Dritten muss gut gemanagt werden, was in einem so abwechslungsreichen Alltag manchmal zur Herausforderung werden kann. Sich kontinuierlich weiterentwickelnde Leitlinien, Einsatztechniken und medizinische Erkenntnisse machen ein lebenslanges Lernen in meinem Beruf unerlässlich.

Welche Erwartungen hattest du an die Ausbildung und wurden deine Wünsche erfüllt?

Von meiner Ausbildung habe ich erwartet, medizinisches Wissen zu erwerben, praktische Erfahrungen zu sammeln und meinem Ausbildungsstand entsprechend Verantwortung zu übernehmen. Zudem war es mir wichtig, mit einem engagierten Team zu arbeiten und mich sowohl fachlich als auch persönlich weiterzuentwickeln. Abschließend kann ich noch nicht beurteilen, ob sich alle meine Erwartungen erfüllen werden. Bis jetzt bin ich sehr zufrieden in einem so tollen Team an Notfallsanitätern, Praxisanleitern und Rettungssanitätern aufgenommen worden zu sein. Ich komme gerne zur Arbeit und freue mich darauf mein Wissen zu erweitern und theoretisch Erlerntes anwenden zu können.

Wie unterstützt dich der Kreis in deiner Ausbildung?

Der Kreis bietet als Arbeitgeber eine tolle Begleitung durch das Ausbildungsteam sowie die Jugend- und Auszubildendenvertretung, an die man sich jederzeit mit Anliegen wenden kann. Auch ein regelmäßiger Austausch zwischen allen Nachwuchskräften wird durch gemeinsame Ausflüge unterstützt. Ein offener und wertschätzender Umgang miteinander ist mit dem Ausbildungsteam sowie mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem Kreishaus selbstverständlich. Fragen zu Ausbildung, Fahrkosten oder anderen organisatorischen Themen, können jederzeit gestellt werden und werden zuverlässig und zeitnah beantwortet.

Welche Tipps hast du für alle, die sich auch für eine Ausbildung hier interessieren?

Allen, die sich für eine Ausbildung beim Kreis Paderborn interessieren, würde ich empfehlen, offen, motiviert und lernbereit zu sein. Keine Angst vor Fragen zu haben und sich darauf einzulassen sich persönlich weiterzuentwickeln. Man sollte sich bewusst sein, dass die Ausbildung auch herausfordernd sein kann - aber es lohnt sich! Du findest viele Personen, die dich in deiner Ausbildung supporten. Auch wenn man mal jemanden braucht, mit dem man seine Sorgen oder Ängste teilen möchte, steht einem immer jemand zur Seite. Wichtig ist es offen zu sein, denn nur so können deine Kolleginnen und Kollegen dir helfen, an deinen Herausforderungen zu wachsen.

Stand: Juli 2026

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Aldegreverstraße 10 – 14
33102 Paderborn

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