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Wewelsburg

Breitband im Kreis Paderborn

Die Verfügbarkeit schneller Internetzugänge ist für Städte und Gemeinden heute ein wichtiger Standort- und Wettbewerbsfaktor. Dabei gewinnt die Anbindung an die Datenautobahn zunehmend an Bedeutung für die Standortattraktivität und die Lebensqualität ganzer Regionen. Eine leistungsfähige und zukunftssichere Telekommunikationsinfrastruktur bildet die Grundlage für die gesellschaftliche Teilhabe der Menschen, für wirtschaftliches Wachstum sowie für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Dieses gilt in besonderem Maße für ländlich strukturierte Räume.

Eine flächendeckende Versorgung mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen und der Aufbau von Hochleistungsnetzen sind daher für den Kreis Paderborn wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Positionierung im Wettbewerb der Regionen, für wirtschaftliches Wachstum und mehr Beschäftigung sowie für eine Aufrechterhaltung des ländlichen Raumes als attraktives Wohn- und Lebensumfeld. Vor diesem Hintergrund wurde 2014 ein Glasfaser-Masterplan für den Kreis Paderborn entwickelt. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf den Gewerbegebieten und den dicht besiedelten Bereichen des Kreisgebietes. Um jedoch auch die ländlich geprägte Region im Sinne gleichwertiger Lebensverhältnisse mitversorgen zu können, wurden seitens des Bundes und Landes einige Förderprojekte gestartet. Insbesondere das Bundesförderprogramm "Weiße Flecken" mit dem Ziel die bislang unterversorgten Adressen mit Glasfaser zu versorgen, bietet große Chancen für den Kreis Paderborn und seine angehörigen Kommunen.

 
 
 

Glasfaserausbau im Rahmen des Bundesförderprogramms "Weiße Flecken"

Stand: 03.09.2020

Hintergrund des Förderprogramms:

Die Bundesregierung hat es sich zum Ziel gesetzt Deutschland durch ein Gigabit-Netz zukunftsfähig aufzustellen. Die Telekommunikationsunternehmen erschließen die dicht besiedelten Bereiche, in denen viele Endkunden auf relativ kleinem Gebiet wohnen in der Regel eigenwirtschaftlich. Sie legen die Leitungen auf eigene Kosten und generieren durch die vielen Kunden entsprechende Einnahmen.

Insbesondere im ländlichen Raum gestaltet sich der leitungsgebundene Ausbau der Telekommunikationsinfrastruktur dabei jedoch deutlich kostenintensiver als in den Ballungsräumen, da die Tiefbaukosten wesentlicher Treiber bei den Gesamtkosten sind. Eine Amortisation der Investition lässt sich für die Telekommunikationsunternehmen folglich nur schwer erreichen, da den Kosten ebenfalls nur eine geringe Anzahl potenzieller Endkunden gegenübersteht. Dies ist der Treiber für das aufgesetzte Förderprogramm.



Ziele im Glasfaserausbau:

Um eine zukunftsfähige Breitbandversorgung aller Haushalte, Unternehmen und institutionellen Nachfrager in den weißen Next Generation Access - Flecken (NGA-Flecken) zu gewährleisten, sollen hochbitratige und symmetrische Anschlüsse geschaffen werden. Das beudeutet, dass sowohl große Datenmengen schnell weitergeleitet werden können (mindestens 100 Mbit/s) und der Upload genauso schnell ist wie der Download. Dadurch können alle derzeit am Markt verfügbaren sowie in den nächsten Jahren absehbaren Anwendungen (z.B. Videostreams mit großem Datenvolumen) gesichert genutzt werden. Die Nutzung von Anwendungen aus dem Bereich Industrie 4.0 (z.B. Machine-to-Machine-Communication, Videokonferenzen) in Unternehmen erfordert kurz-, mittel- und besonders langfristig die Anbindung der Unternehmen mit symmetrischen Bandbreiten.

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Logo Bundesförderung Breitband
 

Für die Zukunft stellt die Versorgung mit hohen symmetrischen Bandbreiten den wichtigsten Standortfaktor für Unternehmen dar, wodurch die Wirtschaftsstandorte gestärkt werden und einer Abwanderung der Gewerbetreibenden in alternative Gebiete entgegengewirkt werden soll. Gleichzeitig bedürfen gewerbliche Anwendungen bereits heute deutlich höherer Bandbreiten als derzeit im Regelausbau der Telekommunikationsunternehmen verfügbar sind. Für die gewerblichen und öffentlichen Nutzer soll das zu errichtende Netz daher Bandbreiten von mindestens 1 Gbit/s liefern können. Nach einem ausführlichen Technologievergleich ist festzuhalten, dass lediglich ein Glasfasernetz in Fibre-to-the-building-Technologie (FTTB-Technologie) die angestrebte Leistungsfähigkeit gewährleisten kann. Dabei wird die Glasfaser direkt bis in das Haus verlegt und es muss keine Strecke mehr über Kupferkabel überbrückt werden.


Versorgungslage 2018 im Kreis Paderborn:

Es zeigt sich, dass in den Kommunen durch die Kombination von Glasfaser-, DSL- und kabelgebundener Versorgung über das TV-Netz der Großteil aller Haushalte mit einer Bandbreite von mind. 30 Mbit/s versorgt werden kann. Die Versorgungslage wird innerhalb der Gebiete nach den eigenwirtschaftlichen Ausbaumaßnahmen der Telekommunikationsunternehmen (TKU) bereits als gut einzustufen sein.
Auf Basis der Analyse der Breitbandversorgungslage hinsichtlich aller in den Kommunen aktiven TKUs bzw. Breitbandversorger wurden die weißen NGA-Flecken für das Untersuchungsgebiet bestimmt. Die größten Versorgungsdefizite liegen dabei in den peripheren Außenlagen, verteilt um die zumeist gut versorgten Zentren der einzelnen Kommunen im Projektgebiet. Insgesamt verteilen sich die unterversorgten Bereiche jedoch flächig über das gesamte Kreisgebiet, wobei sowohl private Haushalte als auch Gewerbetreibende und institutionelle Nachfrager betroffen sind. Insbesondere Schulen verfügen nicht über eine adäquate Breitbandversorgung, sodass es das Ziel ist, den Weg ins Zeitalter des digitalen Lernens durch glasfaserbasierte Internetverbindungen zu ebnen.


Fördergegenstand:

Die Kommunen werden alle der unterversorgten Adressen (< 30 MBit/s) in den ermittelten weißen NGA-Flecken durch einen FTTB-Ausbau versorgen. Konkret bedeutet dies, dass im Rahmen der Förderung 3.467 Adresse profitieren:

45 Schulen

55 Gewerbeadressen

8 Krankenhäuser

3.359 Privatadressen


mit einem zukunftsfähigen Glasfaseranschluss versorgt werden.


Projektfortschritt:

06.12.2018:

Vorläufige Antragstellung

In einem ersten Schritt hat der Kreis Paderborn für seine zehn angehörigen Kommunen auf Grundlage eines Kooperationsvertrages am 06.12.2018 zwei vorläufige Anträge (West und Ost) im Rahmen des Bundesförderprogramms gestellt. Das in einem Fachgutachten berechnete Gesamtvolumen beider Anträge summiert sich auf etwa 97 Mio. €. Die vorläufigen Zuwendungsbescheide vom Bund (Förderquote 50 %) und der Kofinanzierungsbescheid vom Land (Förderquote 40 %) liegen vor.

 

06.03.2020:

Endgültige Antragstellung

Am 06.03.2020 hat der Kreis Paderborn die endültigen Anträge (West und Ost) für die Kommunen gestellt. Derzeit steht der endgültige Förderbescheid vom Bund noch aus. Sobald dieser eingetroffen ist, können die Mittel beim Land endgültig beantragt werden.

 

20.07.2020:

Endgültiger Förderbescheid Bund

Der Kreis Paderborn hat am 20.07.2020 den endgültigen Förderbescheid des Bundes über rund 35,8 Millionen Euro erhalten.

 

24.08.2020:

Offizieller Spatenstich

Übergabe Förderbescheid Land NRW

Der offizielle Spatenstich zum geförderten Breitbandprojekt des Kreises Paderborn ist unter Beteiligung der Fördermittelgeber des Bundes und des Landes NRW erfolgt.

Im Rahmen dieser Veranstaltung hat der Kreis Paderborn auch den Zuwendungsbescheid des Landes NRW über rund 28,6 Millionen Euro erhalten.

Impressionen der Veranstaltung finden Sie hier.


 
 
 
 

Weitere aktuelle Fördermaßnahmen

Glasfaseranschluss der Kreisschulen über das Kreditprogramm

NRW.BANK.Gute Schule 2020

Alle zehn kreiseigenen Schulen wurden zwischenzeitlich dank der Förderung mit Glasfseranschlüssen versorgt.

Logo Gute Schule sowie der Landesregierung Nordrhein-Westfalen und der NRW.Bank

Der Kreis Paderborn konnte mit dem Programm NRW.BANK.Gute Schule 2020 seine Schulen an moderne Glasfaserautobahnen anschließen und damit seinen Schülerinnen und Schülern ein besseres und zukunftsfähiges Lernumfeld bieten.

Erfahren Sie hier mehr über die Möglichkeiten der Förderung.

Logo der NRW.BANK - mit dem Schriftzug Wir fördern Ideen.
 
 
 
 

Masterplan als Datengrundlage

Breitbandinternet im Kreis Paderborn © Alexey Khlobystov / Fotolia 
Breitbandinternet im Kreis Paderborn © Alexey Khlobystov / Fotolia

Um einer zunehmenden digitalen Spaltung zwischen Stadt und Land und damit auch einer Verstärkung der negativen Auswirkungen des demografischen Wandels entgegenzuwirken, hat sich der Kreis Paderborn mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden bereits im Jahr 2014 dazu entschlossen, eine konsequente Glasfaserstrategie für Gewerbegebiete und die Hauptsiedlungsbereiche zu erarbeiten. Für diesen Masterplan wurden zahlreiche Informationen zur aktuellen und geplanten Breitbandversorgung im Kreis Paderborn zusammengetragen und alle bekannten Infrastrukturen (Backbones, vorhandene Leerrohre, Hauptverteiler, Kabelverzweiger, etc.) in das kreiseigene Geoinformationssystem (GIS) übertragen. Auf Grundlage dieser Daten wurde anschließend ein Leerrohrkonzept auf FTTB- bzw. FTTH-Basis erstellt und die dafür notwendigen Kosten berechnet.

Einen Technologieüberblick über die wesentlichen Übertragungstechnologien liefert Gigabit.NRW. hier.

Glasfasernetz im Kreis Paderborn  © Christian Jung / Fotolia
Glasfasernetz im Kreis Paderborn © Christian Jung / Fotolia

Vorrangiges Ziel des Kreises Paderborn ist es, alle Gewerbegebiete mit Glasfaser anzuschließen und den Gewerbetreibenden eine hochleistungsfähige und zukunftssichere Breitbandversorgung zu ermöglichen. Nur durch eine Glasfaserinfrastruktur können in den Gewerbegebieten die (derzeitigen und zukünftig weiter steigenden) Bedarfe der Unternehmen nach symmetrischen und hochbitratigen Anschlüsse nachhaltig gedeckt werden. Besonders für die Zielgruppe der KMU ist ein Netzanschluss mit hoher Upstream-Bandbreite und hoher Zuverlässigkeit im Hinblick auf Betriebsabläufe, z.B. Cloud-Services, zunehmend erforderlich.

Gefördert wurde die Erstellung des Masterplans von der Europäischen Union sowie vom Land Nordrhein-Westfalen.

Logo Europäischer Fonds für regionale Entwicklung
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Erschließung der Gewerbegebiete im Kreis Paderborn mit Glasfaser

Durch den Ausbau der Infrastrukturen in den Gewerbegebieten mit Glasfaser wird mit möglichst effizientem Fördermitteleinsatz der Zugang der ländlich geprägten Gebiete zum Glasfasernetz ermöglicht. Von den Gewerbegebieten ausgehend kann ein weitergehender eigenwirtschaftlicher Ausbau in die umliegenden Wohngebiete durch die Netzbetreiber erfolgen. Die Erschließung der Gewerbegebiete deckt die Gebiete mit dem größten Handlungsbedarf ab und generiert Marktaktivitäten der Netzbetreiber auch in den Wohngebieten.

Zur Umsetzung des Glasfasermasterplanes wurden für die kreisangehörigen Kommunen weitergehende Detailplanungen für den Glasfaserausbau in den Gewerbegebieten bzw. für das gesamte Stadt- oder Gemeindegebiet erstellt. Diese sind sowohl Grundlage für die Fördermittelbeantragung als auch für die Information der Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung. Auf der Basis einer systematischen Planung können außerdem Synergien durch eine konsequente Mitverlegung von Leerrohren bei geplanten Tiefbaumaßnahmen sowie die Nutzung vorhandener Infrastrukturen generiert werden.

 
 

Breitband OWL eG

Breitband OWL eG

Am 13.10.2017 haben Vertreter von Kreis und Kreiskommunen die Genossenschaft „Breitband OWL eG“ ins Leben gerufen. Sie ist die bundesweit erste und bislang einzige Breitbandgenossenschaft auf öffentlich-rechtlicher Basis. Die Zukunft liegt nach Ansicht der Genossenschaft nicht in der von einigen Telekommunikationsunternehmen nach wie vor verwendeten Vectoring-Technik. Diese werde, so hieß es auf der Gründungsversammlung, aus physikalischen Gründen innerhalb der nächsten Jahre an ihre Grenzen stoßen. Ziel der Genossenschaft ist somit die Errichtung eines hochleistungsfähigen Breitbandnetzes mit symmetrischen Bandbreiten von einem Gigabit/Sekunde und mehr.

 
 

Aktuelle Ausschreibungen und Markterkundungen

Aktuelle Ausschreibungen zur Verbesserung der Breitbandversorgung im Kreis Paderborn werden über die Ausschreibungsdatenbank des Breitbandbüros des Bundes veröffentlicht. Die Ausschreibungsdatenbank (ADB) ist dabei eine umfangreiche Online-Plattform, die alle nationalen Breitbandausschreibungen zentral vorhält.

Auf der webbasierten Plattform sollen jegliche Verfahren rund um den Breitbandausbau wie Bedarfserhebungen, Markterkundungen, Interessenbekundungsverfahren und weitere Feststellungsverfahren veröffentlicht werden. Die Plattform unterteilt sich in einen öffentlich-einsehbaren Bereich, in welchem sämtliche Ankündigungen oder Ergebnisse von Feststellungsverfahren veröffentlicht werden und einen für registrierte Benutzer reservierten Bereich.


Die Ausschreibungsdatenbank finden Sie hier.

 
 
  • Gigabit.NRW

    Internet-Angebot vom Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen (MWEIMH) zum Thema Breitband
  • Breitbandportal des BMWi

    Informationsplattform zum Netzausbaus des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur
  • Breitbandausschreibungen - Datenbank des Breitbandbüros des Bundes

    Auf der Datenbank www.breitbandausschreibungen.de werden sämtliche Ausschreibungen im Rahmen des Breitbandausbaus veröffentlicht.
  • Breitbandkompetenzzentrum NRW

    Das BBCC.NRW ist ein in Meschede ansässiges Institut der Fachhochschule Südwestfalen, das mit dem Ziel gegründet wurde, Kommunen bei ihren Bemühungen um eine Verbesserung der Breitbandversorgung zu begleiten und zu unterstützen.

Pressemeldungen zu dem Thema

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