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Wewelsburg
Pressemeldung vom 12.05.2015

Gesünder mit „PFIFF“: 187 Feuerwehrleute trainierten sechs Monate lang unter wissenschaftlicher Anleitung und Begleitung - Sportmedizinisches Institut der Uni Paderborn und Gräfliche Kliniken Caspar Heinrich Klinik Bad Driburg stellen Ergebnisse im Kreissozial- und Gesundheitsausschuss vor

Kreis Paderborn (krpb). Eine verbesserte Laufgeschwindigkeit, signifikant positive Auswirkung auf Blutdruck, Fettstoffwechsel und das Stressempfinden: „PFIFF“ steht für Paderborner Fitness für Feuerwehr und Rettungsdienst und hat die teilnehmenden Feuerwehrleute und Rettungskräfte aus dem Kreis Paderborn nachweislich fitter gemacht. Dr. Kirsten Reinecke und Professor Dr. Jochen Baumeister vom Sportmedizinischen Institut der Universität Paderborn sowie Dr. Markus Wrengler von den Gräflichen Kliniken Caspar Heinrich Bad Driburg präsentierten im jüngsten Kreissozial- und Gesundheitsausschuss diese beeindruckenden Ergebnisse. Im Juni vergangenen Jahres startete das Programm mit insgesamt 187 Teilnehmern. 104 machten mit bis zum Schluss; 87 nahmen mindestens zehn von 50 möglichen Terminen wahr. „Verglichen mit anderen Studien über eine solche Laufzeit von sechs Monaten ist das eine enorm hohe Durchhaltequote“, betonten Klinik und Sportmedizinisches Institut. Nicht vergessen werden dürfe, dass dieses Fitnessprogramm parallel zu Job und ehrenamtlicher Tätigkeit als Feuerwehrmann und –frau und Retter/in gelaufen sei.

Bei Bränden, Unfällen, Hochwasser oder anderen Ereignissen ist es ihre Aufgabe, Leben und Gut zu retten. Feuerwehrleute und Rettungsdienstmitarbeiter gehen bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe regelmäßig an ihre Grenzen. Die physischen Anforderungen im Einsatz sind sehr hoch. Auch muss das dort Erlebte seelisch verarbeitet werden. Das Sportmedizinische Institut der Universität Paderborn und der Kreis Paderborn hatten deshalb im Mai 2014 gemeinsam mit der Caspar Heinrich Klinik das neue Forschungsprojekt „PFIFF“ (Paderborner Fitness für Feuerwehr und Rettungsdienst) auf den Weg gebracht. Im Mai 2014 hatten die Vizepräsidentin der Uni Paderborn, Simone Probst, und Landrat Manfred Müller die Kooperation mit ihrer Unterschrift besiegelt.

Das Sportmedizinische Institut erfasste zunächst den Gesundheitsstatus und die körperliche Fitness der Projektteilnehmer. Gemeinsam mit dem Projektleiter Prof. Dr. Jochen Baumeister, Dr. Kirsten Reinecke, Dr. Markus Wrenger sowie Kreisgesundheitsamtsleiter Dr. Georg Alles und dem Ordnungsamtsleiter des Kreises Paderborn, Herbert Temborius, wurden Projekt und Umsetzung entwickelt. Zwei Mal in der Woche (Gruppen- und Einzeltraining) trainierten die ehrenamtlichen Feuerwehrmänner von Juni bis November freiwillig in ihrer Freizeit unter Anleitung und mit medizinisch-wissenschaftlicher Begleitung. Auf dem Programm standen neben Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren, Joggen und Walken (Einzeltraining) auch komplexe Sport- und Bewegungsformen wie Sportspiele und Trendsportarten. Die Intensität wurde über eine Pulsuhr dokumentiert. Die teilnehmenden Feuerwehrleute und Retter/innen waren durchschnittlich 33 Jahr alt, 1,82 m groß und wogen 89,4 kg.

„Im Ergebnis wurde der Fitnesszustand verbessert, die Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gesenkt und das subjektive Stressempfinden in der einsatzspezifischen Atemschutzübung verbessert. Wir werden deshalb PFIFF in den Alltag der insgesamt 2.500 Feuerwehrleute und Retter/innen im Kreisgebiet integrieren“, erklärt Landrat Manfred Müller. Damit würden die physiologischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Brandbekämpfung und Rettung erhalten. Die demographische Entwicklung erfordere dies.

 

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