04. September 2026
Kreis Paderborn veröffentlicht Geschäftsbericht 2025 des Jugendamtes
Das Jugendamt des Kreises Paderborn hat seinen Geschäftsbericht 2025 veröffentlicht. Er zeigt: Trotz steigender Anforderungen und knapper finanzieller Spielräume setzt das Kreisjugendamt konsequent auf Prävention, Beteiligung und den Ausbau qualitativ hochwertiger Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien. Landrat Christoph Rüther würdigt die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und betont die zentrale Rolle des Jugendamtes für den Kinderschutz.
„Jugendämter sind mit die besten Kinderschutzorganisationen, die wir in Deutschland haben. Dieser Experten-Einschätzung schließe ich mich ausdrücklich an“, erklärt Rüther. Die Mitarbeitenden träfen häufig schwierige Entscheidungen zum Wohl von Kindern. „Gerade in schwierigen Lebenssituationen sind sie unverzichtbar für ein gelingendes Aufwachsen von Kindern. Dafür verdienen sie großen Respekt.“
Der Geschäftsbericht gibt einen Überblick über die Arbeit des Jugendamtes für rund 35.000 Kinder und Jugendliche sowie deren Familien in den neun Städten und Gemeinden des Kreisgebietes außerhalb der Stadt Paderborn.
Rund zwei Drittel des Jugendhilfeetats fließen in präventive Angebote wie Kindertageseinrichtungen, Familienzentren, Schulsozialarbeit sowie Frühe Hilfen. „Frühzeitige Unterstützung hilft Familien nachhaltig und vermeidet häufig spätere, deutlich kostenintensivere Hilfen“, so Jugendamtsleiter Günther Uhrmeister.
Auch finanziell zeigt sich dieser Ansatz erfolgreich: Das Jahresergebnis fiel 2024 um 9,4 Millionen Euro und 2025 um 3,5 Millionen Euro besser aus als geplant. Verantwortlich waren unter anderem geringere Ausgaben für Hilfen zur Erziehung sowie höhere Landeszuwendungen.
Die Betreuungssituation im Kreisgebiet bleibt insgesamt gut: Jedes Kind erhält einen Betreuungsplatz, auch wenn dieser nicht immer in der Wunscheinrichtung liegt. Gleichzeitig erschweren demografische Veränderungen, steigende Anforderungen an die Inklusion und begrenzte Haushaltsmittel die langfristige Planung. Rund 60 Prozent der Eltern nutzen eine 45-Stunden-Betreuung, etwa 80 Prozent aller Kita-Kinder werden über Mittag betreut.
Neben der frühkindlichen Bildung investiert der Kreis gezielt in die Jugendförderung. Die Kreisjugendbeteiligungskonferenz bietet jungen Menschen Mitspracherechte auf Kreisebene. Zudem gewinnen Angebote zur Medienkompetenz bereits in Kindertageseinrichtungen an Bedeutung. Ein neues Fortbildungsprogramm setzt Schwerpunkte auf Medienerziehung, Extremismus- und Suchtprävention. Mit einer Beteiligungswerkstatt wurde außerdem die Neustrukturierung der Netzwerke in der Kinder- und Jugendförderung angestoßen.
Im Jahr 2025 gingen die Hinweise auf Kindeswohlgefährdungen erneut zurück, gleichzeitig wurden mehr Lebenssituationen von Kindern überprüft. Auch die Beratungsfälle zu Sorge- und Umgangsrecht sowie die Nachfrage in den Erziehungsberatungsstellen entwickelten sich rückläufig.
Den aktuellen Geschäftsbericht sowie die des Vorjahres finden Sie auf der Homepage des Kreises Paderborn unter
www.kreis-paderborn.de/berichte-jugendamt
Kreis Paderborn
Aldegreverstraße 10 – 14
33102 Paderborn
Telefon: 05251 308 - 0
Telefax: 05251 308 - 8888
E-Mail senden