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Wewelsburg

27. März 2020

Corona: Befinden uns in der zweiten Infektionswelle

Als am Ende der ersten Märzwoche der erste Fall einer Coronavirus-Infektion im Kreis Paderborn auftrat, war dies ein Urlaubsrückkehrer.

Wir befinden uns in der zweiten Infektionswelle (Foto:  © iStock/jarin011) 
Wir befinden uns in der zweiten Infektionswelle (Foto: © iStock/jarin011)

Als am Ende der ersten Märzwoche der erste Fall einer Coronavirus-Infektion im Kreis Paderborn auftrat, war dies ein Urlaubsrückkehrer. Auch bei den weiteren Fällen in den Tagen und Wochen danach war das Ansteckungsmuster immer dasselbe: Die Personen waren in den Urlaub ins benachbarte europäische Ausland gefahren in ein Gebiet, das zum Antritt der Reise noch nicht vom Robert-Koch-Institut zu einem Corona-Risikogebiet erklärt worden war.

„Jetzt erleben wir die zweite Welle der Ansteckung Die neuen Fälle sind allesamt Patienten, die sich im Kreisgebiet Paderborn angesteckt haben“, erklärt Dr. Constanze Kuhnert, stellvertretende Leiterin des Kreisgesundheitsamtes.

 

Viele der unwissentlich infizierten Urlaubsrückkehrer waren durch die Informationen im Urlaubsland oder durch die Medien schon für das Thema Corona sensibilisiert und haben sich nach ihrer Rückkehr selbst zuhause isoliert, bis das Ergebnis des Tests da war. „Es gab aber auch Urlaubsrückkehrer, die nur leichte Krankheitssymptome gezeigt haben, und deshalb normal ihre Arbeit wiederaufgenommen und auch im privaten keine Vorsichtsmaßnahmen getroffen haben“, so Kuhnert. So trugen sie unwissentlich zur Weiterverbreitung der Infektion im Kreis bei. Deshalb rät das Kreisgesundheitsamt zu erhöhter Vorsicht.

„Es kann nicht eindrücklich genug gesagt werden: Alle müssen ihre Kontakte nun minimieren!“, betont Landrat Manfred Müller.

Auch Arbeitnehmer, die nicht im Homeoffice arbeiten, können Abstand halten und so die Ansteckungsgefahr minimieren. Kollegen sollten nicht zusammen in einem Auto zu einem Termin oder Arbeitsort fahren, jedes Büro sollte nur mit einer Person besetzt sein, in den Kantinen muss ausreichend Abstand zwischen den Essenden gewährleistet sein oder die Mitarbeiter essen in ihren Büros. Zudem sollte die Kommunikation auch unter den Kollegen und Büronachbarn auf E-Mail und Telefon beschränkt sein. „Uns muss klar sein, dass jeder von uns zum Überträger der Infektion werden kann“, unterstreicht der Paderborner Landrat.

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