22. Mai 2026
Kreis Paderborn und Partnerkreise trainieren Medical Task Force im Verbund
Der Aufbau eines leistungsfähigen zivilen Bevölkerungsschutzes schreitet im Kreis Paderborn und den beteiligten Nachbarkreisen weiter voran. Im Mittelpunkt steht dabei die sogenannte Medical Task Force (MTF), eine bundesweit standardisierte sanitätsdienstliche und arztbesetzte Einheit, die im Zivilschutz, im Spannungs- und Verteidigungsfall sowie bei Katastrophenlagen eingesetzt werden kann.
Diese Einheit setzt sich aus Einsatzkräften und medizinischem Fachpersonal aus mehreren Kreisen zusammen. In unserer Region gibt es zwei dieser Einheiten: Eine wird gemeinsam von den Kreisen Herford, Minden-Lübbecke und der Stadt Bielefeld gebildet. Die zweite Einheit entsteht unter Beteiligung der Kreise Lippe, Gütersloh, Höxter und Paderborn. Der Kreis Paderborn arbeitet dabei eng mit den Partnern sowie der Bezirksregierung Detmold zusammen.
Eine besondere Rolle übernimmt der Kreis Paderborn beim Aufbau der MTF. Die Einheit wird gemeinsam von mehreren Kreisen geplant und aufgebaut. Dabei hat der Kreis Paderborn die Federführung und koordiniert viele zentrale Aufgaben. Er sorgt unter anderem dafür, dass Abläufe organisiert werden, hält den Kontakt zur Bezirksregierung und zu den beteiligten Kreisen und sammelt wichtige Informationen.
„Der Bevölkerungsschutz hört nicht an Kreisgrenzen auf. Nur gemeinsam mit unseren Partnern können wir sicherstellen, dass wir im Ernstfall schnell und zuverlässig helfen können. Die Übungen zeigen, dass wir gut aufgestellt sind und uns stetig weiter verbessern“, so Landrat Christoph Rüther.
Die Einheit besteht aus verschiedenen Aufgabenbereichen, wie die Betreuung und der Transport von Patientinnen und Patienten sowie die Führung und Organisation im Einsatz. Ein Teil dieser Strukturen ist bereits einsatzbereit, andere Bereiche werden derzeit weiter aufgebaut.
Im Rahmen einer gemeinsamen Übung in Höxter wurde vor allem der Ablauf im Ernstfall getestet. Dabei ging es darum, wie die Zusammenarbeit zwischen den Kreisen funktioniert und wie Einsatzkräfte schnell alarmiert und koordiniert werden können. Die Alarmierung erfolgte dabei über die zuständigen Leitstellen und ein digitales System, wie es auch im echten Einsatz genutzt würde.
„Die Übung hat gezeigt, dass die Zusammenarbeit über Kreisgrenzen hinweg sehr gut funktioniert. Besonders wichtig ist, dass wir Abläufe regelmäßig trainieren, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt“, so Tobias Starke, Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz.
Der Kreis Paderborn wird gemeinsam mit seinen Partnern den Aufbau der gemeinsamen Einheit weiter vorantreiben, um im Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein.
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