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29. Juli 2021

„Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“: Minister Laumann besucht RTB GmbH für innovative Verkehrstechnik in Bad Lippspringe

Landesinitiaitve unterstützt junge geflüchtete Menschen auf ihrem Weg in Arbeit

Arbeitsminister Karl-Josef Laumann zu Besuch bei RTB in Bad Lippspringe  © Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kreis Paderborn, Michaela Pitz
Arbeitsminister Karl-Josef Laumann zu Besuch bei RTB in Bad Lippspringe
© Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kreis Paderborn, Michaela Pitz

Walid Ali ist 2015 aus dem Libanon geflüchtet. Der 28-Jährige ist dank der Landesinitiative „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“ angekommen in diesem Land. Am 1. August beginnt er eine Ausbildung als Fachinformatiker in dem Unternehmen RTB in Bad Lippspringe und ist beispielgebend für das, was diese Initiative möchte: Jungen Menschen Chancen eröffnen und die Möglichkeit geben, ein eigenständiges Leben zu führen. NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann besuchte die RTB GmbH, ein Unternehmen für innovative Verkehrstechnik in Bad Lippspringe, für das der Minister viele lobende Worte fand. Gerade junge Menschen brauchten morgens einen Grund, aufzustehen, das Gefühl, gebraucht zu werden. Integration sei nur dann erfolgreich, wenn sie zum Arbeitsmarkt führe. Er habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen dort aufgehoben seien, wo sie geachtet würden. Und das sei in dem Unternehmen RTB der Fall, sagt er in Richtung des Geschäftsführers Rudolf Broer, der an diesem Tag durch seinen Betrieb führte.

NRW-Minister Karl-Josef Laumann: Integration ist nur dann erfolgreich, wenn sie in Arbeit führt.

Landrat Christoph Rüther: Den jungen Menschen werden Perspektiven in dem für sie noch fremden Land aufgezeigt und eine eigenständige Zukunft ermöglicht

„Die Durchstarten-Initiative setzt genau dort an, wo eine Förderlücke besteht. Junge Menschen, die vom Regelsystem aufgrund ihrer aufenthaltsrechtlichen Situation ausgeschlossen sind, erhalten durch die Initiative eine Perspektive“, sagte Arbeitsminister Laumann. „So auch im Kreis Paderborn, wo insgesamt 116 Personen teilnehmen, von denen 28 Teilnehmende der Landesinitiative derzeit eine Ausbildung absolvieren. Es freut mich besonders, dass im Rahmen der Initiative in Bereichen mit hohem Fachkräftemangel, wie dem IT-Bereich, motivierte Nachwuchskräfte gewonnen werden können.“ Landrat Christoph Rüther betonte, dass die Inititiative eine Win-Win-Situation sei: „Den jungen Menschen werden Perspektiven in dem für sie noch fremden Land aufgezeigt und eine eigenständige Zukunft ermöglicht. Unternehmen wiederum finden dringend benötigte Fachkräfte“.

Bei der anschließenden Gesprächsrunde mit Landrat Christoph Rüther, dem Bundestagsabgeordneten Dr. Carsten Linnemann, dem Landtagsabgeordneten Bernhard Hoppe-Biermeyer, Bad Lippspringes Bürgermeister Ulrich Lange sowie Vertreterinnen und Vertretern des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises Paderborn sowie Arbeitgebern, Teilnehmenden, Coaches und weiteren Akteuren aus der Durchstarten-Initiative tauscht der Minister sich über den aktuellen Umsetzungsstand der Initiative und die besonderen Herausforderungen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie aus.

Arbeitsminister Karl-Josef Laumann zu Besuch bei RTB in Bad Lippspringe
© Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kreis Paderborn, Michaela Pitz

Hintergrund:

Um den 18- bis 27-jährigen geflüchteten Menschen mit dem Status „geduldet“ oder „gestattet“ Chancen auf Teilhabe zu eröffnen, hat die Landesregierung die Initiativen „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“ des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales sowie des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration und „Gemeinsam klappt`s“ des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW gestartet. Der Kreis Paderborn beteiligt sich an den Landesinitiativen mit dem Ziel, die jungen Erwachsenen zu qualifizieren, auszubilden und (auch) in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Der Paderborner Kreistag hat in seinen Sitzungen im Dezember 2019 und März 2020 hierfür grünes Licht gegeben. Die Umsetzung beider Initiativen unter Federführung des Bildungs- und Integrationszentrums des Kreises Paderborn geschieht durch das Projekt „Durchstarten klappt“, das erst einmal bis Ende 2022 angelegt ist. Finanziert wird die Initiative „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“ mit einem maximalen Gesamtvolumen von 1,25 Mio. Euro aus Landes- und Kreismitteln: Das Land NRW zahlt eine Million Euro, der Kreis 250.000 Euro.

Im Kreis Paderborn nehmen 116 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an dem Projekt „Durchstarten klappt“ teil. Das Projekt sieht sechs Förderbausteine vor: Coaching, berufsbegleitende Qualifizierung und/oder Sprachförderung, nachträglicher Erwerb des Hauptschulabschlusses, Schul-, ausbildungs- und berufsvorbereitende Kurse sowie Teilnahme an Jugendintegrationskursen, Fachberatung Teilzeitausbildung und –arbeit für Flüchtlinge, Teilhabemanagement.

Zunächst wird in ersten Gesprächen mit den Teilnehmenden herausgefunden, welche Unterstützung gebraucht wird. Das können Sprach- und Integrationskurse sein, den jungen Menschen kann bei Bedarf ein Coach zur Seite gestellt werden. Geholfen wird auch bei der Wohnungssuche oder bei der Frage, wie man sich erfolgreich um einen Ausbildungsplatz bewirbt.

Die Durchführung des Projekts „Durchstarten klappt“ im Kreis Paderborn geschieht in Kooperation mit IN VIA Paderborn, AWO Paderborn, FAW Paderborn und SBH West.


Ansprechpartnerin: Eva Kalamenovich, Tel. 05251 308-4644.


 
 
 

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Amtsleiterin, Pressesprecherin

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