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Kreishaus
Wewelsburg

01. August 2022

Todesfalle Baggerseen: Schwimmen in Baggerseen ist lebensgefährlich

Kreis Paderborn und Polizei Paderborn weisen auf die Gefahren hin

zu sehen ist das Bild eines Baggersees in der Sonne - einladend aber leider gefährliche 
Die Idylle trügt: In solchen Baggerseen lauern tödliche Gefahren, das Baden ist grundsätzlich verboten.

Die Baggerseen im Kreis Paderborn sind allesamt künstliche Gewässer, in denen das Baden grundsätzlich untersagt ist. In den Tiefen der Seen lauern tödliche Gefahren. Jedes Jahr neu werden die steil abfallenden Ufer, plötzliche Untiefen sowie eiskalte Wasserschichten unterschätzt. Wer in dem trüben Wasser untergeht, hat nur eine kleine Chance, rechtzeitig gefunden zu werden.

Der Kreis Paderborn warnt auch in diesem Jahr eindringlich vor dem Schwimmen in Baggerseen!!!

Dass diese Gefahren immer noch unterschätzt werden, zeigt ein Beispiel der Polizei Paderborn leider eindrucksvoll. Gegen 93 Personen schreiben Polizisten derzeit Strafanzeigen wegen des Verdachts des Hausfriedensbruchs. Die betroffenen Jugendlichen und meistens jungen Erwachsenen haben die Zäune und Verbotsschilder an einem Baggersee in Schloß Neuhaus missachtet. Trotz aller Gefahrenhinweise nutzten sie den Saugbagger als Badeplattform und schwammen im See. Weitere Informationen zu dem Vorfall finden Sie hier.

Da die Seen eigentlich Baustellen sind, verbergen sich unter der Wasseroberfläche mitunter alte Stromkabel oder auch Betonteile, die den Schwimmer zusätzlich gefährden.

Gefährlich sind auch eiskalte Unterströmungen und die fehlende Sichttiefe. Schwimmer können leicht in Panik geraten, wenn sie plötzlich in kalte Wasserschichten geraten oder keinen Grund mehr unter den Füßen spüren. Das „mal eben in den See springen“ wird vielen zum Verhängnis, weil die Kräfte schwinden oder Krämpfe bzw. Herz-Kreislauf-Beschwerden sich einstellen. Vor allem unter Alkoholeinfluss werden viele leichtsinnig und unterschätzen ihre Kräfte und Entfernungen.

Wenn ein völlig verschwitzter Mensch ins Wasser springt, setzt ein im Menschen angelegter Reflexmechanismus ein. Im ungünstigen Fall kommt es zu einer Bewusstlosigkeit, die z.B. durch Herz-Rhythmus-Störungen und Gefäßsteuerungsvorgänge im Körper entstehen. Mediziner sprechen von einem atypischen Ertrinken oder auch dem „leisen Tod“. Die Menschen gehen ohne Kampf unter. Wer einen Badeunfall beobachtet, sollte sofort über den Notruf 112 Hilfe holen.



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