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Kreishaus
Wewelsburg

22. November 2022

Ein Software-Roboter im Gesundheitsamt

Neue Software-Lösung unterstützt den Kreis Paderborn bei der Bearbeitung der täglichen Corona-Fälle

Bei den täglichen Corona-Fällen wird das Gesundheitsamt von nun an von einem Software-Roboter unterstützt. © iStock.com - AYDINOZON 
Bei den täglichen Corona-Fällen wird das Gesundheitsamt von nun an von einem Software-Roboter unterstützt. © iStock.com - AYDINOZON

Mit steigenden Zahlen der Corona-Neuinfektionen steigt durch die Fallbearbeitung die Belastung der Mitarbeitenden im Gesundheitsamt des Kreises Paderborn. Dieser Satz hatte seit Beginn der Pandemie in der Paderborner Kreisverwaltung Gültigkeit, seit Kurzem allerdings nicht mehr. Dort unterstützt nun ein Software-Roboter bei der Fallbearbeitung und erleichtert die Arbeit.

Sobald das Gesundheitsamt von Teststellen, Ärzten oder Laboren die Informationen über positive Testmeldungen erhalten, werden die Infizierten durch den Kreis schriftlich informiert. Sie erhalten Informationen zu ihrer Quarantäne und einen Hinweis auf ein Onlineformular, das es auszufüllen gilt. In dem Fragebogen werden, vorgegeben durch das Land NRW, Symptome und weiteres abgefragt. Die Daten werden an den Kreis zurückgeschickt, zusammengetragen und an das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG) versendet, welches die Daten wiederum an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiterleitet.

Bislang geschah diese Datenübertragung von den Fragebogen an das LZG händisch. Sprich: Die Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes tippten die Antworten ab. „Um hier eine Entlastung für die Mitarbeitenden zu schaffen, setzen wir seit Kurzem auf einen Software-Roboter, der entsprechend unserer Bedürfnisse programmiert wurde“, erklärt Dr. Thomas Wassong, zuständiger „Chief Digital Officer“ des Kreises Paderborn, der das Programm gemeinsam mit dem Gesundheitsamt einführte. Bei den Fragebögen handele es sich um sehr strukturierte Abfragen. Daher sei eine Programmierung des Roboters dahingehend gut möglich gewesen, dass er Tastatur- und Mausaufgaben übernimmt und dadurch die Ergebnisse der Fragebögen in einer Datenbank zusammenträgt. Allerdings kann der Software-Roboter nicht alle eingehenden Fälle bearbeiten. Die Faust-Regel bei solchen Automatisierungsprozessen lautet 80 Prozent automatisierte Bearbeitung, 20 Prozent manuelle Bearbeitung. Dieses Verhältnis erreicht das Kreisgesundheitsamt auch bei diesem Prozess.

Der Software-Roboter bearbeitet 250 bis 280 Fragebögen in 24 Stunden. „Ein Mitarbeiter schafft am Tag ungefähr die gleiche Anzahl, allerdings ist er nicht am Wochenende im Einsatz. Zudem wird hier das Personal deutlich entlastet“, erklärt Dr. Constanze Kuhnert als Leiterin des Kreisgesundheitsamtes den Vorteil des Systems. Bei einer Inzidenz von rund 600 in der Woche kann ein Roboter die Arbeit bewältigen. Bis zu drei Roboter sind für eine Inzidenz von 1.300 bis 1.400 notwendig.

Es ist geplant, den Einsatz dieser Software-Lösung auf weitere Bereiche auszudehnen. Landrat Christoph Rüther: „Der Einsatz des Roboters im Gesundheitsamt ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie wir ämterübergreifend die Digitalisierung Schritt für Schritt weiter ausbauen und zeitgleich Mitarbeitende von Routineaufgaben entlasten.“ Aber auch die Digitalisierung in Kreisgesundheitsamt geht weiter: Der Kreis Paderborn hat gerade im Rahmen des „Pakts für den öffentlichen Gesundheitsdienst“ für ein Projekt zur Digitalisierung des Gesundheitsamts 535.000 Euro Förderung eingeworben. Im Rahmen dieses Projekts sollen alle Prozesse im Gesundheitsamt auf ihr Potential zur Optimierung mit Hilfe von IT-Systemen untersucht werden. Die am besten geeigneten Prozesse werden dann auch digitalisiert. Da werden sich sicherlich auch weitere Anwendungen für den Software-Roboter finden.

 
 
 

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