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08. Juli 2026

„Focus on Mental Health“

Großes Interesse an Projektwoche zur mentalen Gesundheit am Berufskollegzentrum Maspernplatz in Paderborn

Bauen Vorurteile ab und machen konkrete Hilfsangebote sichtbar: die Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter sowie Trainees des Kreises Paderborn Tim Burkamp, Sebastian Krüger, Bastian Bühler (vordere Reihe, v.l.), Verena Fromme, Lukas Füchtjohann (Trainee), Isabelle Willske, Janine Martens, Tatjana Lehmler, Kirsten Erkmann, Delia Balzer (Trainee) (hintere Reihe, v.l.). © Michaela Heidenreich, Ludwig-Erhard-Berufskolleg Paderborn 
Bauen Vorurteile ab und machen konkrete Hilfsangebote sichtbar: die Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter sowie Trainees des Kreises Paderborn Tim Burkamp, Sebastian Krüger, Bastian Bühler (vordere Reihe, v.l.), Verena Fromme, Lukas Füchtjohann (Trainee), Isabelle Willske, Janine Martens, Tatjana Lehmler, Kirsten Erkmann, Delia Balzer (Trainee) (hintere Reihe, v.l.). © Michaela Heidenreich, Ludwig-Erhard-Berufskolleg Paderborn

Verschiedenste Studien, auch Kinder- und Jugendreporte großer Krankenkassen, belegen laut Medienberichten: Psychische Belastungen, Stress, Ängste, depressive Symptome bei Kindern und Jugendlichen nehmen seit Jahren zu. Um auf das Thema aufmerksam zu machen, fand am Berufskollegzentrum Maspernplatz in Paderborn jetzt eine Projektwoche zum Thema „Mentale Gesundheit“ statt. Angesprochen wurden rund 1.500 Schülerinnen und Schüler

Das Thema macht nachdenklich, ist bedrückend und besorgniserregend. Genau hier setzte das Organisationsteam bestehend aus den Schulsozialarbeitern des Kreisjugendamtes Paderborn Tim Burkamp, Bastian Bühler und ihrer Kollegin Tatjana Lehmler an. Ihr Ziel: zu sensibilisieren, Vorurteile abzubauen und konkrete Hilfsangebote sichtbar zu machen. Für die Jugendlichen entwickelten sie in Zusammenarbeit mit den Lehrkräften unterschiedliche Zugänge zum Thema. Eine außergewöhnliche Vielfalt an Formaten, verband Information, persönliche Begegnung und aktive Beteiligung miteinander. 

„Psychische Gesundheit darf kein Tabuthema sein. Das große Interesse und die vielen offenen Gespräche während der Projektwoche haben gezeigt, wie wichtig Angebote wie diese für junge Menschen sind. Und: dass wir damit genau den richtigen Nerv getroffen haben“, so Schulsozialarbeiter und Mitorganisator Tim Burkamp.

An den Projekttagen setzten sich die Jugendlichen auf unterschiedlichste Weise mit dem Thema auseinander: Kreative Zugänge boten ein Kunstprojekt mit der Künstlerin Meri Berg sowie ein theaterpädagogisches Projekt unter Leitung von Sebastian Narhofer. Außerdem entstand unter dem Titel „Let's Talk Mental“ ein Podcast, in dem Jugendliche offen über Erfahrungen, Herausforderungen und Perspektiven rund um mentale Gesundheit sprechen. Täglich erschien eine neue Folge. Der Podcast ist auf Spotify unter dem Namen „Let´s talk Mental – Unsere Geschichten“ verfügbar und stellt damit ein nachhaltiges Ergebnis der Aktionswoche dar, das auch weiterhin genutzt werden kann. 

Offene Fragen stellen konnten die Jugendlichen im Rahmen einer Veranstaltung auch Generation-Z-Experten Felix Behm, Andreas Neuhaus, dem Leiter der Regionalen Schulberatungsstelle des Kreises Paderborn, sowie den Journalisten Tobias Fenneker und Sinah Jakobsmeyer, die ihr prämiertes Projekt „Wir haben Depressionen“ von Radio Hochstift vorstellten. Mut bewiesen auch Mitschülerinnen, die vor großer Runde aus persönlicher Erfahrung berichteten.

Ergänzt wurde die Woche u.a. durch die Konzertlesung „Das Mädchen aus der ersten Reihe“ mit Bestsellerautorin Jana Crämer und Musiker Batomae, welche auch Themen wie Selbstwertgefühl und Mobbing aufgriff. Einen Perspektivwechsel und eine intensive Auseinandersetzung mit den Auswirkungen psychischer Erkrankungen im Schulalltag ermöglichte das Virtual-Reality-Angebot „Impression Depression“ der Robert-Enke-Stiftung.

Fragen, die sich jeder beim Gedanken an Mentale Gesundheit stellen kann: „Was belastet mich eigentlich am meisten? Wie voll ist eigentlich mein Belastungsglas?“ Die interaktive Ausstellung „Focus on YOU“ gab zum Ende der Woche Gelegenheit, eigene Erfahrungen zu reflektieren und regionale Unterstützungsangebote kennenzulernen. Die Ausstellung wird derzeit als Wanderausstellung konzipiert und kann perspektivisch von interessierten Schulen aus dem Kreis Paderborn ausgeliehen werden. 

Ein positives Fazit ziehen abschließend nicht nur die Verantwortlichen der Woche, sondern auch zahlreiche Schülerinnen und Schüler. Die Angebote hätten wichtige Denkanstöße gegeben und Berührungsängste mit dem Thema psychische Gesundheit abgebaut. Besonders positiv: vor Ort wurden direkt Termine für erste Beratungsgespräche vereinbart. 

 
 
 

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