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Kreishaus
Wewelsburg

07. Dezember 2018

Historisches Projekt auf den Weg gebracht: 97 Millionen Euro für flächendeckendes Glasfaser im Kreisgebiet

Die Infrastruktur einer Region, insbesondere gut ausgebaute Straßen- und Schienennetze, entschieden stets über den Erfolg einer Region. In diesen Tagen kommt es auch auf schnelle Datenautobahnen an, um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen.

Glasfaserausbau 
Foto: Meike Delang
Historische Stunde im Paderborner Kreishaus: 97 Millionen Euro für flächendeckendes Glasfaser im Kreisgebiet auf den Weg gebracht, von links nach rechts: Désirée Hückelheim, Breitbandkoordinatorin der Kreisverwaltung Paderborn, Michael Berens, Bürgermeister der Gemeinde Hövelhof, Burkhard Schwuchow, Bürgermeister der Stadt Büren, Jörg Altemeier, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters der Stadt Lichtenau, Landrat Manfred Müller, Andreas Bee, Bürgermeister der Stadt Bad Lippspringe, Hans Jürgen Wessels, Bürgermeister der Gemeinde Altenbeken, Christoph Rüther, Bürgermeister der Stadt Bad Wünnenberg, Annette Förster, Gesamtkoordinatorin zum Thema Breitbandausbau bei der Stadt Paderborn, Werner Peitz, Bürgermeister der Stadt Delbrück, Ulrich Berger, Bürgermeister der Stadt Salzkotten, Annette Mühlenhoff, Dezernentin der Paderborner Kreisverwaltung

Kreis Paderborn (krpb). Die Infrastruktur einer Region, insbesondere gut ausgebaute Straßen- und Schienennetze, entschieden stets über den Erfolg einer Region. In diesen Tagen kommt es auch auf schnelle Datenautobahnen an, um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. Ziel der Glasfaserstrategie des Kreises Paderborn ist es, dort, wo Unternehmen nicht eigenwirtschaftlich ausbauen, mit Hilfe von Fördergeldern eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen. Landrat und Bürgermeister der Kommunen des Kreises Paderborn nutzen gemeinsam die historische Chance, die aktuell und innerhalb von drei Jahren unterversorgten rund 3800 Adressen (weniger als 30 Mbit/s) im Kreisgebiet an ein zukunftsfähiges Breitbandnetz anzuschließen. Der Förderantrag mit einem Volumen von rund 97 Millionen für rund 3335 Privathaushalte, 55 Unternehmen, 49 Schulen und acht Krankenhäuser im gesamten Kreisgebiet ist auf den Weg gebracht. Landrat Manfred Müller sprach von einer historischen Stunde. „Das hier ist ein Gemeinschaftsprojekt, eine Art kommunales Joint-Venture, das nur deshalb auf den Weg gebracht werden konnte, weil alle an einem Strang ziehen“, so der Landrat.

Den Weg geebnet für noch mehr Turbointernet

Der Bund finanziert 50 % der im Ausschreibungsverfahren festgestellten, tatsächlichen Wirtschaftslücke von insgesamt 97 Millionen Euro. Das Land NRW übernimmt weitere 40 %. Die Kommunen tragen ihren jeweiligen Anteil von 10 %. Landrat und Bürgermeister betonten, dass hier zwar viel Geld in die Hand genommen werde, aber es Investitionen in die Zukunft seien. Bereits seit 2014 setzt der Kreis Paderborn konsequent auf Glasfaser. Denn die alten Kupfernetze stoßen an ihre Leistungsgrenzen. Ruckeliges Internet nervt nicht nur. Vielmehr werden Städte und Dörfer ohne schnelles Internet abgehängt und ausgebremst. Ein Gutachten hatte ergeben, dass derzeit im Kreis Paderborn rund 3800 Adressen unterversorgt sind und ohne diese kommunale Initiative auch bleiben würden. Durch den kreisweiten Ausbau wird zudem ein für weitere eigenwirtschaftliche Ausbauaktivitäten wichtiges Backbone-Netz geschaffen, die von Telekommunikationsunternehmen für den weiteren, eigenwirtschaftlichen Ausbau genutzt werden können. Der zwischenzeitlich überarbeitete Leitfaden des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur ebne den Weg für noch mehr Turbointernet im Kreisgebiet. Bislang förderfähig waren Gebiete bzw. Adresskoordinaten mit einer aktuellen Versorgung von unter 30Mbit/s im Download. Nun dürfen auch Haushalte, die bislang mit Kupferanschluss mit mehr als 30 Mbit/s als versorgt galten, mitgenommen werden. D.h., sie dürfen schon während der geförderten Baumaßnahmen gleichzeitig ans Glasfasernetz angeschlossen werden. „Vielleicht ist diese zwischenzeitlich eingetretene Entwicklung ja auch für die Gemeinde Borchen noch einmal Anlass, ihre Entscheidung zu überdenken, nur die fünf Schulen und nicht die Privathaushalte mit in den Förderantrag aufzunehmen“, so Müller. Zumal das Risiko bestehe, dass Borchen allein mit den Schulen nicht zum Zuge kommen könne, weil die Richtlinien vorsehen, dass eine Gemeinde alle weißen Flecken in ihrem Gebiet benennen müsse, um in den Genuss der Fördermittel zu kommen.


Breitbandausbau und Mobilfunk: Funklöcher werden identifiziert: "Werden genauso konsuequent auf die Unternehmen zugehen"


Die zwei Anträge sind gestellt: Nach Abschluss aller zugesagten eigenwirtschaftlichen Baumaßnahmen sowie der Fördermaßnahmen sind dann 33 Prozent aller Haushalte im Kreisgebiet mit Glasfaser erschlossen.
Doch auch der Mobilfunk profitiert davon. Beispiel Autonomes Fahren: Das ließe sich angesichts so einiger Funklöcher derzeit gar nicht realisieren. Dazu braucht es 5G-Funkmasten, die wiederum auf Glasfaserleitungen angewiesen sind Der Landrat kündigte an, genauso konsequent wie beim Breitbandausbau auch die Funklöcher zu identifizieren und auf die anbietenden Unternehmen zuzugehen.

Kommunale Joint-Venture: Alle ziehen an einem Strang

Die Bürgermeister dankten den Breitbandkoordinatoren in ihren Häusern und dem Kreis Paderborn für die Arbeit, die seit Monaten mit Hochdruck im Hintergrund liefen, um diese Antragstellung möglich zu machen. Die Servicestelle Wirtschaft der Paderborner Kreisverwaltung hat für die Kommunen sämtliche Formalitäten übernommen und beide Mammutanträge vorbereitet. „Was wir hier gemeinsam hinbekommen, ist nur möglich, weil alle Beteiligten mit Kompetenz und Beharrlichkeit daran arbeiten“, betont Bad Lippspringes Bürgermeister Andreas Bee. Werner Peitz, Bürgermeister der Stadt Delbrück, bekräftigte, dass sein Ziel es sei, Delbrück zu 100 Prozent mit schnellem Internet zu versorgen. Er wolle jedem Bürger das Angebot machen können, mit Turbointernet versorgt zu sein. Deshalb habe man nicht gezögert, den Eigenanteil von rund 2,8 Millionen Euro in die Hand zu nehmen. Angesichts der Summen, die von den Kommunen zu tragen seien, habe man erst einmal intensiv diskutiert, ob man sich beteilige, so Altenbekens Bürgermeister Hans Jürgen Wessels. Natürlich sei das auch mit Risiken verbunden. Das müsse auch klar so benannt werden. „Aber das hier ist erforderliche Infrastruktur, insbesondere auch für unsere Schulen“, bekräftigt Wessels. „Wir haben ohne zu zögern ja gesagt“, erklärt Hövelhofs Bürgermeister Michael Berens. Die Gemeinde Hövelhof sei seit über 200 Jahren durch Streusiedlung geprägt und habe viele Haushalte und Unternehmen im Außenbereich. „Das hier macht Sinn“, so Berens. Bürens Bürgermeister Burkhard Schwuchow hat erst einmal in der Familie nachgefragt, ob man so viel Geld für den Glasfaserausbau ausgeben solle, um eine erste Reaktion zu bekommen. „Natürlich ja“, lautete die Antwort. Denn ohne Internet liefe ja wohl nichts. „Wir arbeiten selbstverständlich mit aller Kraft daran, dass wirklich alle schnelles Internet bekommen. Gerade auch jene, die sonst keine Chance hätten“, so Schwuchow. „Natürlich sind 97 Millionen Euro und rund 10 Millionen Eigenanteil der Kommunen eine Menge Holz. Aber das hier ist ein Schritt in die richtig Richtung“, bekräftigt Christoph Rüther, Bürgermeister der Stadt Bad Wünnenberg. Für Salzkottens Bürgermeister Ulrich Berger ist die flächendeckende Glasfaseranbindung „ein gigantischer Sprung“ und Chance, wirklich alle Haushalte und Gewerbegebiete mit anbinden zu können. Für Jörg Altemeier, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters der Stadt Lichtenau, „schließt sich hier der Kreis“. Die Stadt habe sehr früh mit dem Ausbau begonnen. „Das hier ist konsequente Fortsetzung unserer Versorgungsstrategie“. Annette Förster, Gesamtkoordinatorin zum Thema Breitbandausbau bei der Stadt Paderborn, erklärte, dass es im Innenbereich der Stadt Paderborn nur vereinzelte Adressen seien, insgesamt 75, aber man sich gleichwohl beteilige. „Hier geht es um Infrastruktur, hier geht es um Zukunft“, so Förster.


 
 
 

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