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Kreishaus
Wewelsburg

01. Juli 2022

Monumenta on Tour

Kreismuseum Wewelsburg bietet Exkursionen durch „Stiftskirche und Widukind-Museum in Enger“ und „Externsteinen“ an

Das Kreismuseum Wewelsburg zeigt noch bis zum 11. September die Sonderausstellung „Monumenta – Erinnerungsorte zwischen Weser und Lippe“.

Zeitgleich wird Interessierten auch die Möglichkeit geboten, die Erinnerungsschauplätze der Wewelsburger Monumenta-Ausstellung vor Ort kennen zu lernen. Die Anreise zu den Exkursionsorten erfolgt individuell, die Teilnahme ist kostenlos.

Am Samstag, 9. Juli, führt eine Exkursion nach Enger durch die Stiftskirche und das Widukind-Museum. Das Widukind-Museum Enger erinnert an den sächsischen Adeligen Widukind, dem Gegner Karls des Großen im Kampf gegen die Christianisierung und die Eingliederung in das Fränkische Reich. Widukind soll in der Stiftskirche in Enger begraben liegen, so die Überlieferung. Die spärlichen Quellen der historischen Geschichtsschreibung boten Anlässe zum Entstehen eines „Mythos Widukind“: Jede Zeit machte sich ihr eigenes Bild vom Sachsenherzog Widukind. Um 11.30 Uhr startet die 90-minütige Führung am Kirchplatz 10. Anmeldung werden erbeten unter Tel. 05224/910995.

Monumenta on Tour durch Stiftskirche und Widukind-Museum in Enger am Samstag, 9. Juli (Foto Harald Wurm) 
Monumenta on Tour durch Stiftskirche und Widukind-Museum in Enger am Samstag, 9. Juli (Foto Harald Wurm)
 
Monumenta on Tour zu den Externsteinen mit Roland Linde am Samstag, 23. Juli (Foto Annette Fischer, Schlangen) 
Monumenta on Tour zu den Externsteinen mit Roland Linde am Samstag, 23. Juli (Foto Annette Fischer, Schlangen)

Zu den Externsteinen geht es am Samstag, 23. Juli. Roland Linde, Publizist und Mitglied der Historischen Kommission für Westfalen, startet um 10.30 Uhr vor dem Infozentrum am großen Waldparkplatz.
Die Externsteine im südlichen Teutoburger Wald sind ein einmaliges Natur- und Kulturdenkmal, das die Menschen heute noch genauso fasziniert wie zur Zeit Ferdinand von Fürstenbergs. Die Führung vermittelt den aktuellen Forschungsstand und verdeutlicht, wie der Erinnerungsort Externsteine in den vergangenen Jahrhunderten durch planvolle Umgestaltungen sein Erscheinungsbild immer wieder geändert hat. Der Fußweg und Besichtigung der Grottenanlage dauert ca. 2 Stunden, im Anschluss besteht die individuelle Möglichkeit zum Aufstieg auf die Felsen. Anmeldung erbeten unter Tel. 02955/7622-0 oder info@wewelsburg.de.

 

Hintergrund zur Sonderausstellung „Monumenta – Erinnerungsorte zwischen Weser und Lippe“

Die Region zwischen Weser und Lippe ist reich an historischen Zeugnissen. Römer und Germanen, Sachsen und Franken hinterließen ihre Spuren und machten die Region zu einer geschichtsträchtigen Landschaft. Ferdinand von Fürstenberg, der gelehrte Fürstbischof von Paderborn und Münster, ging diesen Spuren nach und schrieb 1669 das Buch „Monumenta Paderbornensia“ – Denkmale des Paderborner Landes. Hierin setzte er 24 Orten, Landschaften und Ereignissen ein literarisches Denkmal. Die Ausstellungen in Paderborn, Wewelsburg und Höxter zeigen diese Orte und fragen nach ihrer Bedeutung für die Gegenwart.

Im Kreismuseum Wewelsburg stehen drei Zeitschichten im Mittelpunkt der Darstellung: Wie wurden die ausgewählten regionalen Erinnerungsorte in der Zeit der Entstehung und frühen Verbreitung der „Monumenta Paderbornensia“ im 17. / 18. Jahrhundert wahrgenommen? Welchen Bedeutungswandel erfuhren die Orte und Themen der Monumenta zur Zeit der deutschen Übersetzung im 19. Jahrhundert vor dem Hintergrund der zeitgenössischen Diskussionen um das Wesen und die Gestalt der deutschen Nation? Und auf welche Weise haben die Nationalsozialisten im 20. Jahrhundert versucht, sich viele der beschriebenen Erinnerungsorte im Rahmen ihrer rassistischen Ideologie buchstäblich anzueignen?

 
 
 

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