Zum Inhalt (Access key c)Zur Hauptnavigation (Access key h)Zur Unternavigation (Access key u)
 
Kreishaus
Wewelsburg

16. April 2019

Von einem fast vergessenen Sohn Ostwestfalens und seinen literarischen Reaktionen auf den Antisemitismus des Deutschen Kaiserreichs

Sonderausstellung „Aus zwei Quellen“ – Vom Leben und Wirken Jakob Loewenbergs (1856 – 1929) des Kreismuseums Wewelsburg bis zum 2. Juni geöffnet

Ausstellung "Aus zwei Quellen" - vom Leben und Wirken Jakob Loewenbergs 
Spannende Einblicke in die Geschichte des Paderborner Landes im 19. und frühen 20. Jahrhundert: (von links nach rechts) Markus Moors, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Kreismuseums Wewelsburg, Frauke Pixberg, wissenschaftliche Volontärin und Museumsleiterin Kirsten John-Stucke bei der Ausstellungseröffnung „Aus zwei Quellen“ – vom Leben und Wirken Jakob Loewenbergs (1856 – 1929)
Bildnachweis: Kreismuseum Wewelsburg

„Für uns war sie die alte Femburg. […] Nun ist die alte, halbzerstörte und vom Blitz geschlagene Burg zu einem Heimatmuseum und einer Jugendherberge umgestaltet“. Diese Zeilen schrieb Jakob Loewenberg 1926 anlässlich seines letzten Besuchs in seiner Heimat, dem Paderborner Land. Seit April ist der jüdische Dichter und Reformpädagoge wieder zu Gast in der Wewelsburg.

Die Sonderausstellung „Aus zwei Quellen“ – Vom Leben und Wirken Jakob Loewenbergs (1856 – 1929) widmet sich vom 7. April bis zum 2. Juni dem fast vergessenen Sohn Ostwestfalens.

Geboren und aufgewachsen in Niederntudorf, entstand bei Loewenberg schon früh der Wunsch, Lehrer zu werden und zu unterrichten. Der Ausbildung zum Volksschullehrer in Münster und dem Auslandsaufenthalt in London und Paris folgten ein Studium und die Promotion in Heidelberg. Die schlechte berufliche Situation für jüdische Volksschullehrer zwang Jakob Loewenberg zu dem Schritt, nach Hamburg zu ziehen. Dort leitete er eine Höhere Mädchenschule, gründete eine Familie und veröffentlichte Geschichten und Gedichtbände. Sein schriftstellerisches und pädagogisches Wirken fanden über die Stadtgrenzen hinaus Beachtung.
Der stellvertretende Landrat des Kreises Paderborn, Wolfgang Weigel, würdigte zur Eröffnung Jakob Loewenbergs Bestrebungen zum bürgerlichen Aufstieg und seine literarischen Reaktionen auf den Antisemitismus des Deutschen Kaiserreichs. Die wissenschaftliche Volontärin Frauke Pixberg führte in das Leben und Werk Jakob Loewenbergs ein.

Mit der Sonderausstellung präsentiert das Kreismuseum einen weiteren Sammlungsbestand aus seinem Magazin und gibt spannende Einblicke in die Geschichte des Paderborner Landes im 19. und frühen 20. Jahrhundert.


 
 
 

Die Sonderausstellung wird von mehreren Vorträgen und einer Lesung begleitet. Zum Thema des jüdischen Lebens im 19. Jahrhundert werden drei wissenschaftliche Vorträge von Prof. Dr. Arno Herzig, Prof. Dr. Olaf Blaschke und Dr. Anika Reichwald angeboten. Zudem wird es eine Lesung mit dem Paderborner Schauspieler Max Rohland geben, der aus verschiedenen Werken von Jakob Loewenberg lesen wird. Alle Infos hier.

Kontakt

Frau Pitz
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Amtsleiterin, Pressesprecherin

Tel. 05251 308-9200
Fax 05251 308-899200
E-Mail-Adresse E-Mail senden
mehr erfahren
 
 
 

Ihr Kommentar

Wir freuen uns auf Ihre Beiträge, die nach Ihrer Freigabe durch Anklicken des Schalters „Kommentar senden“ sofort online und damit für alle ersichtlich eingestellt werden. Wir wünschen uns einen respektvollen Dialog. Bitte beachten Sie, dass Ihre Meinungsfreiheit da endet, wo die Rechte anderer verletzt werden. Bitte beachten Sie unsere Regeln mit dem Ziel, eine anregende Diskussion und einen fairen sowie höflichen Umgangston sicherzustellen.

Mit Klick auf „Kommentar senden“ willigen Sie in die Speicherung und Verarbeitung der hier eingegebenen Daten zum Zweck der Diskussion zu diesem Artikel ein. Sie können diese Einwilligung jederzeit und ohne Angaben von Gründen per E-Mail an info@kreis-paderborn.de widerrufen. Durch Ihren Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung Ihrer Daten bis zum Widerruf nicht berührt. Informationen zum Datenschutz finden Sie hier: Datenschutzerklärung

Ich bestätige hiermit, dass ich das 16. Lebensjahr vollendet habe oder dass ansonsten meine die Teilnahme an dieser Kommentarfunktion mit Zustimmung meiner Eltern, Erziehungs- oder Sorgeberechtigten erfolgt.

0 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar zu dieser Seite

Antwort auf:  Direkt auf das Thema antworten

Anschrift

Kreis Paderborn
Aldegreverstraße 10 – 14
33102 Paderborn

Kontakt

Telefon: 05251 308 - 0
Telefax: 05251 308 - 8888
E-Mail senden

 
RAL Gütezeichen
Logo Audit Beruf und Familie