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Kreishaus
Wewelsburg
Pressemeldung vom 06.06.2012

Öffentliche Führung „Die Heilkunst der Jesuiten“ am Sonntag, 17. Juni 2012 im Burggarten und Historischen Museum des Hochstifts Paderborn in der Wewelsburg

Kreis Paderborn (krpb). Um kranken Menschen durch Heilmittel zur Genesung zu verhelfen und eine Arzneimittelversorgung in der Bevölkerung sicherzustellen, betrieben die Jesuiten bereits Mitte des 16. Jahrhunderts weltweit ordenseigene Apotheken. Kaum jemand weiß: Die Jesuitenapotheken in Münster und Büren waren blühende Zentren der Heilmittelversorgung.

Einen kurzweiligen Einblick in diese einmalige Heilkunst der Jesuiten bietet das Kreismuseum Wewelsburg interessierten Besuchern am Sonntag, den 17. Juni 2012, um 15 Uhr im Burggarten und im Historischen Museum des Hochstifts Paderborn in der Wewelsburg.

Treffpunkt für die Teilnehmer ist die Museumskasse in der Wewelsburg.

Schon seit den 1930-er Jahren verfügt das Kreismuseum Wewelsburg über einige originale Ausstattungsstücke der ehemaligen Jesuitenapotheke in Büren, der jetzigen „Apotheke zur Residenz“, wie das traditionsreiche Haus inzwischen heißt.

Am Rezeptiertisch aus dem 18. Jahrhundert wurden früher die Arzneien zubereitet, darunter die weit versandten, berühmten Urbanus-Pillen.

In enger Zusammenarbeit mit der Pharmaziehistorikerin Dr. Sabine Anagnostou von der Uni Marburg entstand die Apothekenabteilung in der Wewelsburg. Dr. Anagnostou recherchierte den regen Briefkontakt der Jesuiten in Münster und Büren, fand im Staatsarchiv in Münster Pflanzlisten aus dem Apothekergarten der dortigen Jesuiten, die auch für den Bürener „Wurzgarten“ nahe dem Jesuitenkolleg Vorbild waren.

Diese jahrhundertealten Listen bildeten die Grundlage für die Rekonstruktion der Pflanzbeete im Burggarten der Wewelsburg.

Dass die echte Kamille entzündungshemmend ist, weiß eigentlich fast jeder. Doch die Wirkung unbekannter Kräuter liegt für viele Menschen, genau wie ihr Name, oftmals im Dunkeln: Scharfer Mauerpfeffer eignet sich zur Herstellung von Haarwasser und Weinraute sahen die Jesuiten als probates Mittel gegen Mundgeruch an. Das Süßkraut hilft gegen Zahnbluten. Der Haarstrang, der seinen Eingang in die Pflanzlisten fand, galt vor 300 Jahren als Aphrodisiakum.

Die Museumspädagogin Agnes Ising lädt im zweiten Teil ihrer Führung zum Fachsimpeln an die Kräuterbeete im Burggarten ein.

Eintritt: Erw. 3 €, Familienkarte 6 €

Infos im Internet: www.wewelsburg.de.

 

Anschrift

Kreis Paderborn
Aldegreverstraße 10 – 14
33102 Paderborn

Kontakt

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