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Kreishaus
Wewelsburg
Pressemeldung vom 07.02.2012

Die Wewelsburg in der Vorstellung der SS: "Entfesselter Machtanspruch und architektonischer Größenwahn" Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“ am Sonntag, 12. Februar, in der Wewelsburg

Kreis Paderborn (krpb). Besucher der Wewelsburg können am Sonntag, 12. Februar, die neue Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“ kennen lernen. Die öffentliche Führung mit Museumspädagoginnen und -pädagogen startet um 15 Uhr. Treffpunkt ist das Eingangsfoyer im ehemaligen Wachgebäude.

Der Rundgang führt durch die historischen Räume im ehemaligen Wachgebäude, in denen die Ausstellung auf 850m² die lokale Geschichte der SS in Wewelsburg und des hiesigen Konzentrationslagers in eine umfangreiche Gesamtdarstellung der Schutzstaffel einbettet.

Die Themeneinheit 4 in der Dauerausstellung vermittelt u.a. den entfesselten Machtanspruch der SS und ihren architektonischen Größenwahn für die Wewelsburg. An den Fenstern des Arkadengangs zeigen Reproduktionen der Baupläne für die vorgesehene Anlage Himmlers Vorstellungen von der Bedeutung der SS in einem künftigen „großgermanischen“ Reich.

Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde die weltanschauliche Forschungsarbeit der SS in Wewelsburg eingestellt. Die Arbeit an ihrem riesigen architektonischen Projekt rückte in den Fokus der SS. Seit 1940 legte der Architekt Hermann Bartels verschiedene Pläne vor. Das Dorf Wewelsburg verschwand dabei unter einer riesigen, kreisförmigen SS-Burganlage.

Hermann Bartels übte neben Himmler den größten Einfluss auf die Entwicklung des SS-Projekts in Wewelsburg aus. Als Chef der Bauleitung griff er skrupellos auf die KZ-Häftlinge zurück. WA

Auf seinen Plänen ist deutlich zu erkennen, dass jenseits der Burgmauern eine SS-Kaserne, eine Villen-Siedlung für höhere SS-Führer, eine Siedlung für weitere SS-Mitglieder sowie zahlreiche Versorgungseinrichtungen entstehen sollten. Der Zweck der Gebäude im ummauerten Bereich wurde nicht näher beschrieben. Für die Dorfbevölkerung wurde in den frühen Plänen ein neues Dorf eingeplant. In den späteren Vorstellungen Himmlers sollten die Wewelsburger als „Wehrbauern“ in den Osten umgesiedelt werden. Der letzte Bauplan entstand im Februar 1944. Zu diesem Zeitpunkt waren die Bauarbeiten in Wewelsburg bereits seit einem Dreivierteljahr eingestellt. Dennoch arbeitete der Architekt an seinen Plänen weiter und hielt nach außen hin an einem deutschen „Endsieg“ im Krieg fest.

Entgelt für die Führung: Erwachsene 3 Euro, ermäßigt 1,50 Euro

Infos im Internet: www.wewelsburg.de.

Bildunterzeile (Bild rechts):

Blick in den Arkadengang des ehemaligen Wachgebäudes mit Originalen und Reproduktionen der Bauzeichnungen des SS-Projekts „Wewelsburg“

 

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Aldegreverstraße 10 – 14
33102 Paderborn

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