Zum Inhalt (Access key c)Zur Hauptnavigation (Access key h)Zur Unternavigation (Access key u)
 
Kreishaus
Wewelsburg
Pressemeldung vom 01.10.2015

Erstes Treffen im Kreishaus: Lokaler runder Tisch für Flüchtlinge gegründet - Wohnraum für Flüchtlinge gesucht –

Kreis Paderborn (krpb). Derzeit leben rund 3000 Flüchtlinge im Kreis Paderborn. Nach Einschätzung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge werden allein in diesem Jahr bundesweit rund 800.000 Asylanträge gestellt werden. Angesichts der vielen Flüchtlinge können diese Zahlen nur eine Momentaufnahme sein. „Fest steht, dass auch wir vor Ort unsere Kräfte bündeln müssen, um all diese Menschen unterzubringen und jene, die bleiben dürfen, erfolgreich zu integrieren“, erklärt Landrat Manfred Müller. Ein neuer „Lokaler Runde Tisch Flüchtlinge“ soll genau dabei helfen. Der Landrat hatte deshalb zu einem ersten Treffen Vertreter von Politik, Kirchen, Sport, Wirtschaft und Verwaltung ins Paderborner Kreishaus eingeladen.

Mit Blick auf den bevorstehenden Winter dürfte das wichtigste Problem erst einmal die würdige Unterbringung jener Menschen sein, die oft mit nichts als einer Plastiktüte und viel Hoffnung im Gepäck hier ankommen, so die Vertreter des runden Tisches. Ganz gleich ob diese nun bleiben können oder nicht: Die Städte und Gemeinden müssten sich in den kommenden Monaten auf viele Zuweisungen von neuen Flüchtlingen einstellen, wenn diese aus den Erstaufnahmeeinrichtungen an die Kommunen „überwiesen“ würden. Die Bevölkerung wird deshalb gebeten, wenn möglich, dem Wohnungsmarkt verfügbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Wer Wohnraum für Flüchtlinge bereit stellen möchte, kann sich als potenzieller Vermieter an die Städte und Gemeinden wenden.

Ziel des Runden Tisches ist es, auf die vorhandene und künftige Lagen reagieren und Strategien zur Bewältigung der anstehenden Probleme erörtern zu können. Betont wurde gleichzeitig, dass man keine originäre Aufgaben der dafür zuständigen Institutionen übernehmen wolle und könne. Im Bereich der Schulen laufe es bereits gut. Bereits registrierte Kinder und Jugendliche sind schulpflichtig und erlernen in so genannten Auffang- und Vorbereitungsklassen die deutsche Sprache. Sie ist der Schlüssel zu allen Lebensbereichen. Mit am runden Tisch sitzen auch Vertreter von Kirchen, da unterschiedliche Kulturen und Religionen zu Konflikten führen können. In den 330 Sportvereinen im Kreis sind die Flüchtlinge ebenfalls herzlich willkommen. Die Sportversicherung übernimmt der Landessportbund. Hier sollen mögliche Programme zur Verständigung diskutiert werden. Das Bildungs- und Integrationszentrum des Kreises Paderborn versteht sich auch als Anlaufstelle für Ehrenamtliche, die den neu ankommenden Flüchtlingen helfen, sich zurechtzufinden. Industrie und Handwerk sitzen mit am Tisch, um zu überlegen, wie Arbeitskräfte erfolgreich qualifiziert und integriert werden können. Beim nächsten Treffen im November werden deshalb auch Vertreter der Agentur für Arbeit und des Jobcenters teilnehmen.

 

Ihr Kommentar

Wir freuen uns auf Ihre Beiträge, die nach Ihrer Freigabe durch Anklicken des Schalters „Kommentar senden“ sofort online und damit für alle ersichtlich eingestellt werden. Wir wünschen uns einen respektvollen Dialog. Bitte beachten Sie, dass Ihre Meinungsfreiheit da endet, wo die Rechte anderer verletzt werden. Bitte beachten Sie unsere Regeln mit dem Ziel, eine anregende Diskussion und einen fairen sowie höflichen Umgangston sicherzustellen.

0 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar zu dieser Seite

Antwort auf:  Direkt auf das Thema antworten

4008 + 3
 

Anschrift

Kreis Paderborn
Aldegreverstraße 10 – 14
33102 Paderborn

Kontakt

Telefon: 05251 308 - 0
Telefax: 05251 308 - 8888
E-Mail senden

 
RAL Gütezeichen
Logo Audit Beruf und Familie
Vorbildliches Europa-Engagement als „Europaaktive Kommunen“