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Kreishaus
Wewelsburg
Pressemeldung vom 10.07.2015

Wissenschaftliche Volontärin Julia Trillhof lüftet ein Geheimnis der Wewelsburg

Kreis Paderborn (krpb). Die Exponate eines Museums berichten von epochemachenden Ereignissen, aber auch vom Alltag der Menschen. Von ihren Sorgen und ihrem Leid, ihren Hoffnungen und ihrem ganz privaten Glück. Das Kreismuseum Wewelsburg erzählt die Geschichte des Hochstifts Paderborn. Ihre Inhalte wurden in den vergangenen zwei Jahren wissenschaftlich aufgearbeitet. Die insgesamt 29 Räumlichkeiten im Inneren der markanten Burg sind komplett modernisiert worden. „Die Besucherinnen und Besucher dürfen gespannt sein“, sagt Museumsleiterin Kirsten John-Stucke. Am 23. August, zum 90. Geburtstag des Museums, wird das alles der Öffentlichkeit vorgestellt. Ein Geheimnis durfte bereits jetzt von Julia Trillhof gelüftet werden. Die wissenschaftliche Volontärin schaute sich im Magazin der Burg um, in denen jene Objekte lagern, die nicht in der Ausstellung zu sehen sind. Eine geschnitzte Truhe mit der Inschrift „Anna Maria Liebsmeier anno 1804 und dem Christusmonogramm IHS“ faszinierte sie besonders. Trillhof fand heraus, dass es dabei um eine Aussteuertruhe handelte, die für Anna Maria anlässlich ihrer bevorstehenden Vermählung angefertigt worden war. Doch eine Besonderheit gab es bei der Truhe. Sie ließ sich nicht öffnen. Der handgeschmiedete Schlüssel galt als verschollen.

Etwa 50 Truhen sind im Besitz des Museums. Als Volkskundlerin liegen Julia Trillhof besonders die alltäglichen Objekte am Herzen, „die uns helfen können, längst vergangene Lebenswelten zu rekonstruieren“, erläutert Trillhof. Dabei sei es wichtig, die richtigen Fragen zu stellen. Jedes Objekt habe seine eigene Geschichte. Objektbiografien nennt das die Volkskunde. Erst dadurch würden die Zeugen der Zeit lebendig und für den Besucher interessant. Und was war in der Truhe? „Zunächst hofften wir auf Schmuck oder altes Leinen, das in diesen Truhen verwahrt wurde“, sagt sie. „Wer einmal Indiana Jones gesehen hat, kann erahnen, wie ich mich beim Öffnen der Truhe beim Holzrestaurator gefühlt habe“, so Trillhof. Die Anspannung sei sehr hoch gewesen. Doch dann die Enttäuschung. Kein Schmuck. Kein Leinen. Die Truhe war leer. „Nun haben wir vom Kreismuseum aus dafür gesorgt, dass die Besucher in der neuen Ausstellung einen Schatz in der Truhe entdecken werden“, kündigt die junge Wissenschaftlerin an. Was genau das sein wird, verrät sie nicht. Also können auch die Besucherinnen und Besucher sich ab dem 23. August auf die Spuren von Indiana Jones begeben.

Das Kreismuseum Wewelsburg mit den beiden Abteilungen des Historischen Museums des Hochstift Paderborn und der Erinnerungs- und Gedenkstätte, die die Zeit von 1933 – 1945 aufarbeitet, bietet seit 1998 jungen Akademikern in einem wissenschaftlichen Volontariat mit einer Dauer von zwei Jahren die Möglichkeit, praktische Erfahrungen im Museum zu sammeln. Die jungen Nachwuchskräfte sind eingebunden in die vielfältige Museumsarbeit, können sich an Sonderausstellungen ausprobieren und erhalten Einblicke in die verwaltungstechnischen Abläufe einer öffentlichen Einrichtung. „Nach dem erfolgreich absolvierten Volontariat sind die hoch motivierten Nachwuchskräfte fit für den Museumsalltag“, so John-Stucke.

Zum Hintergrund der neuen Dauerausstellung:
Die Gäste sehen künftig die Ergebnisse der zweijährigen wissenschaftlichen Aufarbeitung und der Modernisierung der Ausstellungsräume. Neue Fußböden und frische Wandfarben ergänzen die überarbeiten Themen und Inhalte, dessen Bandbreite von der Ur- und Frühgeschichte bis zum Ende des Hochstifts 1803 reicht. Das Historische Museum des Hochstifts Paderborn erzählt die Kulturgeschichte der katholischen Hochburg. Von adligen Edelmännern, reichen Stadtbürgern und einfachen Bauern zeugen die Objekte der Zeit. Das geschulte Pädagogen-Team lässt die Besucherinnen und Besucher in den Führungen eintauchen in die Zeit von Dietrich von Fürstenberg. Er baute die Wewelsburg, ein Barockschloss zu einer geschlossenen dreieckigen Anlage aus. Als Jagdschloss genutzt sind noch heute die Funktionen einzelner Räume, wie die Küche, zu erkennen. Aber auch dunkle Zeiten werden in der Ausstellung thematisiert. Der Hexenkeller, der sowohl als Verhör- als auch als Kerker bis in die Neuzeit genutzt wurde, stammt aus jenen dunklen Zeiten der Hexenverfolgungen.

Das Kreismuseum Wewelsburg eröffnet am 23. August die neue Dauerausstellung zur Geschichte des Hochstifts Paderborn. Mit einem Museumsfest feiert das Museum neben der Neueröffnung auch den 90. Geburtstag des Museums.
An dem Sonntag wird ein abwechslungsreiches Programm bei freiem Eintritt geboten. Näheres dazu unter: www.wewelsburg.de

 

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33102 Paderborn

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