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Wewelsburg
Pressemeldung vom 27.07.2015

Gesicherter Lebensraum für Äsche, Libelle und Co. - Neues Naturschutzgebiet „Lippe bei Sande“ wird in Kürze beschildert -

Kreis Paderborn (krpb). Die so genannte Lippeseeumflut ist östlich des Holthofes ab sofort als Naturschutzgebiet „Lippe bei Sande“ ausgewiesen. Ziel ist es, sicherzustellen, dass sich die renaturierte Lippe an dieser Stelle weiter positiv entwickeln und seltene Tier- und Pflanzenarten wirksam geschützt werden können. Ab September werden Hinweisschilder aufgestellt, die darüber informieren. Das Paderborner Kreisumweltamt weist darauf hin, dass die Schutzvorschriften gleichwohl ab sofort zu beachten sind.

So ist das Baden und Befahren der Lippe mit Booten und Kanus sowie das Betreten des neuen Naturschutzgebietes außerhalb der vorhandenen Wege nicht zulässig. Grillen, Feuer machen oder Zelten sind ebenfalls nicht erlaubt. Hunde müssen zum Schutz der wildlebenden Tiere im Gebiet immer angeleint werden. Pflanzen, Bäume und Sträucher dürfen nicht beschädigt und Tiere nicht beunruhigt werden. Ganz besondere Rücksicht ist während der Brutzeit von Vögeln zu nehmen. Selbstverständlich – und das gilt auch außerhalb von Schutzgebieten – dürfen keine Abfälle weggeworfen werden.

Der Lippesee befindet sich im Geltungsbereich des Landschaftsplanes Paderborn-Bad Lippspringe. Im Rahmen des NRW-Gewässerauenprogramms war in 2004 die Lippe vom Lippesee abgetrennt worden. Dieser Abschnitt wurde 2005 „in Betrieb genommen“. Der rund 1,6 km lange Abschnitt der Lippeseeumflut östlich des Holthofes ist in 2010 als Naturschutzgebiet „Lippe bei Sande“ sichergestellt worden. Seit 2005 schlängelt sich die Lippe in ihrem ursprünglichen und natürlichen Verlauf wieder um den See herum. Schon kurze Zeit später entwickelte sich das rund 10 ha große Gebiet, wie gewünscht, zu einem Lebensraum für charakteristische und zum Teil in ihrem Fortbestand gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Eisvögel und Flussregenpfeifer brüten wieder in der so genannten Lippeseeumflut. Auch die Anzahl der Fischarten hat sich deutlich erhöht: Koppe, Äsche, Elritze und Bachneunauge haben in dem Fluss ihr nasses Zuhause gefunden. Von so viel Vielfalt profitiert nicht nur die Natur, sondern auch der Mensch. Spaziergänger erleben das Naturschutzgebiet als eine Oase im Alltag, die fernab der Stadt Natur wieder erfahrbar werden lässt.

Der Paderborner Kreistag hatte im März 2015 die entsprechende Änderung des Landschaftsplanes Paderborn – Bad Lippspringe beschlossen. Es folgte das Anzeigeverfahren bei der Bezirksregierung Detmold, die im Juni grünes Licht gab. Damit ist das formale Verfahren der Landschaftsplanänderung abgeschlossen.

Der gültige Landschaftsplan ist im Umweltamt der Kreisverwaltung und auf der Internetseite des Kreises Paderborn einsehbar. Auf der Internetseite ist darüber hinaus eine detaillierte Beschreibung des Naturschutzgebietes vorhanden. Fragen beantwortet gerne Vera Vogt vom Paderborner Kreisumweltamt, Tel. 05251/308-6651.

Hier finden Sie eine entsprechende Karte.

 

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