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Pressemeldung vom 09.03.2015

Kreis Paderborn (krpb). Die Suche nach einer geeigneten Stromtrasse von der Nordsee bis nach Süddeutschland geht weiter, nach dem die Bundesnetzagentur die von Tennet gewünschte Trasse zurückgewiesen hatte. Damit rücken auch der westliche Korridor und damit der Kreis Paderborn wieder ins Interesse des Netzbetreibers Tennet. Als „volkswirtschaftlichen Unsinn“ bezeichnet Landrat Manfred Müller einen solchen kostenintensiven Umweg, der durch dicht besiedeltes Gebiet führe und die Landschaft zerschneide. Dadurch entstünden nicht nur ein sinnloser Flächenverbrauch sondern auch völlig unnütze Nutzenkonflikte. Mit derzeit über 400 Windkraftanlagen „haben wir zudem unseren Beitrag zur Energiewende bereits geleistet“, bekräftigt Müller. Lasten müssten gerecht auf die Regionen verteilt werden. Nur so erreiche man die Akzeptanz der Bevölkerung.

Die geplante Südlink-Stromtrasse ist ein wichtiger Baustein der Energiewende: Strom von den Windparks der Nordsee soll in den industriereichen Süden transportiert werden. Den Tennet-Antrag zur Planung dieser rund 800 km langen Trasse hatte die Bundesnetzagentur im Februar zurückgewiesen. Bemängelt worden war insbesondere, dass nicht ausreichend begründet worden war, warum sich das Unternehmen für diese Trassenführung entschieden habe. Auch alternative Streckenführungen müssten geprüft werden.

Alle Städte und Gemeinden des Kreises Paderborn wurden bereits im Auftrag von Tennet angeschrieben mit der Bitte um Zusendung der Windkonzentrationszonen und Solarparks außerhalb der geschlossenen Bebauung. Weitere Daten wie Naturschutzgebiete, Wasserschutzgebiete etc. werden vorab im Internet ermittelt. Im Einzelfall werden weitere Daten bei den Gemeinden oder auch beim Kreis Paderborn abgefragt. Das Projekt befindet sich noch in der Vorbereitungsphase, also noch vor den eigentlichen Planungs- und Genehmigungsverfahren. „Aber unsere Argumente gegen eine Stromtrasse durch den Kreis Paderborn liegen auf der Hand“, so Müller. Der Kreis Paderborn habe die Energiewende nicht nur befürwortet sondern gehandelt, wie man unschwer in der Landschaft an der ständig steigenden Zahl der Windkraftanlagen erkennen könne. Bereits jetzt decke die im Kreis erzeugte regenerative Energie 50 % des hier verbrauchten Strombedarfs. Und in wenigen Jahren seien dies 100 %. Im gesamten Kreis stünden so viele Anlagen wie im gesamten Bundesland Baden-Württemberg. „Genug ist genug. Wir werden nicht kampflos zusehen, wenn man vor diesem Hintergrund versucht, uns nun auch Strommasten in die Landschaft zu setzen“, bekräftigt der Landrat.

Zudem seien viele Fragen ungeklärt. Um beispielsweise auf einer Strecke von 800 km so wenig wie möglich an Verlusten zu haben, soll die Energie erstmals als Gleichstrom fließen. Die Auswirkungen auf den Menschen seien noch nicht erforscht. Vor diesem Hintergrund erschließe sich ihm nicht der Sinn einer Planung, die eine solche Trasse durch das bevölkerungsreichste Bundesland führen wolle. Die Energiewende müsse die Bürger mitnehmen. „Also lautet unserer Forderung, auch die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger des Kreises Paderborn im Blick zu haben“, bekräftigt Müller abschließend.

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