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Kreishaus
Wewelsburg

22. November 2018

Zentraler Bauhof auf dem Gelände des A.V.E.-Eigenbetriebs geplant

Zusätzliche Salzlager sollen in Büren und Lichtenau entstehen

Auf dem Gelände des A.V.E. Eigenbetriebs des Kreises Paderborn an der Alten Schanze soll für rund 8 Millionen Euro ein zentraler Kreisbauhof entstehen. Das schlagen Landrat Manfred Müller und A.V.E Betriebsleiter Martin Hübner den Gremien des Kreises vor.

Benötigt werden etwa 2 ha des Betriebsgeländes. Das Gebäude, das nach ersten Plänen 2020 gebaut werden könnte, soll vollständig mit regenerativen Energien versorgt werden. Geplant sind zusätzlich zum zentralen Standort Paderborn weitere Salzlager auf der Harth in Büren und in Lichtenau. Die Streu- und Räumfahrzeuge werden an den Salzlagern ihren Winterdienst starten und somit auch weiterhin dezentral im Kreisgebiet eingesetzt, um vor allem auch im südlichen Kreisgebiet mit seinen stärker glättebelasteten Straßen diese von Schnee und Eis zu befreien.

Die Planungen werden zunächst im Betriebsausschuss der A.V.E., im Ausschuss für Wirtschaft, Bau und Verkehr sowie im Kreisausschuss vorgestellt. Die abschließende Entscheidung trifft der Paderborner Kreistag in seiner Sitzung am 17. Dezember.


Gebäude stammen aus den 50er und 60er Jahren, notwendige Erweiterungen zum Teil nicht genehmigungsfähig

Derzeit ist der Bauhof des Kreises Paderborn aufgeteilt auf die Standorte Büren-Harth, Lichtenau und Klausheide. Die Verwaltung des Kreisstraßenbauamtes mit den Abteilungen Planung, Bau und Straßenunterhaltung hat bereits heute ihre Büros auf dem Gelände des A.V.E-Eigenbetriebs, so dass man eigentlich von vier Standorten sprechen muss. Dadurch ist die Wirtschaftlichkeit beeinträchtigt.


Die Gebäude der Bauhöfe stammen aus den 50er- und 60er Jahren, müssen dringend saniert werden, entsprechen nicht mehr den energetischen Standards und bieten vor allem nicht mehr genug Platz um die arbeitsrechtlichen Vorgaben einzuhalten. Notwendige Erweiterungen sind zum Teil nicht genehmigungsfähig. Etliche Maschinen müssen auch im Winter draußen gelagert werden, was natürlich ihre Lebensdauer verkürzt. Für die Wintervorräte an Salz müssen zusätzliche Lagerhallen in der Senne angemietet werden.


Ein Bauhof, vier Standorte - unwirtschaftlich und nicht ausbaufähig


Bereits im September 2015 waren drei Planungsvarianten eines Ingenieursbüros im Ausschuss für Wirtschaft, Bau und Verkehr des Kreises diskutiert worden. Variante 1 sah vor, dass im Prinzip erst einmal alles so bleibt wie es ist. Also vier Standorte und deren sukzessive Sanierung. Zumindest in Harth und Lichtenau bliebe jedoch das Raumproblem ungelöst. Variante 2 sah die Zusammenführung des kleinsten Standortes in Büren-Harth und der Verwaltung am bisherigen Standort Klausheide und die Beibehaltung des Bauhofs in Lichtenau und deren Sanierung vor. Aber auch diese Variante überzeugte nicht, da der Standort Klausheide nur eingeschränkt umgebaut werden kann und das Raumproblem in Lichtenau bliebe. Variante 3 sah bereits einen zentralen Bauhof, möglichst auf dem Gebiet der Gemeinde Borchen aufgrund ihrer verkehrsgünstigen Lage, vor.

Der Fachausschuss sprach sich seinerzeit für Variante 1 aus, da ein geeignetes Grundstück fehlte und mit Blick auf den Kreishaushalt eine sukzessive Sanierung der drei Bauhöfe im Zeitraum von fünf bis zehn Jahren geeigneter bzw. finanziell angenehmer erschien. Dann stellte sich jedoch heraus, dass der Bauhof in Harth nicht saniert werden kann. Eine Baugenehmigung sähe zwingend die Vorlage eines Lärmschutzgutachtens vor. Die hier geforderten Grenzwerte könnten nachts nicht eingehalten werden, da bereits ab 4 Uhr der Winterdienst beginnt, die Fahrzeuge also beladen werden und losfahren. Das alte Gebäude besitzt jetzt noch Bestandsschutz.

Also wurden die Planungsvarianten erneut geprüft und wieder nach einem geeigneten Grundstück gesucht. Die dem Wirtschaftsprüfer vorgestellte Planung sieht jetzt vor, dass der A.V.E. Eigenbetrieb des Kreises den Bauhof im Abstimmung mit dem Kreisstraßenbauamt auf seinem Gelände plant, aus seiner Rücklage finanziert, die er für die Stilllegung und Nachsorge der Deponie in den nächsten 50 Jahren vorhalten muss und anschließend für 40 Jahre an den Kreis Paderborn verpachtet. Die jährlichen Pachtkosten liegen voraussichtlich bei rund 260.000 Euro pro Jahr und orientieren sich an den prognostizierten Baukosten.


Das Grundstück für den angedachten zentralen Bauhof  ist ideal an das lokale, regionale und überregionale Straßennetz angebunden


Das Grundstück auf dem A.V.E.-Gelände liegt verkehrstechnisch ideal: Mit der K 28, K 32, B 1, B 64 und A 33 ist der zentrale Bauhof dann künftigt sehr gut an das lokale, regionale und überregionale Straßennetz angebunden. Immissionsschutzrechtliche Probleme sind nicht zu erwarten. „Wohl aber Synergieeffekte zwichen Deponiebetrieb und Kreisstraßenbau in Bezug auf Infrastruktur, Nutzung von Maschinen, Waage und Anbindung an das Nahwärmenetz der Deponie und die regenerative Stromversorgung der A.V.E. GmbH“, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Da das benötigte Baugrundstück am Rande des Deponiebereichs liegt und dieser zudem auch langfristig nicht erweitert werden muss, hat die Bezirksregierung Detmold als zuständige Planfeststellungsbehörde bereits ihre Zustimmung in Aussicht gestellt. Die Stadt Paderborn hat ebenfalls Unterstützung signalisiert, sofern alle planungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Und auch die naturschutzrechtlichen und wasserrechtlichen Fragestellungen seien lösbar, heißt es abschließend in der Vorlage.

 
 
 

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