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Kreishaus
Wewelsburg

15. Januar 2019

Jette will Posaune – oder doch lieber Geige?

Kreismusikschule startet erfolgreich Projekt JeKits am Grundschulverbund Thüle//Scharmede

Zu sehen sind vier Kinder der Grundschule mit verschiedenen Instrumente, die sie alle im Rahmen des Unterrichtes kennenlernen 
Bei so viel Auswahl fällt es den Kindern schwer, sich für ein Lieblingsinstrument zu entscheiden – vorne v.l. Maila, Jette (Klasse 2b), Benedikt und Malin (Klasse 2a). Hintere Reihe von links: Konrektorin Sonja Plöger, Eddi Kleinschnittger (pädagogischer Leiter Kreismusikschule), Musikschullehrer Robin Güthoff und Rektorin Renate Leutnant.

„Posaune!“, da sind sich Jette (8), Maila (8) und Malin (7) einig. Das ist das Instrument, das ihnen am meisten Spaß gemacht hat. „Ich habe einen ganz lauten Ton gespielt“, erzählt Malin stolz von dem Moment, als sie zum ersten Mal selbst das Blasinstrument ausprobieren durfte. Die drei Zweitklässler nehmen mit ihrer Grundschule am Projekt „JeKits – Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen“ teil, das vom Land NRW finanziert wird und Grundschulkindern Musik näher bringen soll. Im Kreis Paderborn führt die Kreismusikschule das Projekt an drei Grundschulen durch. Und nun neu seit diesem Schuljahr dabei: Der Grundschulverbund Thüle/Scharmede in Salzkotten.

„Es ist jedes Mal der Schlüsselmoment, wenn die Augen der Kinder vor Überraschung groß werden, weil sie ihren ersten Ton auf einem neuen Instrument hervorgebracht haben“, freut sich Robin Güthoff, Musikschullehrer an der Kreismusikschule, über den Erfolg der Kinder. Einmal in der Woche unterrichtet er die zweite Klasse an den teilnehmenden Grundschulen in Thüle/Scharmede und Delbrück. In jeder Stunde stellt er den Kindern ein Instrument vor, übt Rhythmus, Singen, Notenverständnis – und natürlich darf jedes Kind alle Instrumente ausprobieren!
„Das Schöne an dem Projekt ist, dass es für alle offen ist, egal, ob sie Zuhause mit Musik und Instrumenten in Berührung kommen oder nicht“, schwärmt Renate Leutnant, Rektorin des Grundschulverbundes. Zwar ist ihre Grundschule bereits als „Musikalische Grundschule“ vom Land NRW ausgezeichnet, das Besondere am Projekt JeKits ist aber, dass die Kinder direkt eine Vielzahl von Instrumenten kennenlernen.

„Musik verzaubert"

„Das ist kein Horn, das ist eine Tuba“, informiert Benedikt (7) die um ihn stehenden Erwachsenen. Nach einem halben Jahr Unterricht bei Robin Güthoff hat aber ein anderes Instrument die Leidenschaft des Grundschülers geweckt: das Keyboard. Prompt hat er sich eines zu Weihnachten gewünscht und auch erhalten. Nun übt er fleißig die verschiedenen Einstellungen. „Ich kann damit sogar Kirchenorgel spielen“, erzählt der Siebenjährige begeistert. Ein anderer Mitschüler ist bereits beim Posaunen-Kurs angemeldet, nachdem ihn die Leidenschaft für das Instrument beim JeKits-Projekt gepackt hat.

„Das Schöne an Musik ist, dass sie verzaubern kann. Aber zwischen Ganztagsunterricht, Sportverein und Berufstätigkeit der Eltern haben nicht mehr alle Kinder die Möglichkeit, sich der Musik zu nähern“, erzählt Eddi Kleinschnittger, pädagogischer Leiter der Kreismusikschule. Als das Land NRW das Projekt 2011 für den ländlichen Raum erstmals ausschrieb, war er deshalb gleich Feuer und Flamme. In Kooperation mit der Grundschule Delbrück war der Kreis Paderborn damals einer der Pilotschule für JeKits. „Wir freuen uns sehr, neben den Grundschulen in Delbrück und Bad Wünnenberg, mit der Grundschule Thüle/Scharmede nun eine dritte Schule für das Projekt gewonnen zu haben“, so Kleinschnittger.

Für die Zweitklässler ist JeKits ein Jahr lang Teil des normalen Schulunterrichts und völlig kostenlos. Die Instrumente stellt die Kreismusikschule. Im zweiten Jahr können sich die Kinder entscheiden, ob sie weitermachen und in Kleingruppen ein Musikinstrument erlernen wollen. „Zusätzlich zum Unterricht bieten wir an den Schulen ein Orchester an. Hier können die Schüler gemeinsam musizieren“, erklärt Kleinschnittger das Konzept von JeKits. Im freiwilligen zweiten Jahr kostet die Teilnahme 23 Euro im Monat inklusive der Leihgebühr für das Musikinstrument.

Nach Erfahrungen in den bereits länger teilnehmenden Grundschulen im Kreisgebiet entscheiden sich nach dem ersten Projektjahr rund 40 Prozent der Kinder dafür, auch an dem freiwilligen zweiten Jahr teilzunehmen. Jette, Maila und Malin könnten dann ihr Wunsch-Blasinstrument erlernen. „Ich glaube, ich will doch lieber Geige lernen“, ändert Posaunen-Fan Jette spontan ihre Meinung. Bis zum Ende dieses Schuljahres hat sie noch Zeit, sich zwischen den vielen Instrumenten zu entscheiden, die Robin Güthoff ihr vorstellt.

 
 
 

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