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Kreishaus
Wewelsburg

18. November 2019

Trauer um Friedrich Degner

Der langjährige Leiter des Paderborner Kreisjugendamtes ,Friedrich Degner, ist im Alter von 82 in seiner polnischen Wahlheimat Szafarnia plötzlich und unerwartet verstorben. Der gebürtige Breslauer hat mehr als vierzig Jahre die politische und soziale Landschaft in seiner Sennegemeinde Hövelhof, im Kreis Paderborn und darüber hinaus geprägt. „Wir trauern um eine herausragende Persönlichkeit, die viel bewegt und bewirkt hat“, sagt Landrat Manfred Müller.

Friedrich Degner bei einem Besuch im Paderborner Kreisjugendamt. Bildnachweis: Günther Uhrmeister. 
Friedrich Degner leitete über 30 Jahre das Paderborner Keisjugendamt. Bildnachweis: Günther Uhrmeister.

Der Landrat würdigt Degners Wegweisung in der französischen Aussöhnung, seine Initiative in den frühen freundschaftlichen Beziehungen des Kreises Paderborn zu Israel und Nahariya, die mutige wie visionäre Idee zur Gründung eines privaten Volksbildungswerkes, das er vor Jahrzehnten als einziges in dieser Form in Hövelhof gründete und sein politisches Wirken über viele Jahre an der Spitze der CDU als Meilensteine eines Lebenswerkes, das bleibende Spuren hinterlassen habe. 30 Jahre lang habe er das Kreisjugendamt geleitet und in dieser Position die Jugendhilfe maßgeblich geprägt. „Unsere Gedanken sind diesen schweren Stunden bei seiner Frau, seiner Familie“.

Als Kommunalpolitiker hat Friedrich Degner in der Kommunalpolitik viel bewegt und angetrieben. Er gründete vor fast 50 Jahren die Partnerschaft mit dem Pariser Vorort Verrieres le Buisson und zeichnete sich als Pionier deutsch-französischer Versöhnung aus. Er war Mitgründer des Volksbildungswerkes und auch hier, wie in der Partnerschaft, viele Jahrzehnte Vorreiter und Taktgeber.

Sein Freund und politischer Weggefährte, der Europaabgeordnete Elmar Brok, ehrte ihn zuletzt für seinen lebenslangen Einsatz für ein vereinigtes Europa.

Seine politische Karriere führte ihn von der Hövelhofer Kommunalpolitik als langjähriger Vorsitzender der CDU Hövelhof über das Engagement als stellvertretender CDU-Kreis und Bezirksvorsitzender bis auf die Landesebene. Dort war er Mitglied im Landesvorstand der CDU Westfalen unter Kurt Biedenkopf. Bundespräsident Roman Herzog verlieh Degner für sein leidenschaftliches politisches und bürgerschaftliches Engagement das Bundesverdienstkreuz. Die freundschaftlichen Beziehungen des Kreises Paderborn zu Naharya tragen seine Handschrift und sind ihm zeitlebens eine Herzensangelegenheit geblieben.

Sein beruflicher Weg bescherte ihm einen überregionalen Ruf als Mann der Jugendhilfe. 30 Jahre lang leitete er das Jugendamt des Kreises Paderborn. Auf seinen fachlichen Rat wurde auch in den kommunalen Spitzenverbänden und Fachverbänden Wert gelegt, vor allem immer dann, wenn es um die Weiterentwicklung der Jugendhilfe ging. Nach der „Wende“ 1989 war er wegweisender Berater der Stadt Zossen beim Aufbau des dortigen Jugendamtes.

2001 zog Friedrich Degner sich zurück in seine polnische Wahlheimat in Szafarnia zurück. Bis zuletzt gehörte das Studium der Paderborner Tageszeitungen zu seinem täglichen Ritual.

 
 
 
 
 
 

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