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Kreishaus
Wewelsburg

11. November 2019

Zweiter Turm fast fertig: Wewelsburg wieder ohne Baugerüst

Nur noch wenige Restarbeiten bis Dezember: Sanierung des Südostturms nahezu abgeschlossen

Bildunterzeile: Auch der Südwestturm ist nahezu fertig, die Wewelsburg ist wieder vor Wind und Wetter geschützt.  Das fleckige Erscheinungsbild ist gewollt, um den ertüchtigten Originalputz zu erhalten und zu zeigen  (Foto: André Heinermann für das Kreismuseum Wewelsburg) 
Auch der Südwestturm ist nahezu fertig, die Wewelsburg ist wieder vor Wind und Wetter geschützt. Das fleckige Erscheinungsbild ist gewollt, um den ertüchtigten Originalputz zu erhalten und zu zeigen (Foto: André Heinermann für das Kreismuseum Wewelsburg)

Kein Baugerüst stört mehr den Anblick der Wewelsburg. Auch die Sanierung des Südostturms ist bis auf wenige Restarbeiten nahezu abgeschlossen. Beide südlichen Türme mussten in den vergangenen Monaten saniert werden, weil die Witterung dem über 400 Jahre alten Schloss zugesetzt und die Bausubstanz stark angegriffen hatte. Während der gesamten Bauphase von August 2017 bis November dieses Jahres konnte das Kreismuseum geöffnet bleiben.
Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg ließ die Wewelsburg von 1603 bis 1609 in ihrer charakteristischen dreieckigen Form als Renaissanceschloss erbauen. In den Jahren 1933 bis 1945 geriet das Schloss in den Fokus von Heinrich Himmler, Reichsführer der SS, der die Anlage zu einer zentralen Versammlungsstätte für die SS ausbauen wollte. Umgesetzt werden sollten diese Pläne von Häftlingen eines extra für die Bauvorhaben eingerichteten Konzentrationslagers in Wewelsburg. Die SS ließ in den 30er Jahren größere Teile des Putzes abschlagen, um sie trutziger und burgähnlicher wirken zu lassen. Am 2. April 1945 befreiten amerikanische Soldaten die KZ-Häftlinge, nachdem ein SS-Sprengkommando versucht hatte, die Wewelsburg zu zerstören. Bei diesen Sprengungen entstanden tiefe Risse im Mauerwerk.
Bei den Untersuchungen der beiden Südtürme stellte sich heraus, dass besonders in den oberen Regionen des Südwestturms noch großflächige historische Putzflächen vorhanden waren. Bei der Sanierung des Südwestturms war darauf geachtet worden, den wertvollen Originalverputz aus dem 17. Jahrhundert so gut wie möglich zu erhalten. Bei diesen Arbeiten war auch der Originalputz am zweiten Turm entdeckt worden. In Absprache mit den Denkmalpflegern und Restauratoren des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe fiel die Entscheidung, diesen bei der im April 2019 begonnenen Fassadensanierung des Südostturms zu erhalten. Kleinere Flächen sind überputzt, große, zusammenhängende Putzflächen konservatorisch ertüchtigt und in den neuen Putz integriert worden. Diese sind deutlich erkennbar. Zum Teil sind sie mit jenem dunklen Tarnanstrichüberzogen, den Heinrich Himmler von den KZ-Häftlingen anbringen ließ, um die Burg vor feindlichen Fliegern im zweiten Weltkrieg zu verbergen. „Das erklärt das fleckige Gesamtbild des neuverputzten Südostturms“, erläutert Museumsleiterin Kirsten John-Stucke.
Im Zuge der Fassadensanierung sind auch Teile der Fenstereinfassungen überarbeitet bzw. gegen neue Steine ausgetauscht worden.

 
 
 

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