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Kreishaus
Wewelsburg

10. Juni 2020

Dörenhagen: Landrat und Bürgermeister danken den Bürgerinnen und Bürgern für die tatkräftige Beteiligung am Verkehrsversuch

Kreis, Gemeinde und Polizei stimmen Gehwegverbreiterung zu

Die Hausecke (linke Seite) engt den Gehweg so ein, dass kein Kinderwagen oder Rollstuhl vorbeikommt – Bild entstand beim Aufbau 
Die Hausecke (linke Seite) engt den Gehweg so ein, dass kein Kinderwagen oder Rollstuhl vorbeikommt – Bild entstand beim Aufbau

Zwei Wochen lang haben Kreis und die Gemeinde Borchen in Dörenhagen einen Verkehrsversuch durchgeführt und zahlreiche Rückmeldungen und Anregungen aus der dortigen Bevölkerung erhalten. Die beiden Verwaltungen und alle mit der Verkehrssicherheit befassten Stellen haben nun gemeinsam über die Ergebnisse des Versuchs beraten und kamen einstimmig zu dem Beschluss, die Maßnahmen aus dem Verkehrsversuch – mit Anpassungen - zu übernehmen und bei der anstehenden Sanierung der Ortsdurchfahrt umzusetzen. „Der Verkehrsversuch und vor allen die vielen wichtigen Rückmeldungen der Dörenhagener Bevölkerung haben wichtige Erkenntnisse gebracht. So können wir nun die Planungen anpassen und umsetzen. Wir danken allen Anwohnern und Landwirten für ihr Engagement!“, freuen sich Landrat Manfred Müller und Borchens Bürgermeister Reiner Allerdissen. In einem Ortstermin mit dem Landrat und Ortsvorsteher Heinz Rebbe konnte schließlich Einigung mit den Landwirten erzielt werden, so dass der Auftrag jetzt durch den Kreis vergeben werden konnte.

Die jetzige bauliche Situation aus den 70er Jahren bevorzugt die Autofahrer. Aber auch Kinder, Eltern mit Kinderwagen oder Bewohner mit gesundheitlichen Einschränkungen, die auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind, müssen sicher und geschützt ihren Weg zur Schule, Spielplatz oder Bäcker zurücklegen können. Dafür sollen die Bürgersteige, die zum Teil schmaler als 30 Zentimeter sind, verbreitet und in Dörenhagen-Busch ein Fahrbahnteiler aufgebaut werden.

Bei der Ankündigung des Verkehrsversuches baten die Planer aktiv die Bevölkerung um Rückmeldung – und die kamen zahlreich. Und so führte Michael Rüngeler, Leiter des Kreisstraßenbauamtes, in den letzten zwei Wochen viele Gespräche. Jedem Dörenhagener Bürger, der sich bei ihm meldete, hat er ein persönliches Gespräch angeboten, das anschließend protokolliert wurde.
„Einige Anwohner schrieben uns anschaulich ihre Erinnerungen an die Unfälle, die hier passiert sind. Zum Beispiel wurde eine Fußgängerin beim Überqueren der Straße getötet. Andere berichten, dass sie nun eine deutliche Geschwindigkeitsreduzierung der Autofahrer wahrnehmen“, berichtet Michael Rüngeler. Wertvolle Anregungen gab es auch von den ortsansässigen Landwirten. So wurde auf ihren Wunsch hin, eine Beschilderung nachträglich angebracht, die die Vorfahrtsregelung auf Höhe der Hausnummer 62 eindeutig regelt. Außerdem führten die Anregungen der Landwirte dazu, dass der Kreis das Planungsbüro angewiesen hat, durch Schleppkurven nachzuprüfen, dass alle Änderungen auch durch landwirtschaftliche Fahrzeuge befahrbar sind. Das ist uns sehr wichtig, dass in Dörenhagen die Landwirte die Kirchborchener Straße weiter gut nutzen können. Das Ergebnis zeigt eindeutig, dass die verringerte Breite auch für größere Fahrzeuge ausreicht.

„Ein Verkehrsversuch ist immer nur genau das: ein Versuch. Mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen können die Planungen angepasst werden“, erklärt Rüngeler. „Leider konnten wir die Gehwegverbreiterung nur mit unseren etwas klobigen Elementen simulieren. Diese erscheinen wesentlich höher und breiter als der später herzustellende Bordstein und können, anders als ein Bordstein, auch nicht vorsichtig überfahren werden“, so Rüngeler. Der Experte ist sich sicher, dass die neuen verbreiterten Gehwege wesentlich weniger in das Verkehrsgeschehen eingreifen werden als die Versuchselemente. Gerade in Sondersituationen wie einem Feuerwehreinsatz oder der Begegnung zweier besonders großer Fahrzeuge ist das gegenseitige Passieren weiterhin möglich. „An den langen Einengungen im Bereich der Kirchborchener Straße 50 und 52 ist im Versuch der ungünstige Eindruck entstanden, dass hier zukünftig die Fahrbahn nur einspurig befahrbar ist. Tatsächlich können aber auch hier problemlos zwei Autos aneinander vorbeifahren“, erklärt der Fachmann. Als weitere Anregung nimmt der Leiter des Kreisstraßenbauamtes den Wunsch mit, die Tempo-30-Beschilderung auszudehnen. „Das wird unser Straßenverkehrsamt nun prüfen“, so Rüngeler.

Kreis, Gemeinde, Polizei sind sich bei der Bewertung des Verkehrsversuches einig, dass durch die geplanten Maßnahmen positive und wichtige Verbesserungen erzielt werden: Die Verkehrssicherheit, gerade von schwächeren Verkehrsteilnehmern, wird erhöht. Fußgänger können den Bürgersteig auf der gesamten Länge nutzen und müssen nicht mehr an den heutigen Engstellen die Fahrbahn nutzen. Autofahrer werden gezwungen, achtsamer zu fahren und die vorgeschriebene Geschwindigkeit einzuhalten. Auch die Bezirksregierung befürwortet die Umsetzung der Maßnahmen bei der anstehenden Straßensanierung.

Hintergrund: Ab Juli wird die Ortsdurchfahrt in Dörenhagen (Kirchborchener Straße) und Busch (Ebbinghauser Straße) auf einem fast drei Kilometern langen Abschnitt saniert. Der Kreis saniert die Straßendecke und zeitgleich führt die Gemeinde Arbeiten an den Bordsteinen durch. Im Februar veranstalteten Kreis und Gemeinde eine gemeinsame Bürgerversammlung. Rund 200 Dörenhagener Bürgerinnen und Bürger nahmen daran teil. Ihre Anregungen und Wünsche sowie die Forderungen der Bezirksregierung als Verkehrssicherungsbehörde flossen in die Planungen mit ein und wurden beim nun durchgeführten Verkehrsversuch erprobt. Für die Sanierungsmaßnahmen des Kreises sind rund 1.050.000 Euro veranschlagt, wovon 600.000 Euro durch Zuschüsse des Landes finanziert werden. Die Gemeinde hat in ihrem Haushalt rund 300.000 Euro für die Durchführung der anstehenden Arbeiten eingeplant. Von den Anliegern werden keine Beiträge erhoben.

 
 
 

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