04. Februar 2026
Kreis Paderborn schult Lehrkräfte ab der siebten Klasse
Ab Sommer dieses Jahres wird das Thema Wiederbelebung fester Bestandteil an den Schulen in NRW: Mit einem neuen Erlass des Ministeriums für Schule und Bildung zur Laienreanimation stärkt das Land die Erste-Hilfe-Ausbildung von Jugendlichen. Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig zu befähigen, im Notfall richtig zu handeln und so Leben zu retten. Besonders gefragt bei diesem Thema sind die Lehrerinnen und Lehrer ab der siebten Klasse – eingeschlossen die Förderschulen und Berufskollegs. Die Ausbildung der verpflichteten Jugendlichen obliegt den Lehrkräften.
Im Kreis Paderborn laufen die Vorbereitungen zur Umsetzung der neuen Vorgaben bereits jetzt. Damit die Lehrkräfte im Sommer direkt durchstarten können, werden sie in Kürze umfangreich geschult. Den medizinisch fachlichen Hintergrund dazu liefern Dr. med. Thorsten Dahm, Chefarzt der Klinik für Notfallmedizin am Christlichen Klinikum Paderborn, und Dr. med. Felix Brandt, Intensiv- und Notfallmediziner und Oberarzt am St. Vincenz-Krankenhaus in Paderborn.
Seitens des Kreisgesundheitsamtes, welches die Organisation vor Ort übernimmt, wird derzeit an den Schulen im Kreisgebiet das Interesse abgefragt. Die ersten Schulungen finden am Dienstag, 10. März von 13.30 bis 16 Uhr und am Donnerstag, 12. März sowohl von 13.30 bis 16 Uhr als auch von 16 bis 18 Uhr im Ahorn-Sportpark in Paderborn statt. 120 Lehrkräfte erhalten in der ersten Runde das Angebot der Weiterbildung. Wer ins Rennen geschickt wird, darüber entscheiden die jeweiligen Schulleitungen.
„Prüfen, Rufen, Drücken“ steht ab Sommer auf dem Lehrplan und umfasst dann eine Doppelstunde. Im Rahmen derer lernen die Teilnehmenden zunächst das Grundverständnis von Kreislauf und Kreislaufstillstand sowie das Erkennen einer solchen Notfallsituation. Anschließend erfolgt die ordnungsgemäße Alarmierung des Rettungsdienstes. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Verständnis und der wirksamen Durchführung der Herzdruckmassage. Ergänzend dazu sollen alle Schülerinnen und Schüler durch regelmäßige Wiederholung spezieller Module zum Thema Wiederbelebung im Unterricht die notwendige Sicherheit gewinnen und sich zutrauen, im Notfall geeignete Maßnahmen zu ergreifen.
Information, Demonstration und praktische Übungen greifen dabei ineinander und sorgen für ein nachhaltiges Lernerlebnis. „Damit genau das gelingen kann, ist eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten wichtig“, erklärt der zuständige Dezernent des Kreises Paderborn, Dr. André Brandt.
Involviert in die Organisation und Umsetzung vor Ort sind das Christliche Klinikum Paderborn, das St. Vincenz-Krankenhaus Paderborn, das Gesundheitsamt und das Amt für Bevölkerungsschutz des Kreises Paderborn und die Arbeitsgemeinschaft der Notärzte.
„Wir wollen, dass die Lehrkräfte bestens vorbereitet sind, damit sie den Schülerinnen und Schülern das nötige Wissen und Selbstvertrauen vermitteln können, im Ernstfall Leben zu retten“, betont Dr. André Brandt.
Schuldezernentin Annette Mühlenhoff ergänzt: „Wir machen die jungen Menschen fachlich fit und stärken darüber hinaus auch ihr Verantwortungsgefühl füreinander. Dieses Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit ist für junge Menschen unbezahlbar.“
Anmeldungen zu den Schulungsterminen sind möglich unter www.kreis-paderborn.de/anmeldung2026-reanimation.
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Rückfragen beantworten: Bianca Lumpp und Melike Gün vom Kreisgesundheitsamt unter 05251 308-5445 oder –5325. (lumppb@kreis-paderborn.de und guenm@kreis-paderborn.de). |
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