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Kreishaus
Wewelsburg

27. November 2017

Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ mit neuer Ausrichtung

Den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gibt es bereits seit 1961.

Logo des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ 
Logo des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“

Den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gibt es bereits seit 1961. Alle drei Jahre wird er zunächst auf Kreisebene durchgeführt. Wer es hier aufs Siegertreppchen schafft, bekommt die Fahrkarte zum Landeswettbewerb und kann sich dort für den Bundeswettbewerb qualifizieren. Gesucht und prämiert werden längst nicht mehr die Schönsten im ganzen Land. Was zählt, ist eine nachhaltige dörfliche Entwicklung, die den Menschen und ihren Nachkommen Lebensqualität bietet. Doch nun muss der Wettbewerb selbst revitalisiert werden: Die Teilnehmerzahlen gehen bundesweit, aber auch in der Region OWL zurück; im Kreis Paderborn nahmen 2017 noch 18 von 62 Dörfern teil. Auch in anderen Kreisen ist diese Tendenz zu erkennen. Im Kreis Gütersloh haben sieben teilgenommen und in Minden-Lübbecke neun; im Kreis Herford fand 2017 kein Wettbewerb statt. Allein in den Kreisen Lippe (30) und Höxter ist noch eine höhere Akzeptanz da; in Höxter verglichen sich im jährlich stattfindenden Wettbewerb (in den Kreisteilen) über die letzten drei Jahre insgesamt 52 Dörfer.

Was kann man tun, um eines der wichtigsten Dorfentwicklungsinstrumente der vergangenen Jahrzehnte interessanter zu gestalten? Ein erster Schritt ist mit einem neuen Logo getan, das deutlich frischer die Inhalte repräsentiert. Die zukünftige Ausrichtung des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ stand auf der Tagesordnung eines Treffens, an dem Vertreter der sechs Kreise aus Ostwestfalen-Lippe und der Stadt Bielefeld im Paderborner Kreishaus teilnahmen.

Grafik „Teilnahme am Wettbewerb im Kreis Paderborn“: Die Grafik veranschaulicht die abnehmende Tendenz der Teilnahme. Dieser Trend soll nun gestoppt werden. 
Grafik „Teilnahme am Wettbewerb im Kreis Paderborn“: Die Grafik veranschaulicht die abnehmende Tendenz der Teilnahme. Dieser Trend soll nun gestoppt werden.

„Die Akzeptanz des Wettbewerbs ist in den vergangenen Jahren rückläufig, es meldeten sich zuletzt weniger Dörfer an als früher, obwohl der Wettstreit der Dörfer im Rahmen einer Verbesserung der ländlichen Entwicklung ein wichtiger Baustein für jedes Dorf ist“, erklärt Heinz-Josef Struckmeier, Organisator des Kreiswettbewerbs im Kreis Paderborn den Grund für das Treffen. „Viele Dörfer fühlen sich mit der komplexen Präsentation überfordert, da man sich natürlich in den zur Verfügung stehenden zwei Stunden der Dorfbesichtigung immer gut verkaufen möchte und dieses einige Arbeit im Vorfeld bedeutet. Aber die Vorbereitung und die Teilnahme selbst ist für alle immer ein Gewinn; bei der Beschäftigung mit dem Istbestand eines Ortes wird man sich immer der Stärken und Schwächen bewusst, das ist der erste Schritt zu Veränderungen.“ Die Fachleute aus den Kreisverwaltungen waren sich einig, im Grunde den bestehenden Wettbewerb zu erhalten und im Detail zu verbessern, um zukünftig wieder mehr Dörfer zur Teilnahme zu motivieren. Eine Forderung war, zwischen den Wettbewerben, die alle drei Jahre auf Kreisebene stattfinden, auch eine regelmäßige Beratung durch die jeweiligen Kreise durchzuführen. Außerdem soll nicht nur der Wettbewerb im Mittelpunkt stehen, sondern Wege gesucht werden, um nicht einen „Wettstreit der Dörfer“ zwar mit Gewinnern, aber auch mit Verlierern zu haben, sondern es sollten zukünftig einzelnen Projekten höhere Beachtung geschenkt werden. Benjamin Dally von der Hochschule OWL, die den Diskussionsprozess begleitet, forderte die Beteiligten auf, neue Formate zu berücksichtigen: „Wettstreit der Ideen, statt Wettstreit der Dörfer“, „Werkstatt statt Wettbewerb“, „Stärkere Arbeit in Konzepten“ und „mehr Informationen an die Dörfer in Workshops, Werkstätten und Beratung“ könnten den Wettbewerb revitalisieren.

Die Ideen sollen zunächst den Organisatoren des Landeswettbewerbs vorgestellt werden, der im nächsten Jahr veranstaltet wird. Der Kreis Paderborn wird durch den Kreissieger Fürstenberg vertreten. Vereinbart wurde zudem, die Diskussion in den Kreisen fortzusetzen. und die Rahmenbedingungen der Veranstaltung unter Berücksichtigung der Empfehlungen der Hochschule ständig zu verbessern und damit positiv zur ländlichen Entwicklung in OWL beizutragen.

Hintergrund:
Der Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" wird vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen ausgeschrieben. In den letzten 50 Jahren ist der Dorfwettbewerb zu einem wichtigen Instrument in der dörflichen Entwicklung geworden. Das bürgerschaftliche Engagement und die Eigenverantwortung der Dorfbewohner stehen nach wie vor im Vordergrund. Ziel des Wettbewerbs ist es, Anreize zu schaffen, die Zukunft der Dörfer verantwortlich und nachhaltig mit zu gestalten und weiter zu entwickeln. Die vielfältigen Funktionen der Dörfer und vorbildliche Leistungen sollen im Wettbewerb präsentiert werden.

Quelle: Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW

 
 
 

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