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18. Juli 2017

Jungen geflüchteten Menschen eine berufliche Perspektive geben

Das Bildungs- und Integrationszentrum hat die Broschüre „Bildungspilot für junge geflüchtete Menschen“ herausgebracht

Frau Hält Plakat und Broschüre 
Bildungspilot.jpg: Josephine Sames ist Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte und hat die Broschüre „Bildungspilot für junge geflüchtete Menschen“ zusammen gestellt. (Foto: Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kreis Paderborn, Anna-Sophie Schindler)

Aman (Name geändert) ist 23 Jahre und vor zwei Jahren als Geflüchteter aus Afghanistan nach Deutschland gekommen. Sein Wunsch ist es, einen Job zu finden. Im Integration Point in der Paderborner Bahnhofstraße entdeckte er das Plakat des Bildungs- und Integrationszentrums. „Dein Weg in den Job!“ steht dort in großen roten Lettern und in verschiedenen Sprachen. Das Plakat bewirbt die Broschüre „Bildungspilot für junge geflüchtete Menschen“.

Die Broschüre ist eine Übersicht über die Bildungsangebote für junge geflüchtete Menschen im Übergang von der Schule in den Beruf, also Schülerinnen und Schüler, aber auch junge Geflüchtete, die nicht mehr schulpflichtig sind und in ihrem Heimatland aus unterschiedlichen Gründen keine Berufsausbildung abschließen konnten. „Ihnen wollen wir eine beruflichen Perspektive geben“, sagt Josephine Sames, Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte beim Bildungs- und Integrationszentrum des Kreises Paderborn.

Auf 60 Seiten führt der Katalog Sprach- und Beratungsangebote, Angebote zur Berufsorientierung und zur Ausbildungsunterstützung auf. Zur besonderen Übersicht gibt es zwei Schaubilder: Eines zeigt, nach welchen gesetzlichen Grundlagen EU-Ausländer arbeiten dürfen, ein anderes, welche Bildungsangebote es für geflüchtete Jugendliche nach der Schulpflicht gibt.

Die Broschüre ermöglicht Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich mit geflüchteten Menschen zusammen arbeiten, beispielsweise Sozialarbeiter, Ehrenamtliche in den Kommunen, Flüchtlingskoordinatoren, Ausländerbehörden, Jugendämter oder Lehrer internationaler Klassen, die Möglichkeit, sich einen Überblick über vorhandene Angebote zu verschaffen.

Aman hat das Plakat gesehen und sich direkt bei Josephine Sames gemeldet. Dort erzählte er über seine bisherigen beruflichen Stationen: Er habe in den Niederlanden und Norwegen Praktika im Jugendbereich gemacht, spreche fließend Englisch und habe in Deutschland bereits Integrations- und Sprachkurse besucht. Sames schaut im „Bildungspiloten für junge geflüchtete Menschen“ nach. Die Einstiegsqualifizierung ist ein Angebot der Agentur für Arbeit. Dabei hat der Geflüchtete die Möglichkeit, sechs Monate oder ein Jahr lang ein Praktikum in einem Betrieb zu machen. Die Agentur für Arbeit würde beispielsweise Aman dabei 231 Euro monatlich zahlen und dem Betrieb einen Pauschalbetrag für Sozialversicherungsabgaben. „Ziel ist es, dass sich beide kennenlernen und danach über eine Ausbildung entscheiden können“, erklärt Sames.

Das Konzept des Bildungspiloten ist nicht neu. Seit mehreren Jahren bringt das Bildungs- und Integrationszentrum jährlich eine Übersicht für einheimische Jugendliche, die zwischen Schule und Beruf stehen, heraus. Dort werden verschiedene Angebote zu Berufsorientierung, - vorbereitung, - ausbildung, Weiterbildung, Umschuldung und Sprachförderung vorgestellt. Der „Bildungspilot für junge geflüchtete Menschen“ will informieren, welche Möglichkeiten es für Jugendliche wie Aman gibt. Der 23-jährige Afghane ist mittlerweile bei einer Discounterkette beschäftigt und macht dort eine Ausbildung.

Der „Bildungspilot für junge geflüchtete Menschen“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des Arbeitsbündnisses Jugend und Beruf, das sich aus den Jugendämtern von Kreis und Stadt Paderborn, Jobcenter und Agentur für Arbeit zusammensetzt. Das Bildungs- und Integrationszentrum mit Josephine Sames als Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte ist die Schnittstelle zwischen diesen Institutionen. Die Projektstelle wird vollständig durch Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert.

Sames ist Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um Bildungsangebote für geflüchtete junge Menschen. Sie ist telefonisch erreichbar unter 05251 308-4692 oder per E-Mail unter samesj@kreis-paderborn.de. Gedruckte Broschüren können bei ihr angefordert werden.

Online ist der „Bildungspilot für junge geflüchtete Menschen“ hier einsehbar.

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