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Kreishaus
Wewelsburg

03. Dezember 2020

Erfolgsprojekt für Kinder, Eltern und Kindergärten

5 Jahre Sprachbildungsprogramm „Rucksack-Kita“ im Kreis Paderborn

Begleiten gemeinsam Kinder und Eltern mit internationaler Familiengeschichte - (v.l.): Dr. Burghard Lehmann (ehemaliger Geschäftsführer der Osthushenrich-Stiftung), Anne Wiemers (Sprachförderkraft der Kita St. Johannes Baptist), Claudia Holle (neue Geschäftsführerin der Osthushenrich-Stiftung), Markus Heßbrügge (päd. Regionalleitung Kath. Kitas Hochstift), Inga Brinktriene (Kitaleiterin der Kath. Kita St. Johannes Baptist in Delbrück) und Elternbegleiterin Hana Altun  Foto: Bildungs- und Integrationszentrum, Kreis Paderborn 
Begleiten gemeinsam Kinder und Eltern mit internationaler Familiengeschichte - (v.l.): Dr. Burghard Lehmann (ehemaliger Geschäftsführer der Osthushenrich-Stiftung), Anne Wiemers (Sprachförderkraft der Kita St. Johannes Baptist), Claudia Holle (neue Geschäftsführerin der Osthushenrich-Stiftung), Markus Heßbrügge (päd. Regionalleitung Kath. Kitas Hochstift), Inga Brinktriene (Kitaleiterin der Kath. Kita St. Johannes Baptist in Delbrück) und Elternbegleiterin Hana Altun Foto: Bildungs- und Integrationszentrum, Kreis Paderborn

Eine wichtige und grundlegende Rolle bei der sprachlichen Entwicklung von Kindern spielen ihre Eltern. Schwierig wird es möglicherweise dann, wenn Kinder mehrsprachig aufwachsen und sowohl ihre Muttersprache als auch die deutsche Sprache als Zweitsprache erlernen. Um Probleme in der Sprachentwicklung gar nicht erst aufkommen zu lassen, nehmen im Kreis Paderborn sogenannte Elternbegleiterinnen, Erzieherinnen und Erzieher in Kindertageseinrichtungen sowie die Eltern ihre Kinder gemeinsam an die Hand. Und das seit fünf Jahren mit großem Erfolg.
„Rucksack Kita“ lautet das Sprachbildungsprogramm der Kommunalen Integrationszentren im Bundesland Nordrhein-Westfalen, welchem sich im Jahr 2015 erstmalig vier Kitas im Kreis Paderborn anschlossen. Seitdem wurden mehr als 160 Kinder zwischen 3 und 6 Jahren mit internationaler Familiengeschichte im Bereich der frühkindlichen Bildung erreicht, auf ihren persönlichen Weg geschickt und ihre Eltern in Bildungs- und Erziehungsfragen unterstützt.

Die Umsetzung funktioniert wie folgt: Die Eltern finden sich regelmäßig in "Rucksack"-Gruppen zusammen, die von erfahrenen und geschulten Elternbegleiterinnen mehrsprachig angeleitet werden. Während die Eltern zuhause ihre Kinder in der Erstsprache fördern, wird parallel in der Kita der Wortschatz in der Zweitsprache Deutsch erweitert. Beide Seiten benutzen die gleichen Arbeitsmaterialien – nur in unterschiedlichen Sprachen.

Zentraler Baustein im Projekt sind die sogenannten Elternbegleiterinnen. Sie halten den Kontakt zum Kommunalen Integrationszentrum im Bildungs- und Integrationszentrum des Kreises und werden von dort kontinuierlich beispielsweise zu den Themen Interkulturalität, frühkindliche Erziehung und Bildung geschult und qualifiziert.

„Durch das Rucksackprojekt ist die Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Erziehern intensiver geworden“, resümiert Inga Brinktriene, Leiterin der Katholischen Kita St. Johannes Baptist in Delbrück den Erfolg. Seit Beginn des Projektes ist die Kita dankbarer Kooperationspartner im Rucksack Kita-Projekt. Zwei Elternbegleiterinnen mit polnischer und aramäischer Herkunft starteten damals als Bindeglied zwischen Eltern und Kita an der Delbrücker Kindertageseinrichtung. Mit viel Engagement wurden weitere Eltern als Projektteilnehmer gewonnen.

Dass die gemeinsame Arbeit eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten ist, weiß die Elternbegleiterin Hana Altun aus eigener Erfahrung. „Nicht nur die Sprachbildung der Kinder wird gefördert“, so die Expertin. Auch die Eltern-Kind-Beziehung werde gestärkt und darüber hinaus Sprachbarrieren der Eltern abgebaut. Elternbegleiterinnen wie Hana Altun berichten, dass die Arbeit ihr Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl deutlich gestärkt habe. „Viele von ihnen haben mittlerweile im Ausland erworbene Qualifikationen anerkennen lassen und arbeiten in ihren erlernten Berufen. Andere haben eine berufsbildende Ausbildung oder Umschulung begonnen“, berichtet Gulshat Ouadine, Projektkoordinatorin vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Paderborn. Hana Altun ist mittlerweile als Bürokraft in der Kath. Kita St. Johannes Baptist angestellt.

Seit Beginn der Rucksack-Kita im Kreis Paderborn unterstützt die Osthushenrich-Stiftung das Projekt mit finanziellen Mitteln. 33.600 Euro fließen bis zum Jahr 2024 in diese besondere Bildung und Erziehung von Kindern. Die andere Hälfte der Programmkosten trägt das Land NRW im Rahmen des Förderprogramms „Integrationschancen für Kinder und Familien“ des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW. Das Programm läuft jeweils ein Jahr. In jedem neuen Kindergartenjahr kann die teilnehmende Kita ihre Rucksackgruppe fortführen oder eine neue einrichten.

Folgende Kitas sind im aktuellen Kita- und Schuljahr 2020/2021 beim Projekt „Rucksack Kita“ dabei: städtische Kitas Mistelweg und Heidehaus in Paderborn, kath. Kita Don Bosco in Büren, kath. Kita St. Johannes Baptist in Delbrück, kath. Kita St. Helena in Altenbeken und komm. Kita Rappelkiste in Bad Wünnenberg. Sechs mehrsprachige Elternbegleiterinnen leiten diese Elterngruppen.

Kindertageseinrichtungen und Eltern, die gerne am Programm teilnehmen möchten, können sich bei der Projektkoordinatorin Gulshat Ouadine vom Kommunalen Integrationszentrum melden unter Telefon 05251/308-4643
oder ouadineg@kreis-paderborn.de

 
 
 

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